Bitcoin Cash: Was bedeutet eine weitere Hardfork für BCH?

Die Unstimmigkeiten in Bitcoin Cash (BCH) gehen weiter. So weit, dass nun eine erneute Hardfork ansteht. Doch was bedeutet das eigentlich für BCH? Wir haben näher hingesehen und wollen unsere Funde und Gedanken dazu mit euch teilen.

Bitcoin Cash (BCH) selbst ist eine Hardfork von Bitcoin (BTC). Doch die Abspaltung von der Kryptowährung Nr. 1 weltweit brachte BCH weder eine bessere Performance ein, noch eine Beilegung der Unstimmigkeiten unter den Entwicklern und Nutzern. Daraus entstand dann vor rund 2 Jahren Bitcoin SV (BSV), eine Hardfork von BCH. Und jetzt soll es also zu einer erneuten Hardfork kommen, die wohl zu einer neuen Blockchain führen wird. Was das für BCH bedeutet, das haben wir uns mal näher angesehen.

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Die nächste Hardfork für Bitcoin Cash (BCH) steht an

In praktisch allen Entwicklungsprojekten herrschen von Zeit zu Zeit Unstimmigkeiten. Ganz gleich, ob es dabei um neue Features geht, Schwerpunkte in der weiteren Entwicklung oder auch Finanzen. Bei Bitcoin Cash ist das nicht anders. Wenn dann die Unstimmigkeiten zu groß werden und die Standpunkte der einzelnen Parteien sich verhärten, dann kann es zu sog. Forks kommen. So entstand BCH selbst und aus BCH auch Bitcoin SV (BSV). Und Mitte November 2020 soll es nun also zur nächsten Hardfork kommen, mitsamt einer neuen Blockchain.

Der neue Coin, der aus der Hardfork (wahrscheinlich) entstehen wird bekam den Namen „Bitcoin Cash ABC (BCHA)“. Gestritten wird übrigens über ein Upgrade von BCH, welches 8 % aller Mining Rewards an das Entwicklungsteam weiterleiten würde. Also sozusagen eine Besteuerung der BCH Miner, um das Projekt zu finanzieren. Das verstoße gegen den dezentralen Ethos von BCH, heißt es auf der anderen Seite.

Lesetipp: Welcher Bitcoin ist der beste? – BTC, BCH, BSV, BTG & Co.

Performance von BCH eher mau

Nun, Bitcoin Cash (BCH) performt rein preislich betrachtet (aber auch fundamental) wenig aufsehenerregend. Im Vergleich zum Bitcoin (BTC) wird BCH sogar auf einem Rekordtief gehandelt. Ja, niedriger als in 2018! Und auch im Vergleich zu Ethereum (ETH) oder anderen Altcoins, scheint das Interesse in Bitcoin Cash mehr und mehr abzunehmen. Eine erneute Hardfork könnte die verbliebenen Investoren durchaus abschrecken und so das langfristige Weiterbestehen des Projekts massiv gefährden.

Bitcoin Cash (BCH) im Tageschart
Quelle: Tradingview

Der Preis von Bitcoin Cash klammert sich eisern an eine steigende Unterstützungslinie, die seit dem Black Swan Event aus dem März 2020 besteht. Das Hoch aus dem Februar dieses Jahres scheint dabei aber auch weiterhin in weiter Ferne zu liegen. Während andere Altcoins wahlweise Erholungen oder weitere Rallys an den Tag legen, scheint BCH die Party zu verpassen. Und der Abwärtstrend dürfte durch eine erneute Hardfork wohl kaum besser werden.

Lesetipp: Bitcoin Cash und BSV: Wie steht es um die BTC Hardforks?

On-Chain Transaktionsvolumen steigt vor der Hardfork

Und auch die On-Chain Daten sind nicht gerade berauschend. Daten von unserem Partner Glassnode zeigen, dass das Transaktionsvolumen mehr oder minder gleichbleibend niedrig ist. Nur zuletzt sahen wir ein höheres Aufkommen an Transaktionsvolumen, da mehr als 1 Mio. BCH zu Krypto Börsen gesendet wurden, im Vorfeld der anstehenden Hardfork.

Bitcoin Cash (BCH) Transaktionsvolumen
Quelle: Glassnode

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Auch die BCH Hashrate ist am Abnehmen. Zusammen ergibt das alles in allem ein ziemlich düsteres Bild für das Projekt. Doch um eine weitere Hardfork steht es nicht unbedingt besser. Bitcoin SV performte auch nicht gerade überragend und „Bitcoin Cash ABC“ sollte auch nicht gerade der blühendsten Zukunft gegenüberstehen.

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Schlusswort zu Bitcoin Cash

Am Ende müssen wir abwarten, was am 15. November 2020 und in der Zeit danach genau geschieht. Sowohl für Bitcoin Cash (BCH), als auch für das – eventuell – neue Bitcoin Cash ABC (BCHA) stehen allerdings wohl schwere Zeiten an. Ja, die 8 % von den Mining Rewards zusammen mit einigen weiteren Neuerungen würden zwar das Projekt finanziell besser absichern und auch das Netzwerk robuster machen, aber Investoreninteresse wecken Hardforks in der Regel nicht. Und genau das bräuchte aber eine einstige Bitcoin Hardfork, um zu überleben.

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin Cash birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann. Wir nutzen für unsere Analysen Tradingview.

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