Der Bitcoin Kurs bewegt sich seit Wochen seitwärts. Jeder Versuch nach oben auszubrechen ist gescheitert. Es herrscht weiterhin zu viel Verkaufsdruck, um den Preis nachhaltig über 40.000 – 42.000 USD zu bringen. Denn auch das Interesse seitens institutioneller Investoren ist zurückgegangen.

Doch Gründe für eine weitere, mögliche Korrektur lassen sich aktuell ebenfalls nicht finden. Jedoch halten sich aktuell nicht alle Investoren zurück. Viele sind dabei mehr Bitcoin zu akkumulieren. So wie am vergangenen Samstag, an dem 60.000 BTC innerhalb kürzester Zeit aufgekauft wurden. Dabei handelt es sich um die stärkste Akkumulation an einem Tag des Jahres 2021. Der erhöhte Kaufdruck am Samstag ging auch mit einem historischen Ereignis für Bitcoin einher.

Bitcoin in der Akkumulationsphase

Der Kryptomarkt ist in den letzten Wochen zu Ruhe gekommen. Nachdem es mehrere Monate für fast alle Kryptowährungen nur bergauf gegangen war, kam es vor wenigen Wochen zu einer starken Korrektur. Daraufhin ist das Interesse in Bitcoin und anderen Kryptowährungen schlagartig eingebrochen. In der Regel fällt das Interesse bei fallenden Preisen und vice versa.

Viele sprechen mittlerweile von einem Bärenmarkt und einem möglichen Bitcoin Kurs von 10.000 – 15.000 USD im Laufe dieses Jahres. Die Stimmung ist immer noch sehr ängstlich unter den Anlegern. Es warten Milliarden an Stablecoins an der Seitenlinie, um wieder in den Markt einzusteigen. Daher kann es ab einem bestimmten Punkt oder nach einer positiven News wieder ganz schnell gehen.

Lesetipp: Bitcoin-Adoption El Salvador: jetzt steigt die USA in den Ring, um den US-Dollar zu retten

Doch an dieser Stelle sind wir noch nicht. Die Korrektur bis auf 28.800 USD liegt nun hinter uns und Bitcoin befinden sich in der Akkumulationsphase. Viele Investoren nutzen die aktuelle Situation, um ihre BTC Bestände zu erhöhen. So auch die Bitcoin Wale, die am Samstag zugeschlagen haben. Insgesamt wurden dabei knapp 60.000 BTC zu einem Gegenwert von ca. 2 Milliarden US-Dollar gekauft.

Dieser Umstand ist selbstverständlich auch vielen Bitcoin Enthusiasten wie Willy Woo aufgefallen. In einem Tweet zeigte der Analyst einen Chart von Glassnode, um den Kauf von 60.000 BTC zu belegen.

Bitcoin Trendwende durch Difficulty Adjustment?

Zwar ist der Bitcoin Kurs durch den Kauf von 60.000 BTC kurzzeitig um fast 10 % gestiegen aber befindet sich weiterhin in der Akkumulationsphase. Solange die Marke von 40.000 – 42.000 USD nicht nachhaltig durchbrochen wurde, gibt es auch erstmal noch keine Entwarnung für einen möglichen Abverkauf.

Das Interessante bei dem kürzlichen Kauf der Bitcoin Wale ist, dass es genau an dem Tag stattgefunden hat, an dem das größte Difficulty Adjustment in der Geschichte von BTC passiert ist. Dabei ist die Schwierigkeit, die bestimmt wie schwer es ist einen Bitcoin Block zu finden, um 27,94 % gefallen.

Der Grund dafür ist das Mining-Verbot in China, dass viele große Miner dazu gezwungen hat, ihren Standort zu wechseln. Zwar richtet sich die Hashrate und das Interesse an Mining hauptsächlich am Bitcoin Kurs, aber auch in die andere Richtung gibt es gewisse Abhängigkeiten.

Daher gehen einige davon aus, dass durch das hohe Difficulty Adjustment nun wieder mehr Hashrate ins Netzwerk fließen wird und der Bitcoin Kurs davon beflügelt werden könnte. Zudem sollten auch die Verkäufe der Miner durch die steigende Profitabilität ebenfalls abnehmen, was zu niedrigerem Verkaufsdruck führen könnte.

In der Summe ist es ein positives Ereignis, dass vielleicht das nötige Fundament liefert, um den Bitcoin Kurs wieder Richtung Norden zu schicken. In unserem wöchentlichen Glassnode Report werden wir heute für euch die aktuellen On-Chain Daten analysieren und euch einen fundierten Überblick über die aktuelle Lage verschaffen.