Mann, der auf einer Wegkreuzung steht und verschiedene Optionen vor sich hat.

Die Bitcoin2Go Checkliste: Kryptowährungen einfach verstehen

Die Bitcoin2Go Checkliste: Kryptowährungen einfach verstehen.

Wir von Bitcoin2Go haben es uns als Ziel gesetzt jedem Menschen das Thema Kryptowährungen einfach, verständlich und vor allem seriös zu erklären. Mit dieser Checkliste geben wir dir eine Anleitung an die Hand, die dich von Beginn an abholt und dir die wichtigsten Fragen rund um Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain und Investitionen erklärt.

Bevor wir anfangen, haben wir noch eine wichtige Botschaft an dich: Transparenz steht bei uns an oberster Stelle. Falls du also mehr zu unserem Geschäftsmodell erfahren möchtest und wie wir Geld verdienen, klicke einfach auf diesen Link.

4 Schritte für deinen perfekten Einstieg

Um dir den bestmöglichen Einstieg zu gewährleisten, haben wir unsere Checkliste in 4 Schritte eingeteilt. Die Reise beginnt hierbei bei 0, so dass du wirklich keine Vorkenntnisse brauchst. Neugier und das Interesse dich mit einer spannenden Innovation zu beschäftigen, ist die wichtigste Eigenschaft, die du mitbringen solltest.

Schauen wir uns im Folgenden nun die 4 Schritte für deinen perfekten Einstieg an:

  • Basis-Wissen

    Wer ein Haus bauen möchte, benötigt zuerst ein Fundament. Im ersten Schritt zeigen wir dir, was Bitcoin ist, wie eine Blockchain funktioniert und was Kryptowährungen sind.

  • Altcoin-Wissen

    Im zweiten Schritt kannst du mehr über weitere Kryptowährungen erfahren. Hierzu gehören Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Iota (MIOTA) und weitere Coins. Dieses Kapitel ist optional.

  • Strategien & Tipps zum Investieren

    Neben dem technologischen Aspekt, sind Kryptowährungen auch aus der finanziellen Perspektive interessant. Wir zeigen dir die wichtigsten Strategien und Tipps. Außerdem vergleichen wir Bitcoin mit Vermögenswerten aus dem klassischen Finanzmarkt (ETFs und Edelmetalle).

  • Handeln, Verwahren und Optimieren

    Wer die Theorie beherrscht, betritt den Bereich der Praxis. Im letzten Abschnitt zeigen wir dir konkret, wo du Kryptowährungen kaufen kannst, wie du sie sicher verwahrst und welche steuerlichen Aspekte dabei berücksichtigt werden müssen.

Tipps und Empfehlungen zur Arbeitsweise

Bevor nun zu dem eigentlichen Inhalt kommen, möchten wir dir noch einige Worte zur Arbeitsweise mitgeben:

Um das Optimum für dich herauszuholen, empfehlen wir dir die Kapitel 1, 3 und 4 in Ruhe durchzuarbeiten. Das Kapitel 2 ist optional und gibt dir bei Interesse mehr Informationen zu weiteren Kryptowährungen.

Um die gesamte Checkliste durchzuarbeiten, solltest du dir 1-2 Stunden Zeit nehmen. Die Materie der Kryptowährungen ist zu komplex, als dass sie in wenigen Minuten verstanden werden kann. Sieh die Zeit also als nachhaltige Investition in dich. Für eine bessere Einschätzung, haben wir die durchschnittliche Lesedauer bei jedem Abschnitt zusätzlich hinterlegt.

Du kannst diese Seite hier als Startseite verwenden, um dich durch die verschiedenen Artikel zu navigieren. Zusätzlich dazu stellen wir dir unsere Bitcoin2Go Checkliste als PDF bereit. Am besten ist es, wenn du die Liste ausdruckst und jeden Artikel nach dem Lesen abhakst. Damit hast du eine echte Checkliste.

Anmerkung: Die Checkliste ist zu 100% kostenlos. Du kannst sie runterladen und für dich verwenden. Wir möchten auch keine persönlichen Informationen oder Ähnliches. Runterladen und lernen – nicht mehr und nicht weniger.

1. Schritt: Basis-Wissen

Wir beginnen mit den drei grundlegenden Artikeln zu Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain. Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 30 Minuten.

Zeitaufwand
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2. Schritt: Altcoin-Wissen

In diesem optionalen Kapitel kannst du dein Wissen vertiefen. Wir zeigen dir die größten und wichtigsten Kryptowährungen neben Bitcoin. Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 60 Minuten.

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3. Schritt: Strategien & Tipps zum Investieren

Lehrgeld ist teuer und demotivierend. Wir können dir versichern, dass wir zum Anfang unserer Karriere dankbar über Strategien & Tipps gewesen wären, die uns vor dem Bezahlen von Lehrgeld geschützt hätte.

Daher haben wir die wichtigsten Impulse zum Investieren in den nachfolgenden Artikeln zusammengefasst. Die Inhalte sind teilweise etwas komplexer, da wir den Anspruch hatten, Dinge objektiv nachvollziehbar aufzuzeigen und mit Zahlen zu belegen.

Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 40 Minuten.

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4. Schritt: Handeln, Verwahren und Optimieren

In dem letzten Abschnitt geht es um die praktischen Fragen. Wo kannst du sicher, seriös und schnell Kryptowährungen kaufen? Wie du kannst diese anschließend verwahren und wie sieht es eigentlich mit dem Thema Steuern aus?

Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 60 Minuten.

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Glückwunsch: Du bist am Ende der Checkliste

Glückwunsch! – Du bist am Ende der Checkliste angelangt. Zunächst hoffen wir, dass wir dir interessante Impulse und Wissen zum Thema Bitcoin, Blockchain und Kryptowährungen vermitteln konnten.

Egal ob du vielleicht wie unsere Person im rechten Bild bereits an einem Sparplan tüftelst oder noch über die technischen Vorzüge einer Blockchain nachdenkst, wir freuen uns über dein Feedback.

Wenn du uns deine Meinung zur Bitcoin2Go Checkliste hinterlassen möchtest oder weitere Fragen hast, kannst du mit uns am besten über Telegram oder Facebook in Kontakt treten.

Bitcoin Sparplan mit Sparschwein und Münze

Der Bitcoin Sparplan: Die beste Strategie, um in BTC zu investieren

Wann ist der beste Zeitpunkt Bitcoins zu kaufen? Diese Frage erreicht uns mehrmals täglich und die Leute werden nicht müde danach zu Fragen. Unsere Antwort ist immer dieselbe: Immer. In diesem Artikel wollen wir erklären, warum ein solider Bitcoin Sparplan, die vielleicht beste Strategie ist, um in BTC zu investieren. Doch bevor wir uns der Beantwortung der Frage im Detail widmen, werfen wir einen Blick auf diejenigen, die gerade vor dieser Frage stehen.

Das Phänomen Bitcoin und die Verlockung des schnellen Reichtums

Wenn es um das Thema Kryptowährungen geht, dann steht für viele Menschen nicht die technologische, sondern die finanzielle Komponente im Vordergrund. Nachdem Bitcoin im Jahr 2017 von anfänglich 960 Dollar auf seinen bisherigen Höchststand von 20.089$ im Dezember 2017 kletterte, berichteten Medien weltweit über das Phänomen. 

Viele neugierige Privatpersonen hörten in diesem Kontext das erste Mal von der Kryptowährung und dessen faszinierender Kursrallye. In Folge dessen trieb es gerade Kleinanleger und weniger Erfahrene Menschen zu einer Investition in BTC. Dabei kauften große Teile dieser Anleger in der Hoffnung, schnell das große Geld zu machen. 

Die Käufe wurden meist mit einer einmaligen Summe zu enorm hohen Preisen getätigt, so dass einige dieser Anleger nach wie vor mit einem Hauch von Tristesse auf das eigene Portfolio blicken. Andere Anleger, die auf schnellen Reichtum hofften, haben wohl nur wenige Wochen oder Monate später die Reißleine gezogen und ihre Bitcoin mit hohem Verlust abgestoßen.

Das Szenario, das wir gerade beschrieben haben, entsteht aus finanzieller Unwissenheit. Dabei betrifft es jedoch nicht nur diejenigen, die 2017 neu in den Markt gekommen sind. Nach wie vor erreichen uns viele Fragen zur richtigen Investitionsstrategie. Der Bitcoin Kurs ist volatil und schwankt daher naturgemäß stark. Für viele Investoren ist es daher schwierig einzuschätzen, wann denn der richtige Zeitpunkt für den Kauf sei. Verunsicherung macht sich breit und diese ist bekanntlich nicht der beste Ratgeber für rationale Entscheidungen.

Dass all diese Verunsicherung nicht sein muss, werden wir in dem diesem Artikel zeigen. Wir stellen unsere ultimative Strategie vor, wie du sorglos und sicher in Bitcoin investieren kannst. Es geht also um nicht mehr und nicht weniger als die richtige Investitionsstrategie: Wir nennen es den Bitcoin Sparplan.

 

Übersicht

Die Herausforderungen für Einsteiger und Investoren

Wir sind davon überzeugt, dass Investieren nicht komplex sein muss. Dennoch sehen sich Einsteiger und Neulinge in der Finanzwelt einer Welle von Herausforderungen gegenüber: Da wäre zum einen die hohe Liquidität, die man am Anfang für ein Investment benötigt. Hinzu kommt die Problematik des Markttimings. Wie soll ich als Anfänger denn überhaupt wissen, ob jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um Bitcoin zu kaufen? 

Die häufigen Kursachterbahnen sowie das damit verbundene Aufs- und Abs sind nicht gerade hilfreich, die eigene Entscheidung zu erleichtern. Um bestmöglich zu entscheiden, tendieren Neulinge in der Materie oft zu einem vergleichbaren Verhalten. Sie prüfen den Bitcoin Kurs mehrmals täglich, um den einen richtigen Zeitpunkt zu erwischen.

Nach tage- oder gar wochenlanger Beobachtung ist es soweit. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen. Der PC wird angeschaltet, die zu investierende Summe liegt bereits auf der jeweiligen Plattform und der Kauf kann endlich getätigt werden. 

Ein sanftes Schulterklopfen belohnt die Mühen der letzten Wochen und mit einer Mischung aus Euphorie und Stolz blickt der nun zum Kreise der Investoren gehörende Anfänger auf das Portfolio: 1000 US-Dollar beziehungsweise 0.11 BTC zeigt das Dashboard nur wenige Sekunden nach dem ersten Kauf der Kryptowährung an. Als unser Investor nun am nächsten Tag aufsteht, traut er seinen Augen beim Blick auf die Kurse kaum.

Das gibt es doch nicht. Diese verdammte Volatilität!

flucht er, während er beim Weglegen des Handys realisiert, dass sein gestriger Kauf nur noch 910 Dollar wert ist. Ob er wirklich „Volatilität“ sagt oder doch andere Worte benutzt, kann von uns an dieser Stelle nur spekuliert werden.

Der Bitcoin Sparplan: Mit Dollar-Cost-Average zum Erfolg

Mit diesem – zugegebenermaßen leicht übertriebenen – Beispiel wollten wir dir ein Gefühl für die Notwendigkeit einer soliden Investitionsstrategie geben. Kommen wir nun direkt zu unserer Lösung: dem Bitcoin Sparplan. Wie funktioniert das Konzept, welche Vorteile bringt es mit sich, für wen ist es geeignet und wie kann es umgesetzt werden? – Widmen wir uns nun all diesen Fragen.

Funktionsweise eines Bitcoin Sparplan

Das Konzept und die Funktionsweise hinter der Strategie ist einfach. Anstatt einmalig in Bitcoin zu investieren, kaufst du regelmäßig BTC. Die Frequenz entscheidest du hierbei selbst. Manche bevorzugen den monatlichen Kauf, andere kaufen alle 14 Tage und die dritte Gruppe wiederum kauft sogar jede Woche. Die Mehrheit der Investoren greift wohl auf eines dieser drei Intervalle zurück: monatlich, 14-tägig oder wöchentlich.

Auch die Summe, die du hierfür aufwendest, sollte sich an deinen eigenen Bedürfnissen und finanzieller Situation orientieren. Nach oben sind hierbei natürlich keine Grenzen gesetzt. Eine Untergrenze existiert genauso wenig. Unserer Erfahrung nach beginnt die monatliche Investitionssumme bei ungefähr 50-100 Euro pro Monat.

Falls du dich übrigens gefragt hast, warum die Methode auch Bitcoin Dollar-Cost-Average (DCA) heißt, hier die Erklärung: 

Dadurch, dass du immer eine fixe Summe zu einem festgelegten Zeitpunkt investierst, erhältst du einen guten Durchschnittspreis. Im Englischen wird dieser Effekt als Dollar-Cost-Average oder einfach nur Cost-Average Effekt bezeichnet.

Für wen eignet sich der Bitcoin Sparplan?

Nun hast du dich vielleicht bereits gefragt, ob der Bitcoin Sparplan sich auch für dich eignet? – Unsere Antwort lautet ganz klar: Ja, der Bitcoin Sparplan eignet sich auch für dich. Im Grunde genommen eignet er sich für jeden Menschen, der in Bitcoin investieren möchte und sich dabei nicht als Trader bezeichnet. Um es etwas genauer zu formulieren:

Der Bitcoin Sparplan eignet sich für:

  • alle Menschen, die langfristig in Bitcoin investieren wollen
  • alle Menschen, die an das Werteversprechen der Kryptowährung sowie Dezentralisierung glauben
  • diejenigen, die entspannt und ohne großen Zeitaufwand an der Kursentwicklung von BTC partizpieren wollen
  • diejenigen, die ihr Portfolio durch einen unkorrelierten Vermögenswert optimieren wollen
  • die Gruppe von Menschen, die ihr Geld (historisch betrachtet) höher als mit 0,05% Rendite investieren wollen

Falls du dich also bei einem oder mehreren dieser Aspekte angesprochen fühlst, dann kannst du mit gutem Gewissen auf den Dollar-Cost-Average Effekt setzen. Falls du aber noch Zweifel bezüglich BTC haben solltest, erklären wir dir hier, warum Bitcoin in jedes Portfolio gehört.

Welche Vorteile bringt die Dollar-Cost-Average Strategie für mich?

Die Vorteile des Bitcoin Sparplans wurden wahrscheinlich bereits aus unserem obigen Anfangsbeispiel deutlich. Um es etwas anders zu formulieren: Die Vorteile sind die Nachteile und Fehler, die du im Vergleich zu einem normalen und unüberlegten Investment vermeidest. Da die Aspekte wirklich nicht zu unterschätzen sind, wollen wir die wichtigsten Vorteile von DCA noch einmal näher ausführen:

  • Automatisiert

    Die Käufe werden nun nicht mehr nach emotionaler Basis getätigt, sondern automatisch nach festgelegten Intervallen.

  • Durchschnittspreis

    Durch die regelmäßigen Käufe senkst du das eigene Risiko und erzielst einen guten Durchschnittspreis.

  • Emotionen

    Bei einem regelmäßigen Investment bist du weniger gestresst und deine Emotionen spielen nicht die entscheidende Rolle.

  • Flexibilität

    Falls du in einem Monat mehr Ausgaben als gedacht hast, bleibst du mit dem Bitcoin Sparplan flexibel. Du kannst die Käufe jederzeit pausieren.

  • Kontinuität

    Wenn du regelmäßige Käufe tätigst, bleibst du automatisch am Ball. Kontinuität zahlt sich aus. Du wirst auch automatisch mehr über die Materie BTC lernen.

  • Liquidität

    Du benötigst keine hohe anfängliche Summe, um in Bitcoin zu investieren. Du kannst bereits mit 50 Euro pro Monat beginnen und dir langfristig Vermögen aufbauen.

Nachdem wir nun geklärt haben, wie die Strategie funktioniert, für wen sie sich eignet und welche Vorteile sie mit sich bringt, gehen wir einen Schritt weiter. Nach der Theorie betreten wir die Sphäre der Praxis und schauen uns im Konkreten an, wie sich ein durchschnittliches Investment in die Kryptowährung in der Vergangenheit entwickeln konnte.

Bitcoin Sparplan in der Praxis: Entwicklung von Investments

Kommen wir nun also zu unserer praktischen Betrachtung. Wir schauen uns hierbei einmal an, wie sich ein Investment in Höhe von 100 Dollar pro Monat bzw. 25 Dollar wöchentlich entwickelt hätte. Dabei schauen wir uns die Entwicklung für verschiedene Zeiträume an. Wir betrachten die letzten 5 Jahre, 3 Jahre, das letzte Jahr sowie die letzten 6 Monate.

Den Grundstein mit einer soliden Strategie legen: Was wäre vor 5 Jahren gewesen?

Beginnen wir mit der langfristigen Betrachtung. Was wäre, wenn du am 15.06.2015 angefangen hättest, monatlich 100$ in die Kryptowährung Bitcoin (BTC) zu investieren? – Das Ergebnis ist in der Tat beeindruckend und zeigt die Kraft eines langfristigen Anlagehorizonts gepaart mit Kontinuität.

Entwicklung eines Bitcoin Sparplans mit 100 USD monatlich. Beginn 15.06.2015

Demnach wären über die letzten 5 Jahre genau 12*100*5 = 6.000 Dollar in Bitcoin geflossen. Dieses über die Zeit betrachtete Investment hätte zum heutigen Tag (15.06.2020) einen Gegenwert von 54.300$. Damit hättest du satte 805% Rendite in den vergangenen 5 Jahren eingefahren. Zur Hochzeit im Dezember 2017 wäre dein Portfolio sogar bei fast 90.000 US-Dollar gelegen.

Wie stark sich die Änderung des Kaufintervalls tatsächlich bemerkt macht, sehen wir beim Blick auf die nachfolgende Grafik. Wir haben hierbei die monatliche Summe bei 100$ belassen. Den großen Unterschied, den wir jedoch durchgeführt haben, ist die Änderung des Rhythmus von einmal monatlich auf vier wöchentliche Käufe á 25 USD.

Entwicklung eines Bitcoin Sparplans mit 25 USD wöchentlich. Beginn 15.06.2015

Im Vergleich zu der obigen Grafik kannst du sehen, dass dein Portfolio aktuell einen Gegenwert von 55.962 Dollar hätte. Es zeigt sich außerdem, dass die Änderung des Intervalls dazu führt, dass öfter Käufe getätigt werden und somit in Summe mehr Geld investiert worden wäre als bei einem monatlichen Kauf. 

Prozentual betrachtet läge die Rendite aus der heutigen Sicht etwas niedriger als die im obigen Beispiel. Beim Allzeithoch des Bitcoin Kurs im Dezember 2017 hätte dir der Bitcoin Sparplan mit einem wöchentlichen Kauf jedoch deutlich mehr Gewinne eingebracht. Im Vergleich zu den fast 90.000 Dollar aus dem obigen Beispiel mit dem monatlichen Kauf, wäre dein Investment bei einem wöchentlichen Kauf fast 110.000 Dollar Wert gewesen.

Investment vor 3 Jahren: Die teuersten Bitcoin deines Lebens?

Schauen wir uns nun an, was vor 3 Jahren gewesen wäre. Am 15.06.2017 hättest du kurz vor der historischer Kursrallye begonnen, Bitcoin zu besparen. Damit hättest du nur wenige Monate nach deinem Beginn die wohl teuersten Bitcoin deines Lebens gekauft und auch zu den hohen Preis von 15.000, 17.500 oder gar 20.000 USD zugeschlagen. Wie sich ein solches Investment im Rahmen der Bitcoin Dollar-Cost-Average Strategie nun geschlagen hätte, schauen wir uns im Folgenden an:

Hier siehst du die Entwicklung des Investments mit einer monatlichen Sparrate von 100 USD.

Entwicklung von Bitcoin Dollar Cost Average in den letzten 36 Monaten mit 100 USD monatlich.

Hier siehst du den Effekt von Bitcoin Dollar-Cost-Average mit einer wöchentlichen Sparrate von 25 USD.

Entwicklung von Bitcoin Dollar Cost Average in den letzten 36 Monaten mit 25 USD wöchentlich

Hierbei zeigt sich erneut, dass der monatliche Kauf etwas besser als der wöchentliche Kauf performt hätte. In beiden Fällen wärst du mit rund 50 Prozent jedoch gut in der Gewinnzone. 

Bevor wir zum nächsten Abschnitt kommen, noch eine kleine Ergänzung. Falls du selbst herausfinden möchtest, wie sich der Bitcoin Sparplan in der Vergangenheit geschlagen hat, kannst du dies hier tun: https://dcabtc.com/.

Investment vor 1 Jahr und 6 Monaten: Ist es zu spät für einen Bitcoin Sparplan?

Als letzte reale Beispiele wollen wir noch den Zeitraum von 12 beziehungsweise 6 Monaten betrachten. Da wir immer wieder mit der Frage konfrontiert werden, ob es jetzt nicht zu spät sei, Bitcoin zu kaufen oder sich überhaupt noch lohne, ist es wichtig auch die kurzfristige Perspektive einzunehmen. 

Die klare Antwortet, die wir auch gleich beweisen werden, lautet: Nein, es ist nicht zu spät für einen Bitcoin Sparplan.

Aus Gründen der Einfachheit betrachten wir nur noch das monatliche Investment in Höhe von 100 Dollar. Schauen wir uns dazu an, wie sich diese regelmäßige Investition in den letzten 12 Monaten entwickelt hätte:

Entwicklung von Bitcoin Dollar Cost Average in den letzten 12 Monaten mit 100 USD monatlich

Wir sehen hierbei, dass auch bei dieser Variante ein Plus in Höhe von fast 12% dein Portfolio bereichern würde. 

Zum Vergleich: Der DAX steht am heutigen 15.06.2020 mit 11.780 Punkten genau -3,4 Prozent unter seinem Wert vom 15.06.2019. Auch der amerikanische Dow Jones liegt 1,9% unter seinem Wert vom 15.06.2019. Gerade in diesem Kontext wird die Stärke von Bitcoin und der eines Bitcoin Sparplans nochmals deutlicher.

Investment vor 6 Monaten

Selbst wenn du zum Ende des letzten Jahres am 15.12.2019, also gerade einmal vor 6 Monaten, erst angefangen hättest, den Bitcoin Sparplan zu nutzen, würdest du dich jetzt freuen. Denn wie die nachfolgende Grafik zeigt hättest du mit den monatlichen Käufen aus deinen bisher investierten 600 Dollar eine Rendite von 23,8% erzielt. Damit wäre der Wert deines Portfolios jetzt 742 USD.

Entwicklung von Bitcoin Dollar Cost Average in den letzten 6 Monaten mit 100 USD monatlich

Damit zeigt sich also ganz klar, dass es nie zu spät ist mit einem Bitcoin Sparplan zu beginnen. Die Zukunft können wir damit leider nicht voraussagen, aber die Daten der Vergangenheit sprechen eine klare Sprache.

Nun haben wir dir über verschiedene Zeiträume die Entwicklung einer Investition in die Kryptowährung gezeigt. Wir konnten dir hoffentlich ein gutes Gefühl geben, weshalb es sich lohnt einen Vermögenswert (nicht nur Bitcoin) regelmäßig zu besparen. Neben den positiven finanziellen Effekten gibt dir diese Strategie viele weitere Vorteile: Egal ob Flexibilität, Kontinuität oder einfach das gute Gefühl keinen Stress mit dem Vermögensaufbau zu haben, sind Aspekte, die keinesfalls unterschätzt werden sollten!

Wo kann ich einen Bitcoin Sparplan machen?

Nun bleibt wahrscheinlich noch eine große Frage am Ende des Artikels offen: Wo und wie kann ich denn jetzt nun einen Sparplan einrichten? – Dazu möchten wir dir einige Dinge sagen: Leider gibt es kaum bis keine Anlaufstelle, die dir einen Bitcoin Sparplan in der Art und Weise anbietet, wie du es vielleicht von deinem Aktien- oder ETF-Depot kennst. 

Einer der bekanntesten Anbieter in diesem Segment, getbittr.com, musste leider vergangenen Monat aufgrund regulatorischer Vorschriften seinen Service einstellen. Wir unterstützen aber ein Projekt, welches diese Funktionalitäten demnächst anbieten wird. Bis es soweit ist müssen wir uns aber noch ein wenig Gedulden.

Du kannst deinen Sparplan aber auch ganz einfach selbst verwalten und bei einer Börse oder einem Broker regelmäßig kaufen und durch einen Dauerauftrag Einzahlungen tätigen.

Bevor es aber mit dem Bitcoin Sparplan losgehen kann, solltest du folgende 3 Punkte unbedingt beachten, bevor du dich in das Abenteuer Kryptowährungen stürzt:

  • Deine Situation

    Mache dir zunächst Gedanken über deine persönliche Situation und überlege dir, wie viel Geld du tatsächlich monatlich zur Verfügung stellen kannst. Nimm hier wirklich nur die Summe, die du gut verkraften kannst. Das Ziel eines Sparplans sollte die kontinuierliche Ausführung sein. Nimm also im Zweifelsfall lieber ein bisschen weniger, aber bleibe konstant bei dieser Summe.

  • Die richtige Plattform

    Wähle eine Plattform, die zu dir und deinen individuellen Bedürfnissen passt. Überlege dir hierfür, welche Kriterien dir wichtig sind. Ist dir eine Börse mit einer super innovativen Benutzeroberfläche wichtig oder geht es dir vielleicht eher darum, dass du jederzeit eine deutsche Kontaktperson beim Support erreichst? - Um die richtige Plattform für dich zu finden, empfehlen wir dir einen Blick auf unseren großen Börsenvergleich. Wir haben hier die besten Plattformen weltweit nach transparenten Kriterien getestet.

  • Die Einrichtung

    Sobald du deine persönliche Situation geklärt und eine Börse für dich gewählt hast, geht es an die Umsetzung. Am Besten richtest du von deinem Konto einen Dauerauftrag auf dein Konto bei der jeweiligen Plattform ein, so dass du zu den von dir selbst gewählten Zeitpunkten immer automatisiert Geld zur Verfügung hast. Durch den Dauerauftrag erleichtert sich einiges und du musst nur noch regelmäßig Bitcoin kaufen. Dieser Prozess geht je nach Plattform wenige Sekunden. In Summe kannst du also mit einem Zeitaufwand von weniger als 5 Minuten, deinen Bitcoin Sparplan einrichten und kontinuierlich betreiben.

Mann, der auf einer Wegkreuzung steht und verschiedene Optionen vor sich hat.

Damit sind wir jetzt auch am Ende des Artikels angelangt. Wir wünschen dir bei deinem Vorhaben und der Umsetzung der Dollar-Cost-Average Strategie maximalen Erfolg!

FAQ – Antworten zu den häufigsten Fragen

Nein, unserer Meinung nach ist das Konzept eines Sparplans im Allgemeinen eine der besten Strategie für Privatanleger. Dies gilt insbesondere für einen Bitcoin Sparplan. Gerade wegen der Volatilität ist der Vorteil des Dollar-Cost-Average Effekt enorm. Wir finden den Sparplan also ziemlich cool. 

Wie bereits erwähnt, gibt es keine direkte Untergrenze. Aus unserer Erfahrung heraus empfehlen wir jedoch nicht weniger als 25 Dollar pro Monat. Dies entspricht also ungefähr 22,50 Euro. Die gängigen Beträge liegen zwischen 50 - 250 Dollar im Monat.

Die Gebühren hängen von der Börse, die du wählst, ab. Es empfiehlt sich eine Plattform, die keine Einzahlungsgebühren erhebt. Ein Beispiel hierfür ist eToro. Außerdem solltest du darauf achten, dass beim Kauf von Bitcoin keine hohe Gebühr anfällt. In unserem Börsenvergleich findest du mehr Informationen hierzu.

Bitcoin Analyse am Computer

Bitcoin, Gold und ETFs im Vergleich – Deshalb sollte BTC in jedes Portfolio

Wenn es um Bitcoin oder dessen Kurs geht, finden interessierte Leser Tausende von Artikeln im Internet. Die Spannweite hierbei reicht von apokalyptischen Szenarien bis hin zu extrem positiven Prognosen. Eine solche breite Spannweite wiederum zeigt zwei Dinge: Auf der einen Seite unterstreicht sie die Volatilität sowie den schwer vorhersehbaren Charakter der Digitalwährung. Auf der anderen Seite zeigt die Spannweite, dass Informationsbeschaffung im digitalen Zeitalter zwar einfach ist, es jedoch umso schwieriger ist, qualitativ hochwertige Informationen zu finden. Neutrale und objektive Betrachtungen sind selten, da oft Eigeninteresse bei der Bewertung eines Assets mitschwingt.

Mit diesem Artikel möchten wir eine solide Basis schaffen, in der Bitcoin objektiv betrachtet wird. Es geht daher um nicht mehr und nicht weniger als die Frage, wie gut Bitcoin als Investitionsobjekt und Asset tatsächlich geeignet ist.

Zielsetzung: Wie gut ist Bitcoin als Investitionsobjekt?

Ziel dieses Artikels ist es, eine Analyse der beliebtesten Kryptowährung durchzuführen. Hierfür werden Elemente der Finanzmathematik verwendet. Die Ergebnisse der Analyse sind grafisch aufbereitet und werden im Verlauf des Artikels aufgezeigt und interpretiert. Es ist nicht auszuschließen, dass du einige Begriffe zuvor noch nie gehört hast. Bevor wir also zu den Ergebnissen der Auswertung kommen, beginnen wir mit einem kleinen Exkurs und erklären dir die wichtigsten Begriffe. 

Stichworte sind hierbei Korrelation, Volatilität, Sharpe-Ratio und Allokation. Falls du dir unsicher über die Bedeutung dieser Ausdrücke bist, empfehlen wir dir also den ganzen Artikel zu lesen. Wenn Korrelation und Volatilität hingegen zu deinen Lieblingswörtern gehören, dann kannst du den ersten Teil getrost überspringen.

Im Folgenden siehst du außerdem noch eine einfache tabellarische Darstellung, die dir aufzeigt, was du von diesem Artikel erwarten kannst und welche Fragen beantwortet werden. Wir zeigen dir ebenso, welche Fragen wir – zumindest in diesem Artikel – nicht beantworten.

Was dich im Artikel erwartet Was dich nicht erwartet
  • War Bitcoin in der Vergangenheit ein gutes Investment?
  • Wie hat sich Bitcoin im Vergleich zu anderen Anlageklassen und Finanzprodukten entwickelt?
  • Stimmt es, dass Bitcoin ein unkorreliertes Asset ist?
  • Hat Bitcoin - aus der finanzmathematischen Perspektive - ähnliche Eigenschaften wie Gold?
  • Macht es Sinn, Bitcoin als Teil eines diversifizierten Portfolios zu halten?
  • Lohnt sich das Risiko beim Investment in BTC?
  • Wie stark schwankt die Kryptowährung im Vergleich zu anderen Finanzprodukten?
  • Kann ich mit Bitcoin Millionär werden?
  • Wie steht der Bitcoin Kurs 2021 und 2022?
  • Wie hoch ist das Potenzial von Bitcoin für die Zukunft?
  • Kann BTC in Zukunft nationale Währungen ersetzen?

Bevor wir nun final in die Thematik einsteigen, einige Vorworte zum Aufbau des Artikels sowie der Methodik.

Aufbau und Methodik des Artikels

Wir beginnen mit dem Kapitel zur Begriffserklärung. Anschließend steigen wir in die Analyse ein und betrachten die Ergebnisse. Am Ende diskutieren wir die gewonnen Erkenntnisse und welche Bedeutung sie für uns haben. Eine Frage, die wir aktuell noch nicht geklärt haben, ist die Frage des Zeitraums sowie der Finanzprodukte und Anlageklassen, die wir im Vergleich betrachten.

Zeitraum und Wahl der Anlageklassen

Unsere Analyse betrachtet den Zeitraum vom 01.01.2016 bis zum 01.06.2020. Wir haben somit eine ungefähre Zeitspanne von 4.5 Jahren gewählt. Den Zeitraum von 2013 bis 2016 haben wir explizit ausgeschlossen, da die Marktkapitalisierung Bitcoins noch weitestgehend im einstelligen Milliardenbereich lag. Auch das tägliche Handelsvolumen war im Vergleich zur heutigen Zeit sehr gering. Dies wirkt sich direkt auf die Volatilität und andere Faktoren aus. Um eine bestmögliche Aussagekraft zu erzielen, haben wir also den 01.01.2016 als Startdatum gewählt.

Als Vergleichsobjekte haben wir die folgenden zwei Anlageklassen gewählt: Edelmetalle und (passive) Indexfonds. Damit haben wir Anleihen sowie Aktien explizit ausgeschlossen. Anleihen haben wir primär deshalb ausgeschlossen, weil nur wenige Investoren und Anleger in der heutigen Zeit noch auf dieses Asset setzen. 

Während in Europa bereits seit mehreren Jahren Staatsanleihen (mit Ausnahme von Ländern wie Griechenland) kaum noch Erträge bringen, konnten Investoren mit US-Staatsanleihen immerhin noch eine Rendite nahe der Inflation erzielen. Seit den dortigen Zinsanpassungen sind diese Zeiten allerdings auch vorbei. Auf Aktien haben wir deshalb verzichtet, da die unglaublich große Auswahl an einzelnen Aktientiteln es schwer macht, gute Vergleichsobjekte zu finden.

Die konkreten Vergleichsobjekte im Detail

Unserer Meinung nach haben wir daher stärker auf die Aspekte Relevanz und Verbreitung in der Bevölkerung gesetzt. Eine Studie des Bundesverbandes deutscher Banken aus dem Jahr 2019 zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen in Fondsanteile investiert und/oder einen Sparplan hierfür verwendet.

Diese Umfrage zeigt die beliebtesten Anlageprodukte der Deutschen im Jahr 2019. Quelle. statista.de

Genau aus diesem Grund haben wir uns für passive Indexfonds, sogenannte ETFs, als Vergleichsobjekte entschieden. Diese sind nicht nur beliebt, sondern werden weitestgehend mit monatlichen Sparplänen bedient. Viele Investoren und Privatanleger nutzen ETFs außerdem als Altersvorsorge und langfristiges Investment. Als Vertreter der passiven Indexfonds haben wir die iShares Produkte der Firma Blackrock gewählt. Diese gelten nicht nur zu den größten Indexfonds nach Volumen in ihrem Segment, sondern sind häufig die erste Wahl für Privatanleger.

Konkret haben wir die drei ETFs iShares Core MSCI World UCITS ETF (WKN:A0RPWH), iShares Core S&P 500 UCITS ETF USD (ISIN:IE0031442068) sowie den iShares Core DAX® UCITS ETF (ISIN:DE0005933931) gewählt.

Im Bereich der Edelmetalle haben wir den Goldpreis (in USD) als Referenzwert genommen. Für viele Anleger gilt Gold nach wie vor als Hedge im Portfolio. Hinzu kommt der häufige Vergleich zwischen Bitcoin und Gold, der uns dazu bewogen hat, das beliebteste Edelmetall in unsere Analyse aufzunehmen.

Die grundlegenden Informationen sollten nun klar sein. Es wurde ersichtlich, welches Ziel der Artikel verfolgt sowie die Fragen und Aspekte, die darin behandelt werden. Im Folgenden beginnen wir nun mit der Begriffserklärung. Falls du dieses Wissen bereits mitbringst, klicke einfach auf den nachfolgenden Button um diesen Abschnitt zu überspringen.

Übersicht: Bitcoin als Investition

Basis-Wissen für die Analyse und den Artikel:

In diesem Abschnitt erklären wir nun in aller Kürze die wichtigsten Begriffe, die für das Gesamtverständnis dieses Artikels hilfreich sind. Wir beginnen mit dem Begriff der „Annualisierten Rendite“.

Was ist die Annualisierte Rendite?

Wir verwenden die annualisierte Rendite um die Performance unterschiedlicher Anlageklassen und Assets miteinander zu vergleichen. Die Idee dahinter ist einfach: Wenn wir die Performance eines Vermögenswertes über mehrere Jahre hinweg betrachten, wollen wir wissen, wie hoch die „durchschnittliche“ Rendite dabei war. Uns interessiert also nicht nur die Entwicklung über 1 Jahr, sondern beispielsweise über 3 oder 5 Jahre.

Dabei ist es wichtig zu verstehen, dass wir nicht einfach den mathematischen Durchschnitt der Jahresentwicklungen bilden können. Ein einfaches Beispiel zur Verdeutlichung:

Weshalb die durchschnittliche Rendite keine Aussagekraft hat

Du investierst einen Betrag von 1.000 Euro in Bitcoin. Im ersten Jahr steigt der Kurs von BTC um 50 Prozent. Negative Meldungen machen nun die Runde, so dass es im zweiten Jahr schlechter aussieht und der Kurs um 30% fällt. Im dritten Jahr die Kryptowährung wenig bewegt und wächst mit 8%. Der Durchschnittswert läge hierbei bei (0,5 – 0,3 + 0,08)/3 = 0,093. Dies entspräche also einem Zuwachs von 9,3% pro Jahr. Warum dieser Wert nicht korrekt ist und weshalb wir die annualisierte Rendite benötigen, zeigen wir jetzt:

  • Der Wert deines Investments beträgt zum Beginn 1.000 Euro
  • Nach einem Jahr und 50% Wachstum liegt der Wert bei 1.500 Euro
  • Da der Kurs im zweiten Jahr um 30% fällt, beträgt der Wert deines Investments nur noch 1.500 Euro * (1-0,3) = 1.050 Euro.
  • Im dritten Jahr steigt der Kurs wiederum um 8 Prozent. Damit hat dein Investment am Ende einen Gegenwert von 1.050*1,08 = 1.134 Euro.

Wenn wir den oben angegebenen Durchschnittswert nehmen würden, müssten wir 1.000*1,093*1,093*1,093 rechnen. Dadurch ergäbe sich ein Endwert von 1305,75 Euro. Dies wäre nicht korrekt. Der Grund hierfür liegt darin, dass das Wachstum sich immer auf den Wert zu Beginn des Jahres bezieht.

Der Grund für die annualisierte Rendite und wie sie berechnet wird

Aus dem gerade eben genannten Grund verwenden wir die annualisierte Rendite. Sie gibt die „effektive“ Rendite an und zeigt somit den wirklichen „durchschnittlichen“ Wert. Berechnet wird sie nach dem geometrischen Mittel. Was zunächst kompliziert klingen mag, ist einfach.

Zur Berechnung der annualisierten Rendite multiplizieren wir die jährlichen Veränderungen miteinander und teilen sie anschließend durch die x-te Wurzel. Die x-te Wurzel gibt hierbei den Zeitraum der Betrachtung an. In unserem Fall beträgt x also 3 Jahre. Konkret ergibt sich dadurch in unserem Beispiel folgende Rechnung:

Dritte Wurzel aus (1,5 * (1-0,3) * 1,08) = 1,0428. Von dieser Zahl subtrahieren wir den Wert 1 und erhalten somit eine annualisierte Rendite von 4,28%. Die Gegenprobe 1.000 * 1,0428 * 1,0428 * 1,0428 = 1133,97 Euro liefert und gerundet das Ergebnis, welches wir erwarten: 1.134 Euro.

Performance über einen Zeitraum

Im Gegensatz zur annualisierten Rendite gibt uns die Performance die Rendite über einen gewissen Zeitraum an. Uns interessiert bei dieser Zahl nicht die jährliche Entwicklung, sondern nur das „rohe“ Ergebnis von Tag 1 bis Tag X. Etwaige Schwankungen, die innerhalb des Betrachtungszeitraums auftreten, werden nicht berücksichtigt.

Die Gesamtperformance ist eine weniger aussagekräftige Zahl, da ihr Ergebnis sehr stark davon abhängt, welchen Anfangs- und Endzeitpunkt man wählt. Auch hier wieder ein Beispiel zur Verdeutlichung:

  • Der Wert der Firma A steht zum Zeitpunkt 0 bei 100 Euro pro Aktie.
  • Im ersten Jahr entwickelt sich die Firma sehr gut, so dass ihr Kurs zum Jahresende bei 150 Euro pro Aktie liegt.
  • Im zweiten Jahr hingegen verliert die Aktie 20 Prozent. Ihr Kurswert beträgt anschließend 120 Euro.

Wer nun die Gesamtperformance von Zeitraum 0 bis zum Ende des zweiten Jahres betrachtet, erhält eine Rendite von 20%. Wer hingegen die Entwicklung von Jahr 1 bis zum Jahr 2 betrachtet, sieht eine Gesamtperformance von -20%. Aus diesem Grund ist die Betrachtung der annualisierten Rendite sinnvoll.

Volatilität

Der Begriff der Volatilität ist für unsere Analyse wichtig. Als Volatilität verstehen wir die Schwankungsbreite eines Finanzprodukts. Wenn also der Kurs einer Kryptowährung, einer Aktie oder eines ETFs innerhalb eines bestimmten Zeitraums mehrere Hoch- und Tiefpunkte erreicht, spricht man von einer großen Volatilität. Die Schwankungsbreite oder auch Spannweite ist damit sehr hoch.

Der Begriff Volatilität wird daher häufig mit dem „Risiko“ eines Vermögenswertes gleichgesetzt. Oft wird eine hohe Volatilität daher auch als etwas „Böses“ oder „Negatives“ dargestellt. Dabei ist es auf der einen Seite logisch, dass mit einer erhöhten Volatilität auch ein erhöhtes Risiko entsteht. Schließlich schwankt der Kurswert stark und es gibt regelmäßig Berg- und Talfahrten. Auf der anderen Seite entstehen durch Volatilität auch Chancen. Anders formuliert: Eine Aktie oder eine Kryptowährung die immer zwischen 95 und 105 Euro pendelt, wird niemals hohe Renditen abwerfen.

Zur Volatilität solltest du dir also merken, dass es sich um eine Kennzahl für die Schwankungsbreite handelt. Wir können das Risiko verschiedener Finanzprodukte also vergleichen, indem wir uns deren Volatilitäten über einen bestimmten Zeitraum anschauen.

Sharpe-Ratio

Soeben haben wir über das Risiko bzw. die Volatilität gesprochen. Nun macht es doch außerordentlich Sinn nicht nur das Risiko zu betrachten, sondern auch die Rendite, die mit diesem Risiko einhergeht. Schließlich gehen wir davon aus, dass wir mit einem erhöhten Risiko auch eine erhöhte Rendite einfahren können, da sich das Risiko ja ansonsten nicht lohnt.

Und genau diese Idee wird mit der sogenannten Sharpe-Ratio verfolgt. Sie ist eine Kennzahl, die uns einen Eindruck über das Verhältnis Rendite/Risiko gibt. Im Englischen wird die Kennzahl daher auch als „Reward-to-Variability“, also „Rendite-zur-Volatilität“ bezeichnet.

Um die Kennzahl zu ermitteln, benötigen wir zunächst den risikolosen Zinssatz. Als risikolosen Zinssatz verstehen wir – wie der Name es bereits erahnen lässt – den Zinssatz, den wir ohne jegliches Risiko eingehen zu müssen, erzielen können. In Europa gilt hierbei die Umlaufrendite deutscher Staatsanleihen (Bundesanleihen) mit zehnjähriger Laufzeit als Referenz. Natürlich ist auch dieser Zinssatz nicht zu 100% risikolos, dennoch sehen die Marktteilnehmer die Bundesanleihen als Benchmark.

Für die Sharpe-Ratio ermitteln wir nun zunächst die Differenz zwischen der Rendite, die uns ein Vermögenswert in einem Zeitraum liefert, und dem risikolosen Zinssatz. Damit erhalten wir unsere Risikoprämie. Sie entspricht also der Rendite, die wir für ein zusätzliches Risiko erhalten. Anschließend setzen wir diese Zahl ins Verhältnis zum Risiko, also der Volatilität, eines Vermögenswertes. 

Voilá: Das Ergebnis ist die Sharpe-Ratio. Ist die Zahl nun >1 konnte eine Überrendite im Vergleich zur risikolosen Anlage erzielt werden. Wir können Finanzprodukte nun vergleichen, indem wir uns deren Sharpe-Ratio anschauen. Dadurch können wir bewerten, ob das eingegangene Risiko immerhin „ausreichend“ belohnt wurde.

Portfoliotheorie

Der Begriff der Portfoliotheorie wurde maßgeblich von dem Ökonomen Markowitz geprägt. Im Kern geht es bei der Theorie darum, ein optimales Portfolio zu erstellen. Ziel soll es also sein, bestehende Finanzprodukte und Anlageklassen bestmöglich zu kombinieren. Dabei gibt es verschiedene Annahmen und Aspekte. Für uns soll jedoch ein Punkt relevant sein: Die Unterscheidung zwischen systematischen und unsystematischem Risiko.

Systematisches vs. Unsystematisches Risiko

Als systematisches Risiko verstehen wir das Risiko, das im Allgemeinem bei Investitionen entsteht. Es gibt unvorhersehbare Risiken, die sich negativ auf den Markt auswirken können. Alle Investitionen sind diesem Risiko unterworfen und wir als Investoren haben darauf keinen direkten Einfluss. Das beste Beispiel aus der jüngsten Zeit hierfür war (und ist) Covid-19.

Auf der anderen Seite gibt es ein unsystematisches Risiko, welches wir aktiv durch unsere Anlageentscheidungen beeinflussen. Wenn wir beispielsweise nur Aktien der deutschen Automobilindustrie kaufen, setzen wir uns einem hohen Risiko aus. Was können wir dagegen tun?

Diversifikation als Schlüssel zu einem optimierten Portfolio

Die Antwort auf das unsystematische Risiko heißt Diversifikation. Indem wir unser Portfolio breit streuen, also diversifizieren, können wir das Gesamtrisiko reduzieren. Das Ziel sollte es also sein in unterschiedliche Branchen, die bestenfalls geographisch verteilt sind, zu investieren. Aus diesem Grund entscheiden sich auch viele Anleger und Investoren für passive Indexfonds, wie den iShares MSCI, da dieser die Wertentwicklung aus einer Vielzahl unterschiedlicher Unternehmen nachbildet.

Zum Begriff der Portfoliotheorie solltest du neben dem Namen Markowitz also Folgendes mitnehmen: Jede Investition unterliegt einem Grundrisiko. Wir haben jedoch auch einen aktiven Einfluss auf das Risiko. Indem wir unser Portfolio diversifizieren, können wir das Risiko reduzieren.

Korrelation: Das Verhältnis zweier Vermögenswerte zueinander

Wenn wir über Portfoliotheorie und Diversifikation sprechen, müssen wir auch über die Korrelation sprechen. Die Korrelation ist eine statistische Kennziffer, die den Zusammenhang zweier Variablen angibt. Sie kann hierbei Werte zwischen -1 und +1 annehmen. Werte, die über 0 liegen, stehen für einen positiven Zusammenhang. Werte, die unter 0 liegen, stehen wiederum für einen negativen Zusammenhang. Eine Korrelation nahe 0 heißt wiederum, dass kein empirischer Zusammenhang vorliegt.

Um es etwas greifbarer zu machen, verwenden wir das Beispiel von Besuchern in einem Schwimmbad und der Temperatur. 

Liegt die Korrelation zwischen Besuchern und Temperatur bei beispielsweise 0,8 so lässt sich sagen, dass das Schwimmbad an heißen Tagen mehr Besucher hat. Wenn wir beispielsweise die Korrelation zwischen Niederschlagsmenge und Besuchern eines Schwimmbads betrachten, könnten wir beispielsweise eine Korrelation von -0,6 beobachten. Dies wiederum heißt, dass die Anzahl an Besuchern und die Niederschlagsmenge in einem negativen Zusammenhang stehen. Anders formuliert: Wenn es viel regnet, gibt es wenige Besucher im Schwimmbad und umgekehrt.

Die Kennzahl der Korrelation können wir nun verwenden, um unser Portfolio möglichst optimal zu gestalten. Das heißt, dass wir Werte wählen sollten, die nicht zu sehr positiv miteinander korrelieren. Denn dies wiederum erhöht das Risiko des Gesamtportfolios. 

Für unser Portfolio ist es daher gut, Vermögenswerte zu wählen, die eine Korrelation nahe 0 aufweisen. Mit einer solchen Korrelation entsteht nämlich der Effekt der Diversifikation, den wir uns wünschen. Für diesen Artikel wird es daher wichtig sein, zu verstehen, wie stark Bitcoin mit klassischen Finanzprodukten korreliert und ob es Sinn macht, die Kryptowährung als Ergänzung für das eigene Portfolio zu betrachten.

Die Grundlagen sind nun geschaffen. Das heißt, dass wir uns den Ergebnissen der Analyse widmen können. Es geht los!

Bitcoin als Investitionsobjekt: Die Analyse

Wir sind nun beim Herzstück dieser Bitcoin Analyse angekommen. Im Folgenden werden wir uns zunächst isoliert der Kryptowährung Nummer 1 widmen. Im Anschluss betrachten wir BTC im Rahmen einer diversifizierten Investitionsstrategie. Dazu schauen wir uns die annualisierten Renditen von Bitcoin im Vergleich zu unseren 4 Referenzprodukten  an. Neben der Rendite werfen wir einen Blick auf die Volatilitäten und die Sharpe-Ratio. Desweiteren zeigen wir die Korrelation zwischen BTC und klassischen Anlageklassen auf. Zum Schluss wollen wir einen Ausblick auf das optimale Portfolio werfen und verstehen, ob und wie Bitcoin die Performance eines Portfolios verbessern kann.

Anmerkung: Alle Grafiken können (und sollten) vergrößert angeschaut werden. Klicke dazu einfach auf die Grafik selbst, um sie im Detail anzuschauen.

Performance der Kryptowährung im Überblick

Wir beginnen mit der Gesamtperformance von Bitcoin. Dazu möchten wir dir als Leser zunächst einen Überblick geben, wie sich ein theoretisches Investment von 10.000 US-Dollar bis zum 01.01.2020 entwickelt hätte. Um aufzuzeigen, dass die Performance für selbst gewählte Zeiträume weniger aussagekräftig ist, betrachten hierfür unterschiedliche Daten. Anschließend betrachten wir neben der absoluten Performance, die prozentuale Entwicklung. Zum Abschluss dieses Abschnitts vergleichen wir dann die prozentuale Entwicklung von Bitcoin mit der unserer 4 Referenzprodukte.

Absolute Performance von Bitcoin im Überblick: Entwicklungen bis zum 01.01.2020

Konkret wählen wir den 01.01.2016, 01.01.2017, 01.01.2018 sowie den 01.01.2019 als Startpunkte einer Investition in Höhe von 10.000 Dollar.

Entwicklung 10.000USD Investment in Bitcoin bis zum 01.06.2020

Die oben stehende Grafik zeigt deutlich, dass die absolute Entwicklung eines Investments in Bitcoin deutlich von dem Zeitpunkt des Einstiegs abhängt. So hätte eine Investition von 10.000 USD am 01.01.2016 sich bis zum 01.06.2020 zu einer Summe von 167.000 USD entwickelt. Ein Investment am 01.01.2018 hingegen läge bei gerade einmal 5.100 USD. Ebenso deutlich wird die enorme Schwankungsbreite einer Investition in Bitcoin. Im Verlauf dieses Artikels werden wir uns die Volatilität nochmals im Detail anschauen. Bereits jetzt solltest du als Leser jedoch ein Gefühl dafür bekommen, wie massiv die Wert- bzw. Kursentwicklung von Bitcoin variiert.

Der Verlauf der Investition vom 01.01.2016 bis zum 01.06.2020 zeigt dies eindrucksvoll: Die Summe deines Investments hätte sich vom 01.01.2017 von 22.438 USD binnen eines Jahres auf enorme 327.600 Dollar erhöht. Im darauffolgenden Jahr (01.01.2019) wäre diese Summe wiederum massiv eingebrochen und läge bei 86.900 Dollar.

Relative Performance von BTC in der Übersicht

Um die Darstellung der absoluten Zahlen zu ergänzen, zeigen wir in der nachfolgenden Grafik die daraus resultierende Performance in Prozent.

Prozentuale Entwicklung einer Bitcoin Investition im Zeitraum von 2016-2020

An dieser Stelle könnte man nun Lobeshymnen zur Performance der größten Kryptowährung anstimmen. 1570% Wertzuwachs in weniger als 5 Jahren – solche Titel wären höchstwahrscheinlich dazu geeignet, das Interesse vieler potenzieller Leser zu wecken. Wir verzichten jedoch hierauf, da – wie bereits erwähnt – eine Betrachtung der Performance, egal ob prozentual oder absolut, nur bedingt aussagekräftig ist.

Schließlich hängt die Wahl immer von dem gewählten Zeitraum und somit massiv vom Timing der Investition ab. Der zweite Punkt ist derjenige, dass eine solche Aussage bestenfalls im Kontext betrachtet werden soll. Das heißt für uns, dass wir diese prozentualen Zahlen nun mit denen unserer vier Referenzprodukte vergleichen wollen. Hinzu kommt die Notwendigkeit die Rendite in das Verhältnis zur Volatilität, also dem eingegangenen Risiko, zu setzen.

Bevor hier ein falsches Verständnis aufkommt: Keine Frage – Die Performance von Bitcoin ist mehr als beeindruckend und die Renditen sind (wie wir gleich sehen werden) einzigartig. Da das Ziel dieses Artikels jedoch mehr ist als die Heiligsprechung von Bitcoin, wollen wir eben auch auf diese zu kritisierenden Punkte aufmerksam machen.

Performance-Vergleich: Bitcoin vs. Gold, iShares Core MSCI, iShares Core S&P500 und iShares Core DAX

Richten wir unseren Blick also auf die Performance unserer 4 Referenzprodukte: iShares Core MSCI, iShares Core S&P500, iShares Core DAX sowie das Edelmetall Gold. Wie hoch waren deren prozentuale Rendite im selben Vergleichszeitraum?

Prozentuale Entwicklung verschiedener Finanzprodukte bis zum 01.01.2020

Aus dem obigen Schaubild wird ein offensichtliches Bild deutlich. Wir möchten die wichtigsten Erkenntnisse daraus zusammenfassen:

  1. Der amerikanische Aktienmarkt bleibt das absolute Zugpferd hinsichtlich Renditen. Der iShares S&P500 kann sowohl den breiter gestreuten und somit weltweit investieren iShares MSCI als auch den iShares DAX outperformen.
  2. Der deutsche Aktienindex konnte in den letzten Jahren keine Outperformance erzielen. Während der Aktienmarkt in den letzten Jahren eine beispiellose Hochzeit hatte, ist der DAX der schlechteste Performer unserer Anlageklassen.
  3. Die Nachfrage nach Gold in den letzten Jahren trieb den Preis des Edelmetalls stark nach oben. In Folge dessen warf auch ein Investment in Gold in den letzten Jahren eine ordentliche Rendite ab.
  4. Zum Schluss folgt noch die Erkenntnis, dass Bitcoin in fast alle Zeitpunkten eine deutliche Outperformance erzielte. Aufgrund der hohen Volatilität, auf die wir gleich noch näher zu sprechen kommen, ist der Investitionszeitpunkt sowie die Haltedauer bei der Kryptowährung entscheidend.

Die aktuelle Betrachtung hat sich explizit auf die historische Entwicklung bezogen. Der Endzeitpunkt unserer Betrachtung lag hierbei immer am 01.01.2020. Im Folgenden wollen wir den Zeithorizont verdichten und einen Blick auf die Year-to-Date Performance werfen. Das heißt, dass wir uns anschauen wie alle unsere Assets seit dem 01.01.2020 performt haben. Da dieses Jahr eine deutliche Zäsur darstellt (Stichwort: Covid-19) ist es besonders interessant zu sehen, wie die Anlageklassen in Zeiten wirtschaftlicher Krisen performen.

Performance seit dem 01.01.2020: Entwicklung in wirtschaftlichen Krisen

Durch die Verbreitung von Covid-19 und die daraus folgenden einschneidenden Maßnahmen gab es einen kurzfristigen Einbruch des globalen Finanz- und Aktienmarktes. Auch wenn der Aktienmarkt sich aus der heutigen Perspektive weitestgehend von den Tiefständen des Jahres erholt hat, sind die Auswirkungen des Virus noch lange nicht vorbei. Es wird wohl noch Monate und Jahre andauern bis der Konsum und die Produkten auf dem Niveau des Vorjahres sind. Andere Phänomene, wie beispielsweise die erhöhte Arbeitslosigkeit in einigen Ländern, kann noch nachhaltigere Konsequenzen mit sich tragen.

In diesem Kontext ist es also interessant zu wissen, wie gut sich die Anlageklassen erholt haben und wie sie im Vergleich zum Jahresbeginn dastehen:

Entwicklung der Finanzprodukte iShares MSCI, iShares S&P500, iShares DAX, Gold und Bitcoin im Zeitraum von 01.01.2020 - 31.05.2020

Die oben stehende Grafik ist eindeutig: Trotz der jüngsten Erholungen am Aktienmarkt konnte keiner unserer drei Indexfonds sich vollständig erholen. Das im vorherigen Abschnitt formulierte Bild wiederholt sich jedoch in dem Sinne, dass der iShares S&P500 der beste Performer ist und der iShares DAX die höchsten Verlust aufweist. Gold zeigt im Kontext der Coronakrise seine Eigenschaften als sicherer Hafen und Krisenanlage. Mit einer Performance von 15,18% im Zeitraum von 01.01.2020 bis zum 31.05.2020 übertrifft das Edelmetall die ETFs.

Bitcoin (BTC) ist in dieser Hinsicht mit einem Wachstum von fast 35% der deutliche Gewinner dieses Vergleichs.

Annualisierte Rendite

Bisher haben wir betrachtet, wie sich ein Investment in den Jahren 2016, 2017, 2018 und 2019 mit dem Zieldatum 01.01.2020 entwickelt hätte. Desweiteren haben wir uns angeschaut, wie unserer 5 Anlagemöglichkeiten seit dem 01.01.2020 performt haben. Den Abschluss des Kapitels zur Performance bildet nun der Blick auf die annualisierte Rendite.

Hier sehen wir deutlich, dass Bitcoin (BTC) in unserem Betrachtungszeitraum die höchste annualisierte Rendite aufweisen kann. Mit Hinblick auf unsere 3 ETFs sehen wir erneut, dass der iShares S&P500 die beste annualisierte Rendite hat. Interessant ist ebenso, dass das Edelmetall Gold den iShares Core DAX outperformen konnte.

Nachdem wir nun einen Eindruck über die Performance-Unterschiede erhalten konnten, wollen wir einen Blick auf die Volatilität werfen. Gerade in den letzten Jahren wurde BTC immer wieder der Vorwurf des hoch volatilen Assets gemacht.

Prüfen wir gemeinsam, ob dieses Vorwurf ein Fundament hat und falls ja, wie stark die Unterschiede in der Volatilität tatsächlich sind. Besonders interessant wird hierbei die bisherige Entwicklung in diesem Jahr sein. Denn gerade mit den Turbulenzen rund um Covid-19 hat sich gezeigt, dass auch der Aktienmarkt deutlich volatiler als in den letzten Jahren agierte. Tägliche Veränderungen im hohen einstelligen Prozentbereich bis hin zu zweistelligen prozentualen Veränderungen waren in diesem Jahr am Aktienmarkt zu beobachten.

Volatilität und die Frage der Schwankung: Wie stabil sind ETFs im Vergleich zu Bitcoin und Gold?

Es wird Zeit auf die Volatilität der Anlageklassen und Finanzprodukte zu blicken. Der Blick auf die Volatilität ist insofern wichtig, als dass gerade unerfahrene Anleger häufig vor Anlageklassen mit einer hohen Volatilität zurückschrecken. Der Grund hierfür ist durchaus nachvollziehbar. Man stelle sich vor, dass ein Anleger mit wenig Erfahrung ein Investment in Höhe von 1.000 USD tätigt. Bei einem hoch volatilen Asset ist es gut möglich, dass der Blick auf das Portfolio wenige Wochen später nur noch einen Betrag von beispielsweise 800 USD anzeigt. Dies mag Anleger verunsichern und in Folge dessen möglicherweise sogar zu der schlechtesten Reaktion überhaupt führen:

Die Angst noch mehr Geld zu „verlieren“, äußert sich in einem Panikverkauf, der den zunächst theoretischen Verlust dann auch zu einem wirklichen Verlust macht. Während der Anleger zunächst froh darüber sein mag, mit einem „blauen Auge“ davongekommen zu sein, wird er sich ärgern, wenn er 3 Monate später erneut auf den Kurs blickt und realisiert, dass seine Investition nun einen Wert von 1.300 USD hätte.

Die Botschaft dahinter soll Folgende sein: Wer in einen hoch volatilen Vermögenswert investiert, muss sich dieser Tatsache bewusst sein. Schwankungen gehören per Definition dazu. Kurzfristige, starke Bewegungen sollten den Anleger also nicht verunsichern. An dieser Stelle sei also auch ganz klar gesagt, dass aus den eben genannten Gründen hoch volatile Vermögenswerte für viele Anleger schlicht und ergreifend nicht die richtigen Investitionen sind.

Annualisierte Volatilitäten im Vergleich: Bitcoin vs. MSCI, Gold und Co.

Widmen wir uns nun aber der Grafik zu den annualisierten Volatilitäten unserer 5 Anlageobjekte. Die nachstehende Grafik zeigt dementsprechend die annualisierte Volatilität für die Jahre 2016, 2017, 2018, 2019 sowie 2020.

Annualisierte Volatilität von Bitcoin, Gold und drei iShares ETF im Vergleich

Was können wir nun aus dieser Grafik schlussfolgern? – Es lässt sich zunächst festhalten, dass Bitcoin im Vergleich zu den drei ETFs sowie Gold eine deutlich höhere Volatilität hat. Die Aussage, dass BTC also ein hoch volatiltes Asset ist, ist absolut korrekt. 

Desweiteren können wir sagen, dass die Volatilität im Jahr 2020 deutlich angestiegen ist. Die Turbulenzen an den Aktienmärkten spiegeln sich logischerweise in der Volatilität nieder. 

Außerdem zeigt sich, dass Gold – gerade in diesem Jahr – erneut seine Rolle als krisensicheres Investment unterstreicht. Mit einer Volatilität von rund 20% liegt es deutlich unter der unserer 3 ETFs sowie Bitcoin. Für die Jahre 2016 – 2019 zeigt sich im Übrigen auch, dass die Volatilität unserer 3 ETFs vergleichbar mit der von Gold war.

Nachdem wir nun sowohl über Renditen als auch die Volatilität gesprochen haben, wird es Zeit, das Verhältnis Risiko/Rendite zu analysieren. Das Stichwort hierfür lautet also Sharpe-Ratio.

Sharpe-Ratio in der Übersicht: Das Verhältnis von Risiko und Rendite

Wie bereits in der Einleitung zum Basis-Wissen erläutert, ist die Sharpe-Ratio eine gute Kennzahl für das Verhältnis von der erzielten Rendite im Vergleich zum eingegangenen Risiko. Wir haben daher für jedes Jahr die Sharpe-Ratio unserer 5 Anlageklassen berechnet. Werfen wir einen Blick auf die Ergebnisse:

Grafik zur Sharpe-Ratio von BTC, Gold, MSCI, SPX und DAX

Zunächst eine Anmerkung: Im Jahr 2017 hat Bitcoin (BTC) die mit Abstand beste und höchste Sharpe-Ratio. Der Wert betrug hierbei 18,98. Wir haben diesen Wert jedoch bewusst aus der oben stehenden Grafik rausgelassen, da er das Gesamtbild verzerren würde und die Darstellung verschlechtert.

Blicken wir nun auf die Zahlen selbst und schauen uns für jedes Jahr die beiden besten Anlageklassen an:

2016 – 2020: Übersicht der besten Sharpe-Ratios

  • 2016: Bitcoin hat die beste Sharpe-Ratio mit einem Wert von 2,26. Danach folgt der iShares S&P500 mit einem Wert von 1,42.
  • 2017: BTC liegt mit einem Wert von 18,98 auf Platz 1. Danach folgt das Edelmetall Gold mit einem Wert von 1,32.
  • 2018: Alle Anlageklassen weisen hierbei eine negative Sharpe-Ratio auf. In diesem Jahr wäre die risikolose Anlage also die bessere Anlage gewesen. Mit einem Wert von -0,18 wäre der S&P500 jedoch der Gewinner innerhalb der Gruppe der Verlierer.
  • 2019: Das Börsenjahr 2019 verlief gut. Diese Performance merken wir auch in der Sharpe-Ratio. Der iShares MSCI und iShares S&P500 belegen die ersten beiden Plätze.
  • 2020: Auf Platz 1 liegt das Edelmetall Gold mit einem Wert von 0,54. Darauf folgt Bitcoin mit einem Wert von 0,43.

Damit können wir festhalten, dass in unserem Vergleichszeitraum Bitcoin zweimal die beste Sharpe-Ratio hatte. In diesem Jahr liegt die Kryptowährung auf Platz 2 hinter Gold.

Interessanterweise kommt danach direkt das Edelmetall Gold. Es konnte im Jahr 2020 die beste Sharpe-Ratio vorweisen. In den Jahren 2017 und 2018 bot es wiederum das zweitbeste Verhältnis aus Risiko und Rendite. 

Innerhalb der Klasse der ETFs zeigt sich erneut, dass der iShares S&P500 dominiert und die beste Sharpe-Ratio aufweist.

Korrelation und die Frage der Diversifizierung

Bevor wir uns der Frage aller Fragen („Wie sieht das optimale Portfolio aus“) widmen, blicken wir auf die Korrelation. Im Rahmen der Portfoliotheorie haben wir gelernt, dass es wichtig ist, das unsystematische Risiko zu minimieren, indem das Portfolio diversifiziert wird.

Etwas verständlicher ausgedrückt: Wähle eine gute Kombination verschiedener Finanzprodukte, die sich gut ergänzen. Achte dabei darauf, verschiedene Anklageklassen zu wählen, die in verschiedenen Branchen weltweit investiert sind.

Um dieses Ziel zu erreichen, sollten wir also Vermögenswerte finden, die bestenfalls keine Korrelation aufweisen. Dies wiederum heißt, dass wir einen Wert benötigen, der im Bereich von 0 liegt. Je nach Definition werden Werte im Intervall [-0,25; 0,25] als sehr schwach bzw. nicht miteinander korrelierend bezeichnet. Werte, die deutlich über 0,25 liegen, erhöhen das Klumpenrisiko eines Portfolios. Ihre Wertentwicklung ist also stark voneinander abhängig. Werte, die zwischen -1 und -0,25 liegen, sind ebenso negativ für die Entwicklung des Portfolios, da sich die Renditen gegenseitig kannibalisieren. Während also der eine Vermögenswert steigt, sinkt der andere.

Die Korrelation der drei ETFs im Vergleich

Beginnen wir mit dem Blick auf die Korrelation der drei ETFs zueinander. Hierbei können wir bereits vermuten, dass die Korrelation hoch ist. Zunächst handelt es sich bei allen drei Finanzprodukten, um passive Indexfonds die einen Aktienindex abbilden. Zum Einen wird der Aktienindex S&P500 und zum Anderen der DAX abgebildet. Mit dem MSCI ETF wird die Entwicklung der größten Firmen weltweit abgebildet; hierzu gehören also explizit Firmen aus dem S&P500 sowie dem DAX.

Korrelation des iShares S&P500, MSCI und DAX im Vergleich

Unsere Analyse bestätigt die Vermutung für die meisten Jahre. Besonders der S&P500 und der DAX weisen eine hohe Korrelation auf. Rein subjektiv betrachtet lässt sich dieses Gefühl auch bestätigen. Wenn der amerikanische Aktienindex sich in einer Bullenphase befindet, geht es dem deutschen Aktienindex ebenso gut. Das gleiche Verhalten können wir beobachten, wenn die Stimmung am Markt dreht. 

Aus unserer Analyse wird ebenso deutlich, dass der iShares MSCI weniger mit dem iShares S&P500 sowie dem iShares DAX korreliert. Dieses geringere Maß an Korrelation kommt vor allem dadurch, dass der iShares MSCI eben weltweit investiert ist und nicht nur in den USA oder Deutschland Positionen an Firmen hält. Zu den Märkten gehören ebenso Firmen aus Japan, Großbritannien, Kanada oder auch der Schweiz.

Korrelation von Gold: Das Edelmetall als sicherer Hafen?

In unserer Analyse konnten wir bereits sehen, dass Gold in einigen Marktsituationen seine Stärke ausspielen kann. In turbulenten Jahren schwankt das Edelmetall weniger und liefert sogar positive Renditen. Gold wird hierbei gerne als sicherer Hafen gesehen und viele Investoren verwenden das Edelmetall als Ergänzung in ihrem Portfolio. 

Schauen wir uns nun die Zahlen an, um zu schauen, ob Gold tatsächlich unkorreliert mit der Entwicklung unserer Vergleichsobjekte ist und sich demnach gut zur Diversifizierung eignet:

Korrelation des iShares S&P500, MSCI und DAX im Vergleich zu Gold

Die deutliche Antwort hierbei lautet: Ja, Gold eignet sich gut zur Diversifizierung. Wie wir anhand der Zahlen erkennen können, ist das Edelmetall weitestgehend unkorreliert zu den ETFs.

Bitcoin und ETFs: Wie korrelieren sie miteinander?

Wie sieht die Situation bei der Kryptowährung Bitcoin aus? Kann hier ein ähnliches Verhalten wie bei Gold festgestellt werden oder korreliert die oft als „digitales Gold“ bezeichnete Kryptowährung mehr mit unseren drei ETFs? – Die Antwort hierauf gibt uns der Blick auf die Zahlen:

Korrelation von Bitcoin im Vergleich zu den 3 iShares ETF DAX. S&P500 und MSCI

Auch hier können ganz klar und deutlich sagen, dass die Entwicklung des Bitcoin Kurs weitestgehend unkorreliert mit der unserer Vergleichsprodukte ist. Die Korrelation pendelt hierbei in unserem Zeitraum im Intervall von [-0,15; 0,15]. 

Eine einzige Ausnahme wird allerdings deutlich: Gerade in diesem Jahr erhöhte sich die Korrelation von Bitcoin mit dem iShares MSCI. Die Turbulenzen am Aktienmarkt hatten auch kurzfristig die Kryptowährung heftig erwischt. Dabei fand ein Kurseinsturz bei BTC fast parallel zum Rückgang am amerikanischen, deutschen und globalen Aktienmarkt statt. 

Da das Jahr 2020 allerdings noch kein halbes Jahr alt ist, lässt sich zu der Momentaufnahme noch keine finale Aussage treffen. Rein historisch betrachtet ist Bitcoin eindeutig unkorreliert und eignet sich somit als gute Ergänzung im Portfolio. 

Im Übrigen nahm auch die Korrelation von Gold zu dem iShares MSCI, S&P500 sowie DAX in diesem Jahr deutlich zu.

Bitcoin und Gold: Korrelation

Blicken wir noch kurz auf die Korrelation von Bitcoin mit Gold. Die nachfolgende Grafik zeigt hierbei die Korrelation in den Jahren 2016, 2017, 2018, 2019 sowie die bisherige Korrelation in diesem Jahr:

Korrelation von Bitcoin mit Gold in den Jahren 2016 bis 2020

Die Erkenntnisse hierzu lassen sich kurz zusammenfassen: Gold und Bitcoin waren in den letzten Jahren weitestgehend unkorreliert. Anders formuliert kann man sagen, dass es fast keine positive Korrelation gab. Im Jahr 2020 nahm auch hier die Korrelation auf einen Wert von knapp über 0,30 zu. Damit sind Gold und Bitcoin in diesem Jahr niedrig positiv miteinander korreliert.

Das optimale Portfolio: Bitcoin als Renditeboost?

Nachdem wir nun ausführlich verschiedene Kennzahlen betrachtet haben, stellt sich wohl die finale Frage: Wie kann ich diese Erkenntnisse für mich ausnutzen, um das optimale Portfolio zu gestalten? Auf der anderen Seite können wir uns die Frage stellen, ob es in der Vergangenheit eine gute Kombination der fünf aufgezeigten Anlageklassen gab, die die eigene Rendite bei vergleichsweise moderatem Risiko optimiert hat?

Um diese Fragen zu beantworten, schauen wir uns verschiedene Muster-Portfolios an und wie diese in den vergangenen Jahren performt hätten. Da viele Privatanleger im Rahmen ihrer Altervorsorge und/oder Investmentstrategie auf den iShares Core MSCI setzen, wählen wir dessen Performance als Benchmark. Der ETF bildet die Entwicklung der wichtigsten Industrienationen der Welt ab und ist daher ein gutes Beispiel für einen passiven Indexfonds, der breit gestreut und geographisch verteilt investiert ist.

Vorweg: Das optimale Portfolio gibt es nicht. Die bestmögliche Zusammenstellung eines Portfolios ist eine äußerst individuelle Angelegenheit. Dabei spielen vor allem persönliche Faktoren (Lebensumstände, Risikobereitschaft, Anlagehorizont, Liquidität, etc.) eine entscheidende Rolle. Die nachfolgende Grafik zeigt jedoch sehr gut die Auswirkung eines diversifizierten Portfolios mit Bitcoin und/oder Gold.

Grafik mit verschiedenen Portfolios und deren annualisierten Renditen. Benchmark: iShares Core MSCI

Aus der oben stehenden Grafik lassen sich sehr viele interessante Informationen ablesen. Gehen wir näher auf die Details ein:

Kombination einzelner ETFs ist keine gute Strategie

Wir sehen hier beispielsweise sehr deutlich, dass eine „Diversifikationsstrategie“ mit mehreren ETFs keine wirkliche Verbesserung des Portfolios erzielt. Nachdem wir nun in den vorherigen Abschnitten bereits zeigen konnte, dass die Korrelation innerhalb der Gruppe der ETFs sehr hoch zueinander ist, zeigt sich hier ebenso, dass eine Kombination der ETFs untereinander (Säulen in orange und grau) den iShares Core MSCI als Benchmark (hellblaue Säule) nicht schlagen kann.

Benchmarkt-Test mit 20% Gold als Ergänzung im Portfolio

Wenn wir nun einen Blick auf die gelbe Säule werfen, zeigt sich ein interessantes Bild. Eine Beimischung von 20% Gold im Portfolio kann – gerade in schwachen Börsenjahren – die Performance des Portfolios verbessern. Gerade im Vergleich zu der Kombination einzelner ETFs performt die Beimischung aus Gold gut. Dennoch kann die Beimischung von Gold unseren Benchmarkt in keinem der Jahre schlagen.

Bitcoin als Ergänzung im Portfolio zum iShares MSCI

Wie sieht die Entwicklung nun aus, wenn man die Kryptowährung Bitcoin (BTC) zu einem geringen Anteil in das Portfolio integriert. Hierfür haben wir einen Anteil von 20% (blaue Säule) und einen Anteil von 10% (grüne Säule) gewählt. 

Hier können wir erkennen, dass die Kombination aus iShares MSCI und Bitcoin aufgrund der guten Performance der Kryptowährung eine reine Investition in den iShares MSCI deutlich outperformen konnte. Wer allerdings zu einem der schlecht möglichsten Zeitpunkte in das kombinierte Portfolio investiert hätte (01.01.2018), hätte im Vergleich zum Benchmark eine Underperformance. 

Hierzu blicken wir auf die Tabelle in das Jahr 2018. Es lässt sich ergänzen, dass unsere Kombination aus MSCI und BTC lediglich eine annualisierte Performance von 5,47% bei 20% BTC-Anteil beziehungsweise 8,98% bei 10% BTC Anteil gehabt hätte. Der iShares MSCI hätte hingegen 12,39% erzielt.

iShares MSCI, Bitcoin und Gold als perfektes Portfolio?

Die letzten beiden Säulen zeigen nun, wie ein Portfolio performt hätte, welches aus dem iShares MSCI, Bitcoin und Gold besteht. Wir betrachten hierbei einmal eine Gewichtung von 80% MSCI, 10% Bitcoin und Gold (dunkelblaue Säule) sowie eine deutlich aggressivere Mischung aus 50% MSCI, 40% Bitcoin und 10% Gold (braune Säule).

Bei der aggressiven Gewichtung zeigt sich deutlich, dass eine zu große Beimischung der Kryptowährung negative Konsequenzen für das Portfolio und dessen Performance haben kann. Bei einem guten Markttiming wird die aggressive Gewichtung von BTC eine sehr hohe annualisierte Rendite erwirtschaften. Wer jedoch einen schlechten Zeitpunkt erwischt (01.01.2018) würde sogar mit einer negativen Performance bestraft werden.

Wer nun einen Blick auf die dunkelblaue Säule wirft, der sieht, dass es sich hierbei um das einzige Portfolio handelt, welches in jedem Jahr unseren Benchmark outperformen konnte. Die Kombination aus iShares MSCI zu 80% und Bitcoin sowie Gold zu jeweils 10% hat sich in unserem Vergleich und dem von uns gewählten Zeitraum als bestes Portfolio erwiesen. 

Dabei konnte das Portfolio in verschiedenen Aspekten verbessert werden: Durch die Kryptowährung und das Edelmetall wurden zwei Assets hinzugefügt, die unkorreliert zu dem iShares MSCI sind. Durch die Kombination des wertbeständigen Edelmetalls Gold sowie dem Renditebooster BTC konnte in allen Jahren eine Outperformance erzielt werden. Die Gefahr der hoch volatilen Kryptowährung BTC konnte durch die Ergänzung von Gold sowie dessen niedrige Gewichtung gut abgefangen werden.

Zusammenfassung und Fazit

Zum Abschluss des Artikels möchten wir die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen und ein abschließendes Fazit ziehen. Beginnen wir mit den wichtigsten Erkenntnissen aus diesem Artikel:

Die wichtigsten Erkenntnisse der Analyse:

Die nachfolgenden 5 Punkte fassen die wichtigsten Erkenntnisse der Analyse zusammen.
  • Annualisierte Rendite

    Bitcoin hat in unserem untersuchten Zeitraum die höchste annualisierte Rendite.

  • Annualisierte Volatilität

    Die Kryptowährung hat ebenso die höchste Volatilität. Damit schwankt Bitcoin im Vergleich zu unseren 3 ETFs sowie dem Edelmetall deutlich stärker.

  • Risiko-Rendite-Verhältnis

    Das Risiko-Rendite-Verhältnis ist bei BTC häufig besser als bei klassischen Vermögenswerten oder dem Edelmetall Gold. Das eingegangene Risiko steht also in einem adäquaten Verhältnis zur Rendite.

  • Korrelation

    Ähnlich wie Gold ist Bitcoin kaum mit dem klassischen Finanzmarkt korreliert. In diesem Jahr gibt es jedoch eine Tendenz hin zur positiven Korrelation. Ob der Auslöser hierfür die wirtschaftlichen Turbulenzen rund um Covid-19 sind oder andere Faktoren dahinterstecken, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht ermitteln.

  • Bitcoin im Portfolio

    In der Vergangenheit konnte ein Portfolio, welches zu einem geringen Anteil Bitcoin hielt, eine Überrendite erzielen.

Nachdem wir nun die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst haben, wollen wir noch einige Aspekte ansprechen, die sich Privatanleger nun eventuell fragen. Bevor dies tun, noch einige allgemeine Worte zu der Analyse und den Ergebnissen:

Historie und Zukunft: Keine Prognosen zu BTC

Bei unserer Analyse handelt es sich um ein Ergebnis der Vergangenheit. Alle genannten Zahlen sind das Resultat vergangener Entwicklungen. Daher sollten sie explizit nicht für die Prognose zukünftiger Trends verwendet werden. Bitcoin ist im Vergleich zum Aktienmarkt oder dem Edelmetall Gold ein sehr junges Asset. Dementsprechend gibt es noch wenige transparente Datenquellen.

Um die Signifikanz der Daten zu erhöhen, wäre es gut, wenn die Kryptowährung eine längere Historie vorzuweisen hätte. Insbesondere bei BTC gibt es noch sehr viele Unsicherheitsfaktoren (bspw. Regulierung), die zu unvorhersehbaren Ereignissen im Kurs führen könnten. Dies wiederum würde sich natürlich zukünftig auf alle im Artikel genannten Parameter wie Rendite, Volatilität, Korrelation etc. auswirken.

Tendenziell wurde aus dieser Analyse jedoch ersichtlich, dass das Narrativ um Bitcoin als digitales Gold und unkorreliertes Asset begründet ist. Ebenso fest steht, dass BTC in der Vergangenheit eine deutliche Outperformance erzielen konnte und in Kombination mit anderen Finanzprodukten das eigene Portfolio verbessert hat.

Falls du dich für den Kauf von Kryptowährungen und Bitcoin im Speziellen interessierst, aber noch nicht die passende Plattform gefunden hast, können wir unseren Börsenvergleich empfehlen. Wir bewerten die besten Anlaufstellen objektiv und transparent nach verschiedenen Kriterien, so dass auch die für dich perfekte Plattform finden kannst.

FAQ – Antworten zu den häufigsten Fragen

Wahrscheinlich hast du nach dem Lesen dieses Artikels einige Fragen oder aber ausreichend Input für eine tiefere Diskussion. In unserem Telegram-Channel kannst du mit uns und der Community in Kontakt treten. Im Folgenden siehst du nochmals Antworten zu den häufigsten Fragen in diesem Zusammenhang.

Darauf können wir dir keine Antwort geben. Wir haben dir in diesem Artikel aufgezeigt, dass Bitcoin als Ergänzung im Portfolio durchaus Sinn macht. Die Stichworte sind hierbei eine verbesserte Sharpe-Ratio sowie die Tatsache, dass BTC unkorreliert zu dem klassischen Finanzmarkt ist.

 

Bei einer Investition spielen neben den reinen Kennzahlen jedoch noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Hierzu gehört deine persönliche Lebenssituation, deine Risikoneigung, dein Anlagehorizont sowie viele weitere Aspekte. In diesem Artikel findest du mehr Informationen hierzu: Richtig in Kryptowährungen investieren 2020: 3 Top Tipps & Erkenntnisse

 Auch hier gibt es keine pauschale Antwort. Jeder Investor hat eigene Präferenzen und eigene Ziele. Um diese Frage zu beantworten, musst du dir erst Gedanken über deine Präferenzen und Ziele macht. Nur wenn du Erfolg anhand deiner eigenen Kriterien messbar machst, kannst du das für dich "optimale" Portfolio zusammenstellen. Der Begriff "optimal" ist somit sehr subjektiv. Es gibt Anleger, die einen Großteil ihres Vermögens in Kryptowährungen halten und andere Investoren, die gar keine Kryptowährungen im Portfolio besitzen oder nur einen geringen Teil davon.

Unsere Analyse basiert auf historischen Daten und ist keine Prognose. Es handelt sich vielmehr um eine Aufnahme der Vergangenheit. Wie sich der Bitcoin Kurs in Zukunft entwickeln wird, hängt von vielen Faktoren ab.

In einigen Aspekten (bspw. annualisierte Rendite) hat BTC in der Vergangenheit das Edelmetall Gold deutlich übertreffen können. Gold genießt jedoch weltweit gesehen ein höheres Vertrauen, ist älter und hat eine bedeutsam höhere Marktkapitalisierung als die Kryptowährung. In anderen Aspekten (bspw. Korrelation) sind Bitcoin und Gold sich ähnlich. Die Frage muss daher im Detail betrachtet werden.

Für einige Leser mag es auch interessant sein von welchen Quellen wir die Daten bezogen haben. Die folgende Auflistung zeigt dir woher wir die Daten bezogen haben:

Disclaimer: Dieser Artikel stellt keine Handelsempfehlung dar. Alle getroffenen Aussagen basieren auf vergangenen Daten, die sich nicht 1:1 auf die Zukunft projizieren lassen. Bitcoin ist ein hoch volatiles Asset und es gibt keine Garantie, dass sich vergangene Muster zukünftig wiederholen. Die von uns verwendeten Daten und Analysen sind in eigener Hand mit höchster Sorgfalt und Genauigkeit erstellt worden. Fehler sind dennoch nicht auszuschließen. Recherchiere daher immer selbst und bilde dir deine eigene Meinung.

Nachdenklicher Mann am Schreibtisch der überlegt in Bitcoin zu investieren

Wie kann ich in Bitcoin investieren? – Die 5 wichtigsten Grundregeln

Warum man in Bitcoin investieren, mindestens aber darüber nachdenken sollte, haben wir bereits in diesem Artikel beantwortet. Hier wollen wir nun gemeinsam mit dir die Frage “Wie in Bitcoin investieren?” beantworten. Dafür haben wir 5 wichtige Regeln aufgestellt, die du beachten solltest, damit bei deinem ersten Bitcoin Investment nichts schiefgeht.

WICHTIG: Es handelt sich hier um keine Handelsempfehlung oder Anlageberatung. Wir geben dir Tipps an die Hand, die auf unseren eigenen Erfahrungen beruhen. Bitte recherchiere immer vernünftig und sorgfältig bevor du deine eigenen Anlageentscheidungen fällst.

Wo und wie kann ich in Bitcoin investieren? - In weniger als 8 Minuten kann es losgehen

  • 1. Deine persönliche Situation

    Vor jeder Investition solltest du dir Gedanken über deine Lebensumstände machen. Die 3 wichtigsten Tipps und Erkenntnisse findest du hier.

  • 2. Die richtige Strategie

    Um deine Erfolgschancen zu maximieren, benötigst du eine solide Strategie. Worauf du am besten achten solltest, findest du im Artikel zu den 5 wichtigsten Grundregeln.

  • 3. Die richtige Handelsplattform

    Die Wahl der richtigen Handelsplattform ist der letzte Schritt vor deinem ersten Kauf. Schaue hierzu am besten in unseren Börsenvergleich.

Mann, der auf einer Wegkreuzung steht und verschiedene Optionen vor sich hat.

Wie richtig in Bitcoin investieren? – 5 wichtige Grundregeln

Ein weiser Mann sagte einmal, dass Kryptowährungen das vereinen, was du über Geld nicht weißt. Dies wird kombiniert mit dem, was du über Computer und Technik nicht weißt und dem, was du über das Investieren nicht weißt. Kein Wunder also, dass das Investieren in Bitcoin den meisten Menschen nicht leicht von der Hand geht.

Fest steht: Keiner betritt den Kryptomarkt und investiert in Bitcoin, weil er Geld verlieren will. Und dennoch passiert genau dieses Phänomen einem Großteil der Investoren. Doch woran liegt das genau? – Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass viele Anleger schlicht und ergreifend keine richtige Strategie verfolgen und daher nicht wissen, wie man richtig in Bitcoin investiert.

Deshalb fassen wir in den folgenden Abschnitten alle Do’s und Don’ts beim Investieren in Bitcoin zusammen.

BTC ist die Mutter aller Kryptowährungen

Als Bitcoin im Jahr 2009 an den Start ging, konnte keiner wissen, dass es 11 Jahre später über 5000 Kryptowährungen geben wird. Gerade Neulinge und Anfänger interessieren sich erstmals für Crypto, weil sie von BTC gehört haben. Doch schnell sind die Einsteiger von der Vielzahl an unterschiedlichen Token überwältigt. Parallel dazu lassen sie sich teils von schönen Versprechungen anderer Altcoins (alle Coins außer Bitcoin) oder der Rubrik der “Shitcoins” (wertlose Coins) in ihren Bann ziehen. Nach einer individuellen Zeitspanne des Lernens, Verstehens und vielleicht auch Scheiterns, landen viele am Ende dann doch wieder bei der Mutter aller Kryptowährungen: Bitcoin.

Bevor wir uns also die Frage stellen, wie man in Bitcoin investiert, sollten wir erst einmal die Frage beantworten, warum man nicht direkt in die vielen anderen Coins investieren sollte, die es da draußen so gibt.

Bitcoin vs. Altcoins: Hierauf solltet ihr achten

Bitcoin ist mit einer Dominanz von deutlich über 60% seit Anfang an die Nummer 1 aller Kryptowährungen. Der bereinigte Wert liegt sogar bei deutlich über 80% Bitcoin Dominanz. Gründe gibt es hierfür viele. Der wichtigste Grund ist, dass Bitcoin einen klaren und funktionierenden Anwendungsfall als digitales Geld hat und ebenso als das digitale Gold gehandelt wird.

Viele andere Kryptowährungen befinden sich noch in der Entwicklung und es ist schwer abzusehen, ob sie sich langfristig überhaupt durchsetzen können. Auch die großen Altcoins wie beispielsweise Ethereum, Ripple oder IOTA bilden hier keine Ausnahme.

Die Blase 2017 hat deutlich gezeigt, dass viele Kryptowährungen bereits ohne ein Fundament bereits eine hohe Bewertung im Vorfeld erhielten. Genau diese müssen sich jetzt erst noch beweisen. Auch Bitcoin muss sich immer noch beweißen, wenn gleich wir hier auf eine mittlerweile 11-jährige Geschichte und eine deutlich höhere Akzeptanz für die beiden genannten Use-Cases von BTC zurückgreifen können.

BTC Kurs gibt die Marschrichtung vor

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Faktor, der auf auf der Bitcoin Dominanz beruht, ist die Tatsache, dass sich die Kurse der meisten anderen digitalen Währungen stark nach der Entwicklung des Bitcoin Kurses richten. Dies liegt unter anderem daran, dass BTC für die Liquidität des gesamten Kryptomarkts sehr wichtig ist. Die meisten Handelspaare von Altcoins werden in BTC gerechnet. Man benötigt also unter Umständen erst einmal BTC, bevor man in Altcoins investieren kann.

Bitcoin ist da das mit Abstand “sicherste” Pferd, auf das man im Crypto-Bereich setzen kann, hat aber dennoch ein Risiko, welches im Vergleich zu klassischen Finanzwerten deutlich höher ist.

Emotionen sind Fehl am Platz – Investiere Zeit und Geld in dich selbst

Nun kommen wir zu einem Punkt, der den Meisten schwer fällt, weil er nicht intuitiv ist. Ganz im Gegenteil: Er widerspricht der menschlichen Natur. Der Drang nach dem „schnellen Geld“ ist tief in vielen Menschen verankert und gerade Kryptowährungen haben nach dem enormen Bullrun im Jahr 2017 das Image des „schnellen Reichtums“ inne.

Dadurch verhalten sich viele beim Investieren in Bitcoin sehr emotional und nicht rational. Dies führt beim Investieren grundsätzlich eher zu Nachteilen, als zu Vorteilen. Ein Beispiel: Neulinge im Markt kaufen in Eile ohne eine gründliche Recherche. Sie haben Angst, etwas zu verpassen. Dieses Phänomen heißt FOMO (Fear of Missing Out = Angst etwas zu verpassen). Dadurch kaufen sie, obwohl sie nicht kaufen sollten. Auf der anderen Seite verkaufen sie in Panik und zeigen dabei FUD (Fear, Uncertainty and Doubts = Angst, Unsicherheit und Zweifel), obwohl sie nicht verkaufen sollten.

Diese emotional gesteuerten Fehler kann man leicht vermeiden, indem man erst Zeit (und Geld) in sich selbst investiert, bevor man in Bitcoin investieren möchte. Denn wie Warren Buffett und andere Investoren schon sagten:

  1. Ein Investment in dich selbst bringt die beste Rendite.
  2. Investiere nie in Dinge, die du nicht kennst.

Was bedeutet das konkret?

Nimm dir etwas Zeit dich über Bitcoin und den Kryptomarkt zu informieren, bevor du blind in etwas investierst, das du noch gar nicht richtig verstanden hast. Denn eins wird sich erst einmal nicht ändern: die Volatilität im Bitcoin Kurs. Und diese halten die meisten nur ohne Panik- Käufe und Verkäufe aus, wenn sie fundamental von der Sache überzeugt sind.

Ließ also weiter kräftig unsere Artikel und informiere dich über die Blockchain Technologie, Kryptowährungen und Bitcoin mit Hilfe unserer Top Buch-Empfehlungen. Informiere dich auch in anderen Quellen und mache dir einen guten Überblick aus verschiedenen Sichtweisen.

Erfolg mit einem langfristigen Horizont

Weil es so schön ist, widmen wir uns direkt einem weiteren unbeliebten Thema, das nicht der menschlichen Natur entspricht: langfristiges Denken. Was für so gut wie jeden Bereich gilt, gilt auch für das „in Bitcoin investieren“.

Meistens möchte man so schnell wie möglich die besten Ergebnisse haben. Geduld gehört nicht gerade zu den Stärken der menschlichen Spezies. Dies ist ein enormer Fehler, denn der langfristige Anlagehorizont ist wohl eine der wichtigsten Investmentregeln.

Gerade aufgrund der schon erwähnten Volatilität des Bitcoin Kurses, die dafür sorgen kann, dass man über Monate oder bei unglücklichen Fällen für Jahre im Minus liegt, sollte man nur in Bitcoin investieren, wenn man das Ganze mit einem langfristigen Horizont tut. Bitcoin steckt trotz aller Erwartungen noch in den Kinderschuhen. Wie Investments in Startups sehen professionelle Investoren ein Investment in Bitcoin deshalb mit einem Horizont von 5-10 Jahren. Mindestens jedoch mehrere Jahre und keine Monate oder gar Wochen.

Wer sich also als “Investor” in Bitcoin oder Kryptowährungen bezeichnet, sollte sich also auch wie einer verhalten. Alles andere ist pure Spekulation.

Wie richtig in Bitcoin investieren? – Cost Average ist dein Freund

Genau wegen der 3. Regel sollte man auch nie Geld investieren, das man in naher oder mittlerer Zukunft braucht. Dadurch könnte man dann dazu gezwungen sein zu verkaufen, obwohl man (noch) in der Verlustzone ist.

In den meisten Fällen steht den Bitcoin Investoren also entweder ein „größerer“ Anfangsbetrag zur Verfügung oder man zwackt sich auf regelmäßiger Basis etwas von seinen Finanz-Ressourcen ab. Egal welcher Fall bei dir zutrifft, du solltest den Cost-Average Effekt (Durschschnitts-Kosten-Effekt), auch Dollar-Cost-Averaging (DCA) genannt, für dich nutzen. Wir nennen es auch den Bitcoin Sparplan.

Warum der Bitcoin Sparplan eine gute Strategie ist

Was sich auf den ersten Blick langweilig anhört, ist eine der wohl bekanntesten und ältesten Anlagestrategien, die es gibt. Bei der DCA Methode geht man eben nicht „All-in“, sondern investiert in regelmäßigen Abständen, beispielsweise jeden Monat einen Teilbetrag. Auch größere Summen, die man vom Erspartem investieren will, sollte man in mehrere Teile aufteilen, mit denen man einzeln auf Crypto-Shopping-Tour geht.

Studien belegen, dass man so in den meisten Fällen einen besseren durchschnittlichen Kaufpreis für sein Geld erhält. Gerade bei Bitcoin und dessen starker Volatilität, weiß man nie, was der Kurs morgen macht. Die meisten Pumps und Dumps kommen unerwartet, weshalb du nie genau abschätzen kannst, ob Bitcoin gerade „günstig“ ist oder eben nicht.

Nebenbei hat es den netten Effekt ein ruhigeres Investment zu tätigen, denn man muss nicht auf DEN richtigen Zeitpunkt warten um BTC zu kaufen. Das schont die Nerven und auch den Geldbeutel, denn sollte es doch schiefgehen ist auch nicht das ganze Geld weg und man bleibt für andere Investments liquide.

Dennoch sei gesagt: Richtig oder Falsch gibt es hier nicht. Auch eine All-in Methode kann durchaus gut funktionieren, nur tun sich Einsteiger eben sehr schwer, diesen EINEN richtigen Moment zu treffen. Meistens endet es in Stress und dem täglichem Checken des volatilen Investments.

Fazit: Wie man in Bitcoin investiert ist entscheidend

Mit den Ansätzen und Strategien aus den letzten Abschnitten kannst du auf jeden Fall viele Fehler vermeiden, wenn du sie befolgst. Das sorgt auf der einen Seite dafür, dass du dein Geld nicht verlierst und auf der anderen Seite maximiert es die Wahrscheinlichkeit, dass du mit einem Investment in BTC Geld verdienst.

Doch eines sollte klar sein: Diese Investment-Regeln schaffen nur die Grundlage dafür, dass du mit dem Handeln überhaupt erfolgreich sein kannst. In letzter Instanz entscheidet der Bitcoin Kurs darüber, ob du Gewinn machst oder nicht. Da Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen, hat man auch nur begrenzt bis gar keinen Einfluss darauf. Keiner weiß mit Sicherheit, wo der BTC Kurs in 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr oder 10 Jahren genau stehen wird. Sei dir dessen also bewusst und bilde dir zusätzlich durch weitere Recherche deine eigene Meinung. 

Für weitere Tipps, wie du richtig in Kryptowährungen investierst empfehlen wir auch diesen Beitrag!

Wenn du dich nun fragst: “Wo ist denn die 5. Regel für das Investieren in Bitcoin und Kryptowährung?”, die kommt jetzt!

Unsere 5. Regel beschäftigt sich mit der Frage, die wir am Anfang schon eingeleitet haben: Welche Bitcoin Börsen sind für den Handel mit Bitcoin am besten geeignet?

Nicht selten kommt es vor, dass Krypto-Börsen gehackt werden oder unseriös handeln, wodurch Kunden Geld verlieren. Ein seriöser und sicherer Anbieter für den Krypto-Kauf ist also der wichtigste Faktor, damit auch wirklich nichts schiefgeht. Hierfür haben wir unsere langjährige Erfahrung eingebracht und die besten Anbieter für dich herausgefiltert:

Alles beginnt mit der richtigen Börse

In unserem großen Bitcoin Börsenvergleich 2020 haben wir die besten Anbieter auf Herz und Nieren geprüft.

Frequently Asked Questions (FAQ)

Die Antworten auf die häufigsten Fragen

Ob ein Investment in Bitcoin sinnvoll ist hängt letzten Endes an deiner eigenen Entscheidung. Es gibt viele gute Gründe in das digitale Gold zu investieren und sein Portfolio sinnvoll zu erweitern. Wir haben hier die wichtigsten Pro’s und Con’s zusammengefasst.

Wer sich fragt, welche Kryptowährung er kaufen soll, ist sicherlich schnell überfordert, da es bei über 5000 Kryptowährungen schnell mal unübersichtlich wird. Wer in Kryptowährung investiert wird an Bitcoin nicht herumkommen und BTC ist daher eine wichtige Komponente eines Krypto-Portfolios.

Ja. Es gibt einige wenige Anbieter, die dir ermöglichen Bitcoin mit Paypal zu kaufen. Diese Anbieter sind meist voll reguliert und gewähren dir das Maximum an Sicherheit. Unsere Empfehlung hierfür ist eToro.

Bitcoin ist ein risikoreiches und volatiles Asset. Man sollte niemals mehr investieren, als man auch bereit ist zu verlieren. Wie viel Geld du also in Bitcoin investieren solltest hängt von deiner Risikoaffinität ab. Bitte investiere immer mit Bedacht!

Stapel an Kryptowährungen Münzen

Richtig in Kryptowährungen investieren 2020 – 3 Top Tipps & Erkenntnisse

In welche Kryptowährungen soll ich investieren? – Diese Frage stellen sich vor allem jungen Investoren, die gerade neu die Welt der Kryptowährungen betreten. Bei einer Auswahl von aktuell fast 5.200 gelisteten Coins und Tokens auf CoinMarketCap ist die Entscheidung mit Sicherheit keine leichte. Immer wieder hört man von den glücklichen Investoren, die bei einer unbekannten Kryptowährung günstig investiert haben und binnen kürzester Zeit viel Geld damit verdient haben.

Doch was steckt wirklich hinter diesen Statements? Ist es wirklich so schwierig, die richtige Kryptowährung zu finden? Wir zeigen in diesem Artikel, welche Parameter wir zu Rate ziehen können, um die Frage der Fragen zu beantworten: In welche Kryptowährungen soll ich investieren?

Kryptowährungen kaufen: schnell und sicher. Deine ersten Coins in unter 8 Minuten!

  • 1. Deine persönliche Situation

    Vor jeder Investition solltest du dir Gedanken über deine Lebensumstände machen. Die 3 wichtigsten Tipps und Erkenntnisse findest du hier.

  • 2. Die richtige Strategie

    Um deine Erfolgschancen zu maximieren, benötigst du eine solide Strategie. Worauf du am besten achten solltest, findest du im Artikel zu den 5 wichtigsten Grundregeln.

  • 3. Die richtige Handelsplattform

    Die Wahl der richtigen Handelsplattform ist der letzte Schritt vor deinem ersten Kauf. Schaue hierzu am besten in unseren Börsenvergleich.

Mann, der auf einer Wegkreuzung steht und verschiedene Optionen vor sich hat.

Ein historischer Vergleich & Blick auf Kryptowährungen

Für den Aktienmarkt gilt die alte Weisheit, dass diejenigen Aktien, die bereits seit langer Zeit an der Börse gelistet sind, besonders sicher sind. Die Erklärung hierbei ist einfach: eine Firma, die sich bereits seit langer Zeit am Markt behauptet hat, hat entweder eine enorm hohe Qualität und/oder hohe Burggräben um sich. Anders formuliert: sie ist so relevant, als dass man sie kaum verdrängen kann.

Nun ist der Markt der Kryptowährungen bei Weitem noch nicht so alt wie der klassische Finanzmarkt. Dennoch gilt auch hier das Prinzip, dass ‚die einen gehen, während die anderen kommen‘. Und genau deshalb wollen wir den Artikel „In welche Kryptowährung soll ich investieren“ mit einem Blick auf die Vergangenheit beginnen. Welche Kryptowährungen konnten sich über die Zeit behaupten?

Bevor wir starten, noch eine kleine Anmerkung: Damit die Übersicht für dich so angenehm wie möglich ist, haben wir dir einzelnen Jahre in aufklappbaren Karten dargestellt. Klicke also einfach auf das entsprechende Jahr, um den Inhalt zu sehen.

Falls du diesen Teil überspringen möchtest, um direkt zu erfahren, wie du mit der richtigen Strategie auf der richtigen Plattform starten kannst, benutze einfache unsere Schnellübersicht.

Genug der Worte. Beginnen wir nun mit dem historischen Vergleich zur Frage: In welche Kryptowährung soll ich investieren? – Dazu starten wir im Jahr 2014.

Im Folgenden werden wir - beginnend im Januar 2014 - uns die besten 15 Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung anschauen. Die Idee dahinter ist simpel: wir wollen verstehen, wie sich das Bild und die Situation Jahr für Jahr geändert hat bzw. welche Kryptowährungen ihre Position behaupten konnten. Unsere Reise beginnt am 04.01.2014 und endet final mit den Top 15 Coins zum 04.01.2020.


Coinmarketcap 2014 - Die 15 besten Kryptowährungen

Bereits im Jahr 2014 schafften es drei bekannte Kryptowährungen auf die ersten Plätze: Bitcoin (BTC), Litecoin (LTC) sowie Ripple (XRP). Die übrigen 12 Kryptowährungen sind der Mehrheit der heutigen Investoren wohl weniger bekannt. Namen wie Quark, Megacoin oder Feathercoin sind zwar heute noch existent, dafür kaum noch relevant. Bereits hier zeigt sich ein erster Verdacht:


Wer sich die Frage stellt "in welche Kryptowährung soll ich investieren?", der sollte sich an großen Kryptowährungen orientieren. Denn diese haben eine höhere Wahrscheinlichkeit über die Zeit zu bestehen. Während diese Weisheit zunächst plausibel und richtig klingen mag, sagt dies jedoch noch nichts über deren Performance aus und die Definition einer "großen Kryptowährung". Das folgende Beispiel verdeutlicht dies:


Während der Kurs von Bitcoin, Litecoin oder XRP bekanntermaßen heute über den damaligen Werten liegt, sieht es bei Peercoin, Omni oder Quark ganz anders aus. So notiert Peercoin heute bei 0,11 Dollar. Omni liegt bei 1,04 US-Dollar und NXT bei 0,006 USD. In welche Kryptowährung soll ich also investieren? - Wir präzisieren unseren Verdacht insofern, als dass wir unser Augenmerk auf die drei größten Kryptowährungen richten sollten. Diese Vermutung legt zumindest der Vergleich von 2014 zu 2020 nahe. Denn auch noch heute sind Bitcoin, Litecoin und Ripple unter den Top Kryptowährungen. Ob dies auch tatsächlich so stimmt, betrachten wir nun in den folgenden Jahren.

Wie sieht das Bild ein Jahr später aus. Anders formuliert: welche Kryptowährungen sind die größten 15 Kryptowährungen zum 03. Januar 2015. Werfen wir einen Blick auf die Liste:


Die 15 besten Kryptowährungen 2015 laut Coinmarketcap Zunächst können wir im Jahresvergleich 2014-2015 festhalten, dass es einen allgemeinen, massiven Rückgang am Markt gab. Bitcoin lag 2015 ganze 70 Prozent unter seinem Kurswert von 2014. Litecoin traf es mit einem Rückgang von gut 93% noch härter. XRP hingegen verlor 'lediglich' 23 Prozent. Auffällig ist zudem, dass viele der Coins, die 2014 noch unter den Top 15 rangierten, im darauffolgenden Jahr nicht mehr vertreten waren. Diejenigen, die sich halten konnten, mussten ebenso herbe Verluste einstecken. Beispiele hierfür sind Peercoin, der von 7,23 USD auf 0,46 USD fiel oder der Namecoin, der von 7,84 USD auf 0,57 Dollar fiel. Dafür kamen neue Kryptowährungen in die Top 15 wie beispielsweise Stellar, Dogecoin oder Dash. Namen, die bis heute noch zu den Top Coins zählen. Wie ging es im darauffolgenden Jahr weiter?

Auch 2016 können wir ein ähnliches Fazit ziehen, wie in dem vorherigen Jahr: die einen kamen, während die anderen gingen. Bitcoin konnte sich erholen und notierte zu Beginn des Jahres 2016 wieder bei Werten um die 430 Dollar. Ein Zuwachs von rund 60 Prozent.

Für XRP hingegen sah es deutlich schlechter aus: auch wenn die Kryptowährung den Platz auf dem Podest der Top 3 behalten konnte, musste es starke Verluste einstecken. Der XRP Kurs brach um 65 Prozent ein, nachdem er bereits im Vorjahr 23 Prozent abgeben musste.

 

Bitcoin, Ripple und Litecoin Top 3 Coins auf Coinmarketcap 2016

Hinzu kamen vor allem neue Kryptowährungen wie ETH oder XMR. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Liste der Top 15 Kryptowährungen jedoch relativ stabil. Diejenigen Coins, die das Feld räumten mussten, lagen bereits im Vorjahr auf den Plätzen 11 bis 15. Dies ist eine weitere interessante Erkenntnis auf die Frage "in welche Kryptowährung soll ich investieren?".
Während die Plätze 1 bis 3 in den Jahren von 2014 bis 2016 stabil waren, nahm die Fluktuation, je weiter man nach "hinten" geht, zu. Das soll heißen: insbesondere diejenigen Kryptowährungen, die auf den Plätzen 11 bis 15 lagen, hatten eine höhere Gefahr verdrängt zu werden.

 

Wenn wir uns an das Beispiel der Aktien zurückerinnern: je älter, stabiler und größer eine Firma/Kryptowährung ist, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie bleibt. Dennoch gibt es Ausreißer, die das Feld von hinten aufräumen und sich nach vorne kämpfen. Als Beispiel hierfür ist DASH zu nennen.
An dieser Stelle sollte man sich jedoch direkt die Frage stellen: wie wahrscheinlich ist es, dass man gerade diese Kryptowährung auswählt und einen Volltreffer landet, während andere Coins verschwinden. Die Botschaft dahinter lautet: wer sich fragt, in welche Kryptowährung er investieren soll, muss überlegen, welches Risiko er eingehen möchte.

In welche Kryptowährung soll ich investieren? - Das Markt-Timing

Bis zum Jahr 2016 sehen wir, dass selbst die Wette auf die etablierten Top 3 Kryptowährungen eine Reise geprägt von Höhen und Tiefen gewesen wäre. Wer im Januar 2014 in BTC, LTC und XRP investiert hätte, hätte im Januar 2016 mit folgenden Ergebnissen auf sein Portfolio geblickt:

  • Bitcoin (BTC) Veränderung 2014 - 2016: -54 Prozent
  • Litecoin (LTC) Veränderung 2014 - 2016: -86 Prozent
  • Ripple (XRP) Veränderung 2014 - 2016: -75 Prozent

Die Ergebnisse wären also absolut vernichtend. Eine Investition im Januar 2015 hätte wiederum völlig andere Ergebnisse gebracht:

  • Bitcoin (BTC) Veränderung 2015 - 2016: +65 Prozent
  • Litecoin (LTC) Veränderung 2015 - 2016: +77 Prozent
  • Ripple (XRP) Veränderung 2015 - 2016: -66 Prozent

Bereits hier zeigt sich, dass das Markt-Timing einer der wichtigsten Faktoren ist. Wer "die richtige Kryptowährung" zu einem guten Zeitpunkt erwischt, der hat beste Chancen auf enorme Gewinne. Wer jedoch ein schlechtes Timing hat (und dies trifft für die Mehrheit zu), der muss damit rechnen auf ein rotes Portfolio zu blicken. Was du dagegen tun kannst, erfährst du am Ende des Artikels.

Wir alle wissen, dass im Jahr 2017 der bislang stärkste Bullrun in der Geschichte der Kryptowährungen startete. Wie es nun am Anfang des Jahres aussah und welche Veränderungen es zum Vorjahr gab, schauen wir uns nun im folgenden Chart an:


Coinmarketcap Top 15 Kryptowährungen im Jahr 2017 Ein Blick auf 2017 zeigt uns, dass auch hier wieder eine Welle neuer Kryptowährungen in die Top 15 gespült wurde, während gerade auf den hinteren Plätzen einige verdrängt wurden. Des Weiteren sehen wir, dass Ethereum sich auf den zweiten Platz gekämpft hat und Monero auf Platz 5 gestiegen ist. Dabei können wir festhalten, dass Markt-Timing wieder eine immens wichtige Rolle gespielt hat. Wer in Monero bei 0,50 USD investiert hätte, hätte sich ein Jahr später über einen Kurs von 13 Dollar gefreut. Ebenso erfreulich wäre ein Investment in Dash gewesen. Eine Investition in die Top 3 Kryptowährungen von 2016 (BTC, XRP, LTC) hätte ebenso positiv performed, wenn auch bedeutsam schlechter als das risikoreichere Investment in Altcoins.

Wir alle wissen, wie das Jahr 2017 geendet hat und wie enorm die dabei entstandenen Kursgewinne waren. Dabei müssen wir uns nichts vormachen: wer vor diesem Bullrun investiert hätte - egal in welche der Top Kryptowährungen - hätte massive Gewinne verzeichnet.


Die 15 besten Kryptowährungen im Jahr 2018 Egal ob Bitcoin, Ripple, Ethereum, Litecoin, Dash oder Monero. Die Kursgewinne waren schlicht und ergreifend irrational. Eine totale Ausnahmesituation. Spannender wird es also wenn wir auf den Stand im Januar 2019 schauen. Denn ein Blick darauf zeigt uns, was passiert, wenn eine Blase plötzlich platzt.

In welche Kryptowährung sollte ich investieren? - Diese Frage haben sich im Januar 2018 einige Menschen auf dieser Welt gefragt und dabei blind in viele Projekte investiert ohne zu hinterfragen, was dabei eigentlich geschieht und wer dahintersteckt. Die Quittung hierfür sehen wir jetzt:


Die 15 besten Kryptowährungen in 2019 - Coinmarketcap Im direkten Vergleich von 2018 zu 2019 gab es eine starke Korrektur. Egal welche Top 15 Kryptowährung wir uns anschauen - sie lag 2019 unter ihren Kurswerten von 2018. Wir können aus diesen Charts jedoch drei wichtige Erkenntnisse erkennen:
  • Erkenntnis 1: Bitcoin hat im Vergleich zu der Mehrheit der Altcoins bedeutsam weniger an Wert verloren.
  • Erkenntnis 2: Wer in den Anfangsjahren in die Top 3 Kryptowährungen BTC, LTC und XRP investiert hat, durfte sich auch 2019 noch über massive Gewinne freuen, falls er nicht bereits 2018 verkaufte
  • Erkenntnis 3: Spekulation lohnt sich nicht immer. Wer spekulierte und versuchte 'die richtige Kryptowährung' zu finden, musste feststellen, dass einige seiner Kryptowährungen plötzlich nicht mehr in den Top 15 waren oder schlimmstenfalls völlig an Relevanz verloren haben.
Kommen wir nun zum Abschluss dieser kleinen Reise in der Gegenwart an.

Betrachten wir den Chart vom Anfang des Jahres. Welche Informationen können wir daraus ziehen?


Die besten Kryptowährungen 2020 - Coinmarketcap Wenn sich jemand die Frage stellt: in welche Kryptowährung soll ich investieren? - Dann sollte er einen Blick auf die Vergangenheit werfen, um einen Eindruck über den Verlauf der Zeit zu bekommen. Er wird dabei schnell feststellen, dass - wie im Aktienmarkt - die sicherste Wette immer noch das Pferd ist, welches in der Vergangenheit die meisten Rennen gewonnen hat. Natürlich kann ein Glücksgriff dabei sein und man trifft genau die Kryptowährung, die einen Durchmarsch von Platz 100 bis zur Top 10 durchläuft. Die Wahrscheinlichkeit diese jedoch zu treffen, ist gering. Über all die Jahre konnten wir jedoch feststellen, dass genau drei Kryptowährungen die vordersten Plätze verteidigen konnten: Bitcoin, Litecoin und XRP. Auch Ethereum ist seit seiner Entstehung unter den Top 5 Kryptowährungen.

In Kryptowährungen investieren?

Die richtige Strategie und der zeitliche Horizont sind die entscheidenden Faktoren

In welche Kryptowährung soll ich investieren? – Die (vielleicht unbefriedigende) Antwort lautet: Bitcoin ist die beste Entscheidung. BTC ist die älteste, stabilste und nachhaltigste Währung aus der Perspektive eines Investments. Während die anderen kamen und gingen, ist Bitcoin gekommen, um zu bleiben. Die anderen drei Kryptowährungen, die seit ihrer Entstehung vorne mitspielen sind Ethereum, Ripple und Litecoin. Doch auch wenn diese drei Kryptowährungen die vorderen Plätze behaupten konnten, sind sie deutlich unter ihren Allzeithochs. Auch hier gibt BTC ein besseres Bild ab. Da diese Antwort eventuell zu langweilig für den ein oder anderen Leser sein mag, möchte ich meine Gedanken noch etwas mehr ausführen.

Persönliche Lebensumstände stehen im Zentrum der Entscheidung

Entscheidend für die Auswahl der ‚richtigen‘ Kryptowährungen ist vor allem die eigene Strategie. Dazu gehören die folgenden Aspekte:

  • Das eigene Risikoprofil

    Wie viel Risiko bist du bereit einzugehen? - Der Kryptomarkt als solcher ist bereits sehr risikobehaftet und volatil. Aber auch innerhalb des Marktes können wir verschiedene Risikoklassen ausmachen. Kryptowährungen mit einer mittleren bzw. geringen Marktkapitalisierung und einem frühen Entwicklungsstadium sind bedeutsam risikobehafteter als beispielsweise Bitcoin.

  • Der zeitliche Anlagehorizont

    Wie sieht dein Anlagehorizont überhaupt aus? - Möchtest du "das schnelle Geld machen" und bist dabei bereit einen Großteil deines Vermögens in risikoreiche Kryptowährungen zu investieren mit der Gefahr eines Totalverlusts? Oder zählst du dich zur Gruppe der Investoren, die erst säen bevor sie ernten und somit über mehrere Jahre hinweg ihre Kryptowährungen halten?

  • Das Ziel der Investition

    Wohin soll die Reise gehen und welches Ziel verfolgst du? - Sind Kryptowährungen für dich eine sinnvolle Ergänzung zu deinem bereits bestehenden Portfolio im Rahmen einer guten Diversifikation? Oder hast du etwas 'Spielgeld' übrig, mit dem du das maximale herausholen möchtest?

  • Die aktuellen Lebensumstände

    Wie sind deine aktuellen Lebensumstände überhaupt? - Hast du einen festen Job mit einem geregelten Einkommen? Bist du schuldenfrei oder zahlst du eventuell noch einen Kredit ab? Planst du eine größere Anschaffung in der nächsten Zeit? Deine Lebensumstände sind einer der wichtigsten Faktoren für deine Entscheidung. Nur wer sich seiner Situation bewusst ist, kann rational agieren.

  • Das vorhandene Kapital | Liquidität

    Wie gut ist deine allgemeine finanzielle Situation? - Kannst du es wirklich verkraften, wenn dein Portfolio binnen kurzer Zeit vielleicht 30, 40 oder mehr Prozent im Minus steht? Besitzt du die notwendige Liquidität um Tiefpunkte auszuhalten und gegebenenfalls diese sogar als Chancen zu nutzen?

Es ist wichtig, dass du dir ausreichend Zeit nimmst, um diese Fragen ehrlich zu beantworten. Am besten nimmst du dir ein Blatt Papier zur Hand und beantwortest all die Fragen, die wir dir soeben aufgezeigt haben. Sei dir bewusst, dass es hierbei vor allem um dich selbst geht.

Im Laufe deiner Investorenkarriere kann es zu unvorhergesehenen Ereignissen kommen. Damit du vermeidest, dass diese dich aus der Bahn werfen, brauchst du eine Strategie. Und genau in diesen Momenten hilft der Blick auf das Papier. Dort hast du schließlich alle relevanten Antworten aufgeschrieben. In diesem Sinne: Go and get a paper!

3 verschiedene Ansätze, um in Kryptowährungen zu investieren

Wie du wahrscheinlich schon gemerkt hast, ist die Spannweite an Antworten auf die oben gestellten Fragen ziemlich groß. Es gibt fast 8 Milliarden Menschen auf dieser Welt und jeder verfolgt eigene Ziele. Trotz dieser großen Vielfalt, lassen sich im Allgemeinen 3 verschiedene Gruppen von Investoren herausarbeiten. Sie verfolgen unterschiedliche Ansätze, die wir uns jetzt genauer anschauen wollen.

Typ 1: Kryptowährungen als Teil eines diversifizierten Portfolios

Der erste Typ von Investor ist derjenige, der Kryptowährungen als Teil eines diversifizierten Portfolios sieht. Er ist breit investiert, hält beispielsweise Aktien, Fonds, ETFs und besitzt einige Edelmetalle. Er möchte sein Portfolio erweitern und optimieren. Daher stellt er sich natürlich die Frage, in welche Kryptowährungen soll er investieren? – Da Bitcoin nun eben die älteste Kryptowährung ist, macht für diesen Typ von Investor ein reines Investment in BTC wohl am meisten Sinn. Er kann sich – zumindest aus der Perspektive der Vergangenheit – darauf verlassen, dass Bitcoin die Nummer 1 der Kryptowährungen bleibt und auf mittel- bis langfristige Sicht eine positive Performance aufweist.

Da er nicht an kurzfristiger Spekulation, sondern eher an einem wertstabilen Asset interessiert ist, hat BTC für ihn die optimalen Eigenschaften.

Typ 2: Investition in Kryptowährungen als Glaube an die Technologie

Der zweite Typ von Investor gehört zur Gruppe der Menschen, die sich nicht nur für den finanziellen Aspekt, sondern auch für die Technologie interessieren. Er ist möglicherweise technisch affin und glaubt an das Werteversprechen von Dezentralität und Smart Contracts. Für ihn könnten neben Bitcoin insbesondere Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple oder IOTA spannend sein. Eine potenzielle Aufteilung könnte hierbei 80% Bitcoin und 20% Altcoins sein. Dies hängt aber natürlich von seinem Kapital ab, so dass sich diese Aussage nicht verallgemeinern lässt.

Diese Art von Investor lässt sich gut mit den Menschen vergleichen, die bereits früh in Technologiewerte wie Amazon oder Microsoft investiert haben. Sie sind grundsätzliche Optimisten und glaube an kontinuierlichen Fortschritt und Verbesserungen. Sie sehen Chancen, wo andere Herausforderungen sehen.

Dabei muss ihm jedoch bewusst sein, dass er ein erhöhtes Risiko eingeht und der Erfolg einer dahinterstehenden Firma oder Stiftung nicht unbedingt zu einem Kursanstieg des zugrunde liegenden Coins führen muss. Als Beispiel hierfür gelten XRP und IOTA.

Typ 3: Der Trader (Zocker) mit kurzfristigem Zeithorizont und hoher Risikobereitschaft

Der dritte Typ von Anleger hat nur ein Ziel: das eingesetzte Kapital so schnell wie möglich in einer kurzen Zeit zu vermehren. Damit hat er unter den drei vorgestellten Anlegertypen die mit Abstand höchste Risikobereitschaft. Er ist kein Anfänger, sondern bringt bereits Erfahrung mit und kennt sich mit spekulativen Investments aus. Das damit verbundene Risiko ist ihm also bestens bewusst.

Wer nach diesem Prinzip ‚investieren‘ möchte, benötigt Zeit und ein dickes Fell. Außerdem ist eine solche Strategie meistens in Kombination mit Trading verbunden. Dabei werden Futures eingesetzt, um mit einer extra Hebelwirkung sowohl auf steigende, als auch fallende Kurse zu setzen.

Ein Vorhaben, bei dem insbesondere Anfänger sich einem hohen Risiko unterziehen. Eine konkreten „Lieblingscoin“ gibt es hierbei außerdem auch nicht. Dem Trader ist es nämlich ziemlich egal, welche Kryptowährung er kauft, solange sich damit Gewinne erzielen lassen können.

Fazit: In welche Kryptowährung soll ich investieren?

Damit sollte nun klar sein, dass es viele mögliche Antworten auf diese Frage gibt. Neben den persönlichen Anforderungen spielt auch immer das Markt-Timing eine große Rolle. Den richtigen Zeitpunkt zu erwischen ist jedoch eine Kunst, bei der die meisten scheitern. Daher ist es ratsamer mit regelmäßigen Käufen in Form eines Sparplans in Kryptowährungen zu investieren.

Durch einen Sparplan erhält man gute Durchschnittspreise und somit auf langfristige Sicht auch die vernünftigsten Ergebnisse. Neben der richtigen Strategie können wir festhalten, dass Bitcoin den größten Teil des Portfolios ausmachen sollte. Wer nicht gerade enorm risikoaffin ist und tagtäglich Kurse vor dem Bildschirm beobachten möchte, erhält mit BTC das beste Verhältnis zwischen Risiko und Rendite.

Ob es sich überhaupt noch lohnt in Bitcoin zu investieren, haben wir in diesem Artikel geklärt. Auch hier gilt, bitte mache dir ein vollumfängliches Bild und deine eigenen Recherchen bevor du dich in das Abenteuer Kryptowährungen stürzt. Du kannst uns auch gerne in unseren Kanälen bei Fragen erreichen.

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Alles beginnt mit der richtigen Börse

In unserem großen Bitcoin Börsenvergleich 2020 haben wir die besten Anbieter auf Herz und Nieren geprüft.

Epilog: Sind Kryptowährungen besser als Aktien?

Eine Frage, die im Kontext der Investition immer wieder auftaucht, ist die Frage, ob Kryptowährungen besser als Aktien sind? – Genau dieser Frage wollen wir in diesem Exkurs nachgehen. Bevor es jedoch zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema kommt, benötigen wir einige Vorworte zu den Begriffen „Kryptowährungen“ und „Aktien“.

Wie bereits im Artikel Was sind Kryptowährungen erwähnt, handelt es sich bei dem Terminus um einen Obergriff, der mehr als 5000 einzelne Währungen umfasst. Ähnlich verhält es sich bei Aktien. Bei dem Begriff der Aktie handelt es sich lediglich um einen Oberbegriff, unter welchem wir ein Wertpapier beziehungsweise Anteilsschein an einer Aktien- oder Kommanditgesellschaft bezeichnen. Da es auf dieser Welt Tausende von Aktiengesellschaften gibt, gibt es nicht die einzige Aktie.

Kryptowährungen vs. Aktien: Zwei unterschiedliche Anlageklassen im Visier

Ferner müssen wir festhalten, dass Kryptowährungen per Definition eher einer Währung entsprechen. Aktien hingegen sind Beteiligungen an Firmen, so dass wir grundsätzlich zwei unterschiedliche Anlageklassen vorliegen haben. Dies wirkt sich auf viele Aspekte aus. Ein Beispiel hierfür ist die Bewertung. Während Aktien aufgrund ihrer Bilanz eine Grundlage zur Bewertung bieten, gibt es nur wenige zuverlässige Metriken, um Kryptowährungen bewerten zu können.

Die Konsequenz daraus ist, dass wir uns lediglich auf Chancen und Risiken der einzelnen Anlageklassen fokussieren werden. Natürlich ließen sich einzelne Kryptowährungen auswählen, deren Performance besser ist als die von vielen Aktientitel. Das gleiche Verfahren könnte allerdings auch umgekehrt angewandt werden. Ein Vergleich ist daher nicht aussagekräftig.

Chancen und Risiken von Kryptowährungen sowie Aktien

Kryptowährungen Aktien
Chancen
Risiken
Chancen

Risiken

Alter:
Kryptowährungen sind eine junge Anlageklasse. Die Marktkapitalisierung des gesamten Marktes sowie einzelner Coins sind deutlicher geringer als die einzelner Aktientitel bzw. Aktienindizes. Daraus resultieren hohe Wachstumschancen bei einem positiven Verlauf des Projekts.

Alter:
Kryptowährungen sind eine junge Anlageklasse. Viele der einzelnen Coins stehen noch vor fundamentalen Herausforderungen und können keine lange Historie vorweisen. Daher herrscht eine große Unsicherheit, ob einzelne Titel noch in 5 oder 10 Jahren existieren.

Alter:
Viele Aktien sind bereits Jahrzehnte am Markt. Sie haben hohe Burggräben gebildet und in ihrer Branche eine dominierende Stellung. Die Wahrscheinlichkeit ist daher hoch, dass diese Unternehmen auch noch langfristig bestehen bleiben. Beispiel: Coca-Cola.

Alter:
Einige große Firmen haben starke hierarchische Strukturen und sind statisch organisiert. Ihnen fällt es schwer auf disruptive Innovationen zu reagieren. Im Vergleich zu Start-Ups sind sie langsam und daher anfällig für Veränderungen. Stichwort: Automobilbranche

Bewertung & Transparenz:
Im Kryptomarkt gibt es keine Bilanzen oder Abschlussberichte. Unter Umständen können einzelne Währungen daher massiv unterbewertet sein, was Chancen für risikoorientierte Anleger bietet.

Bewertung & Transparenz:
Aufgrund unzureichender Marktdaten und fehlender Bilanzen ist es extrem komplex und schwierig, den fairen Preis einer Kryptowährung beziehungsweise eines Projektes zu identifizieren.

Bewertung & Transparenz:
Aktiengesellschaften sind zu einer Bilanz verpflichtet. Sie haben messbare Ergebnisse und Vermögenswerte, auf deren Basis sich faire Kurswerte berechnen lassen. Die Transparenz ist also höher.

Bewertung & Transparenz:
Informationsasymmetrien sind kaum vorhanden. Die Mehrheit der Marktteilnehmer hat die gleichen Erkenntnisse, was zu ähnlichen Bewertungen führt. Overperformer zu erkennen, ist daher schwierig.

Diversifikation & Korrelation:
Der Kryptomarkt ist unkorreliert zu den meisten Vermögenswerten. Dazu zählt auch der Aktienmarkt. Für Anleger, die in diversifiziertes Portfolio wollen, ist dies eine Chance.

Diversifikation & Korrelation:
Innerhalb des Kryptomarkts herrscht eine hohe Korrelation und Abhängigkeit von den Preisbewegungen Bitcoins. Daher ist eine Diversifizierung innerhalb des Marktes schwer realisierbar.

Diversifikation & Korrelation:
Der Aktienmarkt bietet exzellente Möglichkeiten zu diversifizieren. Aktien aus verschiedenen Branchen und Ländern ermöglichen ein breit aufgestelltes Portfolio.

Diversifikation & Korrelation:
Auch wenn innerhalb des Aktienmarkts sehr gut diversifiziert werden kann, entsteht ein Klumpenrisiko, wenn man lediglich bei einer Anlageklasse bleibt. Dies stellt ein Risiko dar.

Volatilität:
Der Kryptomarkt weist eine enorm hohe Volatilität (Schwankung) auf. Insbesondere für Trader sind volatile Märkte sehr attraktiv. Volatile Märkte können auch Chancen für Privatanleger bieten, da sie die Basis für ein hohes Kurswachstum bilden.

Volatilität:
Aufgrund der hohen Volatilität zählen Kryptowährungen zur Klasse der Risikoinvestments. Insbesondere kurzfristig können sehr hohe Schwankungen auftreten. Die Mehrheit der Digitalwährungen eignet sich daher nicht als Wertspeicher.

Volatilität:
Der Aktienmarkt ist im Vergleich zum Kryptomarkt weniger volatil. Die Kursverläufe sind beständiger. Investoren, die eine gute Mischung aus Sicherheit und Rendite suchen, sind mit dem Aktienmarkt daher gut bedient.

Volatilität:
Wertbeständigkeit und eine geringere Volatilität heißt für Aktien ein geringeres Wachstumspotenzial. Wer also lediglich auf die Anlageklasse der Aktien setzt, kann unter Umständen mit einer hohen verpassten Rendite (Opportunitätskosten) rechnen.

Smartphone mit Bitcoin Future Börse und BTC Münzen auf einem Tisch

Was sind Bitcoin Futures? – Chancen, Risiken und Top Anbieter

Jeder, der sich mit dem Handel von Kryptowährungen beschäftigt, stolpert früher oder später über Bitcoin Futures und Plattformen, die das Futures Trading anbieten. Doch was genau ist eigentlich ein Futures Contract? Welche Plattformen sind für den Handel mit Bitcoin Futures empfehlenswert?

Vielleicht können die Meisten noch erklären, was man mit einem Future Contract machen kann, doch wie dieser tatsächlich funktioniert, wissen die Wenigsten. Viele Menschen verbinden die Begrifflichkeit „Futures“ oder im Deutschen Terminkontrakt mit einem neuartigen und hoch komplizierten Finanzprodukt. Tatsächlich ist aber das Gegenteil der Fall.

Es kann also Entwarnung gegeben werden, denn dies wird keine Ausführung in die Abgründe verschachtelter Finanzprodukte, die kaum ein Mensch verstehen kann. Hier handelt es sich um eine sehr simple und alte Geschäftspraxis, die Jahrtausende zurück reicht. Bereits der Philosoph Thales nutze sie, um Olivenbauern seine Olivenpressen zu verleihen.

Doch fangen wir mit dem Wesentlichen an.

Was ist ein Futures Contract bzw. Terminkontrakt?

Bis heute sind Verträge für jeden Handel unverzichtbar. Dabei stellt der Futures Contract keine Ausnahme dar, wenngleich es sich hier um eine besondere Form eines Vertrags handelt. Ein Hinweis auf seine Bedeutung findet sich bereits im Namen selbst. Es heißt Futures Contract. Es geht also darum, zum heutigen Zeitpunkt, eine Vereinbarung für die Zukunft zu treffen.

Die deutsche Sprache ist naturgemäß noch etwas präziser. Hier ist nicht einfach von der unbestimmten Zukunft die Rede, sondern von einem spezifischen Zeitpunkt. Daher nennen wir einen Futures Contract im Deutschen einen Terminkontrakt.

Ein Terminkontrakt ist eine Vereinbarung über den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt zu einem im Voraus vereinbarten Preis. Es sind standardisierte Vereinbarungen, die typischerweise an einer Börse gehandelt werden. Dabei gibt es immer einen Käufer und einen Verkäufer.

Der Käufer verpflichtet sich, eine bestimmte Menge an Wertpapieren oder einer Ware zu erwerben und zu einem bestimmten Zeitpunkt zu einem vorher vereinbarten Preis zu übernehmen. Der Verkäufer des Vertrags auf der Gegenseite verpflichtet sich, diese vereinbarte Menge zu dem vereinbarten Preis zur Verfügung zu stellen.

Das gleiche Prinzip gilt damit natürlich auch für Bitcoin Futures.

Wer nutzt Bitcoin Futures?

Die Preise von Handelsgütern sind ständigen Schwankungen unterworfen und stellen für Unternehmer und ihre Planung einen Risikofaktor dar. Ursprünglich ist die Idee hinter Terminkontrakten sich gegen dieses Risiko zu versichern. Daher findet der Terminkontrakt seinen Ursprung auch in der Landwirtschaft.

Ein Beispiel:

Umwelt- und Wetterbedingungen können einen starken Einfluss auf die Ernte und damit auf das Angebot haben. Die Menge des Angebotes hat wiederum einen direkten Einfluss auf den Preis. Es stellt eine Unsicherheit dar, welche die Planung von Finanzmitteln und -flüssen in der Zukunft erschwert. Möchten sich also sowohl der Bauer als auch Händler gegen diese Unsicherheit absichern, können sie einen Terminkontrakt miteinander abschließen, in welchem der Bauer dem Händler versichert, ihm eine bestimmte Menge beispielsweise an Mais zu überlassen, während der Händler dem Bauer versichert, für diese Menge Mais einen klar definierten Preis zu zahlen. Sowohl der Bauer als auch der Händler wissen damit bereits in der Gegenwart, welche Menge Mais zu welchem Preis den Eigentümer wechseln wird, unabhängig von der zukünftigen Marktlage. 

In diesem Beispiel sind beide Parteien darauf angewiesen zukünftig den zugrunde liegenden Rohstoff zu handeln, weil er die Grundlage ihres Geschäfts ist. Sie nutzen den Terminmarkt, um sich gegen das Risiko von zukünftigen Preisänderungen abzusichern.

BTC Futures müssen nicht physisch abgewickelt werden

Nicht jeder im Terminmarkt will allerdings in Zukunft ein physisches Produkt tauschen. Manche Marktteilnehmer versuchen, Geld mit Preisänderungen im Vertrag selbst zu verdienen. Hierbei handelt es sich um Spekulanten, die beispielsweise darauf wetten, dass der Preis von Mais in Zukunft steigen oder fallen wird. Diese Art von Händler kann einen Terminkontrakt kaufen und verkaufen, ohne die Absicht, den zugrunde liegenden Rohstoff zu übernehmen. Sie sind nur daran interessiert, an der Differenz zwischen dem heutigen und zukünftigen Marktpreis zu verdienen.

Genau so verhält es sich auch bei Bitcoin Futures. Bitcoin Futures werden in erster Linie von Spekulanten gebraucht, um von der hohen Volatilität des Bitcoin Kurs zu profitieren. Dabei ist es natürlich möglich, auf einen fallenden oder steigenden Preis von BTC zu spekulieren.

Das setzen auf fallende Kurse wird durch sogenannte Leerverkäufe möglich. Man spricht an der Börse auch davon “short” zu gehen, während bei Wetten auf steigende Kurse von einer “Long”-Position die Rede ist.

Was ist das Besondere an Bitcoin Futures?

Bitcoin Futures sind ein beliebtes Instrument, da Spekulanten durch sie, wie oben erwähnt, nicht nur an einem steigenden, sondern auch an einem fallenden Bitcoin Kurs verdienen können. Die Theorie dahinter ist die Folgende:

Während Spekulanten bei Wetten auf einen steigenden Bitcoin Kurs BTC kaufen, um sie zukünftig gewinnbringend zu einem höheren Preis verkaufen zu können, ist bei Leerverkäufen genau das Gegenteil der Fall. Der Halter einer Short-Position verkauft BTC in der Gegenwart, in der Annahme, dass er sie zukünftig billiger zurückkaufen kann.

Der Inhaber einer Short-Position, also ein Verkäufer, erwirbt dadurch eine Long-Position und umgekehrt. Die Differenz zwischen den Preisen der beiden Kontrakte ergibt den sogenannten Spekulationsgewinn oder -verlust. Es ist daher ein Nullsummenspiel, bei dem es immer einen Gewinner und einen Verlierer gibt.

Was ist ein Hebel (Leverage)?

Typischerweise verwenden Spekulanten beim Handel mit Terminkontrakten in der Regel zusätzlich einen hohen Leverage (dt. Hebel). Leverage bedeutet, dass der Händler bei Abschluss eines Geschäfts nicht den vollständigen Wert des Kontraktes aufbringen muss. Er hinterlegt lediglich einen Bruchteil des Wertes, wobei dieser Betrag von der Höhe des gewählten Hebels abhängig ist.

So kann ein Händler mit 0,1 BTC einen Kontrakt im Wert von 1 BTC handeln, wenn er für seine Position einen 10-fachen Hebel nutzt. Dies ermöglicht dem Händler durch die Verwendung von Fremdkapital, also dem Leihen von Geld, seinen möglichen Gewinn zu maximieren. Gleichzeitig erhöht sich allerdings auch sein Risiko um den gleichen Faktor. Dies macht das Handeln von Bitcoin Futures mit hohen Hebeln zu einem sehr spekulativen und risikoreichen Geschäft.

  • Long-Position

    Wer eine Long-Position einnimmt, setzt auf steigende Kurse in der Zukunft. Er kauft zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Ziel in der Zukunft zu einem höheren Preis zu verkaufen.

  • Short-Position

    Wer eine Short-Position einnimmt, setzt auf fallende Kurse in der Zukunft. Er verkauft zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Ziel in Zukunft günstiger einkaufen zu können.

  • Leverage

    Wer mit einem Hebel (engl. Leverage) arbeitet, kann mehr Geld bewegen als er einsetzt. Dabei erhöht sich jedoch auch das Risiko. Beim Abschluss des Kontrakts hinterlegt er einen Bruchteil (engl. margin). Die Schreibweise für einen 10er Hebel auf Bitcoin lautet BTC x10.

Wo kann ich Bitcoin Futures handeln?

Mittlerweile gibt es bereits mehrere verschiedene Handelsplattformen, die das Trading mit Bitcoin Futures ermöglichen. Allerdings sollte man hier, genau so wie bei der herkömmlichen Auswahl von Bitcoin Börsen, mit Vorsicht agieren. Leider gibt es nämlich immer wieder schwarze Schafe oder unsichere Plattformen, denen du dein Geld nicht anvertrauen solltest.

Unser Favorit ist Binance. Auf der All-in-one Plattform kannst du neben Futures und Optionen auch mit Staking oder Lending passives Einkommen generieren. Über unseren Code: b2go10 erhältst du 10% Rabatt auf die Gebühren. Melde dich einfach kostenlos über diesen Link an und teste es selbst:

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Frequently Asked Questions (FAQ)

Die Antworten auf die häufigsten Fragen

Grundsätzlich gibt es einige seriöse Anbieter, die Bitcoin Futures und Hebelprodukte anbieten. Jedoch sollte man sich bewusst sein, dass bei den volatilen Bitcoin Preisen ein hoher Hebel schnell zu einem Totalverlust führen kann. Das Risiko ist enorm erhöht, dieses sollte man mit Bedacht managen und vorsichtig agieren.

Futures sind im Allgemeinen jedoch seriöse Produkte und werden tagtäglich am klassischen Finanzmarkt gehandelt.

CME steht für Chicago Mercantile Exchange. Dahinter steht die CME Group mit einem der größten Märkte für Finanzderivate. Dazu zählt seit einiger Zeit auch Bitcoin mit den Bitcoin Futures.

Es gibt verschiedene Anbieter für Bitcoin Futures, unsere 3 Favoriten haben wir in unserem Börsen Vergleich (Artikel verlinken) aufgelistet.

In Bitcoin investieren und aufsteigende Stapel an BTC Münzen erwirtschaften, die Gewinne suggerieren

In Bitcoin investieren: Lohnt sich BTC in 2020 noch? – 3 wichtige Fragen!

Die meisten Menschen haben mittlerweile schon einmal in ihrem Leben den Begriff ‚Bitcoin‘ gehört. Dies gilt natürlich erst recht für diejenigen, die sich allgemein mit dem Thema Finanzen oder mit dem Aufbau eines eigenen Portfolios beschäftigen. Das kommt nicht von ungefähr, sondern hat seinen Grund. So ist Bitcoin unabstreitbar mit knapp 6.500.000% Rendite das mit Abstand beste Investment der letzten Dekade (von 2010 bis 2020) gewesen. Laut der Bank of America Merrill Lynch wurde aus 1$, den man 2010 in BTC gesteckt hat, heute mehr als 90.000 USD. In Bitcoin investieren kann sich also durchaus lohnen.

Fazit: Die Nummer 1 aller Kryptowährungen hat nicht nur besser als alle Altcoins performt, sondern auch bessere Resultate als die traditionellen Anlageklassen hervorgebracht.

In diesem Artikel wollen wir uns also gezielt der Frage widmen, ob man Bitcoin noch kaufen sollte oder nicht, also konkret: “In Bitcoin investieren – Lohnt es sich noch in 2020?”

In Bitcoin investieren – Lohnt es sich noch in 2020 BTC zu kaufen?

Wir wissen nun, dass es sich in der Vergangenheit durchaus ausgezahlt haben kann in Bitcoin zu investieren. Bevor man sich als Investor darüber Gedanken macht in Bitcoin zu investieren und es somit zum Teil in sein Portfolio einzubauen, stellt sich natürlich erst einmal die grundlegende Frage des „Warum“. Damit einher gehen wiederum solche Fragen wie:

Was ist das Besondere an Bitcoin? Hat Bitcoin überhaupt einen Wert? Wenn ja, was gibt BTC diesen Wert?

Jeder, der schon einmal versucht hat, sich über BTC zu informieren oder sogar schon in Bitcoin investieren wollte, hat wohl bereits mit diesen Fragen gekämpft. Auch erfahrene Investoren beschäftigen sich mit den antworten auf all diese Fragen.

Aus diesem Grund wagen wir in den folgenden Abschnitten zunächst einmal eine Annäherung daran, warum man überhaupt in Bitcoin investieren sollte.

Du möchtest nichst verpassen und willst daher schnell in Bitcoin investieren? Wo du BTC kaufen kannst, haben wir ausführlich in diesem Artikel beschrieben. Hier ist für die Eiligen unter euch aber auch ein Quick-Guide, mit dem du innerhalb von wenigen Minuten an deine ersten Bitcoins kommst.

Quick-Guide: In wenigen Minuten zu deinen ersten Bitcoins

  • 1. Schritt: Registrierung
  • 2. Schritt: Einzahlung
  • 3. Schritt: Bitcoin kaufen

Bitcoin kaufen auf eToro - AnmeldungAuf jeder Handelsplattform ist der erste Schritt die Registrierung. Dies gilt natürlich auch für eToro. Dabei ist die Kontoeröffnung besonders einfach und benötigt noch nicht einmal eine Verifizierung bei einem Handel bis 2.000€. Ein weiterer Vorteil ist die staatliche Regulierung des Anbieters, so dass dieser der Einlagensicherung unterliegt. Wie geht es los?

Du klickst auf folgenden Link "Klick mich" und gibst anschließend deinen Vornamen, Nachnamen, deinen Benutzernamen und deine E-Mail Adresse an. So wie man es eben von vielen Plattformen kennt. Auch deine Telefonnummer wird zu deiner Sicherheit benötigt. Nur noch Nutzungsbedingungen akzeptieren und Datenschutz bestätigen und schon kann es weitergehen.

Tipp: Wer Zeit sparen will kann auch hier gemütlich seinen Facebook- oder Google-Account zur Anmeldung nutzen.

Bitcoin kaufen auf eToro - Einzahlung

Kommen wir zu dem spannenden Teil: der Einzahlung. Diese ist - wie der vorherige Prozess - intuitiv und schnell erledigt. Bevor du damit starten kannst, musst du jedoch noch kurz deine E-Mail verifizieren. Klicke dazu einfach auf den Link in der Mail, die eToro dir geschickt hat.eToro besticht bei der Einzahlung vor allem durch seine große Auswahl an Zahlungsmethoden.

Bitcoin kaufen bei eToro: Kreditkarte, Paypal, SEPA und vieles mehr.

Beginnend bei der Startseite wählst du die Option „Geld einzahlen“ – bis zu 2.000€ aus. Damit kannst du auch ohne Verifizierung einzahlen. Früher oder später solltest du dich allerdings dennoch verifizieren, um alle Funktionen in vollem Umfang nutzen zu können. Dazu muss lediglich ein Bild des Ausweises und ein Address-Nachweis, wie z.B. eine Stromrechnung, im Nutzerkonto hochgeladen werden.

Tipp: Paypal, Kreditkarte, sowie SOFORT-Überweisung bieten hier die schnellste Möglichkeit, das Geld auf dem eToro Account zur Verfügung zu stellen.

Bitcoin kaufen auf eToro - Trade

Du hast es fast geschafft! - Dein Konto ist erstellt und Geld ist ebenso vorhanden. Jetzt fehlen nur noch deine Bitcoins.

Klicke hierzu einfach im Navigationsmenü (linke Seite) auf den Punkt „Märkte“. Anschließend wählst du die Rubrik „Krypto“. Hier wirst du nun etliche Kryptowährungen sehen sowie dazugehörige Details und Informationen.

Um die gewünschte Kryptowährung (zum Beispiel Bitcoin) zu kaufen, musst du auf „Kaufen“ und anschließend auf „Trade eröffnen“ klicken. Jetzt musst du nur noch den gewünschten Betrag auswählen und den Kauf bestätigen. Binnen weniger Sekunden hast du deinen ersten Bitcoin. Glückwünsch!

Tipp: Neben anderen Kryptowährungen wie Ethereum, Ripple, IOTA oder Cardano, kannst du auch klassische Finanzprodukte erwerben. Dazu zählen beispielsweise Aktien, ETFs, Rohstoffe, Devisen und vieles mehr.

Bitcoin das digitale Bargeld – P2P Electronic Cash System

Bitcoin wird in seinem White Paper aus dem Jahre 2008 als ein „Peer-to-Peer Electronic Cash System“ (dt. elektronisches Nutzer-zu-Nutzer Bargeld-System) bezeichnet. Daraus kann man schon einmal ableiten, dass BTC als elektronisches Bargeld gedacht ist.

Geld wiederum muss in der Theorie genau 3 Dinge erfüllen:

  • Tauschmittel (Medium-of-Exchange)

    Geld muss ausgetauscht werden können und daher übertragbar sein.

  • Wertspeicher (Store-of-Value)

    Geld muss über die Zeit hinweg seinen Wert behalten können.

  • Rechnungseinheit (Unit-of-Account)

    Geld muss in kleinere Einheiten geteilt werden können.

Den 3. Punkt erfüllt Bitcoin bereits sehr gut. Daher wird er in diesem Artikel vernachlässigt, denn 1 BTC entspricht 100.000.000 Satoshi und ist somit sehr gut in die kleinere Einheit Satoshi teilbar. Damit ist es auch mit kleinen Beträgen möglich in Bitcoin zu investieren.

Die Punkte 1. und 2. sind aber sehr viel interessanter für das mögliche Potential von Bitcoin und die Beantwortung der Frage, ob man in Bitcoin investieren sollte. Hier lassen sich einige Gründe erkennen, wieso Bitcoin etwas Besonderes ist, das einen Wert hat und das in seiner aktuellen Form eine absolute Neuheit darstellt. Schauen wir uns diese Gründe näher an.

Unser aktuelles Finanzsystem hat Schwächen

Wenn in Sachen Geld und Finanzen schon alles perfekt laufen würde, bräuchte keiner eine neue und andere Lösung wie Bitcoin. Dem ist aber leider nicht so, denn unser aktuelles Finanzsystem hat Schwächen. Diese sind für viele Menschen in Europa und Nordamerika nicht immer ersichtlich, da wir zu der glücklichen Gruppe der knapp 1 Mrd. Menschen weltweit gehören, die in einem „gut“ funktionierenden Finanzsystem leben.

Leider geht das jedoch nicht allen so. Laut Andreas Antonopoulos gibt es weltweit rund 4 Mrd. Menschen, die nur mit schlechten Finanzdienstleistungen versorgt sind. Diese Menschen können z.B. nicht einfach so an den Finanzmärkten investieren, sich Devisen (ausländische Währungen) kaufen, Kredite aufnehmen oder beliebig viele Bankkonten eröffnen. Zusätzlich dazu gibt es dann noch unglaubliche 2 Mrd. Menschen, die so gut wie gar keinen Zugang zum traditionellen Finanzsystem haben. Wir sprechen hierbei von Menschen, die aus der Perspektive der Banken als Kunden unerwünscht sind oder aufgrund ihrer geografischen Lage nicht gut versorgt werden können.

Bitcoin ist der Gegenentwurf: Es handelt sich um ein offenes Computernetzwerk, an dem jeder teilnehmen kann, unabhängig von seiner Herkunft, seinem Alter oder anderer Faktoren. Diskriminierung existiert nicht. Außerdem kann auch niemand eine Transaktion aufhalten, die jemand gerne verschicken möchte. Wer in Bitcoin investieren möchte, unterstützt sozusagen indirekt die Demokratisierung und Liberalisierung des Finanzsystems und Geldes.

BTC als Zahlungsmittel – Eine Revolution

Kommen wir nun aber zu den obigen Punkten 1. Tauschmittel (Medium-of-Exchange) und 2. Wertspeicher (Store-of-Value). Eines vorweg: Bitcoin erfüllt diese beiden Punkte und kann deshalb tatsächlich als Geld angesehen werden.

Wir gehen nun eher darauf ein, was Bitcoin besser macht, als unser aktuelles System und warum es durchaus Sinn macht, darüber nachzudenken, in Bitcoin investieren zu wollen.

Selbst, wenn man aktuell zu der privilegierten Minderheit der Weltbevölkerung gehört, die in unserem funktionierenden Finanzsystem lebt, ist dieses keineswegs perfekt. Gerade Zahlungen über Landesgrenzen hinweg können teilweise Tage oder sogar Wochen dauern und kosten viele Prozent des zu überweisenden Betrags. Dies ist bei Bitcoin nicht so.

Mit Bitcoin ist es möglich jemand anderem, egal wo er sich gerade befindet, innerhalb von Minuten (und durch das Lightning Netzwerk sogar innerhalb von Sekunden) Geld zu senden. Das geschieht vollkommen unabhängig von Ländergrenzen, weil die Zahlungen über das Internet abgewickelt werden.

Die geringen Transaktionsgebühren sind hier ein wesentlicher Vorteil in Bezug auf die Fähigkeit Bitcoins die Funktion eines „Zahlungsmittels“ zu erfüllen. Die Gebühren betragen eben nicht die eben angesprochenen Prozentsätze bei einer Zahlung ins Ausland, sondern lediglich wenige Cent oder Euro, unabhängig von der versendeten Summe. Hierdurch ist es auch möglich sehr kleine Summen zu versenden (sog. Micro-Transaktionen), was über normale Bankkonten nicht möglich wäre.

In Bitcoin investieren: BTC das digitale Gold und Wertspeicher?

Wer in Bitcoin investieren oder es als Geld nutzen will, möchte natürlich auch möglichst sicher sein, dass seine BTC auch ihren Wert behalten. Hier müssen wir direkt einmal mit einem Mythos aufräumen:

Der Preis spiegelt nicht immer den Wert eines Assets wider.

Dies ist ein Punkt, den viele Investoren, gerade im Kontext der Überlegung in Bitcoin investieren zu wollen, nicht bedenken. Der häufige Vorwurf an BTC ist die (aktuell noch) hohe Volatilität, also die starken Schwankungen des Preises. Dazu sei gesagt, dass diese Volatilität in Zukunft mit steigender Marktkapitalisierung wahrscheinlich abnehmen und der Preis somit konstanter werden wird.

Zum anderen muss man den Blick bei der Überlegung für ein Bitcoin Investment weg vom Preis und hin zum eigentlichen Wert richten. Bitcoin ist schlussendlich „nur“ ein Open-Source Protokoll. Darin ist festgelegt, dass es maximal 21 Millionen BTC geben kann und die Inflationsrate alle 4 Jahre durch das so genannte „Halving“ halbiert wird. Daraus ergibt sich, dass man sich bei einem Investment in Bitcoin sicher sein kann einen Teil einer begrenzten digitalen Ressource zu kaufen. Der Wert ergibt sich also nicht nur durch die oben genannten Anwendungen von BTC als Zahlungsmittel, sondern auch durch seine Seltenheit.

Bitcoin hat dabei einen hohen Stock-to-Flow-Wert und ist das erste knappe digitale Gut der Menschheitsgeschichte. Das Bitcoin Halving und das daraus resultierende Stock-to-Flow Modell veranschaulichen übrigens sehr deutlich, warum der Bitcoin Kurs und Wert weiter steigen könnte. Mehr Infos dazu findest du in den verlinkten Artikeln.

In Bitcoin investieren heißt in Innovation investieren

Wie im letzten Abschnitt schon angesprochen ist Bitcoin ein für jeden offenes Software Protokoll. Genau das ist der Grund, warum „in Bitcoin investieren“ vor allem auch „in Innovation investieren“ bedeutet. Es liegt in der Natur der Sache, dass Software veränderbar ist. Bitcoin ist nämlich anders ausgedrückt ein dezentrales Netzwerk des Vertrauens.

Zum einen kann die Software dieses Netzwerks an sich schon weiterentwickelt werden, was permanent geschieht. Zum anderen können auf Grundlage dieser Software und des Netzwerks neue Anwendungen programmiert werden, die neuen Nutzen stiften. Somit können Innovationen gedeihen. Kurz gesagt:

Bitcoin ist programmierbares Geld.

Eine weitere Besonderheit – BTC als Antwort auf die Finanzkrise

Doch damit nicht genug. Zusätzlich zu dieser Veränderbarkeit könnte es einen weiteren entscheidenden Vorteil haben in Bitcoin investieren zu wollen. Denn was vielen Menschen nicht bewusst ist: jedes zentral gelagerte Geld beziehungsweise jeder zentral gelagerte Vermögenswert kann einem als Investor praktisch „weggenommen“ werden. Das gilt auch für das Geld auf der Bank.

Bereits bei der letzten Finanzkrise im Jahr 2008 mussten einige Finanzinstitute mit Hilfe von Steuergeldern (Bail-out) gerettet werden. Der Einlagenschutz auf Girokonten deutscher Banken gilt nur bis 100.000 €. Sollte es in Zukunft einmal zu dem Fall kommen, dass Banken mit Hilfe von Kundengeldern gerettet werden, was laut Gesetzeslage durchaus möglich ist (Bail-in), könnte das eigene Geld auf der Bank weniger sicher sein, als viele zunächst annehmen.

4 gute Gründe, die für BTC sprechen

Dadurch, dass Bitcoin dezentral auf eigenen Bitcoin Wallets gelagert werden kann und es keine zentrale Partei gibt, die das Netzwerk kontrolliert oder „das Geld lagert“, ist Bitcoin nicht konfiszierbar. In der Theorie könnte man den Zugang zu seinen Coins auch im Kopf “aufbewahren”, so genannte Brain Wallets sind aber absolut nicht zu empfehlen.

Aus Sicht eines Investors gibt es noch viele weitere Gründe, warum es sich lohnt in Bitcoin investieren zu wollen. Hier sind vor allem folgende Punkte interessant:

  • Bitcoin ist ein unkorreliertes Asset, mit dem sich ein Portfolio diversifizieren lässt.
  • BTC optimiert das Rendite-Risiko-Verhältnis eines Portfolios.
  • BTC hat einen hohen Stock-to-Flow-Wert.
  • Die Bitcoin Adoption schreitet voran und zieht damit immer mehr Nutzer an.

Wo kann ich denn in Bitcoin investieren?

Bevor wir dich nun mit den Eindrücken und einer möglichen FOMO auf Bitcoin loslassen, wollen wir dir natürlich auch einen sicheren Start ermöglichen. Wo du in Bitcoin investieren kannst bzw. wo du es kaufen kannst, zeigen wir dir in diesem Artikel. Wenn du aber Einsteiger bist und nicht weiterlesen möchtest können wir diesen Weg abkürzen: Für einen optimalen Start mit deinem Bitcoin Investment empfehlen wir dir unseren Testsieger eToro.

Hier kannst du nicht nur unter weiteren Top-Kryptowährungen wählen, sondern auch in Aktien, Rohstoffe, ETFs und weitere Finanzinstrumente investieren. Der perfekte Start für ein ausgewogenes Portfolio. Hier sind alle Vorteile unseres Champions auf einen Blick:

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Solltest du nicht überzeugt sein ist das gar kein Problem. Schau einfach auf unseren Börsenvergleich und informiere dich umfangreich, bevor du investierst: Zum Bitcoin Börsenvergleich.

Fazit: In Bitcoin investieren kann sich auch 2020 noch lohnen, ABER…

So positiv sich dieser Artikel liest, in Bitcoin investieren birgt auch viele Gefahren. Kryptowährungen sind ein spekulatives Investment und die Blockchain Technologie sowie die Adoption von Bitcoin steckt noch in den Kinderschuhen. Der Weg in ein solides und stabiles Asset mit weltweiter Akzeptanz ist noch weit, aber er ist geebnet und birgt neben Risiken eben auch entsprechende Chancen.

Der Handel mit Bitcoin kann für Einsteiger schnell in die Hose gehen, wenn sie sich nicht einen klaren Plan machen, wie und wann sie am besten in Bitcoin investieren sollen. Hierfür haben wir zwar Tipps, aber entscheiden kannst du als Investor am Ende nur selbst. Ein Bitcoin Investment ist risikoreich, sollte mit Bedacht getätigt werden und auch nur mit dem Geld, was man bereit ist zu verlieren. Die Bitcoin Kursentwicklung zeigt: Alles ist möglich, auch nach unten.

Ein guter Investor ist kein Spekulant, er investiert mit einer klaren Strategie auf langfristige Sicht. Vor allem aber investiert er in Wissen und damit in sich selbst. Wenn wir hier Hilfestellung leisten können, freut uns das sehr, dennoch sollte eine gute Recherche auch über unsere Artikel hinausgehen. Tausche dich aus und lerne täglich dazu. Unsere Community wird dir dabei sehr helfen. Komm dazu und teile auch deine Erfahrungen in unserem Telegram Channel: XYZ

In diesem Sinne einen guten Start und hoffentlich bis zum nächsten Artikel!

Frequently Asked Questions (FAQ)

Die Antworten auf die häufigsten Fragen

Die Anzahl aller verfügbaren Bitcoins ist auf 21 Millionen BTC begrenzt. Bis heute sind bereits über 18 Mio. Bitcoins geschürft worden. 3 bis 4 Millionen BTC gelten als “verloren” und sind nicht mehr verfügbar. Ein Bitcoin gilt als verloren, wenn der Besitzer beispielsweise keinen Zugriff mehr auf das dazugehörige Wallet hat, weil er keinen Zugriff mehr auf den Code hat.

Über den ersten Bitcoin Kurs überhaupt wird viel gestritten. Laut offiziellen Statistiken war der erste BTC Preis bei 0,003118 USD. Ende 2017 beim BTC Höchstpreis von 20.000 USD macht das eine Steigerung von über 6,4 Mio. Prozent.

Bitcoins kann man entweder bei einer Bitcoin Börse oder einem Broker kaufen. Wie und welche Strategie findest du in diesem Artikel.

Ja. In Bitcoin zu investieren kann neben allen Chancen auch große Risiken mit sich bringen. Der Bitcoin Kurs ist sehr volatil und daher ist es wichtig auch nur das zu investieren, was man bereit ist zu verlieren. Eine kluge und nachhaltige Strategie ist wichtig. Beim Versenden der Bitcoins kann es auch schnell zu Fehlern kommen, passt daher immer besonders auf und hinterfragt alles.