Die Chartanalyse in Kürze

  • In dieser Woche könnte es erneut zu hoher Volatilität in den Aktien- und Krypto-Märkten kommen, da am Mittwoch, den 02. November um 19:00 Uhr MEZ das nächste FOMC-Meeting der FED bezüglich des nächsten Zinsentscheids ansteht.
  • Erwartet wird eine weitere starke Zinsanhebung um 75 Basispunkte (0,75 %), allerdings gehen auch einige Marktteilnehmer von einer geringeren Zinsanhebung von 50 Basispunkten (0,5 Prozent) aufgrund der US-Zwischenwahlen aus.
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Die Volatilität ist zurück

Nachdem es in den letzten Wochen äußerst ruhig in den Krypto-Märkten zuging und der diesjährige Oktober einer der ruhigsten in der Geschichte der Kryptowährungen gewesen ist, kam letzte Woche dann doch noch die Volatilität zurück in die Märkte. Nahezu alle Kryptowährungen konnten seit vergangener Woche hinzugewinnen, wobei einige Kryptowährungen aus der Masse hervorstachen, allen voran Dogecoin (DOGE).

Grund für den rasanten Preisanstieg bei der Meme-Kryptowährung Dogecoin ist der besiegelte Twitter-Deal von Elon Musk gewesen, der als "Dogefather" von der Community gefeiert wird. Anleger spekulieren darauf, das DOGE in irgendeiner Weise in Twitter als Zahlungsmittel integriert werden könnte.

In der vergangenen Woche hatten wir die bevorstehende Volatilität anhand des "Bollinger Bandwith"-Indikators prognostiziert. Es folgten Kurssprünge um ca. 8 % beim Bitcoin und sogar über 30 % bei der populärsten Smart Contract-Plattform Ethereum.

Bitcoin (BTC) Chartanalyse: Abwärts-Trendlinie durchbrochen

Letzte Woche konnte Bitcoin erfolgreich die monatelange Abwärts-Trendlinie (rot markiert) nach oben hin durchbrechen. Damit wurde zusätzlich das bärische absteigende Dreieck verhindert, das auf einen Crash auf bis zu 13.000 US-Dollar hindeutete.

Nun befindet sich die weltweit größte Kryptowährung oberhalb des 50er-Tagesdurchschnitts (gelb markiert) und konsolidiert oberhalb der psychologisch wichtigen Marke von 20.000 US-Dollar.

BTC / USDT, 1D
BTC / USDT, 1D, Quelle: Eigene Grafik
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Ob Bitcoin und damit auch der gesamte Kryptomarkt den Aufwärtstrend weiter fortsetzen kann, hängt maßgeblich von der Entscheidung der FED bei dem FOMC-Meeting am Mittwoch ab. 

Sollte die FED die Zinsen um die prognostizierten 0,75 % anheben, werden mit hoher Wahrscheinlichkeit die US-Aktien-Märkte die Gewinne der letzten Tage zurückgeben. Aufgrund der hohen Korrelation der Kryptowährungen dürfte dann auch der Aufwärtstrend beim Bitcoin und Co. erst einmal zu Ende sein.

Bei einer geringeren Zinsanhebung von nur 0,5 % wird die Rallye aller Voraussicht nach fortgesetzt werden, da der Markt tendenziell die höhere Zinsanhebung eingepreist hat.

Ethereum (ETH) Chartanalyse: Widerstand bei 1.700 US-Dollar

Auch Ethereum konnte den Abwärtstrend nach oben hin durchbrechen und hat in der letzten Woche eine beachtliche Rallye hingelegt. Die Kryptowährung ETH konnte von der Unterstützungslinie bei 1270 US-Dollar um zeitweise 31 Prozent auf 1660 US-Dollar im Wert ansteigen.

Derzeit ist die Kryptowährung wieder leicht korrigiert und wird für knapp unter 1.600 US-Dollar gehandelt. Damit befindet sich auch Ethereum oberhalb des 50er-Tagesdurchschnitts.

ETH / USDT, 1D
ETH / USDT, 1D, Quelle: Eigene Grafik

Noch konnte allerdings das wichtige Preisniveau von 1.700 US-Dollar nicht erzwungen werden, weshalb auch noch kein höheres Hoch gebildet wurde. Der relative Stärkeindex RSI deutet zudem auch auf eine potenziell überkaufte Situation hin, weshalb eine weitere Konsolidierung bzw. Korrektur bei Ethereum wahrscheinlich ist.

Allerdings wird auch bei Ethereum und den weiteren Altcoins das FED-Meeting am Mittwoch richtungsweisend sein.

Fazit zum aktuellen Kryptomarkt

Die Kryptowährungen konnten in der vergangenen Woche eine beachtliche Erholungsrallye hinlegen, wodurch vorerst das Crash-Szenario der meisten Kryptowährungen vom Tisch ist.

Trotzdem kann von einer Trendwende weiterhin keine Rede sein, da der Markt weiterhin von makroökonomischen Faktoren wie der Inflation bestimmt wird. Die Augen sind nun auf das FOMC-Meeting am Mittwoch und insbesondere auf die Pressekonferenz gerichtet, bei der sich hoffentlich heraushören lässt, wie die FED in Sachen Zinsen in den kommenden Wochen und Monaten weiter verfahren wird.

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