Der digitale US-Dollar, die Federal Reserve und viel Unsicherheit gegenüber CBDC

Ökonomen der Federal Reserve (Fed) aus den USA widmen sich – wieder einmal – Central Bank Digital Currency (CBDC) oder besser gesagt einem digitalen US-Dollar. Dabei geht es weiterhin um „Reviews“, also Begutachtungen von möglichen Szenarien. Viele andere Nationen, inklusive China, sind derweilen wesentlich weiter.

Die US-amerikanische Zentralbank Federal Reserve (Fed) hat ihre Forschungen rundum Central Bank Digital Currency (CBDC) bzw. einem digitalen US-Dollar erweitert. Das Resultat ist ein neuer Bericht zu landeseigener, von der Zentralbank kontrollierter, digitaler Währung auf der Webseite der Institution. Die beiden Fed-Ökonomen Francesca Carapella und Jean Flemming gehen in „Central Bank Digital Currency: A Literature Review“ auf die potenziellen Auswirkungen eines digitalen US-Dollar bezogen auf kommerzielles Banking und Geldpolitik ein.

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Federal Reserve sieht Fragen, wo andere Länder längst Antworten sehen

Ein „Literature Review“ ist im Grunde eine breite Übersicht zu einem bestimmten Thema, welche weitere Nachforschungen rechtfertigen soll oder auch nicht. Die Fed in den USA befindet sich also scheinbar noch immer auf der Suche nach überzeugenden Argumenten für einen digitalen US-Dollar bzw. auch dagegen. Und das, während andere Nationen auf dieser Erde in Sachen CBDC weiter und weiter davonziehen. Allen voran: China. Nichtsdestotrotz kommen die Autoren der Fed zu nachfolgender Erkenntnis.

Von einem theoretischen Standpunkt aus, führt die Einführung von CBDC zu den Fragen nach der Bereitstellung von Geld […] und der Fähigkeit der Zentralbank, CBDC als Medium der Geldpolitik zu nutzen.

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Die Fed befürchtet, dass geldpolitische Entscheidungen durch einen digitalen US-Dollar nicht mehr direkt bei den Haushalten ankommen. Warum erläutert der Review jedoch nicht. Aber gut, irgendwie muss weitere Forschung im Gegensatz zu überfälligen Entscheidungen ja gerechtfertigt werden. Und vielleicht geht einer der folgenden Berichte ja zukünftig dann auf diese Frage ein.

Wird CBDC den US-Dollar zurückwerfen?

Das Zögern der Fed hinsichtlich eines digitalen US-Dollars ist aus Sicht vieler Finanzinstitute unverständlich. Während China, nach wie vor im direkten Handelswettbewerb mit den USA, beim digitalen Yuan bereits praktische Experimente unternimmt und regulatorische Rahmenbedingungen schafft, sieht sich die Fed weiter um und sucht nach legitimen Gründen für und gegen CBDC.

Wie bei jedem Literature Review, bleiben viele Fragen offen. Wir glauben, dass die kritische Frage allerdings die intrinsischen Merkmale von CBDC als ein Zahlungsmittel und einen Wertspeicher betreffen.

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Sieht so die Strategie der USA aus, um im weltweiten Rennen hin zu eigenen, digitalen Zahlungsmittel kompetitiv zu bleiben? Sich Fragen zu stellen, anstatt Antworten zu finden? Ein digitaler Yuan hätte dem US-Dollar gegenüber wohl immense Vorteile. Nicht unbedingt im direkten Wertvergleich, aber wohl bei Transaktionsgeschwindigkeit, Transaktionskosten, Transportabilität und auch Sicherheit. Hinzu kommen die weitreichenden Überwachungsmöglichkeiten durch eine solche, digitale Währung.

Schlusswort zum CBDC Wettrüsten

Wenngleich die Fed erklärte, dass CBDC das „Wettrüsten des Jahrzehnts“ sei, scheint die Zentralbank der USA nicht gerade mit Hochdruck daran zu arbeiten, dieses „Wettrüsten“ zu gewinnen. Der Vorsitzende Jerome Powell sagte dazu passend noch letzten Monat, dass es unwahrscheinlich wäre, mit einem digitalen US-Dollar alsbald zu rechnen. Denn die USA habe schließlich ein „sicheres und aktiv-dynamisches Zahlungssystem“.

Es bleibt abzuwarten, wie dieses Zahlungssystem standhalten wird, wenn die ersten digitalen Landeswährungen offiziell herausgegeben werden. Für den US-Dollar in Münz- und Papierform ist die Strategie der Fed aktuell bullisch. Auf lange Sicht könnte sich die weltweite Handelsdominanz der US-amerikanischen Fiatwährung allerdings drastisch verringern. Wir halten auch natürlich auf dem Laufenden!

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