Selbst während die Transaktionskosten auf dem Ethereum Netzwerk weiter explodieren, scheint es für den Spitzenreiter in Sachen Decentralized Finance (DeFi) keine echte Konkurrenz zu geben. Das bescheinigt nun auch die Marktanalyse und das Rating von Weiss Crypto gegenüber ETH. Investoren blicken derweilen einem heißen Sommer 2021 bei Ether entgegen.

Die Marktanalyse- und Ratingagentur Weiss Crypto vergibt in seiner jüngsten Bewertung ein A- für Ethereum. Und das trotz eskalierender Transaktionsgebühren und den bekannten Skalierungsproblemen. Auch die bereits vierte signifikante Korrektur um Ethereum Kurs dieses Bullenmarktes scheint die bullischen Aussichten nicht zu trüben.

Der ETH Preis wurde zum Zeitpunkt dieses Artikels bei 2.593 USD gehandelt, was einem neuen Allzeithoch entspricht! Die Erholung scheint sich von einer 23,6 % Korrekturbewegung fortzusetzen. Und mit Aussichten auf 2nd Layer Solutions (Stichwort: Optimism) und London Update im Sommer scheinen die Anleger in Ether weiter positiv gestimmt.

Ethereum beweist Stärke trotz teils heftiger Kritik

Es sei eine „Zurschaustellung der Stärke“ der Nummer 2 der Kryptowährungen, sortiert nach Marktkapitalisierung. Weiss Crypto verpasst Ethereum ein „A- Rating“, ungeachtet der nach wie vor spürbaren Skalierungsprobleme und explodierenden Transaktionskosten. Die Altcoin Season sei zudem weiter intakt, selbst wenn eine signifikante Korrektur in den Kryptomärkten jüngst stattgefunden hatte.

Diese Zurschaustellung der Stärke der zweitgrößten Kryptowährung ist eine starke Rückversicherung für die aktuelle Altcoin Season und ein extrem bullisches Signal für die Zukunft der alternativen digitalen Assets. Wir erhöhen daher unseren Call einer massiven Altcoin Season.

Weiss Crypto gibt Ethereum ein A-, also dieselbe Bewertung wie auch Bitcoin (BTC). Die nächsten „Konkurrenten“ seien Cardano (ADA) mit einem B- (für Technologie und Adoption) und Polkdadot (DOT) mit einem C+. Die Binance Smart Chain (BSC) hingegen wird von Weiss Crypto nicht als Konkurrent für Ethereum angesehen. Und selbst bei den beiden vorher genannten Projekten sieht die Ratingagentur keinen „Ethereum-Killer“.

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Konkurrenz für Ethereum? Nicht vorhanden, laut Weiss Crypto

Der Grund, warum Weiss Crypto keine echte Konkurrenz für Ethereum sieht ist recht simpel. Die Agentur sieht eine Wiederholung der Versuche aus 2017, Ethereum auf Layer 1 Basis einzuholen, was schon damals scheiterte. Damals gab es aber noch keinen rapide wachsenden DeFi-Sektor, der zum größten Teil auf das Ethereum Netzwerk setzt.

Manche behaupten, dass andere Netzwerke zu Ethereum aufschließen, aber wir bleiben hier höchst skeptisch. Es ist dieselbe Geschichte wie in 2017, als angeblich „Ethereum-Killer“ jeden Hauch an Dezentralisierung aufgaben nur um günstiger und schneller zu sein.

Laut vieler Meinungen sei vor allem die Binance Smart Chain (BSC) der „Ethereum-Killer“ schlechthin. Doch durch die wachsende Nutzung des Netzwerks zeigte sich auf der BSC diese Woche auch erste Schwächen in der Performance. Die größte dezentrale Kryptobörse auf dem Netzwerk, PancakeSwap, war hoffnungslos überlastet und es kam zu fehlgeschlagenen Transaktionen und weiteren Unannehmlichkeiten.

Der ETH Preis erholt sich von der vierten signifikanten Korrektur im aktuellen Zyklus

Der Ethereum Kurs sieht währenddessen so aus, als würde eine Erholung von einer 23,6 % Korrektur fortgesetzt. Dies ist erwartbar innerhalb einer Altcoin Season, selbst dann, wenn BTC nicht die positivste Performance aufweist. Für eine echte Altcoin Season muss Ethereum sich zwangsläufig temporär von der Nummer 1 entkoppeln.

Quelle: Tradingview

Sollte das gegenwärtige Momentum bei ETH anhalten, so könnte ein neues Allzeithoch auf dem Plan stehen. Die zügige Erholung im Vergleich zum Kursverlauf bei Bitcoin zeigt hier deutlich das Interesse der Anleger. Insoweit stimmen wir Weiss Crypto zu, dass die bullischen Aussichten bei Ethereum weiterhin ungetrübt sind.

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Schlusswort: Ethereum bleibt King

Ob sich andere Netzwerke als echte Konkurrenten für ETH herausstellen werden oder nicht, bleibt abzuwarten. Bisweilen findet DeFi nach wie vor hauptsächlich auf Ethereum statt und das hat seine Gründe. Das Netzwerk ist exzellent dokumentiert und Entwickler finden so schnelle Hilfestellungen zu ihren Entwicklungszielen. Eine Nummer 1 wird nicht so schnell vom Thron gestoßen, eine Nummer 2 aber ebenso schwer verdrängt!