IOTA vor wichtigem Meilenstein – Erstes öffentliches Coordicide Testnet kommt

IOTA steht vor einem der wichtigsten Schritte in der Geschichte als deutsches IoT Open-Source Projekt. Es geht um nicht weniger als die Dezentralisierung des ambitionierten Projektes. Aktuell laufen nämlich alle Value-Transaktionen noch über den Koordinator, die zentrale Instanz von IOTA. Somit laufen alle IOTA-Transaktionen aktuell noch über einen zentralen Punkt, der in der Vergangenheit bereits zu Problemen geführt hat. 

Auf der anderen Seite wurde damit IOTA ermöglicht den Koordinator abzuschalten, als es zu einem Fehler in der Trinity Wallet kam. Damit konnten die Guthaben der Investoren gesichert werden, bis das Problem gelöst wurde. Nun steht das erste öffentliche Coordicide Testnetz vor dem Start. Damit läutet IOTA die Abschaltung des Koordinators ein, die in mehreren Phasen verlaufen wird.

IOTA öffentliches Coordicide Testnet kurz vor dem Release

Viele IOTA Investoren und Enthusiasten wird wohl die aktuelle Nachricht sehr freuen. Es geht nämlich in Richtung Coordicide und zwar vielleicht schneller als gedacht. Bereits letzte Woche wurde angekündigt, dass die neue GoShimmer Version v.0.2.0 sich im finalen Stadium befindet und das Release für Ende Juni geplant ist. 

Nun hat Angelo Capossele, einer der leitenden Forschungswissenschaftler bei der IOTA Foundation, sich via Twitter über die aktuelle Situation geäußert.

Für das kommende Coordicide-Testnet möchten wir wirklich, dass Sie tatsächlich sehen und besser verstehen, wie unser „Fast Probabilistic Consensus-Protokoll“ funktioniert. Ich hoffe, dass wir dies mit der neuen Integration von #Grafana und #Prometheus erreichen können!

Auf diesen Tweet hat sich auch Hans Moog gemeldet, einer der bekanntesten Softwareentwickler bei der IOTA Foundation, und erklärte, dass das erste öffentliche Coordicide Testnet innerhalb der nächsten Wochen erscheinen wird. Es wird sogar damit gerechnet, dass es bereits bis Ende Juni veröffentlicht werden soll.

IOTA auf dem Weg in die Dezentralisierung

Es handelt sich bei dem neuen Coordicide Testnet nicht um die erste Version. Denn bisher gab es bereits das Coordicide Testnet, welches aber nur als internes Alphanet in der Version 0.1.x verfügbar war und im Februar veröffentlicht wurde. 

Diese Version enthielt bereits grundlegende Funktionen wie Autopeering, Gossip, Rate Control und eine Schnittstelle zum Abfragen des Tangles und zum Senden von Daten über Non-Value-Transaktionen. Die neue Version wird weitere Funktionen beinhalten. Unter anderem ein neues Konsensmodell, das sogenannte „Parallel Reality Based Ledger State“.

Hans Moog erklärte dazu:

Dies wird das erste Mal sein, dass wir die meisten Bausteine von Coordicide in einer tatsächlichen Node-Implementierung haben. Es wird höchstwahrscheinlich kleinere Fehler und Dinge geben, die behoben werden müssen. Aber von diesem Zeitpunkt an werden wir nicht nur in der Lage sein, die ersten echten Live-Metriken zu sammeln, sondern wir werden auch in der Lage sein, viel schnellere Iterationen zwischen aufeinander folgenden Versionen durchzuführen.

 

Dies ist also ein wirklich wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu Coordicide, und ich freue mich sehr darauf, in den kommenden Wochen eine Menge neuer und aufregender Konzepte + Funktionen einzuführen.

Jetzt liegt es an den Entwicklern aus der Community

In einem kürzlich geteilten Statusupdate erklärte Sergei Pupov, dass GoShimmer v.0.2.0 zum ersten Mal Konfliktlösungen über FPC und Value Transaktionen unterstützen wird. Zudem gehen damit ein anderes Transaktionslayout, die vollständige Umstellung auf Binär-Code und neue APIs einher.

Mit dem öffentlichen Coordicide Testnet soll die IOTA Community vor allem das Fast Probabilistic Konsens-Protokoll und dessen Umgang mit „Konflikten“ kennen lernen. Im IOTA Tangle kann es nämlich ohne den Koordinator kurzzeitig zu widersprüchlichen Transaktionen kommen. Diese „böswilligen“ sollen aber nur für eine kurze Zeit im Tangle überleben, bis ehrliche Nodes den Konflikt erkennen. Genau diesen Prozess kann man im neuen Dashboard erkennen, den Capossele in seinem oben aufgeführten Twitter Post in einem Screenshot geteilt hat.

Wir sind gespannt wann das öffentliche Coordicide Testnet erscheinen und wie das Feedback aus der IOTA Community ausfallen wird. Wie immer bleiben wir für euch dran und halten euch auf dem Laufenden! 

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[Bildquelle: Shutterstock]

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1 Kommentar

  • Avatar
    Termie
    26. Juni , 20:53

    na dann bin ich mal gespannt, ob diese „Tech“ es dann für sich alleine herausreisst, denn in Sachen „Hype“ hat (die) Iota (Foundation) nach ~vier Jahren schon seit einiger Zeit Ihr gesamtes Pulver, teilweise auch ihre Glaubwürdigkeit verschossen. Was wurde da nicht alles mit großem Tam-Tam angekündigt (Data Marketplace; Jinnn; Qubic; Ternary Processor; …) , das oft nur paar Monate später wieder abgeblasen wurde oder in der Versenkung verschwand. Und diese erbärmlichen öffentlichen Founder-Dramas taten das ihre, um Iota´s Ruf weiter zu ruinieren. Von den ursprünglichen „großen“ Iota-Partnern wie VW, Fujitsu, Bosch etc. hört man auch schon lange nichts mehr.

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