Marktbericht zu Bitcoin (BTC): Zweifel weicht Optimismus – Bitcoin bricht aus!

Wenn der Großteil der Marktteilnehmer eine zukünftige Preisrichtung erwartet, dann kommt es meist auch so. Das Sentiment in Bezug auf den Bitcoin (BTC) ist seit dem Ausbruch vom 14. September 2020 eindeutig wieder bullisch. Auslöser für die volatile Preisbewegung? Fundamentale Impulse und – wie erwähnt – ein Wechsel von Unentschlossenheit und Zweifel hin zu Optimismus.

Die Kryptomärkte sind von marktpsychologischen Faktoren wohl weitaus mehr betroffen als so manch andere Märkte. Das soll nicht heißen, dass die Marktteilnehmer im Bereich der Aktien oder Rohstoffe weitaus rationaler handeln. Aber wir sehen gerade bei Kryptowährungen dann doch mehr Irrationalität (Stichwort: DeFi), als anderswo. Der Ausbruch vom Bitcoin (BTC) über die Kursmarke von 10.500 vom 14. September 2020 lässt sich allerdings als rational bezeichnen. Denn positive Impulse auf der fundamentalen Seite schufen einen Umschwung des Sentiments am Markt. Zweifel weicht Optimismus, der Preis steigt.

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Fundamentale Impulse sorgen für frischen Aufwind

Dass die internationale Aktiengesellschaft MicroStrategy erst im August 2020 über 21.000 BTC für rund 250 Mio. USD erworben hatte, ist längst kein Geheimnis mehr. Es war eine Erfolgsmeldung, die bis heute die fundamentale Landschaft des Bitcoins prägt. Nun tauchte am gestrigen 14. September 2020 eine Mitteilung an die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) auf, welche eine überragende Meldung bzgl. BTC enthielt. Denn die Investition aus dem August 2020 in die größte Kryptowährung der Welt, soll allem Anschein nach nicht die Einzige bleiben.

Am 11. September 2020 beschloss der Vorstand von MicroStrategy Incorporated, eine neue Strategie für die Bildung von Rücklagen. […] Die neue Strategie sieht vor, dass Rücklagen durch Geld, Geldäquivalenten, kurzzeitige Investitionen […] und Bitcoin bestehen wird.

Bitcoin soll dabei, laut MicroStrategy als das „primäre Mittel zur Rücklagenbildung unter Berücksichtigung der Marktsituation“ gelten. Als Resultat des Ganzen gab MicroStrategy zudem bekannt, dass „die gehaltenen Bestände an Bitcoin“ durch das Unternehmen über die initiale Investitionssumme von 250 Mio. USD „hinausgehen“ könnte. Und wenn führende Aktiengesellschaften so etwas bekannt geben, dann folgen auch meist weitere Investitionen. Selbst wenn nicht, es reicht, um das Sentiment am Markt von unentschlossen zu optimistisch zu drehen. Der Preis des BTC brach also aus, am gestrigen 14. September 2020. MicroStrategy war sicherlich ein Grund, ein neues Allzeithoch bei der BTC Hashrate sicherlich ein anderer.

Lesetipp: Was ist Bitcoin (BTC)? – Die Kryptowährung Nr. 1 verstehen

Ausbruch über 10.500 und 10.800 USD

Der Preis des BTC schaffte am gestrigen 14. September nach längerer Phase des Akkumulierens den Ausbruch über die wichtige Widerstandszone bei 10.500 US-Dollar. Zum Zeitpunkt dieses Artikels bewegte sich das Währungspaar BTC/USD stark auf 10.900 USD zu. Das Volumen sieht dabei okay aus, wenngleich nicht atemberaubend. Das restliche Gesamtbild spricht aber im Tageschart für sich. Die nächsten Widerstandszonen warten bei 11.000 USD (psychologischer Widerstand) und 11.400 USD (ehemalige Unterstützungszone).

Bitcoin (BTC) im Tageschart
Quelle: Tradingview

Schön zu erkennen ist, wie der rote 100-Tage gleitenden Durchschnitt (Moving Average, kurz: MA) dem Preis zuletzt Unterstützung geboten hatte. In Gelb sehen wir hingegen den 50-Tage MA, der bei ca. 11.200 USD auf den Preis wartet. Der RSI Indikator ist derweilen sichtlich steigend und liest sich bullisch bei einem Wert von über 50. Für mehr Hinweise müssen wir ein wenig tiefer in die Trickkiste greifen. Es ist Zeit für die eine steigende Unterstützungslinie und die Fibonacci Retracements.

Der Preis des Bitcoin bekommt Unterstützung

Gesagt, getan. Bei der technischen Analyse von Preisverläufen stützen wir uns ja bekanntlich auf historische Preisbewegungen und versuchen unter Zuhilfenahme von verschiedenen Zeichenwerkzeugen und technischen Indikatoren (gepaart mit Price Action) wahrscheinliche Zukunftsszenarien zu prognostizieren. Trendlinien und Fibonacci Retracements sind dabei zwei solcher Zeichenwerkzeuge. Fangen wir mit der Trendlinie im 4-Stunden-Chart an!

Bitcoin (BTC) im 4-Stunden-Chart
Quelle: Tradingview

Der Preis des BTC suchte eindeutig Unterstützung auf dem Weg über 10.500 und 10.800 USD an einer steigenden Unterstützungslinie. Die längeren Kerzendochte nach unten zeigen zudem den Verkaufsdruck, der absorbiert wurde. Das Volumen ist – wie erwähnt – nicht atemberaubend, aber dennoch okay. Vor allem die Reaktion nach Durchbrechen von 10.800 USD stimmt ins positiv. Der RSI Indikator wechselt auf dem 4-Stunden-Chart derweilen in den überkauften Bereich. Bärische Divergenzen konnten wir allerdings noch keine erkennen. Schauen wir uns denselben Chart gleich nochmal mit den Fibonacci Retracements an:

Bitcoin (BTC) im 4-Stunden-Chart
Quelle: Tradingview

Wie wir sehen können, befand sich die steigende Unterstützungslinie beim 38,20 % Fibonacci Level, welches als beliebter Umkehrpunkt für den Preis gilt. So war das auch im Fall von Bitcoin. Das 50 % Fibonacci Level und die 10.800 USD wurden genommen. Das nächste Ziel ist also jetzt das 61,80 % Fibonacci Level bei knapp über 11.000 USD. Dort sehen wir auch die steigende Unterstützungslinie das Level kreuzen, was als Hinweis dafür gilt, dass der Preis womöglich auf diese Linie zurückgreifen kann.

Gemischte Signale im Stundenchart

Im Stundenchart wird es dagegen verwirrend. Einerseits sehen wir eine versteckte, bullische Divergenz im RSI, die wohl auch durch die aktuelle Preisbewegung bestätigt wurde. Andererseits sehen wir aber auch eine bärische Divergenz, die sich über einen wesentlich längeren Zeitraum erstreckt und (noch) unbestätigt ist. Solche gemischten Signale sind nicht unüblich in der technischen Analyse, wenngleich durchaus schwer zu bewerten. Wir versuchen es dennoch.

Bitcoin (BTC) im Stundenchart
Quelle: Tradingview

Zunächst sind die Folgen von Divergenzen im Stundenchart zumeist kurzweilig. Und dass der Anstieg nicht ewig so weitergeht, das sollte uns allen klar sein. Eine Gegenbewegung muss erfolgen, irgendwann. Zudem ist die bärische Divergenz unbestätigt. Wir finden weder Reaktionen in der Price Action, noch in den größeren Zeiträumen. Und ja, technische Signale sind nur dann wirklich signifikant, wenn der Preis auch reagiert. Oder besser gesagt: die Marktteilnehmer. Und diese Teilnehmer dürften aktuell recht optimistisch und – vielleicht auch – gierig unterwegs sein.

Zusammenfassung des Marktberichts zum Bitcoin (BTC)

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass wir den Preis des Bitcoin (BTC) zunächst bei ca. 11.000 USD erwarten. Von dort kommt es dann zu einer entweder kurzen Korrektur oder zu genug Kaufdruck für einen weiteren Anstieg auf 11.400 USD. Der genaue Preisverlauf muss abgewartet werden. Die marktpsychologische Beschaffenheit dürfte aber gegenwärtig eher Richtung Euphorie und Gier gehen, anstatt Angst und Panik. Deshalb sehen wir den weiteren Preisverlauf des BTC auf kurze und mittlere Sicht hin bullisch. Langfristig ist der Kursverlauf ohnehin als stark bullisch zu betrachten, schon alleine wegen der phänomenal guten, fundamentalen Situation.

Wir möchten an dieser Stelle erwähnen, dass der Einstieg in stark steigende Kurse immer mit Risiken verbunden ist. Erstens könnte der Preis des Bitcoins jeden Moment umdrehen, zweitens erscheint uns die Festigkeit des bullischen Sentiments so kurz nach einer längeren Phase der Unentschlossenheit und des Zweifels fragwürdig. Deswegen raten wir stets zu eigener Recherche und Eigenverantwortlichkeit bei Investments. So auch dieses Mal. In jedem Fall braucht es eine Strategie und einen Plan. Zum Beispiel einen Bitcoin Sparplan!

Disclaimer: An dieser Stelle sei erwähnt, dass sämtliche, gemachte Angaben ausdrückliche keine Finanzberatung oder Ermutigung zu irgendwelchen Investitionen darstellen. Vor dem Kauf von Kryptowährungen bzw. der Eröffnung von Handelspositionen ist immer eigene Recherche zu betreiben. Der Handel mit Kryptowährungen birgt ein hohes Verlustrisiko und es sollte daher nie mehr Kapital eingesetzt werden, als beim Verlust verschmerzt werden kann.

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