Mastercard will ins CBDC Geschäft und stellt virtuelle Sandbox bereit

Laut mehreren Quellen verkündete Mastercard eine virtuelle Testumgebung für Central Bank Digital Currency (CBDC). Die Testumgebung soll sichere Simulationen von Zentralbanken kontrollierten, landeseigenen Kryptowährungen zulassen. Das weltweite Rennen rund um CBDC nimmt unterdessen zu, wenngleich China mittlerweile als uneinholbar gilt.

Während die Kryptomärkte weiter wachsen und sich entwickeln, laufen die Forschungen und Entwicklungen rund um Central Bank Digital Currency (CBDC) weltweit auf Hochtouren. Rund 70 % aller Zentralbanken sollen mittlerweile an einer Möglichkeit arbeiten, eine landeseigene Kryptowährung bzw. einen eigenen Stablecoin zu kreieren. Der Zahlungsdienstleister Mastercard kündigte nun via Pressemitteilung vom 09. September 2020 an, dass er eine virtuelle Testumgebung für CBDC zur Verfügung stellt.

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Eine virtuelle Sandbox für Zentralbanken

Mastercard stellt Zentralbanken eine virtuelle Testumgebung für CBDC zur Verfügung. Die Zentralbanken sollen diese Umgebung nutzen können, um Use Cases von CBDC zu evaluieren. Simuliert werden dabei u.a. die Herausgabe, die Verteilung und der Umtausch dieser landeseigenen Kryptowährungen. Natürlich verfolgt Mastercard damit auch geschäftliche Ziele. Denn der internationale Zahlungsdienstleister würde sicherlich gerne als der Partner im weltweit entstehenden CBDC Ökosystem gelten. Raj Dhamodharan von Mastercard sagte hierzu in der offiziellen Pressemitteilung:

Zentralbanken beschleunigen ihre Forschungen rundum digitale Währungen mit einer Vielzahl an Zielen. […] Mastercard unterstützt Innovationen im öffentlichen Sektor, bei Banken, FinTech Unternehmen und Beraterfirmen in Bezug auf CBDC und arbeitet dabei mit Partnern zusammen, die dieselben Werte und Prinzipien mit uns teilen. Diese neue [Testumgebung] unterstützt Zentralbanken bei jetzigen und zukünftigen Entscheidungen über die Entwicklung der lokalen und regionalen Wirtschaft.

Mastercard führt dabei 4 wesentliche Punkte der virtuellen Testumgebung auf. Nicht nur kann die praktische Anwendung zwischen Banken und Kunden in Hinblick auf digitale Währung simuliert werden, sondern auch die Integration in bestehende Bezahlsysteme, wie z.B. Kartenzahlungen. Vor allem im Bereich der Kartenzahlungen will Mastercard ins Geschäft kommen. Weitere Punkte betreffen sodann mehr die technische Seite von nationalen Stablecoins.

Rennen um CBDC läuft weltweit auf Hochtouren

Rund 70 % der weltweiten Zentralbanken sollen gegenwärtig an der Entwicklung von CBDC arbeiten oder zumindest die Möglichkeiten erforschen. Dies geht zurück auf einen Report der Bank of International Settlements (BIS). Während viele Nationen noch forschen, testet China unterdessen den praktischen Einsatz von CBDC in der eigenen Bevölkerung, gemeinsam mit einem eigenen Blockchain-System namens Blockchain Service Network (BSN). Neben der unangefochtenen #1 in Sachen CBDC, sind die folgenden Nationen im Rennen um die landeseigene Kryptowährung vorne mit dabei:

    • Frankreich
    • Die Bahamas
    • Litauen
    • Schweden
    • Südkorea

Gerade die Europäische Union (EU) will die eigenen Bemühungen einer digitalen Version des Euros (€) steigern. Für den digitalen Euro wurden auch schon erste Partner vorgestellt. Andere Banken arbeiten unterdessen an Konzepten für eigene Stablecoins. Beispielsweise die Sberbank aus Russland und auch die Raiffeisen Bank International. Ähnlich wie bei Bitcoin und Co. fehlt es in vielerlei Hinsicht noch an Regulationen zu CBDC. Es würde wohl ein heilloses Chaos geben, würden Banken und Zentralbanken künftig alle ihre eigenen digitalen Währungen veröffentlichen.

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Der Kurswechsel von Mastercard

Die jüngste Ankündigung von Mastercard stellt auch einen Kurswechsel des Unternehmens bezüglich CBDC dar. Denn CEO Ajay Banga sagte einst über Central Bank Digital Currency:

Die Idee Wege zu finden, um eine nationale Kontrolle über Zahlungen aufzubauen ist nicht neu. Es ist eine Fantasie, die schon seit langer Zeit existiert.

Nun, diese Fantasie soll Realität werden und wenngleich dieser Gedanke dem CEO von Mastercard nicht schmeckt, am Ende geht es ums Geschäft. Und Geschäft könnte Mastercard mit der Testumgebung tatsächlich machen. Viele Nationalbanken meldeten Probleme bei der Durchführung von Tests mit CBDC. Diese Tests könnten jetzt durch den freundlichen Zahlungsdienstleister von nebenan und seine virtuelle Testumgebung in sicherer Manier erfolgen. Wir bleiben wie immer dran und berichten täglich für euch.

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