Cardano Münze auf Gitter

Cardano bald 100x dezentraler als Bitcoin? ADA und der Grad der Dezentralisierung

Der Cardano (ADA) Kurs konnte in einem Monat fast 100% gut machen. Dieser enorme Kurs-Anstieg geht mit dem bevorstehenden Shelley Update einher und lässt die Herzen der Investoren schneller schlagen. Nun läuft das Marketing von Cardano auf Hochtouren. In einem offiziellen Tweet von IOHK Media wurde nicht nur das Shelley Update angepriesen, sondern auch eine gewagte Aussage getroffen – Cardano soll mit dem Shelley Update 100x dezentraler werden als Bitcoin.

In diesem Artikel wollen wir uns anschauen, ob die Aussage in Bezug auf die Dezentralität stimmt und was man dabei beachten sollte. Viel Spaß!

Cardano (ADA) soll 100x dezentraler als Bitcoin werden

Cardano, einer der Hauptkonkurrenten von Ethereum, versucht das Feld der Smart Contracts zu revolutionieren. Mit dem integrierten Proof-of-Stake (PoS) Konsensalgorithmus sollen nicht nur Investoren in den Genuss eines passiven Einkommens durch Staking kommen, sondern dazu auch die Sicherheit und Dezentralität von Cardano erhöhen.

In dem offiziellen Tweet von IOHK Media heißt es:

Es ist offiziell: Das größte Upgrade der Cardano Blockchain hat mit der Veröffentlichung des Shelley-Codes begonnen, der die Blockchain 100 Mal dezentraler als Bitcoin machen wird.

Diese Aussage sorgt natürlich für die nötige Aufmerksamkeit in der Krypto-Community aber ist durchaus gewagt. Denn Cardano steckt immer noch in den Kinderschuhen und hat noch einen langen Weg vor sich. Daher lässt sich so eine Aussage in keinster Weise verifizieren.

Proof-of-Stake birgt Risiken im Grad der Dezentralisierung

Hierbei stützt sich Cardano vor allem auf den Proof-of-Stake Konsensalgorithmus, der den Grad der Dezentralität in Vergleich zu Bitcoin erhöhen soll. Im Gegensatz zu BTC werden neue Blöcke durch sogenannte Staker verifiziert. Also durch Personen und Unternehmen, die einen bestimmte Menge an ADA in ihrer Wallet bereitstellen, um die Gültigkeit der Transaktionen und Blöcke zu gewährleisten. Dafür bekommen die Staker für einen gefundenen Block eine Belohnung in Form der nativen Kryptowährung ADA. Das sorgt in der Theorie für eine hohe Verteilung der Validatoren und benötigt keine spezialisierte Hardware mit einem hohen Energieverbrauch wie es bei Bitcoin der Fall ist.

Das hört sich nach einem enormen Vorteil an aber hierbei werden die Risiken nicht ausreichend deutlich gemacht. Denn PoS hat zwar einige Vorteile gegenüber PoW aber beinhaltet auf der anderen Seite Probleme, die es in PoW Netzwerken in der Form nicht gibt.

Hierbei tritt vor allem das Problem auf, dass Early Adopter, die bereits frühzeitig in Cardano eingestiegen sind und viele ADA halten, im Netzwerk die Macht auf sich konzentrieren. Dadurch verdienen diese Staker im Vergleich zu den kleineren Stakern weitaus mehr ADA und werden so mit der Zeit nicht nur reicher, sondern auch mächtiger. Es gibt keine Möglichkeit diese Machtstrukturen aufzubrechen außer einer der großen Staker entscheidet sich dazu seine ADA zu verkaufen.

Wenn wir nun in die ferne Zukunft blicken und die Rede ist hier nicht von 5 oder 10 Jahren, sondern von 50 oder 100 Jahren, dann ergibt sich ein ähnliches Bild, welches wir bereits aus unserem traditionellen Finanzsystem kennen – die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer. Das kann im schlimmsten Fall zu einer extrem starken Zentralisierung im System führen.

Nutzer halten ihre Coins bei zentralisierten Anbietern

Hinzu kommt, dass die meisten Nutzer wohl eher an den Staking Rewards als an der Dezentralisierung interessiert sind. Demnach werden viele Nutzer ihre ADA bei zentralisierten Anbietern halten, die den gesamten Staking Prozess übernehmen. Hierbei geht es nicht nur darum, dass man die Kontrolle über seine Coins in fremde Hände gibt, sondern dass man den Drittanbietern durch die eigenen Coins Macht im Netzwerk verleiht, die im schlimmsten Fall ausgenutzt werden kann. Das reduziert den Grad der Dezentralität zusätzlich.


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Zum Vergleich

 


Ein ähnliches Szenario haben wir bereits beim Projekt STEEM gesehen. Hier wurden die Coins der Nutzer, die auf zentralisierten Börsen lagen, genutzt, um bestimmte Regeln im Netzwerk zu verändern. Das hat letztendlich zu einer Abspaltung (Fork) geführt, woraus die Kryptowährung HIVE entstanden ist.

Bitcoin vs Cardano – Unterschiede bei der Dezentralisierung

Der Grad der Dezentralisierung hängt nicht nur von dem jeweiligen Konsensalgorithmus oder der Anzahl der teilnehmenden Validatoren ab. Hier spielen auch weitere Faktoren eine Rolle, die den Grad der Dezentralisierung verbessern oder verschlechtern können. Darunter fällt auch wie groß die Community ist, wie viele aktive Entwickler es gibt, wie stark die Abhängigkeit vom Unternehmen oder Person dahinter ist und ob ausreichend Interessen berücksichtigt werden, um diese Gesamtheit abzubilden.

Dabei kann Bitcoin auf ganzer Strecke punkten und den aktuell höchsten Grad an Dezentralisierung vorweisen. Die Entscheidung über den Konsensus bei Bitcoin findet nämlich auf Basis von 5 Kräften statt: Miner, Entwickler, Exchanges, Merchants und Nutzer. Erst wenn hier die Mehrheit auf einen Nenner kommt, können bestimmte Regeln oder Code-Updates implementiert werden. Auf der anderen Seite haben wir Cardano, wo die hauptsächliche Entwicklung in der Foundation selbst stattfindet und dadurch eine hohe Abhängigkeit vom Projekt besteht.

Wir sind bereits in unserem Artikel „Bitcoin vs. Ethereum – Wer hat die bessere Geldpolitik?“ auf die Unterschiede in der Geldpolitik von BTC und ETH eingegangen, die auch für Cardano gelten. Cardano ist immer noch in der frühen Entwicklung und daher lässt sich eine Aussage über den Grad der Dezentralisierung gar nicht treffen. Daher sind solche Marketing-Aktionen, in denen behauptet wird, dass Cardano 100x dezentraler als Bitcoin sein soll, immer mit Vorsicht zu genießen. Denn so einfach, wie es wohl die Marketing Abteilung von Cardano sieht, ist es am Ende leider nicht. Wir bleiben wie immer dran und berichten täglich für euch!

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Bitcoin Münze wird analysiert

Bitcoin Boom bei den Baby-Boomern! – Ältere Generation investiert massiv in BTC

Bitcoin ist nur für junge Leute und die ältere Generation rechnet am liebsten Europreise in D-Mark um. Wer so denkt, sollte sich nun festhalten und die Augen reiben, denn vor allem die Boomer und Generation X steigerten in den letzten Monaten ihre Investments in Bitcoin immens. Damit gleichen sich die Generationen hinsichtlich Bitcoin Investments immer mehr an. In diesem Artikel schauen wir uns die Kauflaune für BTC an und welchen langfristigen Einfluss die Gruppe der Älteren auf den Bitcoin Space haben kann. Viel Spaß!

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Boomer und GenX investieren fast 9 mal mehr

Es sind wirklich erstaunliche Daten, die von Mode, einer britischen Trading App, zur Verfügung gestellt wurden. Seit Februar hat sich das Bitcoin Investment der Baby-Boomer (geboren 1946-1964) und Generation X (geboren 1965-1980) jeden Monat verdoppelt. Frühere Erhebungen sahen eher die 18-40 jährigen also Millennials und Generation Z als größte Interessenten Gruppe, dies scheint sich aber im Laufe der Zeit geändert zu haben. Der durchschnittliche Bitcoin Investor in den USA ist ca. 42 Jahre alt, wobei der durchschnittliche Aktieninvestor 45 Jahre alt ist. Die Unterschiede im Alter gleichen sich also allmählich an.

Die Corona Pandemie scheint viele ältere Investoren zum Umdenken gebracht haben, denn es ist ein klarer Anstieg der Bitcoin Investments seit März zu erkennen. Leider geben die Charts keine genauen Volumen oder Investitionsbeträge an, mit denen man die Daten noch genauer verifizieren könnte. Trotzdem ist ein Trend nach oben klar zu erkennen.

Bitcoin und Investoren nach Alter

Der CPO von Mode Janis Legler sagte dazu:

Obwohl die Gründe dafür vielfältig sein könnten, könnten sie einen beispiellosen Wandel in der heutigen Denkweise der Anleger infolge der globalen Pandemie aufzeigen.

Ältere bringen mehr Kapital in den Bitcoin Markt

Die Daten von Februar zeigen, dass die Investitionen der älteren Generationen im März um das 2,2-fache, im April um das 4,4-fache und im Mai um das 8,8-fache gestiegen sind. Das besondere daran ist, dass ältere Menschen grundsätzlich deutlich mehr Zeit hatten Kapital anzuhäufen als jüngere. Dies gibt ihnen natürlich auch einen größeren Handels- und Investmentspielraum. Der sich nun abzeichnende Trend könnte hilfreich für die BTC Adoption als auch für eine positive Bitcoin Preisentwicklung sein.

Auch jüngere erhöhen ihre Bitcoin Investments

Weitere Daten von Mode zeigen, dass die Millenials und Gen-Z vor der Corona Krise insgesamt höhere Investments in Bitcoin hatten, diese aber während der Corona Pandemie lange nicht so stark erhöhten wie Boomer und Gen-X. Dazu sagte Mode CPO Janis Legler:

Wir haben erwartet, dass Millennials sich weiterhin in Krypto-Währungen einkaufen werden. Aber dass sich auch erfahrenere Investoren zunehmend für Bitcoin interessieren, ist für das Wachstum der Branche äußerst vielversprechend.

Bitcoin Investoren nach alter

Wenn sich dieser Trend auch nach der Corona Pandemie fortsetzt könnten sich die Bitcoin Eigentumsverhältnisse immer weiter Richtung Generation X und Boomer verschieben. Der vorausgesagte Effekt des Vermögenstransfers von alten zu jungen Menschen würde demnach abgeschwächt.

Allerdings wird Vermögen von Boomern oder Generation X auch irgendwann an einen Millenial bzw. Generation Z durch Erbe weitergegeben. Dies wäre bestimmt ein Traum für viele Menschen: Von Oma, Opa, Mutter oder Vater einen kleinen Bitcoin Schatz vererbt zu bekommen. Menschen mit sehr langfristigen Zeithorizont sparen jetzt schon mit BTC für die Rente, die aber ohnehin sicher sein soll. Wie immer bleiben wir dran und berichten täglich um euch auf dem Laufenden zu halten!

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Bitcoin Kurs im Hintergrund und BTC Münze

Der Bitcoin Kurs und die 9.000 USD – Der Boden für den neuen Bullrun?

Der Bitcoin Kurs dümpelt nur so vor sich hin und der ein oder andere hat bereits Langeweile von den immer gleichen Kursen. Wo ist nur das typische auf und ab der Achterbahn geblieben? Gerade nach dem Halving haben sich viele erhofft, dass BTC zum Sprung ansetzt und einen neuen Bullrun einläutet. Die langen Seitwärtsbewegungen könnten aber auf etwas sehr wichtiges hinweisen: Eine Bodenbildung. In diesem Artikel haben wir uns angeschaut, welche Faktoren dafür sprechen und warum der nächste Bullrun keineswegs abgeblasen ist. Viel Spaß!

Du willst wissen, warum Bitcoin in jedes Portfolio gehören sollte? Zahlen lügen nicht, unsere Analyse findest du hier: „Bitcoin, Gold und ETFs im Vergleich – Deshalb sollte BTC in jedes Portfolio“

Bitcoin Kurs Bullrun abgesagt?

Der Bullrun scheint vorerst auszubleiben, wenn man aber die Unsicherheit der Corona Pandemie und die großen Verluste an den Aktienmärkten einberechnet, ist dies kaum verwunderlich. Tatsächlich ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass ein Bullrun, wenn er denn mal kommt, sogar stärker ausfällt als ohne Aktieneinbruch und globaler Pandemie. Viele Menschen hatten mehr Zeit sich über Bitcoin und Co. zu informieren und mittlerweile ist es auch kein Geheimnis mehr, dass unser Geldsystem kränkelt.

Väter und Mütter würden hier sicher widersprechen und sagen, dass sie zwischen Home Office, Home Schooling und 24/7-Kinderbetreuung bestimmt keine Zeit hatten sich mit dem Bitcoin Kurs zu beschäftigen. Allerdings haben sie vielleicht auch mal Abends im Bett daran gezweifelt, ob Geld drucken die wirklich beste und nachhaltigste Methode zur Bekämpfung von wirtschaftlichen Schäden ist.

BTC bildet Boden und ist so stabil wie lange nicht

Bereits vor ein paar Tagen berichteten wir, dass sich der Bitcoin Kurs erstaunlich stabil verhält und einen neuen Höchststand in der Korrelation mit den Aktienmärkten gebildet hat. Im ersten Moment mag dies eine eher schlechte Nachricht sein, allerdings ist ein stabiler Kurs auch die beste Voraussetzung für einen Bullrun.

Außerdem scheint die Angst der Investoren verflogen sein und Bitcoin hat eine gewisse Legitimität auch bei klassischen Investoren erreicht. Diese Investoren bringen viel Kapital mit und könnten grade bei einem Bullrun als Katalysator fungieren.

Momentan deuten viele Indizien darauf hin, dass eine Bodenbildung beim Bitcoin Kurs erreicht ist. Der On-Chain Datenanbieter Glassnode, veröffentlichte auf Twitter vier verschiedene positive Faktoren:

2-Jahres-Hoch: Stündlich neue Adressen

1-Jahres-Hoch: Stündlich aktive Adressen

10-Monats-Hoch: Stündlich ausgeführte Transaktionen

Allzeithoch: Stündlich Ausgaben mit Lebensdauer 24h

 

So viele neue und aktive Adressen hat Bitcoin seit dem Bullrun 2017 nicht mehr gesehen. Seit dem starken Preisrückgang Anfang 2018 ist die Zahl der täglich neuen Adressen kontinuierlich von 195.000 auf heute 450.000 gestiegen. Die Zahl der täglichen aktiven Adressen hat sich im gleichen Zeitraum von 423.000 auf mehr als 1.000.000 fast verdreifacht.

Diese Kombination aus Zunahme von neuen Adressen und der steigenden aktiven Adressen mit der stündlichen Transaktionen ist eine gute Entwicklung, vor allem wenn man bedenkt, dass der Bitcoin Kurs so stabil ist.

Bitcoin Kurs: Bodenbildung vs. Plateaubildung

Analysten sind sich uneins darüber, ob die langen Seitwärtsbewegungen des Bitcoin Kurs bedeuten, dass sich hier ein Boden gebildet hat oder ein Plateau. Ein Boden würde den Abwärtstrend endgültig beenden, ein Plateau würde einen Aufwärtstrend abschließen.

Meistens werden aber Plateaus oder Spitzen nach starken Aufwärtsbewegungen erreicht und halten meistens auch nicht lange. Besonders beim Bitcoin Kurs ist dies in der Vergangenheit oft der Fall gewesen. Außerdem sind solche Hochs oft mit hoher Volatilität aufgetreten. Wenn die momentane Situation eine Plateaubildung ist, wäre diese eine der langgestrecktesten der Geschichte von BTC.

Es zeichnet sich also eher eine Bodenbildung ab, dennoch sollte niemand denken er könne Kursbewegungen von BTC vorhersagen. Deshalb bitten wir euch wie immer, eure eigenen Entscheidungen zu treffen und nicht auf Grundlage dieses Artikels Investmententscheidungen zu treffen!

Ausblick: Trump plant weitere Direktzahlungen an US-Bürger

US-Präsident Donald Trump plant eine weitere große Hilfszahlung für die Bürger um die Wirtschaft anzukurbeln. Allerdings braucht Trump dafür auch die Stimmen der Demokraten im Kongress. Bei der letzten Hilfszahlung bekam jeder US-Bürger einmalig einen Scheck mit 1200 US-Dollar und pro Kind gab es noch mal 500 US-Dollar. Wenn nun erneut eine ähnliche Zahlung ansteht, könnte auch der Bitcoin Kurs davon profitieren.

Bereits in der Vergangenheit durchgewunkene Konjunkturpakete umfassten knapp 3 Billionen Dollar, was mehr als 10% der gesamten Wirtschaftsleistung der USA im Jahr entspricht. Ein großer Teil davon suchte sich den geringsten Widerstand und floss in den Aktienmarkt. Dieser konnte sich erstaunlich schnell erholen und viele Analysten sehen eine totale Loslösung von der wirtschaftlichen Realität.

Die USA ist das von der Pandemie am stärksten betroffene Land der Welt und weist eine extrem hohe Arbeitslosigkeit und Infektionsrate auf. Eine Flucht in BTC und Gold scheint hier eine der wenigen Alternativen zu sein um sich gegen wirtschaftlichen Abschwung und Inflation zu schützen.

Wenn es euch also doch in den Fingern juckt, werft eine Blick auf unsere neue B2Go Checkliste, mit der euch der Start in das Thema Bitcoin und Kryptowährungen sicher leichter fallen wird!

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Cardano vs. Bitcoin vs. Ethereum – Ein Generationenwechsel?

Die Marketing Maschinerie bei Cardano läuft wieder auf Hochtouren, genauso ihr Frontmann Charles Hoskinson. In einem neuen Interview mit Altcoin Buzz hat er sich zum Vergleich zwischen Bitcoin, Ethereum und Cardano geäußert und ADA als einen technologischen Generationswechsel bezeichnet. Schauen wir uns doch mal an, was er im Detail zu sagen hatte. Viel Spaß!

Du willst wissen was hinter Cardano und dem Token ADA steckt? Dann lies dir unseren „Was ist Cardano“ Wissensartikel durch. Dieser sollte keine Fragen offen lassen, ansonsten schreibst du sie uns einfach.

Bitcoin und die Geburt von Ethereum

In dem Interview beschreibt Charles Hoskinson, der Cardano Gründer, Bitcoin als den Urvater von dezentralem Geld, einem dezentralen Ledger und die Möglichkeit diese Werte dezentral zu versenden. Genauso wurde es im Bitcoin Whitepaper auch von Satoshi Nakamoto beschrieben, ein „P2P Electronic Cash System“.

Dies war vor Bitcoin nicht der Fall. Niemand hatte so etwas je geschafft…

Das Problem bei Bitcoin ist aus seiner Sicht allerdings auch dessen Stärke, denn dieser Use Case ist sehr klar und sehr einfach formuliert, aus seiner Sicht keine Kritik. Aus meiner Sicht macht eben diese „Einfachheit“ in Kombination mit Proof-of-Work Bitcoin zu dem Netzwerk was es ist, das sicherste dieser Welt.

Diese Beschränkung auf den einfachen Wertetransfer hat aus Sicht des Cardano Machers allerdings den Weg für Ethereum geebnet. Ein Projekt an dem er auch beteiligt war.

[Mit Bitcoin] kann man keine Vermögenswerte ausgeben. Man kann keine komplexe Vertragsbeziehung eingehen. Man kann keine dApps und DeFi und all diese Dinge machen.

Ethereum, seine Limitierung und Cardano

Laut dem Cardano Gründer stellt Ethereum damit die Weiterentwicklung von Bitcoin dar, denn es bringt alle dezentralen Aspekte mit, die BTC auszeichnen. Jedoch sollte man hier den Use Case unterscheiden, denn die Idee hinter ETH ist die Programmierbarkeit, der Use Case eines digitalen Geldes stand nicht im Vordergrund.

Während die Programmierbarkeit von Ethereum viele Türen öffnete, sagt Hoskinson, ist die zweitgrößte Kryptowährung durch ihre Unfähigkeit, Daten zu skalieren und mit traditionellen Systemen auszutauschen, eingeschränkt.

Es reicht nicht aus, einfach zu sagen:

„Hey, wir werden ein System aufbauen, das blind und taub ist und die Welt um sich herum nicht wirklich versteht oder sieht.“

Wir müssen ein System aufbauen, das sich bewusst ist, dass es andere Systeme gibt und mit ihnen kommunizieren und Werte und Informationen bewegen kann.

Hoskinson sieht diese Einschränkung und Limitierung bei Ethereum und Bitcoin gleichermaßen. Ein Problem, das Cardano lösen wird und zu dessen Entwicklung geführt hat.

Zugegeben, bei Ethereum mag das angesprochene Problen zutreffen, da bereits bei Gründung die Skalierungsschwierigkeiten ein Problem darstellten. Interoperabilität oder Skalierung waren aber bei Bitcoin kein Thema, denn die Idee von BTC war eben sehr viel klarer und „einfacher“.

Schauen wir uns das Trilemma an, erkennen wir, dass man nicht immer alle Probleme gleichzeitig lösen kann. Die Dezentralität und damit die Sicherheit des Netzwerks ist beispielsweise eines der größten Assets bei Bitcoin. Diese Dezentralität und Sicherheit beeinträchtigt aber die Skalierbarkeit, welche wiederum durch das Lightning Netzwerk gelöst werden könnte.

Cardano – Die dritte Generation

„Wenn man also diese drei Dinge – Interoperabilität, Skalierbarkeit und Nachhaltigkeit – bündelt, entsteht funktionell das, was wir eine Kryptowährung der dritten Generation nennen.“

Genauso bezeichnet Hoskinson Cardano immer wieder. Ich würde es aber eher eine Blockchain der dritten Generation nennen oder ein Protokoll der dritten Generation. Den echten Use Case einer Kryptowährung erfüllt derzeit nämlich nur Bitcoin.

Dennoch bietet Cardano mit dem Proof of Stake Ansatz und dezentralen Applikationen viel Luft für Phantasie. Decentralized Finance könnte also nicht nur bei Ethereum eine Rolle spielen und das Staking das Cardano Netzwerk und den ADA Token stärken.

Mit dem Shelley Mainnet Start hat Cardano jedenfalls sein Vorhaben zeitlich eingehalten und liefert noch vor Ethereum eine skalierbare Lösung, die jedoch auch noch lange nicht am Ende der Entwicklung ist.

Wir haben im Grunde langsam aber sicher einen Korpus von Fähigkeiten aufgebaut, ob es sich nun um Konsensfähigkeiten oder um Ledgerfähigkeiten und Programmierbarkeit oder um Abstimmungssysteme und Steuerungsfähigkeiten handelt. Wenn man sie alle aneinander reiht, ist das im Grunde genommen das, was Cardano ist.

Wer sich das ganze Video anschauen will kann dies hier tun:

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Münzen von Kryptowährungen liegen in einer Geldbörse bzw. Wallet.

Bitcoin vs. Ethereum – Wer hat die bessere Geldpolitik?

Bitcoin und Ethereum verfolgen eine unterschiedliche Geldpolitik und bieten ausreichend Substanz, um immer wieder spannende Diskussionen innerhalb der Communities auszulösen. Um der Frage auf den Grund zu gehen, welche Geldpolitik denn letztendlich besser sei, muss man die verschiedenen Usecases der beiden Kryptowährungen näher betrachten und weitere Faktoren hinzuziehen. Denn so selbsterklärend wie es für manche scheinen mag, ist es letztendlich nicht. Daher wollen wir in diesem Artikel die wichtigsten Punkte der jeweiligen Geldpolitik herausfinden und auf mögliche Risiken hinweisen.

Zusammenhänge und Unterschiede bei der Geldpolitik von Bitcoin und Ethereum

Für die Betrachtung der Geldpolitik von Bitcoin und Ethereum müssen wir erstmal den Unterschied zwischen Inflation und Währungsinflation verstehen. Bei der Währungsinflation handelt es sich um eine Zunahme der gesamten Geldmenge eines Landes oder einer Kryptowährung. Also in diesem Beispiel eine Zunahme an der umlaufenden Menge an BTC und ETH. Die Inflation ist hingegen ein Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft. Also die Reduzierung der Kaufkraft der zugrundeliegenden Währung.

Die Bereitstellung von neuen Coins im Bitcoin und Ethereum Netzwerk fällt somit in erster Linie unter die Währungsinflation. Sowohl Bitcoin als auch Ethereum geben für die Validierung von neuen Blöcken und Transaktionen eine Belohnung in Form der nativen Kryptowährung an die Miner aus (Block Reward). Hier ist also die Geburtsstunde der neuen BTC und ETH, die nun theoretisch dem Markt zur Verfügung stehen und gehandelt werden können. Mit jedem neu gefundenen Block steigt somit die umlaufende Menge an Bitcoins und Ethereum.

Geldpolitik von Ethereum ist veränderbar und birgt Gefahren

Im Gegensatz zu Bitcoin, wo die Währungsinflation durch die Halbierung der Block Rewards (Halving) regelmäßig reduziert wird, verfolgt Ethereum einen anderen Ansatz. Anstatt die Belohnungen für die Miner abrupt, von einem Block auf den anderen zu halbieren, wird eine Politik der „minimal notwendigen Ausgabe“ betrieben. Diese Politik verfolgt den Ansatz, nur das auszugeben, was zur Sicherung des Netzwerks erforderlich ist.

Demnach werden die Belohnungen nach und nach reduziert, um die Miner langsam von den hohen Belohnungen zu entwöhnen. Zudem steigt die Nachfrage im Ethereum Netzwerk und gibt durch die steigenden Transaktionsgebühren den Minern weiterhin ausreichend Anreiz das Mining fortzuführen. Dadurch erhofft man sich, dass die Miner besser planen können.

Auf der anderen Seite ist diese Geldpolitik von Ethereum subjektiv und nicht festgeschrieben. Man befindet sich immer noch in der Findungsphase und experimentiert herum. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Geldpolitik nachhaltig verändert wird und vielleicht nicht gerade zu Gunsten der Investoren ausfällt. 

In der Vergangenheit haben wir nämlich des Öfteren fundamentale Veränderungen gesehen, die durch die Hauptentwickler bei Ethereum durchgesetzt wurden, manche würden sogar sagen erzwungen. Natürlich gibt es die Möglichkeit, falls man mit den Entscheidungen der Hauptentwickler nicht einverstanden ist, einen Fork durchzuführen und auf einer alternativen Blockchain weiterhin mit der ursprünglichen Geldpolitik fortzufahren.

Ethereum hat schon mal die Blockchain umgeschrieben

Ein ähnliches Ereignis haben wir in 2016 beim The DAO Hack gesehen, als die Blockchain von Ethereum umgeschrieben wurde, um den Hack rückgängig zu machen. Das hat die Community damals gespalten und zum Ethereum Classic (ETC) Fork geführt, wo der The DAO Hack immer noch „lebt“. Wie sich seitdem der ETC Kurs entwickelt hat zeigt aber, dass eine Abspaltung in Vergessenheit geraten und zunehmend irrelevant werden kann.

Zwar ist die Gefahr, dass ein böswilliger Akteur die Geldpolitik bei Ethereum zu Ungunsten der Investoren, Miner und Entwickler verändert gering aber dennoch gegeben. Diesen Punkt darf man nicht außer Acht lassen.

Bitcoins Geldpolitik ist unantastbar

Auf der anderen Seite der Geldpolitik steht Bitcoin. Wie bereits beschrieben, wird die Ausgabe an neuen Bitcoins alle 210.000 Blöcke (etwa 4 Jahre) halbiert. Dieser einprogrammierte Mechanismus führt letztendlich zu der maximalen Gesamtmenge von 21 Millionen BTC, die etwa im Jahr 2140 erreicht wird. Demnach ist die Währungsinflation bis zum Maximum für alle transparent und vorhersehbar.

Diese Transparenz macht es für die Miner zwar etwas leichter zu planen aber dennoch stehen sie irgendwann vor veränderten Tatsachen, wenn die Einnahmen in BTC plötzlich halbiert werden. Die Einnahmen aus den Transaktionsgebühren bleiben weiterhin bestehen und sollten im Laufe der Zeit die reduzierten Einnahmen aus den Block Rewards ausgleichen. Historisch gesehen haben die Einnahmen über die Transaktionsgebühren zugenommen. Das liegt vor allem daran, dass das Netzwerk mittlerweile intensiver genutzt wird und die Anzahl der möglichen Transaktionen pro Block immer noch stark begrenzt ist.

Dieser Umstand führt unweigerlich dazu, dass sich die Transaktionsgebühren weiterhin erhöhen und somit jede Transaktion über die BTC Blockchain mit der Zeit teurer werden. Gemäß dieser Theorie werden die Transaktionsgebühren eines Tages die vorherrschende Form der Einnahmen der Miner darstellen und für die nötige Incentivierung (Motivation) sorgen, um das Netzwerk ausreichend zu sichern.

Probleme und Lösungen bei Bitcoin

Das Problem bei dieser Theorie ist, dass die Nutzer von Bitcoin auf andere Kryptowährungen ausweichen könnten, um den hohen Transaktionsgebühren zu entfliehen. Zwar stellt Bitcoin weiterhin ein zensurresistentes, freies, dezentrales und berechtigungsloses Zahlungsnetzwerk bereit aber wird das noch eine Rolle spielen, wenn die Gebühren bei 20 USD pro Transaktion liegen?

An dieser Stelle geht es um „Tradeoffs“. Wenn jemand nun einen großen Betrag versenden will, dann wird er auf das sicherste Netzwerk zurückgreifen, unabhängig ob die Gebühren bei 1 USD, 20 USD oder gar 100 USD liegen. Für kleinere Beträge wird das Netzwerk ungeeignet sein und braucht andere Lösungen, die bereits in den Startlöchern sind und funktionieren. Die Rede ist vom Lightning Netzwerk, welches immer noch in der Kinderschuhen steckt aber bereits jetzt ermöglicht Transaktionen Off-Chain in sekundenschnelle, dezentral und fast kostenlos zu versenden.

Hinzu kommt, dass auch die Skalierbarkeit On-Chain über die Jahre verbessert wird. Hier hat bereits das Update auf SegWit in 2017 dazu geführt, dass theoretisch bis zu 4 Mal so viele Transaktionen in einem Block verarbeitet werden können. Zudem erwarten uns weitere Verbesserungen, die ebenfalls für einen höheren Durchlauf sorgen könnten. Auch Bitcoin ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Je dezentraler ein Netzwerk ist, desto langsamer können Verbesserungen durchgesetzt werden. Es steht nämlich viel auf dem Spiel und man muss mögliche Tradeoffs bei einer Veränderung im Protokoll bedenken.

In ferner Zukunft besteht auch weiterhin die Möglichkeit die Blöcke zu vergrößern. Die Rede ist hier von einer minimalen Vergrößerung, um den Grad der Dezentralität zu wahren.


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Zum Vergleich


Welche Geldpolitik ist nun besser?

Was ist nun die Schlussfolgerung aus der jeweiligen Geldpolitik? Die Geldpolitik von Ethereum ist wandelbar und kann sich den äußeren Einflussfaktoren anpassen. Die Unsicherheit bleibt aber, da man nicht weiß, welche Veränderungen in 1 Jahr, in 5 Jahren oder gar in 10 Jahren noch stattfinden werden. Die Geldpolitik von morgen könnte sich enorm zu der heutigen unterscheiden, unabhängig ob diese letztendlich besser oder schlechter ist. Hier bleibt ein unberechenbarer Faktor bestehen, der das Vertrauen in die Geldpolitik von Ethereum einschränkt.

Damit geht auch der Wechsel bei Ethereum auf den Konsensusalgorithmus Proof-of-Stake (PoS) einher. Der Wechsel wird nämlich auch die Geldpolitik bei ETH beeinflussen. Die Währungsinflation wird kurzfristig erhöht, da die Proof-of-Work (PoW) und die Proof-of-Stake (PoS) Blockchains erstmal parallel laufen werden. Demnach werden auf beiden Blockchains Blöcke validiert und neue ETH an die Miner/Staker ausgegeben. Im Laufe der Zeit soll aber PoW allmählich abgebaut werden und damit die Währungsinflation von Ethereum wieder reduzieren.

Ethereum ist als Wertaufbewahrungsmittel nur bedingt geeignet

Es ist sogar mit der Einführung vom Ethereum Improvement Proposal (EIP) 1559 möglich, dass sich Ethereum langfristig zu einem deflationären Vermögenswert entwickelt. Es wird nämlich eine Protokolländerung in Erwägung gezogen, die einen neuen Gebührenverbrennungs-Mechanismus bereitstellt. Damit sollen Transaktionsgebühren zu einem bestimmten Teil für immer vernichtet werden. Wenn also mehr ETH verbrannt werden als durch neue Blöcke entstehen, würde sich die Gesamtmenge an ETH reduzieren.

Bei Ethereum wird noch viel experimentiert und der Ausgang solcher Entscheidungen auf zweiter und dritter Ebene ist nicht absehbar. Vielleicht führt der angesprochene Verbrennungs-Mechanismus auch dazu, dass die Gebühren in Ethereum Netzwerk ansteigen, weil einfach nicht mehr ausreichen ETH zur Verfügung stehen. Das würde das Grundkonstrukt von Ethereum zerstören, denn ETH ist in erster Linie als Treibstoff im Netzwerk für Smart Contracts gedacht. 

Zudem darf man nicht vergessen, dass Ethereum keine maximale Anzahl an ETH vorgeschrieben hat, sie ist sozusagen in der Theorie unendlich. Demnach könnte sich im Laufe der Zeit die umlaufende Menge extrem erhöhen und somit ETH als Wertaufbewahrungsmittel unbrauchbar werden. Das erinnert stark an unser aktuelles Geldsystem, wo es auch keine natürlich Begrenzung gibt.

Bitcoin ist in der Theorie das beste Wertaufbewahrungsmittel

Bei Bitcoin sieht es ganz anders aus. Die Geldpolitik von Bitcoin im Vergleich zu der von Ethereum ist dezentraler und immun gegen Veränderungen. Jede Veränderung in der Währungsinflation und demnach in der maximalen Anzahl an BTC würde zu einem Fork führen. 

Bitcoins Geldpolitik ist unantastbar und verleiht BTC eine starke Immunität. Wenn die Währungsinflation oder die maximale Anzahl dennoch irgendwann verändert werden sollte, zerbrechen die Grundpfeiler von Bitcoin und machen die Kryptowährung so gut wie wertlos. Genau deswegen wird so eine Veränderung niemals stattfinden.

Genau dieser hart kodierte monetäre Rahmen gibt den Investoren und Nutzern die nötige Sicherheit, um genau zu wissen, wie sich die Geldpolitik in Zukunft entwickeln wird. Durch die festgelegte Währungsinflation und die sich daraus ergebene maximale Anzahl von 21 Millionen BTC, eignet sich Bitcoin perfekt als Wertaufbewahrung. Nach dem nächsten Halving wird Bitcoin sogar härter sein als Gold und in der Theorie ein besseres Wertaufbewahrungsmittel darstellen.

Welche Geldpolitik nun besser ist, sollte jeder am besten für sich selbst beantworten. Denn die Erwartungshaltung kann sich in Bezug auf die Geldpolitik stark unterscheiden. Wir hoffen, dass euch der Artikel gefallen hat und die Unterschiede in der Geldpolitik von Bitcoin und Ethereum klar geworden sind.

Wusstest du, dass unsere Analyse ergeben hat, dass Bitcoin neben ETFs und Gold eine perfekte Ergänzung und Optimierung für dein Portfolio sein kann? Schau gerne auf unseren Wissensartikel, der beweist, dass BTC eine Rolle in deinem Portfolio spielen sollte: Bitcoin, Gold und ETFs im Vergleich – Deshalb sollte BTC in jedes Portfolio.

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Mann, der auf einer Wegkreuzung steht und verschiedene Optionen vor sich hat.

Die Bitcoin2Go Checkliste: Kryptowährungen einfach verstehen

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Wir von Bitcoin2Go haben es uns als Ziel gesetzt jedem Menschen das Thema Kryptowährungen einfach, verständlich und vor allem seriös zu erklären. Mit dieser Checkliste geben wir dir eine Anleitung an die Hand, die dich von Beginn an abholt und dir die wichtigsten Fragen rund um Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain und Investitionen erklärt.

Bevor wir anfangen, haben wir noch eine wichtige Botschaft an dich: Transparenz steht bei uns an oberster Stelle. Falls du also mehr zu unserem Geschäftsmodell erfahren möchtest und wie wir Geld verdienen, klicke einfach auf diesen Link.

4 Schritte für deinen perfekten Einstieg

Um dir den bestmöglichen Einstieg zu gewährleisten, haben wir unsere Checkliste in 4 Schritte eingeteilt. Die Reise beginnt hierbei bei 0, so dass du wirklich keine Vorkenntnisse brauchst. Neugier und das Interesse dich mit einer spannenden Innovation zu beschäftigen, ist die wichtigste Eigenschaft, die du mitbringen solltest.

Schauen wir uns im Folgenden nun die 4 Schritte für deinen perfekten Einstieg an:

  • Basis-Wissen

    Wer ein Haus bauen möchte, benötigt zuerst ein Fundament. Im ersten Schritt zeigen wir dir, was Bitcoin ist, wie eine Blockchain funktioniert und was Kryptowährungen sind.

  • Altcoin-Wissen

    Im zweiten Schritt kannst du mehr über weitere Kryptowährungen erfahren. Hierzu gehören Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Iota (MIOTA) und weitere Coins. Dieses Kapitel ist optional.

  • Strategien & Tipps zum Investieren

    Neben dem technologischen Aspekt, sind Kryptowährungen auch aus der finanziellen Perspektive interessant. Wir zeigen dir die wichtigsten Strategien und Tipps. Außerdem vergleichen wir Bitcoin mit Vermögenswerten aus dem klassischen Finanzmarkt (ETFs und Edelmetalle).

  • Handeln, Verwahren und Optimieren

    Wer die Theorie beherrscht, betritt den Bereich der Praxis. Im letzten Abschnitt zeigen wir dir konkret, wo du Kryptowährungen kaufen kannst, wie du sie sicher verwahrst und welche steuerlichen Aspekte dabei berücksichtigt werden müssen.

Tipps und Empfehlungen zur Arbeitsweise

Bevor nun zu dem eigentlichen Inhalt kommen, möchten wir dir noch einige Worte zur Arbeitsweise mitgeben:

Um das Optimum für dich herauszuholen, empfehlen wir dir die Kapitel 1, 3 und 4 in Ruhe durchzuarbeiten. Das Kapitel 2 ist optional und gibt dir bei Interesse mehr Informationen zu weiteren Kryptowährungen.

Um die gesamte Checkliste durchzuarbeiten, solltest du dir 1-2 Stunden Zeit nehmen. Die Materie der Kryptowährungen ist zu komplex, als dass sie in wenigen Minuten verstanden werden kann. Sieh die Zeit also als nachhaltige Investition in dich. Für eine bessere Einschätzung, haben wir die durchschnittliche Lesedauer bei jedem Abschnitt zusätzlich hinterlegt.

Du kannst diese Seite hier als Startseite verwenden, um dich durch die verschiedenen Artikel zu navigieren. Zusätzlich dazu stellen wir dir unsere Bitcoin2Go Checkliste als PDF bereit. Am besten ist es, wenn du die Liste ausdruckst und jeden Artikel nach dem Lesen abhakst. Damit hast du eine echte Checkliste.

Anmerkung: Die Checkliste ist zu 100% kostenlos. Du kannst sie runterladen und für dich verwenden. Wir möchten auch keine persönlichen Informationen oder Ähnliches. Runterladen und lernen – nicht mehr und nicht weniger.

1. Schritt: Basis-Wissen

Wir beginnen mit den drei grundlegenden Artikeln zu Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain. Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 30 Minuten.

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2. Schritt: Altcoin-Wissen

In diesem optionalen Kapitel kannst du dein Wissen vertiefen. Wir zeigen dir die größten und wichtigsten Kryptowährungen neben Bitcoin. Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 60 Minuten.

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3. Schritt: Strategien & Tipps zum Investieren

Lehrgeld ist teuer und demotivierend. Wir können dir versichern, dass wir zum Anfang unserer Karriere dankbar über Strategien & Tipps gewesen wären, die uns vor dem Bezahlen von Lehrgeld geschützt hätte.

Daher haben wir die wichtigsten Impulse zum Investieren in den nachfolgenden Artikeln zusammengefasst. Die Inhalte sind teilweise etwas komplexer, da wir den Anspruch hatten, Dinge objektiv nachvollziehbar aufzuzeigen und mit Zahlen zu belegen.

Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 40 Minuten.

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4. Schritt: Handeln, Verwahren und Optimieren

In dem letzten Abschnitt geht es um die praktischen Fragen. Wo kannst du sicher, seriös und schnell Kryptowährungen kaufen? Wie du kannst diese anschließend verwahren und wie sieht es eigentlich mit dem Thema Steuern aus?

Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 60 Minuten.

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Glückwunsch: Du bist am Ende der Checkliste

Glückwunsch! – Du bist am Ende der Checkliste angelangt. Zunächst hoffen wir, dass wir dir interessante Impulse und Wissen zum Thema Bitcoin, Blockchain und Kryptowährungen vermitteln konnten.

Egal ob du vielleicht wie unsere Person im rechten Bild bereits an einem Sparplan tüftelst oder noch über die technischen Vorzüge einer Blockchain nachdenkst, wir freuen uns über dein Feedback.

Wenn du uns deine Meinung zur Bitcoin2Go Checkliste hinterlassen möchtest oder weitere Fragen hast, kannst du mit uns am besten über Telegram oder Facebook in Kontakt treten.

Bitcoin Münze im Vergleich zu USD

Bitcoin und der Aktienmarkt – BTC Korrelation erreicht neues ATH

Bitcoin und der gesamte Krypto-Markt haben in den letzten Monaten eine enge Korrelation mit dem Aktienmarkt gezeigt wobei die Korrelation in den Wochen nach dem schwarzen Donnerstag stark zugenommen hat. In diesem Artikel wollen wir herausfinden, ob dieser Trend sich in der Zukunft weiter fortsetzt und ob die langersehnte Entkopplung vom Aktienmarkt überhaupt realistisch ist. Viel Spaß!

Korrelation steigt auf Höchstwert

Die Korrelation zwischen Bitcoin und den Aktienmärkten ist in den letzten Wochen unglaublich stark gewachsen. Dabei haben wir uns am größten amerikanischen Aktienindex S&P 500 orientiert und Daten von Skew ausgewertet. Bereits vor zwei Wochen berichteten wir über die starke Korrelation von Bitcoin und den traditionellen Märkten.

Bitcoin Korrelation mit S&P 500

Aus den Daten können wir ablesen, dass besonders Ende Mai ein starker Zuwachs an Korrelation stattgefunden hat. Aber auch im Juni hat sich der Trend fortgesetzt und die Korrelation ist mittlerweile auf einen neuen Jahreshöchstwert gestiegen.

Es scheint fast so, als ob sich viele Krypto-Investoren mittlerweile mehr an den traditionellen Märkten orientieren in der Annahme, dass Bitcoin die Bewegungen des Aktienmarktes nachahmen wird.

Während Wirtschaftswissenschaftler von einem aufgeblasenen Aktienmarkt sprechen, könnte auch Bitcoin unter diesem Szenario leiden. Denn wenn der Aktienmarkt durch billiges und frisches Geld künstlich aufgebauscht wird und kaum noch die Realität abbildet, kommt es früher oder später zur Korrektur. Dabei wird höchstwahrscheinlich auch Bitcoin unter die Räder kommen und einen Rückgang unter die 9.000 US-Dollar wird immer wahrscheinlicher.

Bitcoin Entkopplung lässt auf sich warten

Der Bitcoin Kurs verläuft seit Anfang Mai seitwärts und konnte sowohl die 10.000 als auch die 9.000 US-Dollar Grenze nicht durchbrechen. Für den einen oder anderen ist die sinkende Volatilität eine gute Nachricht, aber viele Investoren hatten sich wohl mehr vom Bitcoin Kurs erhofft. Die Handelsvolumina sinken weltweit und die Investoren halten sich zurück bis ein neuer Trend ersichtlich wird.

Auch am Aktienmarkt ist kein klarer Trend zu erkennen und die Anleger haben Angst vor einer zweiten Corona Infektionswelle. Außerdem gehen die Meinungen sehr stark auseinander, wie lange es dauern könnte und sollte, bis sich die Wirtschaft auf einen Zustand wie vor der Pandemie erholt hat. Der langfristige wirtschaftliche Schaden, der hohe Arbeitslosigkeit und Masseninsolvenzen mit sich bringt, scheint im Aktienmarkt keine große Rolle zu spielen.

Es könnte also noch etwas dauern bis Bitcoin sich wieder vom Aktienmarkt entkoppelt, wobei vor Allem der weitere Verlauf der globalen Corona Pandemie eine entscheidende Rolle einnimmt.

Dennoch sei an dieser Stelle gesagt, dass Bitcoin in der Vergangenheit zu den traditionellen Märkten unkorreliert war. Erst mit der Coronakrise hat die Korrelation stark zugenommen. Daher könnte es sich aktuell um einen Ausreißer handeln. Um dir ein besseres Bild über ein ausgewogenes Portfolio mit Bitcoin zu machen und wie sich die größten ETFs, Gold und BTC in den letzten Jahren im Vergleich verhalten haben, empfehlen wir dir unsere ausführliche Portfolio-Analyse.

Steht der nächste Bitcoin Absturz bevor?

Auch Alex Krüger, ein angesehener Krypto-Ökonom erklärte kürzlich auf Twitter, dass die Korrelation zwischen dem Krypto- und Aktienmarkt Bitcoin kurzfristig auf Talfahrt schicken könnte.

Er behauptet, dass die starke Korrelation es immer wahrscheinlicher macht, dass die nächste Bewegung von Bitcoin um 1.000 US-Dollar nach unten gerichtet sein wird, weil ähnliches auch dem Aktienmarkt bevor stehen könnte.

Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, dass durch neue Rettungspakete oder Finanzspritzen der Regierungen dieses Szenario verzögert, abgeschwächt oder sogar ganz verhindert wird. Wenn sich der Trend am Aktienmarkt umkehrt oder die Angst vor der zweiten Welle sich als überflüssig herausstellt, könnte sich der Effekt aber auch drehen. Dann könnte Bitcoin von der positiven Stimmung am Aktienmarkt profitieren und wieder Fahrt aufnehmen.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Erwartung auf große positive Preissprünge gedämpft wird und die beste und entspannteste Strategie immer noch „Keep calm and HODL“ bleibt. Wir empfehlen außerdem die Cost-Average-Strategie, um sich so wenig wie möglich von FUD und FOMO beeinflussen zu lassen.

Wir bleiben wie immer für euch dran und berichten sobald es etwas Interessantes gibt! Schaut unbedingt in unserer Wissensbibliothek vorbei, dort tragen wir alles Relevante zusammen, um im Bitcoin Space informiert zu bleiben.

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[Bildquelle: Twitter, Shutterstock]

Bitcoin Münze am Abgrund

Bitcoin bald unter 9.000 USD? – DeFi & Yield Farming gegen das Sommerloch

Der Bitcoin Kurs segelt immer weiter Richtung 9.000 USD. Wir haben uns angeschaut ob die Markt halten kann und was aktuell dafür spricht, dass BTC bald unter die 9.000 USD fallen könnte. Ein Sommerloch.

Auf der anderen Seite erlebt der DeFi Bereich gerade seinen ersten richtigen Frühling. Neue Projekte sprießen reihenweise aus dem Boden und werben um die Gunst der Anleger. Yield Farming nennt man dann das Ganze. Was das ist und wo Gefahren lauern, haben wir uns in dem Talk nochmal genauer angeschaut. Viel Spaß!

WICHTIG: 500 Likes für ein neues Gewinnspiel, lasst also die Daumen glühen!:)

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Timestamps
00:00 : Intro
02:30 : Bitcoin im Sommerloch
08:55 : Der DeFi Hype

Münzen von Kryptowährungen liegen rund um BTC Münze hereum.

Bitcoin Dominanz fehlerhaft? Warum die BTC Marktdominanz weitaus höher liegt

Die Bitcoin Dominanz im Krypto-Markt ist immer noch beachtlich und liegt laut CoinMarketCap bei ca. 65%. Dennoch hat die Bitcoin Dominanz in den letzten Jahren stark abgenommen und einen kurzzeitigen Tiefpunkt bei ca. 33% im Januar 2018 erlebt. Kurz zur Erinnerung: vor 2017 lag die Bitcoin Dominanz immer zwischen 76% bis 96%. Was ist der Grund für diesen starken Einbruch? Wird Bitcoin dem Aufkommen weiterer Kryptowährungen erliegen oder müssen wir vielleicht die zugrundeliegende Berechnung von CoinMarketCap in Frage stellen?

Bitcoin Dominanz hat sich seit Januar 2018 fast verdoppelt

Jeder von uns kennt wohl die Plattform CoinMarketCap oder ähnliche Seiten. Auf diesen Seiten bekommt man auf einen Blick die wichtigsten Informationen über so gut wie alle Kryptowährungen. Egal ob es um den aktuellen Preis, die umlaufende Menge, das tägliche Handelsvolumen oder die jeweilige Marktkapitalisierung geht, hier kommen alle Informationen über den Status Quo vom Krypto-Markt zusammen. Zudem lässt sich die aktuelle Marktdominanz der verschiedenen Kryptowährungen einsehen, allen voran Bitcoin. Hierbei sollte wohl den meisten auffallen, dass sich in den letzten Jahren die Marktdominanz von Bitcoin verringert hat. Im nachfolgenden Chart von CoinMarketCap sieht man die Veränderung der Marktdominanz der verschiedenen Kryptowährungen im zeitlichen Verlauf.

Bitcoin Marktdominanz Chart

Viele sehen hierbei ein Indiz dafür, dass andere Kryptowährungen Raum gut machen können und irgendwann sogar Bitcoin von der Spitze verdrängen könnten. Doch fangen wir erstmal weiter vorne an.

Marktkapitalisierung und Marktdominanz berechnen

Wie berechnet sich überhaupt die jeweilige Marktkapitalisierung und die Marktdominanz? Die Marktkapitalisierung ist das Produkt aus dem Preis pro Coin und der umlaufenden Menge an Coins. Um es etwas verständlicher zu machen, nehmen wir hierfür Bitcoin als Beispiel. Bitcoin hat aktuell eine umlaufende Menge von 18.417.031 BTC. Der aktuelle Preis pro BTC liegt bei ca. 9.000 USD. Somit können wir die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin wie folgt berechnen:

18.417.031 * 9.000 = 165.753.279.000 USD (≈ 165 Milliarden US-Dollar)

Nachdem wir nun wissen, wie die Marktkapitalisierung berechnet wird, können wir auch die jeweilige Marktdominanz bestimmen. Hierfür müssen wir aber vorher die Gesamtmarktkapitalisierung bestimmen. Dafür nehmen wir die aktuellen Daten von CoinMarketCap. Laut der Analyse-Plattform liegt die Gesamtmarktkapitalisierung aktuell bei ca. 257 Milliarden USD. Dabei wurden insgesamt 5.624 Kryptowährungen berücksichtigt.

Die Marktdominanz der jeweiligen Kryptowährung ist demnach der Quotient aus der Marktkapitalisierung der jeweiligen Kryptowährung und der Gesamtmarktkapitalisierung. Für ein besseres Verständnis nehmen wir auch hier wieder Bitcoin als Beispiel. Die Marktkapitalisierung von BTC liegt bei 165 Milliarden USD. Die Gesamtmarktkapitalisierung bei 257 Milliarden USD. Somit können wir die aktuelle Marktdominanz von Bitcoin problemlos bestimmen:

165 / 257 = 0,642023346 (≈ 64,2%)

Bitcoin Dominanz liegt weitaus höher als gedacht

Viele nutzen die Marktdominanz, um die Stärke und Wichtigkeit einer Kryptowährung zu bestimmen. Doch hier liegt die Krux. Zwar kann man sicherlich die Marktdominanz der jeweiligen Kryptowährung hinzuziehen aber einzig und alleine sagt sie relativ wenig über den Zustand und die Entwicklung des Projektes dahinter aus. Der Preis ist bei weitem nicht alles und einige Projekte können erfolgreich sein, ohne dass die native Kryptowährung an Fahrt gewinnt. Das gilt natürlich für die andere Richtung genauso. Es gibt einige Projekte, die absolut nichts vorzuweisen haben aber dennoch einen hohen Preis und Marktkapitalisierung genießen. Der Hype lässt grüßen.

Nichtsdestotrotz ist der Preis und die Marktkapitalisierung nicht ganz irrelevant. In dieser Hinsicht ist Bitcoin mit Abstand die größte und wichtigste Kryptowährung mit einer aktuellen Marktdominanz von ca. 65% (laut CoinMarketCap). Doch die dargestellte Bitcoin Dominanz ist bei Weitem nicht korrekt und muss neu bestimmt werden, da einige Faktoren in der Darstellung nicht berücksichtigt werden. Die wahre Bitcoin Dominanz liegt weitaus höher und wird viele überraschen. Aber schauen wir am besten direkt wo die möglichen Fehler liegen.

Marktkapitalisierung ohne die dazugehörige Liquidität ist bedeutungslos

Einer der größten Probleme bei der Bestimmung der Marktkapitalisierung ist die dazugehörige Liquidität. Hier spielt vor allem das jeweilige Handelsvolumen eine entscheidende Rolle. Denn erst ein hohes Handelsvolumen und Liquidität geben mir die Möglichkeit ein gewisses Volumen zu dem aufgeführten Preis zu verkaufen/kaufen. Um die Problematik der Marktkapitalisierung ohne die Berücksichtigung der Liquidität deutlich zu machen, können wir folgendes Beispiel hinzuziehen.

Du erstellst eine Kryptowährung mit 100 Milliarden Coins in der Summe. Du schaffst es jemanden zu finden, der dir einen Coin für 2 USD abkauft. Damit würde die Marktkapitalisierung von deiner Kryptowährung direkt auf 200 Milliarden USD springen und Bitcoin alt aussehen lassen. Das würde nicht nur künstlich die Gesamtmarktkapitalisierung aufblähen, sondern auch die Bitcoin Dominanz enorm verkleinern. Zudem könnte man bei so einem geringen Handelsvolumen keine 1.000 Coins verkaufen, ohne den Preis vom Coin zu crashen. Es wäre sogar wahrscheinlich weitaus schlimmer – die Coins könnte man zu keinem Preis verkaufen, weil es einfach keine Käufer gibt.

Ohne die Berücksichtigung der Liquidität wird die Marktkapitalisierung zu einem bedeutungslosen Maß.

Marktkapitalisierung in Abhängigkeit der Liquidität

Die Liquidität kann aber nicht ohne weiteres bestimmt werden. Im Idealfall würde man ein kombiniertes Maß für den Slippage (wie stark sich der Preis bewegt, wenn eine große Order ausgeführt wird) und für den Spread (Differenz zwischen günstigstem Verkaufs- und Kaufpreis im Orderbook) erstellen. Demnach würde ein großer Slippage und ein großer Spread auf eine geringe Liquidität hinweisen. Genau das ist bei den meisten Kryptowährungen, die auf CoinMarketCap aufgeführt sind und in die Gesamtmarktkapitalisierung einfließen, der Fall.

Alternativ, um die Liquidität zu bestimmen, nimmt man das jeweilige Handelsvolumen. Damit kann man die Gesamtmarktkapitalisierung bereinigen, in dem man Kryptowährung und deren Marktkapitalisierung ausschließt, die ein zu niedriges Handelsvolumen aufweisen. Hierbei sollten wir aber nicht vergessen, dass ein Großteil der ausgewiesenen Handelsvolumina auf CoinMarketCap durch gefälschte Daten oder Washtrading der verschiedenen Börsen zustande kommt.

Die wahre Bitcoin Dominanz

Die Bitcoin Dominanz liegt anhand der nachfolgenden Darstellung von Arcade Research über 90%. Hierbei wurde die BTC Dominanz durch die volumengewichtete Marktkapitalisierung (volume-weighted market capitalization) bereinigt. Bitcoin erreicht eine Marktdominanz von über 90% mit dem ausgewiesenen Handelsvolumen von CoinMarketCap und auch mit dem ausgewiesenen Handelsvolumen von Bitwise. In beiden Fällen wurden Stablecoins aus der Berechnung rausgezogen.

Bitcoin Dominanz Vergleich

Hierzu sei aber gesagt, dass die Publikation von Arcade Research, auf der dieser Artikel beruht, bereits im September 2019 veröffentlicht wurde. Demnach können die aufgeführten Zahlen zu den aktuellen Zahlen abweichen. Dennoch sollte es deutlich machen, wie fehlerhaft die Darstellung der Bitcoin Dominanz auf CoinMarketCap letztendlich ist.

Warum Stablecoins nicht einberechnet werden

In der oben aufgeführten Darstellung werden zwei Bitcoin Dominanzen berechnet: Mit Stablecoins und ohne Stablecoins. Stablecoins sind nichts anderes als FIAT-Derivate. Die repräsentieren die FIAT-Währungen (US-Dollar, EUR, usw.) in digitaler Form. Demnach konkurrieren sie nicht mit anderen handelbaren Kryptowährungen, die einen selbst erhaltenden „inneren“ Wert aufweisen. Ähnlich würde es sich verhalten, wenn wir die Amazon Aktie tokenisieren und diese in die Gesamtmarktkapitalisierung des Krypto-Marktes einfließen lassen.

Auf der anderen Seite gibt es auch Stablecoins wie zum Beispiel DAI, die nicht mit echten FIAT-Währungen hinterlegt sind. Diese werden aber in der Berechnung ebenfalls rausgezogen, weil sie noch einen zu geringen Einfluss auf den Gesamtmarkt haben.

Bitcoin bleibt ungeschlagen

Bitcoin steht immer noch an der Spitze der Krypto-Nahrungskette und ist der Taktgeber für den gesamten Krypto-Markt. Es gibt aktuell keinen Grund dafür, dass sich das in Zukunft ändern sollte. Der gesamte Krypto-Markt steht und fällt mit freiem, dezentralen und zensurresistenten Geld – Bitcoin. In unserem Artikel „Der neue Bitcoin – wird BTC in 5 Jahren von diesem Altcoin abgelöst?“ haben wir die wichtigsten Punkte genannt, die Bitcoin einmalig und unverwechselbar machen. Zudem haben wir aufgezeigt, warum ein Altcoin BTC nicht das Wasser reichen kann. Die wahre Bitcoin Dominanz unterstreicht die aufgeführten Zusammenhänge in dem Artikel zusätzlich.

Egal ob es um die Liquidität, das Handelsvolumen, den Bekanntheitsgrad, das Interesse von institutionellen Investoren, den Grad der Dezentralisierung oder Netzwerkeffekt geht, bleibt Bitcoin ungeschlagen und kann mit jedem weiteren Tag seinen Abstand zu den anderen Kryptowährungen vergrößern.

Wir hoffen, dass dir der Artikel gefallen hat und du ab jetzt mit anderen Augen auf die aufgeführte Bitcoin Dominanz auf CoinMarketCap schaust. Schaut unbedingt in unserer Wissensbibliothek vorbei! – Dort tragen wir alles Relevante zusammen, um im Bitcoin Space informiert zu bleiben.

Was denkst du über die Bitcoin Marktkapitalisierung und die Rolle von BTC an der Spitze des Kryptomarktes? Komm in unseren Telegram Chat, sag uns deine Meinung und verbinde dich mit der Community!

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Bitcoin Münze und Stapel von USD Geldnoten

Bitcoin vs. Stablecoins – Wie die EU Libra und Co regulieren möchte

Immer wieder kommt die Diskussion auf, ob mehr Regulation Bitcoin und dem Krypto Space schadet oder ihm eine gewisse Legitimität einbringt. Nun hat die EU einige Aussichten bezüglich der Regulierung von Stablecoins bekannt gegeben und scheint sich z.B. durch Facebooks Libra in ihrer monetären Machtposition bedroht zu fühlen. In diesem Artikel schauen wir uns an, was genau dahinter steckt und welche Schritte die EU für Bitcoin und Co plant. Viel Spaß!

EU möchte weltweiten Standard in Krypto Regulierung setzen

Auch wenn die Euro Währungsunion und die EU zwei verschiedene Organisationen sind, sind ihre Schicksale doch eng miteinander verbunden. Ähnlich wie bei der weltweit respektierten Datenschutzgrundverordnung, möchte die EU nun auch bei der Regulation von Bitcoin und Stablecoins eine Vorreiterrolle einnehmen.

Obwohl die DSGVO innerhalb der EU stark umstritten war, stellt sie international tatsächlich eine der besten und strengsten Datenschutzgesetzen dar. Viele Staaten orientieren sich an der DSGVO und nehmen diese als Grundlage für eigene Gesetze. Genau dies soll nun auch bei der Regulation von Bitcoin und Stablecoins gelingen.

Leider haben die Regulatoren nicht sonderlich viel über Bitcoin gesprochen sondern vorwiegend über „globale Stablecoins“. Diese Stablecoins scheinen den Regulatoren in Brüssel ein Dorn im Auge sein, denn sie bedrohen die Macht der EZB und des Euros. Der Facebook Coin Libra hat dies zu spüren bekommen, als dem Projekt der Zugang zum europäischen Markt vorerst komplett entzogen wurde und sogar die Entwicklung eingefroren werden musste.

EU möchte Krypto-Innovation fördern

Valdis Dombrovskis ist geschäftsführender Vizepräsident der europäischen Kommission und Kommissar für Wirtschaft und Finanzdienstleistungen. Dombrovskis hat nun in einer Rede auf dem „Digital Finance Outreach 2020“ genauere Details zur geplanten Regulierung bekannt gegeben. Dabei wies er ausdrücklich darauf hin, dass die EU die Chance nicht verpassen darf als Vorbild zu agieren.

Dies ist eine gute Chance für Europa, seine internationale Stellung zu stärken und zu einem globalen Standard zu werden, wobei europäische Unternehmen bei den neuen Technologien für das digitale Finanzwesen führend sind

Die Regulierung von Security Tokens, also Aktienähnlichen Token, ist schon relativ weit fortgeschritten, bei Stablecoins ist dies aber gar nicht der Fall. Deswegen haben einige Mitgliedsstaaten der EU bereits eigene Regeln aufgestellt, was aber einen Flickenteppich aus Unsicherheiten nach sich zieht. Unternehmen und Kryptoprojekte müssten für jedes Land andere Regeln beachten und das Operieren sowie die Innovation würde gebremst.

Um das nun zu verhindern, möchte Dombrovskis bald auf Worte Taten folgen lassen und die Innovation in der ganzen EU fördern und erleichtern. Wie das allerdings im Detail aussehen soll, lies er offen. Immerhin soll bald ein Pilotprogramm starten, bei dem ein experimentelles Umfeld für die Behörden und die Innovatoren geschaffen werden soll.

Mangelnde Rechtssicherheit wird oft als Haupthindernis für die Entwicklung eines soliden Krypto-Marktes in der EU gesehen

Finanzielle und monetäre Stabilität der EU in Gefahr

Dombrovskis Rede enthielt zwar nur wenige Einzelheiten, aber er sagte, dass die EU besonders daran interessiert sei, strengere Regeln für „globale Stablecoins“ einzuführen. Eine genaue Definition beschrieb er dafür nicht. Aber es ist nahe liegend, dass Projekte wie Libra klar im Fokus stehen. Stablecoins, die anstelle traditioneller Fiat-Währungen verwendet und leicht über die EU-Grenzen transferiert werden, sind wohl die erklärten Feinde.

Diese stellen zusätzliche Herausforderungen dar und können die finanzielle und monetäre Stabilität der EU stören. Der grundsätzliche Bewertungsansatz soll hier das Risikoniveau des jeweiligen Projekt sein. Je kleiner und unbedeutender also ein Projekt für die Stabilität der EU ist, desto lascher wird die Regulation ausfallen. Natürlich gilt dies auch andersherum, wobei Dombrovskis hier die Härte und Strenge betont, die Projekte mit hohem Risikopotential erfahren sollen.

Bitcoins Zukunft bleibt ungeklärt

Die große und leider unbeantwortete Frage bleibt allerdings weiterhin, wie die EU mit Bitcoin umgehen will und ob sie darin auch eine Bedrohung sieht. Bereits letztes Jahr hat die Europäische Zentralbank ein Whitepaper zur eigenen CBDC also dem sogenannten E-Euro vorgestellt. Dieser erste Versuch kam in der Kryptoszene allerdings nicht besonders gut an, weil eigentlich nur Vorteile für den Herausgeber des zentralen Netzwerkes entstanden und nicht für deren Nutzer. Bitcoin könnte also von den Behörden noch als Experiment und nicht als wahre Bedrohung gesehen werden, schließlich wurde hier noch relativ wenig reguliert.

Wie immer bleiben wir für dran und halten euch auf dem Laufenden! Schaut unbedingt in unserer Wissensbibliothek vorbei, denn dort tragen wir alles Relevante zusammen, um im Bitcoin Space informiert zu bleiben.

Was denkst du über die Regulationsversuche der EU? Fliegt Bitcoin unter dem Radar der Behörden? Komm in unseren Telegram Chat, sag uns deine Meinung und verbinde dich mit der Community!

 
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