Cardano Münze auf Gitter

Cardano bald 100x dezentraler als Bitcoin? ADA und der Grad der Dezentralisierung

Der Cardano (ADA) Kurs konnte in einem Monat fast 100% gut machen. Dieser enorme Kurs-Anstieg geht mit dem bevorstehenden Shelley Update einher und lässt die Herzen der Investoren schneller schlagen. Nun läuft das Marketing von Cardano auf Hochtouren. In einem offiziellen Tweet von IOHK Media wurde nicht nur das Shelley Update angepriesen, sondern auch eine gewagte Aussage getroffen – Cardano soll mit dem Shelley Update 100x dezentraler werden als Bitcoin.

In diesem Artikel wollen wir uns anschauen, ob die Aussage in Bezug auf die Dezentralität stimmt und was man dabei beachten sollte. Viel Spaß!

Cardano (ADA) soll 100x dezentraler als Bitcoin werden

Cardano, einer der Hauptkonkurrenten von Ethereum, versucht das Feld der Smart Contracts zu revolutionieren. Mit dem integrierten Proof-of-Stake (PoS) Konsensalgorithmus sollen nicht nur Investoren in den Genuss eines passiven Einkommens durch Staking kommen, sondern dazu auch die Sicherheit und Dezentralität von Cardano erhöhen.

In dem offiziellen Tweet von IOHK Media heißt es:

Es ist offiziell: Das größte Upgrade der Cardano Blockchain hat mit der Veröffentlichung des Shelley-Codes begonnen, der die Blockchain 100 Mal dezentraler als Bitcoin machen wird.

Diese Aussage sorgt natürlich für die nötige Aufmerksamkeit in der Krypto-Community aber ist durchaus gewagt. Denn Cardano steckt immer noch in den Kinderschuhen und hat noch einen langen Weg vor sich. Daher lässt sich so eine Aussage in keinster Weise verifizieren.

Proof-of-Stake birgt Risiken im Grad der Dezentralisierung

Hierbei stützt sich Cardano vor allem auf den Proof-of-Stake Konsensalgorithmus, der den Grad der Dezentralität in Vergleich zu Bitcoin erhöhen soll. Im Gegensatz zu BTC werden neue Blöcke durch sogenannte Staker verifiziert. Also durch Personen und Unternehmen, die einen bestimmte Menge an ADA in ihrer Wallet bereitstellen, um die Gültigkeit der Transaktionen und Blöcke zu gewährleisten. Dafür bekommen die Staker für einen gefundenen Block eine Belohnung in Form der nativen Kryptowährung ADA. Das sorgt in der Theorie für eine hohe Verteilung der Validatoren und benötigt keine spezialisierte Hardware mit einem hohen Energieverbrauch wie es bei Bitcoin der Fall ist.

Das hört sich nach einem enormen Vorteil an aber hierbei werden die Risiken nicht ausreichend deutlich gemacht. Denn PoS hat zwar einige Vorteile gegenüber PoW aber beinhaltet auf der anderen Seite Probleme, die es in PoW Netzwerken in der Form nicht gibt.

Hierbei tritt vor allem das Problem auf, dass Early Adopter, die bereits frühzeitig in Cardano eingestiegen sind und viele ADA halten, im Netzwerk die Macht auf sich konzentrieren. Dadurch verdienen diese Staker im Vergleich zu den kleineren Stakern weitaus mehr ADA und werden so mit der Zeit nicht nur reicher, sondern auch mächtiger. Es gibt keine Möglichkeit diese Machtstrukturen aufzubrechen außer einer der großen Staker entscheidet sich dazu seine ADA zu verkaufen.

Wenn wir nun in die ferne Zukunft blicken und die Rede ist hier nicht von 5 oder 10 Jahren, sondern von 50 oder 100 Jahren, dann ergibt sich ein ähnliches Bild, welches wir bereits aus unserem traditionellen Finanzsystem kennen – die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer. Das kann im schlimmsten Fall zu einer extrem starken Zentralisierung im System führen.

Nutzer halten ihre Coins bei zentralisierten Anbietern

Hinzu kommt, dass die meisten Nutzer wohl eher an den Staking Rewards als an der Dezentralisierung interessiert sind. Demnach werden viele Nutzer ihre ADA bei zentralisierten Anbietern halten, die den gesamten Staking Prozess übernehmen. Hierbei geht es nicht nur darum, dass man die Kontrolle über seine Coins in fremde Hände gibt, sondern dass man den Drittanbietern durch die eigenen Coins Macht im Netzwerk verleiht, die im schlimmsten Fall ausgenutzt werden kann. Das reduziert den Grad der Dezentralität zusätzlich.


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Zum Vergleich

 


Ein ähnliches Szenario haben wir bereits beim Projekt STEEM gesehen. Hier wurden die Coins der Nutzer, die auf zentralisierten Börsen lagen, genutzt, um bestimmte Regeln im Netzwerk zu verändern. Das hat letztendlich zu einer Abspaltung (Fork) geführt, woraus die Kryptowährung HIVE entstanden ist.

Bitcoin vs Cardano – Unterschiede bei der Dezentralisierung

Der Grad der Dezentralisierung hängt nicht nur von dem jeweiligen Konsensalgorithmus oder der Anzahl der teilnehmenden Validatoren ab. Hier spielen auch weitere Faktoren eine Rolle, die den Grad der Dezentralisierung verbessern oder verschlechtern können. Darunter fällt auch wie groß die Community ist, wie viele aktive Entwickler es gibt, wie stark die Abhängigkeit vom Unternehmen oder Person dahinter ist und ob ausreichend Interessen berücksichtigt werden, um diese Gesamtheit abzubilden.

Dabei kann Bitcoin auf ganzer Strecke punkten und den aktuell höchsten Grad an Dezentralisierung vorweisen. Die Entscheidung über den Konsensus bei Bitcoin findet nämlich auf Basis von 5 Kräften statt: Miner, Entwickler, Exchanges, Merchants und Nutzer. Erst wenn hier die Mehrheit auf einen Nenner kommt, können bestimmte Regeln oder Code-Updates implementiert werden. Auf der anderen Seite haben wir Cardano, wo die hauptsächliche Entwicklung in der Foundation selbst stattfindet und dadurch eine hohe Abhängigkeit vom Projekt besteht.

Wir sind bereits in unserem Artikel „Bitcoin vs. Ethereum – Wer hat die bessere Geldpolitik?“ auf die Unterschiede in der Geldpolitik von BTC und ETH eingegangen, die auch für Cardano gelten. Cardano ist immer noch in der frühen Entwicklung und daher lässt sich eine Aussage über den Grad der Dezentralisierung gar nicht treffen. Daher sind solche Marketing-Aktionen, in denen behauptet wird, dass Cardano 100x dezentraler als Bitcoin sein soll, immer mit Vorsicht zu genießen. Denn so einfach, wie es wohl die Marketing Abteilung von Cardano sieht, ist es am Ende leider nicht. Wir bleiben wie immer dran und berichten täglich für euch!

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Bitcoin Münze wird analysiert

Bitcoin Boom bei den Baby-Boomern! – Ältere Generation investiert massiv in BTC

Bitcoin ist nur für junge Leute und die ältere Generation rechnet am liebsten Europreise in D-Mark um. Wer so denkt, sollte sich nun festhalten und die Augen reiben, denn vor allem die Boomer und Generation X steigerten in den letzten Monaten ihre Investments in Bitcoin immens. Damit gleichen sich die Generationen hinsichtlich Bitcoin Investments immer mehr an. In diesem Artikel schauen wir uns die Kauflaune für BTC an und welchen langfristigen Einfluss die Gruppe der Älteren auf den Bitcoin Space haben kann. Viel Spaß!

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Boomer und GenX investieren fast 9 mal mehr

Es sind wirklich erstaunliche Daten, die von Mode, einer britischen Trading App, zur Verfügung gestellt wurden. Seit Februar hat sich das Bitcoin Investment der Baby-Boomer (geboren 1946-1964) und Generation X (geboren 1965-1980) jeden Monat verdoppelt. Frühere Erhebungen sahen eher die 18-40 jährigen also Millennials und Generation Z als größte Interessenten Gruppe, dies scheint sich aber im Laufe der Zeit geändert zu haben. Der durchschnittliche Bitcoin Investor in den USA ist ca. 42 Jahre alt, wobei der durchschnittliche Aktieninvestor 45 Jahre alt ist. Die Unterschiede im Alter gleichen sich also allmählich an.

Die Corona Pandemie scheint viele ältere Investoren zum Umdenken gebracht haben, denn es ist ein klarer Anstieg der Bitcoin Investments seit März zu erkennen. Leider geben die Charts keine genauen Volumen oder Investitionsbeträge an, mit denen man die Daten noch genauer verifizieren könnte. Trotzdem ist ein Trend nach oben klar zu erkennen.

Bitcoin und Investoren nach Alter

Der CPO von Mode Janis Legler sagte dazu:

Obwohl die Gründe dafür vielfältig sein könnten, könnten sie einen beispiellosen Wandel in der heutigen Denkweise der Anleger infolge der globalen Pandemie aufzeigen.

Ältere bringen mehr Kapital in den Bitcoin Markt

Die Daten von Februar zeigen, dass die Investitionen der älteren Generationen im März um das 2,2-fache, im April um das 4,4-fache und im Mai um das 8,8-fache gestiegen sind. Das besondere daran ist, dass ältere Menschen grundsätzlich deutlich mehr Zeit hatten Kapital anzuhäufen als jüngere. Dies gibt ihnen natürlich auch einen größeren Handels- und Investmentspielraum. Der sich nun abzeichnende Trend könnte hilfreich für die BTC Adoption als auch für eine positive Bitcoin Preisentwicklung sein.

Auch jüngere erhöhen ihre Bitcoin Investments

Weitere Daten von Mode zeigen, dass die Millenials und Gen-Z vor der Corona Krise insgesamt höhere Investments in Bitcoin hatten, diese aber während der Corona Pandemie lange nicht so stark erhöhten wie Boomer und Gen-X. Dazu sagte Mode CPO Janis Legler:

Wir haben erwartet, dass Millennials sich weiterhin in Krypto-Währungen einkaufen werden. Aber dass sich auch erfahrenere Investoren zunehmend für Bitcoin interessieren, ist für das Wachstum der Branche äußerst vielversprechend.

Bitcoin Investoren nach alter

Wenn sich dieser Trend auch nach der Corona Pandemie fortsetzt könnten sich die Bitcoin Eigentumsverhältnisse immer weiter Richtung Generation X und Boomer verschieben. Der vorausgesagte Effekt des Vermögenstransfers von alten zu jungen Menschen würde demnach abgeschwächt.

Allerdings wird Vermögen von Boomern oder Generation X auch irgendwann an einen Millenial bzw. Generation Z durch Erbe weitergegeben. Dies wäre bestimmt ein Traum für viele Menschen: Von Oma, Opa, Mutter oder Vater einen kleinen Bitcoin Schatz vererbt zu bekommen. Menschen mit sehr langfristigen Zeithorizont sparen jetzt schon mit BTC für die Rente, die aber ohnehin sicher sein soll. Wie immer bleiben wir dran und berichten täglich um euch auf dem Laufenden zu halten!

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Bitcoin Kurs im Hintergrund und BTC Münze

Der Bitcoin Kurs und die 9.000 USD – Der Boden für den neuen Bullrun?

Der Bitcoin Kurs dümpelt nur so vor sich hin und der ein oder andere hat bereits Langeweile von den immer gleichen Kursen. Wo ist nur das typische auf und ab der Achterbahn geblieben? Gerade nach dem Halving haben sich viele erhofft, dass BTC zum Sprung ansetzt und einen neuen Bullrun einläutet. Die langen Seitwärtsbewegungen könnten aber auf etwas sehr wichtiges hinweisen: Eine Bodenbildung. In diesem Artikel haben wir uns angeschaut, welche Faktoren dafür sprechen und warum der nächste Bullrun keineswegs abgeblasen ist. Viel Spaß!

Du willst wissen, warum Bitcoin in jedes Portfolio gehören sollte? Zahlen lügen nicht, unsere Analyse findest du hier: „Bitcoin, Gold und ETFs im Vergleich – Deshalb sollte BTC in jedes Portfolio“

Bitcoin Kurs Bullrun abgesagt?

Der Bullrun scheint vorerst auszubleiben, wenn man aber die Unsicherheit der Corona Pandemie und die großen Verluste an den Aktienmärkten einberechnet, ist dies kaum verwunderlich. Tatsächlich ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass ein Bullrun, wenn er denn mal kommt, sogar stärker ausfällt als ohne Aktieneinbruch und globaler Pandemie. Viele Menschen hatten mehr Zeit sich über Bitcoin und Co. zu informieren und mittlerweile ist es auch kein Geheimnis mehr, dass unser Geldsystem kränkelt.

Väter und Mütter würden hier sicher widersprechen und sagen, dass sie zwischen Home Office, Home Schooling und 24/7-Kinderbetreuung bestimmt keine Zeit hatten sich mit dem Bitcoin Kurs zu beschäftigen. Allerdings haben sie vielleicht auch mal Abends im Bett daran gezweifelt, ob Geld drucken die wirklich beste und nachhaltigste Methode zur Bekämpfung von wirtschaftlichen Schäden ist.

BTC bildet Boden und ist so stabil wie lange nicht

Bereits vor ein paar Tagen berichteten wir, dass sich der Bitcoin Kurs erstaunlich stabil verhält und einen neuen Höchststand in der Korrelation mit den Aktienmärkten gebildet hat. Im ersten Moment mag dies eine eher schlechte Nachricht sein, allerdings ist ein stabiler Kurs auch die beste Voraussetzung für einen Bullrun.

Außerdem scheint die Angst der Investoren verflogen sein und Bitcoin hat eine gewisse Legitimität auch bei klassischen Investoren erreicht. Diese Investoren bringen viel Kapital mit und könnten grade bei einem Bullrun als Katalysator fungieren.

Momentan deuten viele Indizien darauf hin, dass eine Bodenbildung beim Bitcoin Kurs erreicht ist. Der On-Chain Datenanbieter Glassnode, veröffentlichte auf Twitter vier verschiedene positive Faktoren:

2-Jahres-Hoch: Stündlich neue Adressen

1-Jahres-Hoch: Stündlich aktive Adressen

10-Monats-Hoch: Stündlich ausgeführte Transaktionen

Allzeithoch: Stündlich Ausgaben mit Lebensdauer 24h

 

So viele neue und aktive Adressen hat Bitcoin seit dem Bullrun 2017 nicht mehr gesehen. Seit dem starken Preisrückgang Anfang 2018 ist die Zahl der täglich neuen Adressen kontinuierlich von 195.000 auf heute 450.000 gestiegen. Die Zahl der täglichen aktiven Adressen hat sich im gleichen Zeitraum von 423.000 auf mehr als 1.000.000 fast verdreifacht.

Diese Kombination aus Zunahme von neuen Adressen und der steigenden aktiven Adressen mit der stündlichen Transaktionen ist eine gute Entwicklung, vor allem wenn man bedenkt, dass der Bitcoin Kurs so stabil ist.

Bitcoin Kurs: Bodenbildung vs. Plateaubildung

Analysten sind sich uneins darüber, ob die langen Seitwärtsbewegungen des Bitcoin Kurs bedeuten, dass sich hier ein Boden gebildet hat oder ein Plateau. Ein Boden würde den Abwärtstrend endgültig beenden, ein Plateau würde einen Aufwärtstrend abschließen.

Meistens werden aber Plateaus oder Spitzen nach starken Aufwärtsbewegungen erreicht und halten meistens auch nicht lange. Besonders beim Bitcoin Kurs ist dies in der Vergangenheit oft der Fall gewesen. Außerdem sind solche Hochs oft mit hoher Volatilität aufgetreten. Wenn die momentane Situation eine Plateaubildung ist, wäre diese eine der langgestrecktesten der Geschichte von BTC.

Es zeichnet sich also eher eine Bodenbildung ab, dennoch sollte niemand denken er könne Kursbewegungen von BTC vorhersagen. Deshalb bitten wir euch wie immer, eure eigenen Entscheidungen zu treffen und nicht auf Grundlage dieses Artikels Investmententscheidungen zu treffen!

Ausblick: Trump plant weitere Direktzahlungen an US-Bürger

US-Präsident Donald Trump plant eine weitere große Hilfszahlung für die Bürger um die Wirtschaft anzukurbeln. Allerdings braucht Trump dafür auch die Stimmen der Demokraten im Kongress. Bei der letzten Hilfszahlung bekam jeder US-Bürger einmalig einen Scheck mit 1200 US-Dollar und pro Kind gab es noch mal 500 US-Dollar. Wenn nun erneut eine ähnliche Zahlung ansteht, könnte auch der Bitcoin Kurs davon profitieren.

Bereits in der Vergangenheit durchgewunkene Konjunkturpakete umfassten knapp 3 Billionen Dollar, was mehr als 10% der gesamten Wirtschaftsleistung der USA im Jahr entspricht. Ein großer Teil davon suchte sich den geringsten Widerstand und floss in den Aktienmarkt. Dieser konnte sich erstaunlich schnell erholen und viele Analysten sehen eine totale Loslösung von der wirtschaftlichen Realität.

Die USA ist das von der Pandemie am stärksten betroffene Land der Welt und weist eine extrem hohe Arbeitslosigkeit und Infektionsrate auf. Eine Flucht in BTC und Gold scheint hier eine der wenigen Alternativen zu sein um sich gegen wirtschaftlichen Abschwung und Inflation zu schützen.

Wenn es euch also doch in den Fingern juckt, werft eine Blick auf unsere neue B2Go Checkliste, mit der euch der Start in das Thema Bitcoin und Kryptowährungen sicher leichter fallen wird!

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Münzen von Kryptowährungen liegen in einer Geldbörse bzw. Wallet.

Bitcoin vs. Ethereum – Wer hat die bessere Geldpolitik?

Bitcoin und Ethereum verfolgen eine unterschiedliche Geldpolitik und bieten ausreichend Substanz, um immer wieder spannende Diskussionen innerhalb der Communities auszulösen. Um der Frage auf den Grund zu gehen, welche Geldpolitik denn letztendlich besser sei, muss man die verschiedenen Usecases der beiden Kryptowährungen näher betrachten und weitere Faktoren hinzuziehen. Denn so selbsterklärend wie es für manche scheinen mag, ist es letztendlich nicht. Daher wollen wir in diesem Artikel die wichtigsten Punkte der jeweiligen Geldpolitik herausfinden und auf mögliche Risiken hinweisen.

Zusammenhänge und Unterschiede bei der Geldpolitik von Bitcoin und Ethereum

Für die Betrachtung der Geldpolitik von Bitcoin und Ethereum müssen wir erstmal den Unterschied zwischen Inflation und Währungsinflation verstehen. Bei der Währungsinflation handelt es sich um eine Zunahme der gesamten Geldmenge eines Landes oder einer Kryptowährung. Also in diesem Beispiel eine Zunahme an der umlaufenden Menge an BTC und ETH. Die Inflation ist hingegen ein Anstieg der Preise für Waren und Dienstleistungen in einer Volkswirtschaft. Also die Reduzierung der Kaufkraft der zugrundeliegenden Währung.

Die Bereitstellung von neuen Coins im Bitcoin und Ethereum Netzwerk fällt somit in erster Linie unter die Währungsinflation. Sowohl Bitcoin als auch Ethereum geben für die Validierung von neuen Blöcken und Transaktionen eine Belohnung in Form der nativen Kryptowährung an die Miner aus (Block Reward). Hier ist also die Geburtsstunde der neuen BTC und ETH, die nun theoretisch dem Markt zur Verfügung stehen und gehandelt werden können. Mit jedem neu gefundenen Block steigt somit die umlaufende Menge an Bitcoins und Ethereum.

Geldpolitik von Ethereum ist veränderbar und birgt Gefahren

Im Gegensatz zu Bitcoin, wo die Währungsinflation durch die Halbierung der Block Rewards (Halving) regelmäßig reduziert wird, verfolgt Ethereum einen anderen Ansatz. Anstatt die Belohnungen für die Miner abrupt, von einem Block auf den anderen zu halbieren, wird eine Politik der „minimal notwendigen Ausgabe“ betrieben. Diese Politik verfolgt den Ansatz, nur das auszugeben, was zur Sicherung des Netzwerks erforderlich ist.

Demnach werden die Belohnungen nach und nach reduziert, um die Miner langsam von den hohen Belohnungen zu entwöhnen. Zudem steigt die Nachfrage im Ethereum Netzwerk und gibt durch die steigenden Transaktionsgebühren den Minern weiterhin ausreichend Anreiz das Mining fortzuführen. Dadurch erhofft man sich, dass die Miner besser planen können.

Auf der anderen Seite ist diese Geldpolitik von Ethereum subjektiv und nicht festgeschrieben. Man befindet sich immer noch in der Findungsphase und experimentiert herum. Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Geldpolitik nachhaltig verändert wird und vielleicht nicht gerade zu Gunsten der Investoren ausfällt. 

In der Vergangenheit haben wir nämlich des Öfteren fundamentale Veränderungen gesehen, die durch die Hauptentwickler bei Ethereum durchgesetzt wurden, manche würden sogar sagen erzwungen. Natürlich gibt es die Möglichkeit, falls man mit den Entscheidungen der Hauptentwickler nicht einverstanden ist, einen Fork durchzuführen und auf einer alternativen Blockchain weiterhin mit der ursprünglichen Geldpolitik fortzufahren.

Ethereum hat schon mal die Blockchain umgeschrieben

Ein ähnliches Ereignis haben wir in 2016 beim The DAO Hack gesehen, als die Blockchain von Ethereum umgeschrieben wurde, um den Hack rückgängig zu machen. Das hat die Community damals gespalten und zum Ethereum Classic (ETC) Fork geführt, wo der The DAO Hack immer noch „lebt“. Wie sich seitdem der ETC Kurs entwickelt hat zeigt aber, dass eine Abspaltung in Vergessenheit geraten und zunehmend irrelevant werden kann.

Zwar ist die Gefahr, dass ein böswilliger Akteur die Geldpolitik bei Ethereum zu Ungunsten der Investoren, Miner und Entwickler verändert gering aber dennoch gegeben. Diesen Punkt darf man nicht außer Acht lassen.

Bitcoins Geldpolitik ist unantastbar

Auf der anderen Seite der Geldpolitik steht Bitcoin. Wie bereits beschrieben, wird die Ausgabe an neuen Bitcoins alle 210.000 Blöcke (etwa 4 Jahre) halbiert. Dieser einprogrammierte Mechanismus führt letztendlich zu der maximalen Gesamtmenge von 21 Millionen BTC, die etwa im Jahr 2140 erreicht wird. Demnach ist die Währungsinflation bis zum Maximum für alle transparent und vorhersehbar.

Diese Transparenz macht es für die Miner zwar etwas leichter zu planen aber dennoch stehen sie irgendwann vor veränderten Tatsachen, wenn die Einnahmen in BTC plötzlich halbiert werden. Die Einnahmen aus den Transaktionsgebühren bleiben weiterhin bestehen und sollten im Laufe der Zeit die reduzierten Einnahmen aus den Block Rewards ausgleichen. Historisch gesehen haben die Einnahmen über die Transaktionsgebühren zugenommen. Das liegt vor allem daran, dass das Netzwerk mittlerweile intensiver genutzt wird und die Anzahl der möglichen Transaktionen pro Block immer noch stark begrenzt ist.

Dieser Umstand führt unweigerlich dazu, dass sich die Transaktionsgebühren weiterhin erhöhen und somit jede Transaktion über die BTC Blockchain mit der Zeit teurer werden. Gemäß dieser Theorie werden die Transaktionsgebühren eines Tages die vorherrschende Form der Einnahmen der Miner darstellen und für die nötige Incentivierung (Motivation) sorgen, um das Netzwerk ausreichend zu sichern.

Probleme und Lösungen bei Bitcoin

Das Problem bei dieser Theorie ist, dass die Nutzer von Bitcoin auf andere Kryptowährungen ausweichen könnten, um den hohen Transaktionsgebühren zu entfliehen. Zwar stellt Bitcoin weiterhin ein zensurresistentes, freies, dezentrales und berechtigungsloses Zahlungsnetzwerk bereit aber wird das noch eine Rolle spielen, wenn die Gebühren bei 20 USD pro Transaktion liegen?

An dieser Stelle geht es um „Tradeoffs“. Wenn jemand nun einen großen Betrag versenden will, dann wird er auf das sicherste Netzwerk zurückgreifen, unabhängig ob die Gebühren bei 1 USD, 20 USD oder gar 100 USD liegen. Für kleinere Beträge wird das Netzwerk ungeeignet sein und braucht andere Lösungen, die bereits in den Startlöchern sind und funktionieren. Die Rede ist vom Lightning Netzwerk, welches immer noch in der Kinderschuhen steckt aber bereits jetzt ermöglicht Transaktionen Off-Chain in sekundenschnelle, dezentral und fast kostenlos zu versenden.

Hinzu kommt, dass auch die Skalierbarkeit On-Chain über die Jahre verbessert wird. Hier hat bereits das Update auf SegWit in 2017 dazu geführt, dass theoretisch bis zu 4 Mal so viele Transaktionen in einem Block verarbeitet werden können. Zudem erwarten uns weitere Verbesserungen, die ebenfalls für einen höheren Durchlauf sorgen könnten. Auch Bitcoin ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen. Je dezentraler ein Netzwerk ist, desto langsamer können Verbesserungen durchgesetzt werden. Es steht nämlich viel auf dem Spiel und man muss mögliche Tradeoffs bei einer Veränderung im Protokoll bedenken.

In ferner Zukunft besteht auch weiterhin die Möglichkeit die Blöcke zu vergrößern. Die Rede ist hier von einer minimalen Vergrößerung, um den Grad der Dezentralität zu wahren.


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Zum Vergleich


Welche Geldpolitik ist nun besser?

Was ist nun die Schlussfolgerung aus der jeweiligen Geldpolitik? Die Geldpolitik von Ethereum ist wandelbar und kann sich den äußeren Einflussfaktoren anpassen. Die Unsicherheit bleibt aber, da man nicht weiß, welche Veränderungen in 1 Jahr, in 5 Jahren oder gar in 10 Jahren noch stattfinden werden. Die Geldpolitik von morgen könnte sich enorm zu der heutigen unterscheiden, unabhängig ob diese letztendlich besser oder schlechter ist. Hier bleibt ein unberechenbarer Faktor bestehen, der das Vertrauen in die Geldpolitik von Ethereum einschränkt.

Damit geht auch der Wechsel bei Ethereum auf den Konsensusalgorithmus Proof-of-Stake (PoS) einher. Der Wechsel wird nämlich auch die Geldpolitik bei ETH beeinflussen. Die Währungsinflation wird kurzfristig erhöht, da die Proof-of-Work (PoW) und die Proof-of-Stake (PoS) Blockchains erstmal parallel laufen werden. Demnach werden auf beiden Blockchains Blöcke validiert und neue ETH an die Miner/Staker ausgegeben. Im Laufe der Zeit soll aber PoW allmählich abgebaut werden und damit die Währungsinflation von Ethereum wieder reduzieren.

Ethereum ist als Wertaufbewahrungsmittel nur bedingt geeignet

Es ist sogar mit der Einführung vom Ethereum Improvement Proposal (EIP) 1559 möglich, dass sich Ethereum langfristig zu einem deflationären Vermögenswert entwickelt. Es wird nämlich eine Protokolländerung in Erwägung gezogen, die einen neuen Gebührenverbrennungs-Mechanismus bereitstellt. Damit sollen Transaktionsgebühren zu einem bestimmten Teil für immer vernichtet werden. Wenn also mehr ETH verbrannt werden als durch neue Blöcke entstehen, würde sich die Gesamtmenge an ETH reduzieren.

Bei Ethereum wird noch viel experimentiert und der Ausgang solcher Entscheidungen auf zweiter und dritter Ebene ist nicht absehbar. Vielleicht führt der angesprochene Verbrennungs-Mechanismus auch dazu, dass die Gebühren in Ethereum Netzwerk ansteigen, weil einfach nicht mehr ausreichen ETH zur Verfügung stehen. Das würde das Grundkonstrukt von Ethereum zerstören, denn ETH ist in erster Linie als Treibstoff im Netzwerk für Smart Contracts gedacht. 

Zudem darf man nicht vergessen, dass Ethereum keine maximale Anzahl an ETH vorgeschrieben hat, sie ist sozusagen in der Theorie unendlich. Demnach könnte sich im Laufe der Zeit die umlaufende Menge extrem erhöhen und somit ETH als Wertaufbewahrungsmittel unbrauchbar werden. Das erinnert stark an unser aktuelles Geldsystem, wo es auch keine natürlich Begrenzung gibt.

Bitcoin ist in der Theorie das beste Wertaufbewahrungsmittel

Bei Bitcoin sieht es ganz anders aus. Die Geldpolitik von Bitcoin im Vergleich zu der von Ethereum ist dezentraler und immun gegen Veränderungen. Jede Veränderung in der Währungsinflation und demnach in der maximalen Anzahl an BTC würde zu einem Fork führen. 

Bitcoins Geldpolitik ist unantastbar und verleiht BTC eine starke Immunität. Wenn die Währungsinflation oder die maximale Anzahl dennoch irgendwann verändert werden sollte, zerbrechen die Grundpfeiler von Bitcoin und machen die Kryptowährung so gut wie wertlos. Genau deswegen wird so eine Veränderung niemals stattfinden.

Genau dieser hart kodierte monetäre Rahmen gibt den Investoren und Nutzern die nötige Sicherheit, um genau zu wissen, wie sich die Geldpolitik in Zukunft entwickeln wird. Durch die festgelegte Währungsinflation und die sich daraus ergebene maximale Anzahl von 21 Millionen BTC, eignet sich Bitcoin perfekt als Wertaufbewahrung. Nach dem nächsten Halving wird Bitcoin sogar härter sein als Gold und in der Theorie ein besseres Wertaufbewahrungsmittel darstellen.

Welche Geldpolitik nun besser ist, sollte jeder am besten für sich selbst beantworten. Denn die Erwartungshaltung kann sich in Bezug auf die Geldpolitik stark unterscheiden. Wir hoffen, dass euch der Artikel gefallen hat und die Unterschiede in der Geldpolitik von Bitcoin und Ethereum klar geworden sind.

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Deutsche Börse Frankfurt Handelssaal

Deutsche Börse listet Bitcoin ETP auf Xetra – Vorbote eines ETFs?

Gute Nachrichten von der Deutschen Börse und dem Xetra und nein, es hat nichts mit Wirecard zu tun. Bitcoin kommt in Form eines ETP nun auch auf den am stärksten gehandelten Marktplatz in Deutschland. 21Shares bringt damit nach der Börse Stuttgart seine Bitcoin ETPs auch auf den größten deutschen Börsenplatz. Ist das der Startschuss für mehr Adoption bei institutionellen Investoren in Deutschland und Europa oder gar der Startschuss für einen Bitcoin ETF in den USA?

Deutsche Börse listet Bitcoin ETP auf Xetra

Donnerstag ist es bereits soweit. Das im Januar noch als Amun AG bekannte Finanzunternehmen 21Shares hat den Sprung gewagt und landet mit seinem Bitcoin ETP auf einem der größten internationalen Börsenplätze, dem Xetra.

Damit stärkt das Bitcoin fokussierte Unternehmen nach der Börse Stuttgart nicht nur seine Position in Deutschland, sondern bekommt durch die Notierung auch Zugang zu jeder Menge institutioneller Investoren aus Europa und der ganzen Welt. Ein wichtiger Schritt für Bitcoin im Massenmarkt Akzeptanz zu finden.

„Die Notierung auf Xetra stärkt nicht nur unsere derzeitige Position in Deutschland, sondern öffnet auch institutionelle Kryptoprodukte für den weiteren europäischen und internationalen Markt“, sagte Laurent Kssis, Geschäftsführer von 21Shares, in einer Stellungnahme.

Ob sich die SEC in den USA dadurch aber motiviert fühlt einen Bitcoin ETF durchzuwinken bleibt weiter fraglich. Man muss auch dazusagen, dass ein ETP (Exchange Traded Product) viele Ausgestaltungen annehmen kann, die unterschiedlich reguliert werden. Schauen wir uns daher den 21Shares Bitcoin ETP an.

21Shares mit nun 11 Krypto-ETPs

Der Xetra Bitcoin ETP ist der bereits 11. Krypto ETP von 21Shares. Ingesamt verwalten sie damit ein Vermögen von rund 60 Mio. US-Dollar. Zugegeben, 60 Mio. sind noch eine überschaubare Summe am Finanzmarkt, aber wer hätte gedacht, dass wir ab Donnerstag auch auf Xetra eine Art Bitcoin ETF handeln können.

Eine Art ETF heißt aber eben nicht, dass es ein Bitcoin ETF ist. ETPs werden wie Stammaktien gehandelt, die den Preis von BTC nachbilden, aber es ist wichtig, sie von strenger regulierten Exchange Traded Funds (ETFs) zu unterscheiden.

Abgesehen von einigen Unterschieden in ihrer rechtlichen Struktur sind ETPs immer vollständig an den Wert des zugrunde liegenden Vermögenswertes gebunden.

Die Deutsche Börse hat ein börsengehandeltes Produkt (ETP) gelistet, das den Wert von Bitcoin verfolgt.

Hier die offizielle Mitteilung und das Kürzel:

Der weltweit führende Emittent von Krypto-ETPs, die 21Shares AG, notiert am Donnerstag, den 2. Juli 2020, offiziell seine 21Shares Bitcoin ETP (ISIN: CH0454664001 – WKN: A2T64E) im offiziellen Markt des elektronischen Handelsplatzes Xetra der Deutschen Börse.

Fazit

Wir freuen uns, dass immer mehr Finanzprodukte rund um Bitcoin ihren Platz an den großen Börsen dieser Welt finden. Mit dem Zugang zu einem der größten europäischen Handelsplätze wird BTC dadurch indirekt noch mehr institutionellen Anlegern zugänglich. Mit mehr als 150 Mrd. EUR Handelsvolumen ist die Deutsche Börse mit Xetra für den Bitcoin ETP ein attraktiver Handelsplatz.

Dennoch sollte man bedenken, dass hier keine echten Bitcoins gehandelt werden. Auch wenn institutionelles Geld Bitcoin stärken kann, sind wir noch weit von einer Massenadaption entfernt. Zudem sind ETPs nicht so streng reguliert wie ETFs und daher auch nicht so zugänglich wie ETF Sparpläne, die man bei jeder Bank findet.

Wir haben also noch einen Weg zu gehen, dennoch hoffen wir, dass der Bitcoin ETP auf Xetra frischen Wind und neue Investoren findet, damit sich Bitcoin als unkorreliertes Asset und digitales Gold weiter verbreitet.

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Bitcoin Gold und Stock to Flow Modell

Bitcoin Stock-to-Flow-Modell falsch? – Das spricht gegen PlanB und S2F

Das Stock to Flow Modell ist eines der am heißesten diskutierten Modelle der Crypto Szene. Während PlanB schlussendlich von einer 100 Billionen USD schweren Marktkapitalisierung von Bitcoin träumt, versuchen immer wieder Analytiker das Modell zu widerlegen, mindestens aber anzuzweifeln. Fakt ist, dass das S2F Modell den BTC Kurs der Vergangenheit extrem genau vorhersagen konnte.

Doch genau diese Tatsache macht Nico Cordeiro, Chief Investment Officer und Fondsmanager bei Strix Leviathan, dem „Chameleon Modell“ nun zum Vorwurf und er hat Beweise dafür. Wir wollen euch den Bericht von Coindesk bzw. Nico Cordeiro nicht vorenthalten, werden ihn aber ein wenig kürzen. Die Originale sind jeweils verlinkt.

Dieser Artikel spiegelt die Meinung von Nico Cordeiro wider und soll die Kritik am S2F-Modell verdeutlichen.

Stock-to-Flow-Modell: Ein Billionen Traum

Nico Cordeiro ist als Chief Investment Officer unter anderem verantwortlich für die quantitative Forschung, Strategieentwicklung, Risikomanagement und Portfolioallokation von Strix Leviathan. Das macht ihn auf dem Papier zumindest zu einem geeigneten Mann, sich dem Thema Bitcoin und Stock-to-Flow Modell (S2F) anzunehmen.

Bereits zu Beginn wird seine starke Abneigung gegenüber dem S2F-Modells von PlanB sehr deutlich. Er vergleicht hierbei den PlanB Ansatz mit Astronomie und Vorhersagen für den Finanzmarkt, also als Unsinn.

Das Modell hat virale Popularität erlangt und diejenigen, die alles auf die Zukunft von Bitcoin setzen, zu Lumpen-zu-Reiche-Träumen inspiriert. (Vom Tellerwäscher zum Millionär)

Ein harter Angriff auf die Community und Befürworter des Stock-to-Flow Modells und Bitcoin. Kein guter Einstand um den Sachverhalt objektiv aufzuklären, aber schauen wir uns seine Argumente genauer an.

Das Chameleon Modell

Für Cordeiro ist das Bitcoin Stock-to-Flow Modell ein „Chameleon“. Ein Begriff für Modelle, die auf zweifelhaften Annahmen beruhen und denen mehr Glaubwürdigkeit beigemessen wird, als sie verdienen. So die Aussagen des Standford Professors Paul Pleifderer, der den Begriff prägte. Besonders die theoretischen Annahmen eines Modells sollten laut Pleifderer kritisch hinterfragt werden:

Man stelle sich ein Preismodell für Vermögenswerte vor, das auf der Annahme beruht, dass es keine Ungewissheit über die Renditen von Vermögenswerten gibt. … Kein seriöser Mensch würde vorschlagen, dass die Vorhersagen des Modells einer strengen empirischen Prüfung unterzogen werden sollten, bevor man es ablehnt. Das Modell kann einfach mit der Begründung abgelehnt werden, dass eine kritische Annahme im Widerspruch zu dem steht, was wir bereits als wahr kennen.

Zusammengefasst: Chameleon Modelle sind wie die Tiere in der Natur nur schwer zu entdecken. Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man, dass die Annahmen unrealistisch bzw. unnatürlich sind.

Grundsätzlich eine vernünftige Herangehensweisen, die wir uns im folgenden in Bezug auf das Bitcoin S2F-Modell genauer anschauen wollen.

Das Bitcoin S2F-Modell nach PlanB

Die Einführung in das Bitcoin Stock-to-Flow-Modell wollen wir uns an dieser Stelle sparen und verweisen diejenigen, die noch wenig damit anfangen können auf unseren Wissensartikel “ Das Stock-to-Flow Modell“.

Kurz zusammengefasst: Die Knappheit durch die sich Edelmetalle wie Gold oder Silber auszeichnen, ist in Form des S2F-Werts auch auf Bitcoin anwendbar. Diese Knappheit beeinflusst direkt den Wert von BTC, so die Hypothese.

Source: Modeling Bitcoin Value with Scarcity

Das Ergebnis der Analyse von PlanB ist eine lineare Regression mit einem R2 Wert von 0,95, der beweisen soll, wie gut das Modell den Bitcoin Kurs im Verhältnis zum S2F-Wert repräsentiert. Dadurch lässt sich ein Bitcoin Preis von 100.000 USD und mehr prognostizieren. Für Cordeiro Augenwischerei und der Versuch der „Mond“-Prognose von PlanB Glaubwürdigkeit zu verleihen.

Zugegeben, das S2F-Modell habe ich noch nie nachgerechnet, egal was ich von den Annahmen halte. Du? Wenn ja schreib mir einen Kommentar!

PlanB Analyse weist viele Mängel auf

Laut Cordeiro weist das Paper von PlanB einige Mängel auf. Dabei bezieht er sich sowohl auf die theoretischen Aussagen als auch die empirischen Grundlagen.

Beginnen wir mit dem theoretischen Ansatz. Hier basiert PlanB’s Modell auf der einzigen Behauptung, dass die USD-Marktkapitalisierung eines monetären Gutes (z.B. Gold und Silber) direkt von ihrer Rate des neuen Angebots abgeleitet wird. Einzelne Datenpunkte untermauern diesen Ansatz und es werden keine weiteren Daten oder Begründungen geliefert.

Ein Grund, den er in der linearen Regression weiterführt. Denn ein hoher R-Wert (0,95) bedeutet nicht zwingend, dass der Befund wahr sein muss. Hier kreidet Cordeiro vor allem den großen Freiheitsgrad für Zufallszahlen an, die zu einem bestimmten Ergebnis passen:

Dies wird ganz offensichtlich, wenn man das Modell auf die Zukunft ausdehnt. Bis 2045 schätzt das Modell einen Bitcoin Kurs von 235.000.000.000 USD.

Auch hier trifft Cordeiro einen Nerv, einen so hohen BTC Preis sehe ich nur bei einer Hyperinflation als realistisch an. Aber wer weiß wo wir 2045 stehen. Dennoch fehlt mir zum Beispiel auch die Nachfrageseite, die das knappe Gut nachfragen muss.

Knappheit, Gold und der US-Dollar

In seiner Analyse stellt Cordeiro unter anderem die Definition von Knappheit in Frage. Denn die Knappheit des Angebots wirkt im Bitcoin Stock-to-Flow Modell wie die Beschreibung der Wachstumsrate, der S2F Wert. Mehr Angebot würde demnach den Preis drücken und umgekehrt.

Je höher der S2F-Wert, desto irrelevanter wird die Neuzufuhr auf das aktuelle Angebot. Das kann man bei Bitcoin sehr gut erkennen, wenn man bedenkt, dass bereits 18 von 21 Mio. BTC erzeugt wurden.

Schaut man sich aber den SF-Wert von Gold in den letzten 115 Jahren an und die Bewertung der gesamten Goldmenge stellt man schnell fest, dass es eine breite Schwankung von 60 Mrd. USD bis zu 9 Billionen USD gibt. Alle bei einem SF-Wert von 60. Diese Spanne beweist für Cordeiro, dass andere Faktoren die USD Bewertung von Gold bestimmen.

Source: Strix Leviathan LLC , 2020. Data Source: Clio Infra & USGS
Source: Strix Leviathan LLC, 2020. Data Source: Clio Infra & USGS

Cordeiro stellt heraus, dass das Gold/USD Verhältnis die Kaufkraft darstellt. Wenn wir annehmen, dass die Kaufkraft von Gold stabil wäre, könnte man 88% der oben beschriebenen Variabilität dem Wertverlust des USD in 115 Jahren zuschreiben, also der Inflation. 1 USD aus dem Jahr 1915 hat im heutigen Jahr nur noch die Kaufkraft von 0,04 USD.

Der SF-Wert kann demnach zwar Aussagen, ob es sich um „hartes Geld“ handelt, aber nicht, wie die Marktteilnehmer dieses Geld bewerten. Ein Vergleich von Bitcoin mit anderen Kryptowährungen bekräftigt laut Cordeiro diesen Eindruck, denn obwohl Abwandlungen von Bitcoin einen ähnlichen Angebotsverlauf haben, sind sie bei weitem nicht so hoch bewertet wie BTC.

Wir bleiben mit einer Hypothese zurück, die für keine Wirtschaftsgüter außer Bitcoin gilt und deren einziger Beweis eine lineare Regression mit fragwürdiger Anwendung und klarer Selektionsverzerrung ist.

Hier trifft er einen wunden Punkt, denn weder Inflation noch Markterwartungen spiegeln sich im S2F-Modell von PlanB wider. Das Modell enthält meiner Meinung nach zu wenig Variablen, um allen Einflüssen auf den BTC Preis gerecht zu werden. Dennoch ist sein Vergleich mit anderen Kryptowährungen auch recht eindimensional, denn dasselbe gilt für andere Edelmetalle.

Bitcoin Stock-Flow-Modell und die Design Fehler

Ohne hier zu ausschweifend zu werden, wollen wir uns den Kernpunkten aus mathematischer/statistischer Sicht widmen, die Cordeiro bemängelt. Vor allem die Aussagekraft des Modells für die Zukunft wird hier infrage gestellt.

Die von PlanB angewandte Regression der kleinsten Quadrate (OLS) ist kein Modell, welches für Prognosen geeignet ist. Schauen wir hierzu auf die Formel (gerundet) von PlanB nochmal an:

ln(BTC Marktkapitalisierung ins USD) = 3,3 * ln(SF-Wert) + 14,6

Jede Änderung des SF-Wert bedeutet also eine Änderung der Marktkapitalisierung von Bitcoin. Da der SF-Wert von BTC sich aber nur alle 210.000 Blöcke (ca. 4 Jahre) ändert würde die monatliche Änderung immer bei 0 liegen und nur zur Zeit des Halvings größer werden:

Source: Strix Leviathan LLC , 2020.

Seine Kritik ist also, dass das von PlanB angewandte Modell zwar gut auf die Vergangenheit passt, aber es eben auf Grund der nur 4-jährigen Anpassung des SF-Werts keine konkreten Vorhersagen zulässt. Ein solches Phänomen nennt man im Übrigen Overfitting. Das heißt, dass die Parameter, die die Regression im Ergebnis liefert, zwar gut auf die jeweiligen „Trainingsdaten“ passen, aber keine allgemeine Aussagekraft hat.

Dies wird ganz offensichtlich, wenn man das Modell auf die nahe Zukunft ausdehnt. Bis 2045 schätzt das Modell, dass jeder Bitcoin 235.000.000.000 $ wert sein wird, bevor sie schließlich ins Unendliche konvergiert, wenn sich der Fluss von Bitcoin dem Wert 0 nähert.

Wer hier nicht ganz folgen kann, sollte sich die detaillierte Analyse von Cordeiro nochmal anschauen. Aber klar, hier gelten die Gesetze, die auch bei Chartanalyse gelten. Wenn auch kompliziert bewiesen, ist das immer die Schwäche von Prognose Modellen, die auf wenigen Variablen beruhen.

Fazit: Bitcoin Stock-to-flow-Modell nur Marketing Gag oder Research Paper?

Wie man mit Statistiken lügt: So manche Statistik ist auf den ersten Blick falsch. Sie kommt nur deshalb durch, weil die Magie der Zahlen eine Aussetzung des gesunden Menschenverstands bewirkt“ – Darrell Huff.

So fasst Cordeiro die Kritik am Bitcoin Stock-to-Flow Modell zusammen. Die mathematische Präzision des S2F-Modells mit Blick auf die Vergangenheit lässt nur wenig Spielraum für Zweifel. Ein zweiter genauerer Blick zeigt aber laut Cordeiro Schwächen, auf die Investoren unbedingt achten und somit skeptisch sein sollten.

Dennoch stellt er heraus, dass dies unabhängig von der Narrative eines digitalen Golds ist. Er sieht PlanB’s Ansatz eher als Marketing Paper und nicht als ernstzunehmende empirische Analyse. Ein Papier, was Investoren zum Träumen bringen soll. Unabhängig ob die Prognose aufgeht oder nicht. Allein mit der Angebotskurve von Bitcoin habe die von ihm vorhergesagte Entwicklung des Preises jedoch wenig zu tun.

Meine Meinung

Ich habe immer wieder kleine Anmerkungen gemacht (kursiv) um die Aussagen von Cordeiro ein wenig sachlicher einzuordnen, denn auch er argumentiert teils zu emotional. Dennoch teile ich die Einschätzung, dass das S2F-Modell mit Vorsicht genossen werden sollte. Ich sehe es auch als „Hopium“ bei dem zu wenig Faktoren beachtet werden, um eine sachliche und richtige Prognose anzustellen.

Ich glaube aber auch, dass in dem Modell noch Potential steckt, wenn man es eben um relevante Faktoren erweitert. Genau wie beim Bitcoin Kurs wird dies aber nur die Zukunft zeigen, ob und wie das Modell angepasst wird. Eines ist aber Fakt und das gibt auch Cordeiro zu: Es ist ein ziemlich genauer Blick in die Vergangenheit.

Genauso wie Chart-Analyse sollte man aber Prognosen immer mit Vorsicht genießen. Am Ende ist alles eine Frage von Wahrscheinlichkeiten, die Narrative von freiem, zensurresistentem und dezentralem Geld kann man Bitcoin jedenfalls nicht mehr nehmen. Das gilt auch bei einem Bitcoin Kurs der keine 100.000 USD beträgt.

WICHTIG: Macht eure eigenen Recherchen und investiert immer mit Bedacht!

[Bildquelle: Shutterstock, Strix Leviathan]

Bitcoin Münzen aufeinander

Mit Bitcoin passives Einkommen verdienen? – Andreas Antonopoulos erklärt wie

Wie kann man mit Bitcoin passives Einkommen verdienen? – Diese Frage stellt sich immer wieder. In diesem Artikel möchten wir daher einen Blick auf die Möglichkeiten werfen. Inspiration hierfür gab es von dem Entrepreneuer, Bitcoin-Befürworter und Bestseller-Autor Andreas Antonopolous. Dieser sprach in einem Livestream vom 27.06 über sein Lieblingsthema: Bitcoin. Welche Vorschläge Andreas geäußert hat und wie er zum Thema DeFi steht, erfährst du jetzt in diesem Artikel.

Bitcoin halten: Die HODL-Strategie

Die klassische Strategie ist wohl das Halten von Bitcoin. Die Mehrheit der Investoren kauft BTC einmalig oder mit Hilfe eines Sparplans regelmäßig. Dadurch akkumuliert man über die Zeit Bitcoin und hält diese im eigenen Besitz. Sobald die Kryptowährung einen bestimmten Kurswert erreicht hat, wird ein Teil der bisher angesparten BTC verkauft.

Diese Strategie ist zweifelsfrei die beliebteste und sicherste Art und Weise, Bitcoin zu kaufen. Sie hat jedoch einen entscheidenden Nachteil, auf den Andreas Antonopolous ebenso hinweist: Das Geld ist bis zum Verkauf gebunden und Investoren erhalten keine Dividende oder Rendite auf ihre BTC. Anders formuliert: Wer eine HODL-Strategie verfolgt, hat keine Möglichkeit mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen.

Schauen wir uns im Folgenden also mögliche Strategien sowie Vor- und Nachteile an, um Dividenden auf Bitcoin zu erhalten.

Passives Einkommen mit Bitcoin

Da der Begriff jetzt bereits mehrfach vorkam, möchten wir nochmal kurz erklären, was eigentlich unter passivem Einkommen zu verstehen ist. Grundsätzlich geht es hierbei um eine Form der Anlage, die ohne großen Aufwand ein regelmäßiges Einkommen (z.B. in Form einer Dividende) generiert.

Hohe Renditen und eine einfache Umsetzung

Die bekannteste Möglichkeit hierbei ist es, Bitcoin bei einem zentralen Anbieter zu hinterlegen und dafür eine Rendite zu erhalten. Eine solche Möglichkeit bieten Plattformen wie Nexo oder Celsius an. Der Vorteil hierbei ist die unkomplizierte Umsetzung und die – im Vergleich zu den Zinssätzen am Finanzmarkt – hohe jährliche Rendite.

So lassen sich bei den gerade genannten Plattformen mit Bitcoin ein passives Einkommen in Höhe von 4-8% pro Jahr verdienen. Vorteilhaft ist außerdem die Tatsache, dass die Kryptowährungen im Gegensatz zu Festgeldkonten beispielsweise nicht für eine feste Laufzeit gebunden sind. Die Angebote variieren hierbei von der Möglichkeit jederzeit auf seine Bitcoin zugreifen zu können bis zu einer Sperrdauer von wenigen Tagen.

Missmanagement, Vertrauen und Hacks als Risiken

Bei all dieser Euphorie ist es jedoch auch unserer Pflicht auf die Nachteile und potenziellen Risiken einer solchen Anlage hinzuweisen. Denn bei allen Anbietern müssen die Bitcoin auf ein custodial-wallet transferiert werden. Das heißt also, dass du deine Bitcoin zur Verwahrung in die Hände von Dritten gibst.

Dadurch besteht die Gefahr von Missmanagement sowie die Notwendigkeit des Vertrauens in diese dritte Plattform. Durch die Wahl einer seriösen und sicheren Plattform kannst du dieses Risiko minimieren, aber niemals eliminieren. Außerdem besteht – wie immer – die Gefahr eines Hacks, auch wenn große Plattformen ihre Einlagen sichern lassen.

Wenn du dich näher für dieses Thema interessierst, empfehlen wir einen Blick auf unseren Bitwala Test. Die deutschsprachige und von der Europäischen Union geförderte Plattform bietet die Möglichkeit an, mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen.

Im Folgenden Abschnitt wollen wir uns nun anschauen, ob es auch Alternativen zu den zentralisierten Plattformen gibt.

Andreas Antonopoulos setzt auf DeFi

An dieser Stelle kommen wir wieder zurück zum Livestream von Andreas Antonopoulos. Dieser wies in dem Livestream darauf hin, dass es für Bitcoin Besitzer auch Möglichkeiten gibt, ein passives Einkommen zu verdienen ohne dabei auf zentralisierte Plattformen setzen müssen.

Das große Stichwort lautet hierbei Decentralized Finance (DeFi). So sagte Antonopoulos, dass es die Möglichkeit gibt, seine Bitcoin in Ethereum (ETH) oder einen Stablecoin wie DAI zu wechseln. Diese können wiederum danach in einen Smart Contract hinterlegt werden, um darauf Dividenden zu erhalten. Mit dieser Strategie entsteht der große Vorteil, dass man auf eine dezentrale Alternative zurückgreift.

Doch bei all dem Potenzial, welches Decentralized Finance hat, entstehen dadurch enorm hohe Risiken. Auch Andreas Antonopoulos wies auf diese Gefahren hin, die wir nun aufzeigen wollen.

Ethereum (=die Blockchain) kann Probleme und Bugs haben. Auch der Konsensusalgorithmus könnte Fehler haben. Weitere Probleme können durch den Gas Preis entstehen. Die Kombination all dieser Faktoren kann im schlechtesten Fall dazu führen, dass du einen Teil oder dein gesamtes Kapital verlierst.

In unserem Artikel Der Decentralized Finance (DeFi) Hype: Die 6 größten Gefahren haben wir explizit auf die Gefahren hingewiesen, die im Zusammenhang mit DeFi entstehen. Insbesondere die Gefahr der Hacks ist nicht zu unterschätzen und wir unser gestriger Artikel zeigt, kann eine solche Gefahr jederzeit real werden.

Hinzu kommt die Gefahr, dass man die eigenen BTC für eine solche Strategie in eine andere Kryptowährung konvertieren muss. Dadurch handelt es sich hierbei nicht um eine „echte“ Möglichkeit, mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen. Neben den gerade genannten Risiken gibt es natürlich auch das Risiko der Kursschwankung und Volatilität.

Fazit: Welche Möglichkeit ist die beste, um mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen?

Zum Abschluss des Artikels möchten wir nochmal einen Blick auf die Möglichkeit werfen und kurz deren Vor- und Nachteile betrachten. Wir beginnen dazu bei der Strategie, Bitcoin zu hodlen.

Wer Bitcoin einfach nur kaufen und halten möchte, geht auf Nummer sicher. Diese Strategie ist zweifelsfrei die sicherste, da der Investor hierbei immer die volle Kontrolle über die eigenen BTC hat. Über das Konzept eines Bitcoin Sparplans kann jeder mit einer geringen Summe über die Zeit Vermögen aufbauen. Der Nachteil hierbei ist, dass kein wirklich passives Einkommen erzielt werden kann und das Geld bis zum Verkauf nicht arbeiten kann.

Wer tatsächlich mit Bitcoin ein passives Einkommen erzielen möchte, muss auf Drittanbieter setzen. Während hier die Notwendigkeit besteht, der zentralen Plattform zu vertrauen, erhält der Investor eine regelmäßige Rendite auf seine BTC. Die Dividende liegt hierbei deutlich höher als bei Tages- oder Festgeldkonten. Die Umsetzung selbst ist bei Anbietern wie Bitwala leicht. Dennoch sollte jedem bewusst sein, dass es sich hierbei nicht um eine risikolose Anlage handelt.

Die letzte Möglichkeit besteht in der Nutzung von DeFi Protokollen. Investoren können hierbei enorm hohe Renditen einfahren. Parallel dazu schätzen wir das damit verbundene Risiko allerdings auch als am Höchsten ein. Die komplette Branche ist noch sehr jung und dementsprechend gibt es viele Sicherheitslücken, die zum Totalverlust deines Investments führen können.

Wie ist deine Einschätzung zu dem Thema mit Bitcoin ein passives Einkommen zu verdienen? – Bleibst du der klassischen HODL-Strategie treu oder sind die aufgezeigten Alternativen für dich eine interessante Ergänzung?

Komm in unseren Telegram Chat, sag uns deine Meinung und verbinde dich mit der Community!

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Mann, der auf einer Wegkreuzung steht und verschiedene Optionen vor sich hat.

Die Bitcoin2Go Checkliste: Kryptowährungen einfach verstehen

Die Bitcoin2Go Checkliste: Kryptowährungen einfach verstehen.

Wir von Bitcoin2Go haben es uns als Ziel gesetzt jedem Menschen das Thema Kryptowährungen einfach, verständlich und vor allem seriös zu erklären. Mit dieser Checkliste geben wir dir eine Anleitung an die Hand, die dich von Beginn an abholt und dir die wichtigsten Fragen rund um Kryptowährungen, Bitcoin, Blockchain und Investitionen erklärt.

Bevor wir anfangen, haben wir noch eine wichtige Botschaft an dich: Transparenz steht bei uns an oberster Stelle. Falls du also mehr zu unserem Geschäftsmodell erfahren möchtest und wie wir Geld verdienen, klicke einfach auf diesen Link.

4 Schritte für deinen perfekten Einstieg

Um dir den bestmöglichen Einstieg zu gewährleisten, haben wir unsere Checkliste in 4 Schritte eingeteilt. Die Reise beginnt hierbei bei 0, so dass du wirklich keine Vorkenntnisse brauchst. Neugier und das Interesse dich mit einer spannenden Innovation zu beschäftigen, ist die wichtigste Eigenschaft, die du mitbringen solltest.

Schauen wir uns im Folgenden nun die 4 Schritte für deinen perfekten Einstieg an:

  • Basis-Wissen

    Wer ein Haus bauen möchte, benötigt zuerst ein Fundament. Im ersten Schritt zeigen wir dir, was Bitcoin ist, wie eine Blockchain funktioniert und was Kryptowährungen sind.

  • Altcoin-Wissen

    Im zweiten Schritt kannst du mehr über weitere Kryptowährungen erfahren. Hierzu gehören Ethereum (ETH), Ripple (XRP), Iota (MIOTA) und weitere Coins. Dieses Kapitel ist optional.

  • Strategien & Tipps zum Investieren

    Neben dem technologischen Aspekt, sind Kryptowährungen auch aus der finanziellen Perspektive interessant. Wir zeigen dir die wichtigsten Strategien und Tipps. Außerdem vergleichen wir Bitcoin mit Vermögenswerten aus dem klassischen Finanzmarkt (ETFs und Edelmetalle).

  • Handeln, Verwahren und Optimieren

    Wer die Theorie beherrscht, betritt den Bereich der Praxis. Im letzten Abschnitt zeigen wir dir konkret, wo du Kryptowährungen kaufen kannst, wie du sie sicher verwahrst und welche steuerlichen Aspekte dabei berücksichtigt werden müssen.

Tipps und Empfehlungen zur Arbeitsweise

Bevor nun zu dem eigentlichen Inhalt kommen, möchten wir dir noch einige Worte zur Arbeitsweise mitgeben:

Um das Optimum für dich herauszuholen, empfehlen wir dir die Kapitel 1, 3 und 4 in Ruhe durchzuarbeiten. Das Kapitel 2 ist optional und gibt dir bei Interesse mehr Informationen zu weiteren Kryptowährungen.

Um die gesamte Checkliste durchzuarbeiten, solltest du dir 1-2 Stunden Zeit nehmen. Die Materie der Kryptowährungen ist zu komplex, als dass sie in wenigen Minuten verstanden werden kann. Sieh die Zeit also als nachhaltige Investition in dich. Für eine bessere Einschätzung, haben wir die durchschnittliche Lesedauer bei jedem Abschnitt zusätzlich hinterlegt.

Du kannst diese Seite hier als Startseite verwenden, um dich durch die verschiedenen Artikel zu navigieren. Zusätzlich dazu stellen wir dir unsere Bitcoin2Go Checkliste als PDF bereit. Am besten ist es, wenn du die Liste ausdruckst und jeden Artikel nach dem Lesen abhakst. Damit hast du eine echte Checkliste.

Anmerkung: Die Checkliste ist zu 100% kostenlos. Du kannst sie runterladen und für dich verwenden. Wir möchten auch keine persönlichen Informationen oder Ähnliches. Runterladen und lernen – nicht mehr und nicht weniger.

1. Schritt: Basis-Wissen

Wir beginnen mit den drei grundlegenden Artikeln zu Bitcoin, Kryptowährungen und Blockchain. Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 30 Minuten.

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2. Schritt: Altcoin-Wissen

In diesem optionalen Kapitel kannst du dein Wissen vertiefen. Wir zeigen dir die größten und wichtigsten Kryptowährungen neben Bitcoin. Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 60 Minuten.

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3. Schritt: Strategien & Tipps zum Investieren

Lehrgeld ist teuer und demotivierend. Wir können dir versichern, dass wir zum Anfang unserer Karriere dankbar über Strategien & Tipps gewesen wären, die uns vor dem Bezahlen von Lehrgeld geschützt hätte.

Daher haben wir die wichtigsten Impulse zum Investieren in den nachfolgenden Artikeln zusammengefasst. Die Inhalte sind teilweise etwas komplexer, da wir den Anspruch hatten, Dinge objektiv nachvollziehbar aufzuzeigen und mit Zahlen zu belegen.

Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 40 Minuten.

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4. Schritt: Handeln, Verwahren und Optimieren

In dem letzten Abschnitt geht es um die praktischen Fragen. Wo kannst du sicher, seriös und schnell Kryptowährungen kaufen? Wie du kannst diese anschließend verwahren und wie sieht es eigentlich mit dem Thema Steuern aus?

Die durchschnittliche Lesedauer beträgt hierbei 60 Minuten.

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Glückwunsch: Du bist am Ende der Checkliste

Glückwunsch! – Du bist am Ende der Checkliste angelangt. Zunächst hoffen wir, dass wir dir interessante Impulse und Wissen zum Thema Bitcoin, Blockchain und Kryptowährungen vermitteln konnten.

Egal ob du vielleicht wie unsere Person im rechten Bild bereits an einem Sparplan tüftelst oder noch über die technischen Vorzüge einer Blockchain nachdenkst, wir freuen uns über dein Feedback.

Wenn du uns deine Meinung zur Bitcoin2Go Checkliste hinterlassen möchtest oder weitere Fragen hast, kannst du mit uns am besten über Telegram oder Facebook in Kontakt treten.

Bitcoin Münze im Vergleich zu USD

Bitcoin und der Aktienmarkt – BTC Korrelation erreicht neues ATH

Bitcoin und der gesamte Krypto-Markt haben in den letzten Monaten eine enge Korrelation mit dem Aktienmarkt gezeigt wobei die Korrelation in den Wochen nach dem schwarzen Donnerstag stark zugenommen hat. In diesem Artikel wollen wir herausfinden, ob dieser Trend sich in der Zukunft weiter fortsetzt und ob die langersehnte Entkopplung vom Aktienmarkt überhaupt realistisch ist. Viel Spaß!

Korrelation steigt auf Höchstwert

Die Korrelation zwischen Bitcoin und den Aktienmärkten ist in den letzten Wochen unglaublich stark gewachsen. Dabei haben wir uns am größten amerikanischen Aktienindex S&P 500 orientiert und Daten von Skew ausgewertet. Bereits vor zwei Wochen berichteten wir über die starke Korrelation von Bitcoin und den traditionellen Märkten.

Bitcoin Korrelation mit S&P 500

Aus den Daten können wir ablesen, dass besonders Ende Mai ein starker Zuwachs an Korrelation stattgefunden hat. Aber auch im Juni hat sich der Trend fortgesetzt und die Korrelation ist mittlerweile auf einen neuen Jahreshöchstwert gestiegen.

Es scheint fast so, als ob sich viele Krypto-Investoren mittlerweile mehr an den traditionellen Märkten orientieren in der Annahme, dass Bitcoin die Bewegungen des Aktienmarktes nachahmen wird.

Während Wirtschaftswissenschaftler von einem aufgeblasenen Aktienmarkt sprechen, könnte auch Bitcoin unter diesem Szenario leiden. Denn wenn der Aktienmarkt durch billiges und frisches Geld künstlich aufgebauscht wird und kaum noch die Realität abbildet, kommt es früher oder später zur Korrektur. Dabei wird höchstwahrscheinlich auch Bitcoin unter die Räder kommen und einen Rückgang unter die 9.000 US-Dollar wird immer wahrscheinlicher.

Bitcoin Entkopplung lässt auf sich warten

Der Bitcoin Kurs verläuft seit Anfang Mai seitwärts und konnte sowohl die 10.000 als auch die 9.000 US-Dollar Grenze nicht durchbrechen. Für den einen oder anderen ist die sinkende Volatilität eine gute Nachricht, aber viele Investoren hatten sich wohl mehr vom Bitcoin Kurs erhofft. Die Handelsvolumina sinken weltweit und die Investoren halten sich zurück bis ein neuer Trend ersichtlich wird.

Auch am Aktienmarkt ist kein klarer Trend zu erkennen und die Anleger haben Angst vor einer zweiten Corona Infektionswelle. Außerdem gehen die Meinungen sehr stark auseinander, wie lange es dauern könnte und sollte, bis sich die Wirtschaft auf einen Zustand wie vor der Pandemie erholt hat. Der langfristige wirtschaftliche Schaden, der hohe Arbeitslosigkeit und Masseninsolvenzen mit sich bringt, scheint im Aktienmarkt keine große Rolle zu spielen.

Es könnte also noch etwas dauern bis Bitcoin sich wieder vom Aktienmarkt entkoppelt, wobei vor Allem der weitere Verlauf der globalen Corona Pandemie eine entscheidende Rolle einnimmt.

Dennoch sei an dieser Stelle gesagt, dass Bitcoin in der Vergangenheit zu den traditionellen Märkten unkorreliert war. Erst mit der Coronakrise hat die Korrelation stark zugenommen. Daher könnte es sich aktuell um einen Ausreißer handeln. Um dir ein besseres Bild über ein ausgewogenes Portfolio mit Bitcoin zu machen und wie sich die größten ETFs, Gold und BTC in den letzten Jahren im Vergleich verhalten haben, empfehlen wir dir unsere ausführliche Portfolio-Analyse.

Steht der nächste Bitcoin Absturz bevor?

Auch Alex Krüger, ein angesehener Krypto-Ökonom erklärte kürzlich auf Twitter, dass die Korrelation zwischen dem Krypto- und Aktienmarkt Bitcoin kurzfristig auf Talfahrt schicken könnte.

Er behauptet, dass die starke Korrelation es immer wahrscheinlicher macht, dass die nächste Bewegung von Bitcoin um 1.000 US-Dollar nach unten gerichtet sein wird, weil ähnliches auch dem Aktienmarkt bevor stehen könnte.

Es besteht jedoch weiterhin die Möglichkeit, dass durch neue Rettungspakete oder Finanzspritzen der Regierungen dieses Szenario verzögert, abgeschwächt oder sogar ganz verhindert wird. Wenn sich der Trend am Aktienmarkt umkehrt oder die Angst vor der zweiten Welle sich als überflüssig herausstellt, könnte sich der Effekt aber auch drehen. Dann könnte Bitcoin von der positiven Stimmung am Aktienmarkt profitieren und wieder Fahrt aufnehmen.

Zusammenfassend können wir festhalten, dass die Erwartung auf große positive Preissprünge gedämpft wird und die beste und entspannteste Strategie immer noch „Keep calm and HODL“ bleibt. Wir empfehlen außerdem die Cost-Average-Strategie, um sich so wenig wie möglich von FUD und FOMO beeinflussen zu lassen.

Wir bleiben wie immer für euch dran und berichten sobald es etwas Interessantes gibt! Schaut unbedingt in unserer Wissensbibliothek vorbei, dort tragen wir alles Relevante zusammen, um im Bitcoin Space informiert zu bleiben.

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[Bildquelle: Twitter, Shutterstock]

Münzen von Kryptowährungen liegen rund um BTC Münze hereum.

Bitcoin Dominanz fehlerhaft? Warum die BTC Marktdominanz weitaus höher liegt

Die Bitcoin Dominanz im Krypto-Markt ist immer noch beachtlich und liegt laut CoinMarketCap bei ca. 65%. Dennoch hat die Bitcoin Dominanz in den letzten Jahren stark abgenommen und einen kurzzeitigen Tiefpunkt bei ca. 33% im Januar 2018 erlebt. Kurz zur Erinnerung: vor 2017 lag die Bitcoin Dominanz immer zwischen 76% bis 96%. Was ist der Grund für diesen starken Einbruch? Wird Bitcoin dem Aufkommen weiterer Kryptowährungen erliegen oder müssen wir vielleicht die zugrundeliegende Berechnung von CoinMarketCap in Frage stellen?

Bitcoin Dominanz hat sich seit Januar 2018 fast verdoppelt

Jeder von uns kennt wohl die Plattform CoinMarketCap oder ähnliche Seiten. Auf diesen Seiten bekommt man auf einen Blick die wichtigsten Informationen über so gut wie alle Kryptowährungen. Egal ob es um den aktuellen Preis, die umlaufende Menge, das tägliche Handelsvolumen oder die jeweilige Marktkapitalisierung geht, hier kommen alle Informationen über den Status Quo vom Krypto-Markt zusammen. Zudem lässt sich die aktuelle Marktdominanz der verschiedenen Kryptowährungen einsehen, allen voran Bitcoin. Hierbei sollte wohl den meisten auffallen, dass sich in den letzten Jahren die Marktdominanz von Bitcoin verringert hat. Im nachfolgenden Chart von CoinMarketCap sieht man die Veränderung der Marktdominanz der verschiedenen Kryptowährungen im zeitlichen Verlauf.

Bitcoin Marktdominanz Chart

Viele sehen hierbei ein Indiz dafür, dass andere Kryptowährungen Raum gut machen können und irgendwann sogar Bitcoin von der Spitze verdrängen könnten. Doch fangen wir erstmal weiter vorne an.

Marktkapitalisierung und Marktdominanz berechnen

Wie berechnet sich überhaupt die jeweilige Marktkapitalisierung und die Marktdominanz? Die Marktkapitalisierung ist das Produkt aus dem Preis pro Coin und der umlaufenden Menge an Coins. Um es etwas verständlicher zu machen, nehmen wir hierfür Bitcoin als Beispiel. Bitcoin hat aktuell eine umlaufende Menge von 18.417.031 BTC. Der aktuelle Preis pro BTC liegt bei ca. 9.000 USD. Somit können wir die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin wie folgt berechnen:

18.417.031 * 9.000 = 165.753.279.000 USD (≈ 165 Milliarden US-Dollar)

Nachdem wir nun wissen, wie die Marktkapitalisierung berechnet wird, können wir auch die jeweilige Marktdominanz bestimmen. Hierfür müssen wir aber vorher die Gesamtmarktkapitalisierung bestimmen. Dafür nehmen wir die aktuellen Daten von CoinMarketCap. Laut der Analyse-Plattform liegt die Gesamtmarktkapitalisierung aktuell bei ca. 257 Milliarden USD. Dabei wurden insgesamt 5.624 Kryptowährungen berücksichtigt.

Die Marktdominanz der jeweiligen Kryptowährung ist demnach der Quotient aus der Marktkapitalisierung der jeweiligen Kryptowährung und der Gesamtmarktkapitalisierung. Für ein besseres Verständnis nehmen wir auch hier wieder Bitcoin als Beispiel. Die Marktkapitalisierung von BTC liegt bei 165 Milliarden USD. Die Gesamtmarktkapitalisierung bei 257 Milliarden USD. Somit können wir die aktuelle Marktdominanz von Bitcoin problemlos bestimmen:

165 / 257 = 0,642023346 (≈ 64,2%)

Bitcoin Dominanz liegt weitaus höher als gedacht

Viele nutzen die Marktdominanz, um die Stärke und Wichtigkeit einer Kryptowährung zu bestimmen. Doch hier liegt die Krux. Zwar kann man sicherlich die Marktdominanz der jeweiligen Kryptowährung hinzuziehen aber einzig und alleine sagt sie relativ wenig über den Zustand und die Entwicklung des Projektes dahinter aus. Der Preis ist bei weitem nicht alles und einige Projekte können erfolgreich sein, ohne dass die native Kryptowährung an Fahrt gewinnt. Das gilt natürlich für die andere Richtung genauso. Es gibt einige Projekte, die absolut nichts vorzuweisen haben aber dennoch einen hohen Preis und Marktkapitalisierung genießen. Der Hype lässt grüßen.

Nichtsdestotrotz ist der Preis und die Marktkapitalisierung nicht ganz irrelevant. In dieser Hinsicht ist Bitcoin mit Abstand die größte und wichtigste Kryptowährung mit einer aktuellen Marktdominanz von ca. 65% (laut CoinMarketCap). Doch die dargestellte Bitcoin Dominanz ist bei Weitem nicht korrekt und muss neu bestimmt werden, da einige Faktoren in der Darstellung nicht berücksichtigt werden. Die wahre Bitcoin Dominanz liegt weitaus höher und wird viele überraschen. Aber schauen wir am besten direkt wo die möglichen Fehler liegen.

Marktkapitalisierung ohne die dazugehörige Liquidität ist bedeutungslos

Einer der größten Probleme bei der Bestimmung der Marktkapitalisierung ist die dazugehörige Liquidität. Hier spielt vor allem das jeweilige Handelsvolumen eine entscheidende Rolle. Denn erst ein hohes Handelsvolumen und Liquidität geben mir die Möglichkeit ein gewisses Volumen zu dem aufgeführten Preis zu verkaufen/kaufen. Um die Problematik der Marktkapitalisierung ohne die Berücksichtigung der Liquidität deutlich zu machen, können wir folgendes Beispiel hinzuziehen.

Du erstellst eine Kryptowährung mit 100 Milliarden Coins in der Summe. Du schaffst es jemanden zu finden, der dir einen Coin für 2 USD abkauft. Damit würde die Marktkapitalisierung von deiner Kryptowährung direkt auf 200 Milliarden USD springen und Bitcoin alt aussehen lassen. Das würde nicht nur künstlich die Gesamtmarktkapitalisierung aufblähen, sondern auch die Bitcoin Dominanz enorm verkleinern. Zudem könnte man bei so einem geringen Handelsvolumen keine 1.000 Coins verkaufen, ohne den Preis vom Coin zu crashen. Es wäre sogar wahrscheinlich weitaus schlimmer – die Coins könnte man zu keinem Preis verkaufen, weil es einfach keine Käufer gibt.

Ohne die Berücksichtigung der Liquidität wird die Marktkapitalisierung zu einem bedeutungslosen Maß.

Marktkapitalisierung in Abhängigkeit der Liquidität

Die Liquidität kann aber nicht ohne weiteres bestimmt werden. Im Idealfall würde man ein kombiniertes Maß für den Slippage (wie stark sich der Preis bewegt, wenn eine große Order ausgeführt wird) und für den Spread (Differenz zwischen günstigstem Verkaufs- und Kaufpreis im Orderbook) erstellen. Demnach würde ein großer Slippage und ein großer Spread auf eine geringe Liquidität hinweisen. Genau das ist bei den meisten Kryptowährungen, die auf CoinMarketCap aufgeführt sind und in die Gesamtmarktkapitalisierung einfließen, der Fall.

Alternativ, um die Liquidität zu bestimmen, nimmt man das jeweilige Handelsvolumen. Damit kann man die Gesamtmarktkapitalisierung bereinigen, in dem man Kryptowährung und deren Marktkapitalisierung ausschließt, die ein zu niedriges Handelsvolumen aufweisen. Hierbei sollten wir aber nicht vergessen, dass ein Großteil der ausgewiesenen Handelsvolumina auf CoinMarketCap durch gefälschte Daten oder Washtrading der verschiedenen Börsen zustande kommt.

Die wahre Bitcoin Dominanz

Die Bitcoin Dominanz liegt anhand der nachfolgenden Darstellung von Arcade Research über 90%. Hierbei wurde die BTC Dominanz durch die volumengewichtete Marktkapitalisierung (volume-weighted market capitalization) bereinigt. Bitcoin erreicht eine Marktdominanz von über 90% mit dem ausgewiesenen Handelsvolumen von CoinMarketCap und auch mit dem ausgewiesenen Handelsvolumen von Bitwise. In beiden Fällen wurden Stablecoins aus der Berechnung rausgezogen.

Bitcoin Dominanz Vergleich

Hierzu sei aber gesagt, dass die Publikation von Arcade Research, auf der dieser Artikel beruht, bereits im September 2019 veröffentlicht wurde. Demnach können die aufgeführten Zahlen zu den aktuellen Zahlen abweichen. Dennoch sollte es deutlich machen, wie fehlerhaft die Darstellung der Bitcoin Dominanz auf CoinMarketCap letztendlich ist.

Warum Stablecoins nicht einberechnet werden

In der oben aufgeführten Darstellung werden zwei Bitcoin Dominanzen berechnet: Mit Stablecoins und ohne Stablecoins. Stablecoins sind nichts anderes als FIAT-Derivate. Die repräsentieren die FIAT-Währungen (US-Dollar, EUR, usw.) in digitaler Form. Demnach konkurrieren sie nicht mit anderen handelbaren Kryptowährungen, die einen selbst erhaltenden „inneren“ Wert aufweisen. Ähnlich würde es sich verhalten, wenn wir die Amazon Aktie tokenisieren und diese in die Gesamtmarktkapitalisierung des Krypto-Marktes einfließen lassen.

Auf der anderen Seite gibt es auch Stablecoins wie zum Beispiel DAI, die nicht mit echten FIAT-Währungen hinterlegt sind. Diese werden aber in der Berechnung ebenfalls rausgezogen, weil sie noch einen zu geringen Einfluss auf den Gesamtmarkt haben.

Bitcoin bleibt ungeschlagen

Bitcoin steht immer noch an der Spitze der Krypto-Nahrungskette und ist der Taktgeber für den gesamten Krypto-Markt. Es gibt aktuell keinen Grund dafür, dass sich das in Zukunft ändern sollte. Der gesamte Krypto-Markt steht und fällt mit freiem, dezentralen und zensurresistenten Geld – Bitcoin. In unserem Artikel „Der neue Bitcoin – wird BTC in 5 Jahren von diesem Altcoin abgelöst?“ haben wir die wichtigsten Punkte genannt, die Bitcoin einmalig und unverwechselbar machen. Zudem haben wir aufgezeigt, warum ein Altcoin BTC nicht das Wasser reichen kann. Die wahre Bitcoin Dominanz unterstreicht die aufgeführten Zusammenhänge in dem Artikel zusätzlich.

Egal ob es um die Liquidität, das Handelsvolumen, den Bekanntheitsgrad, das Interesse von institutionellen Investoren, den Grad der Dezentralisierung oder Netzwerkeffekt geht, bleibt Bitcoin ungeschlagen und kann mit jedem weiteren Tag seinen Abstand zu den anderen Kryptowährungen vergrößern.

Wir hoffen, dass dir der Artikel gefallen hat und du ab jetzt mit anderen Augen auf die aufgeführte Bitcoin Dominanz auf CoinMarketCap schaust. Schaut unbedingt in unserer Wissensbibliothek vorbei! – Dort tragen wir alles Relevante zusammen, um im Bitcoin Space informiert zu bleiben.

Was denkst du über die Bitcoin Marktkapitalisierung und die Rolle von BTC an der Spitze des Kryptomarktes? Komm in unseren Telegram Chat, sag uns deine Meinung und verbinde dich mit der Community!

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