Bitcoin Münze auf Platine

Was ist Bitcoin (BTC)? – Die Kryptowährung Nr. 1 verstehen

Was ist Bitcoin (BTC)? – Diese Frage hat sich die Mehrheit der Deutschen Bevölkerung bereits gestellt. Eine Umfrage des Bundesverbandes für  Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) aus dem Jahr 2018 bestätigt diese Annahme und zeigt, dass rund 64% der Bevölkerung bereits einmal vom sogenannten Bitcoin gehört oder aber gelesen haben. Das Phänomen und die Anziehungskraft der Kryptowährung wird hierbei bereits deutlich, denn im Jahr 2013 hatten gerade einmal 14% der Bevölkerung von Bitcoin gehört.

Der Unterschied zwischen „ich habe etwas gehört“ und „ich habe etwas verstanden“ ist jedoch enorm und so zeigt eine weitere Umfrage der Postbank aus dem Jahr 2018, dass wiederum 80% der Deutschen wenig bis gar keine Ahnung von Kryptowährungen haben. Unsere Reaktion auf diese Zahlen war eindeutig: Es bedarf einer Anlaufstelle, die seriös und transparent Aufklärungsarbeit leistet und den Menschen erklärt, was Bitcoin (BTC) ist.

Bitkom Umfrage aus 2018 zur Bekanntheit von Bitcoin in Deutschland. Quelle: statista.de

Mit diesem Artikel möchten wir daher für dich als Leser eine Grundlage schaffen. Vorweg: Bitcoin gleicht tatsächlich einer Wissenschaft, denn die größte und bekannteste Kryptowährung enthält Elemente aus der Informatik, Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Um das Konstrukt Bitcoin ganzheitlich zu verstehen, benötigt es sowohl Zeit als auch Lernbereitschaft. Wir haben diesen Artikel bewusst so geschrieben, dass er sich für jeden Einsteiger eignet, der sich grundsätzlich über BTC informieren möchte. Du als Leser darfst dieses Dokument also als Startpunkt und Anker sehen.

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Aufbau und Zielsetzung des Artikels

Unser Ziel ist es, dir einen ganzheitlichen Blick aufzuzeigen und somit verschiedene Aspekte der Kryptowährung Bitcoin zu beleuchten. Wir beginnen mit einer kurzen Zeitreise in die 90er Jahre und der Frage, ob es bereits digitale Währungen oder ähnliche Ideen vor Bitcoin gab. Anschließend geht es um die Grundidee der Kryptowährung, sowie die technischen Elemente, die dieses komplette Konstrukt erst ermöglichen.

Obwohl die Chronik von BTC nur 11 Jahre alt ist, kann die bekannteste Kryptowährung der Welt bereits eine bewegte Geschichte vorweisen, auf die wir ebenso eingehen möchten. Diese Ereignisse dürfen gerne als Impuls und Inspiration für weitere Recherchen verstanden werden. Zum Abschluss blicken wir in die heutige Zeit und beleuchten den Status-Quo von Bitcoin aus verschiedenen Perspektiven. Hierbei stellen sich Fragen zur aktuellen Verbreitung sowie Nutzung und dem allgemeinen Interesse seitens großer Firmen und Gesellschaften.

Was ist Bitcoin (BTC)? - Ein Überblick

Die Ursprünge von Bitcoin

Dieser Abschnitt beginnt mit einem klaren Statement und einer Definition von Bitcoin, ein Satz der eigentlich alles aussagt:

Bitcoin ist die erste, weltweit akzeptierte, digitale und komplett dezentrale Währung.

Damit stellt die Kryptowährung eine klare Innovation dar und ist ein Novum in der menschlichen Geschichte des Geldes. Dennoch gibt es eine interessante Historie von früheren Ansätzen digitales Geld zu etablieren. Einige dieser Ansätze haben bereits wichtige, technische Elemente verwendet, die nun auch bei Bitcoin selbst zum Tragen kommen.

1977: Asymmetrische Verschlüsselung als Auftakt

Der Beginn der modernen Verschlüsselung lässt sich auf das Jahr 1977 datieren. In diesem Jahr veröffentlichten die drei Mathematiker Ron Rivest, Adi Shamier und Leonard Adleman einen Algorithmus zur Verschlüsselung von Daten. Der Name dieser Verschlüsselungsmethode heißt gemäß der Nachnamen der drei Herren RSA. Die Methode war revolutionär und bildete die spätere Grundlage für die Entwicklung der sogenannten Secure Hashing Algorithms (SHA).

Warum sind all diese Fakten überhaupt wichtig und welche Relevanz haben sie? – Jegliche Art der Verschlüsselung über das Internet läuft heute über asymmetrische Verschlüsselung und einen SHA-Algorithmus. Egal ob es dein Online-Banking, dein Kauf über Amazon, das Versenden via PayPal oder die Übertragung persönlicher Daten ist. Auch das Bitcoin Netzwerk verwendet einen SHA-256 Algorithmus als eines der wichtigsten Bestandteile.

Zurück zur Historie: Nachdem die Mathematiker 1977 die Idee von RSA veröffentlichten, verbreitete ein Kryptograph namens David Chaum 1982 ein wissenschaftliches Papier, welches mithilfe dieser Methoden ’nicht nachverfolgbare Zahlungen‘ ermöglichte. Ab diesem Zeitpunkt haben sich viele sogenannte Cypherpunks (=technisch versierte Menschen mit Fokus auf Datenschutz und Privatsphäre) das Ziel gesetzt, Software zu entwickeln, die zensurresistent ist und die Privatsphäre jedes Individuums respektiert. Und so kamen über die Jahre bis hin zur Entstehung von Bitcoin im Jahr 2008/2009 verschiedene Vorschläge zu digitalen Währungen, die auf dem Prinzip der asymmetrischen Verschlüsselung basierten.

1983 – 2005: Von eCash zu BitGold

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Übersicht der bekannteste Entwicklungen, die vor Bitcoin entstanden sind.

Name Erfinder Jahr Beschreibung und Idee
eCash
David Chaum
1983
Halb-Dezentrales elektronisches Geld für kleine Zahlungen
Hashcash
Adam Back
1997
Keine digitale Währung. Vielmehr ein System, um digitale Knappheit zu erzeugen. Idee des Proof-of-Work.
B-Money
Wei Dai
1998
Zwei Vorschläge von dezentralem, digitalem Geld. Eine Währung ähnlich zu Bitcoin, die andere zu Ethereum.
RPOW
Hal Finney
2004
Dezentrales Geldsystem, auf Basis eines Proof-of-Work Algorithmus.
Bit Gold
Nick Szabo
2005
Dezentrales Geld auf Basis von Hashcash. Bereits sehr ähnlich zu Bitcoin.

31. Oktober 2008: Die Geburtsstunde von Bitcoin

In Mitten der Höhepunkt der Finanzkrise von 2007/2008 veröffentlichte eine bis heute unbekannte Person mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto eine wissenschaftliche Arbeit mit dem mittlerweile legendären Titel:

Bitcoin: A peer-to-peer electronic cash system

In diesem Whitepaper beschreibt Nakamoto die technische Funktionsweise und legte somit den Grundstein für die bekannteste Kryptowährung der Welt. 

Wenn du mehr über den Gründer und die Spekulationen zu dessen Identität erfahren möchtest, dann schaue dir unseren Artikel zu Satoshi Nakamoto an.

Im folgenden Abschnitt werfen wir nun einen Blick auf das Bitcoin Protokoll. Dabei handelt es sich um den eben beschriebenen Grundstein, den Nakamoto am 31. Oktober 2008  mit der Veröffentlichung des Whitepapers legte.

Wie funktioniert Bitcoin? – Das Protokoll

Das Bitcoin Protokoll bildet die Grundlage für das Netzwerk und enthält alle wichtigen Regeln, damit BTC in einer ordnungsgemäßen Art und Weise funktioniert. Dabei gibt es 4 entscheidende Elemente, die das Fundament bilden: die Blockchain, Nodes, Miner und der Konsensalgorithmus Proof-of-Work (PoW).

Die 4 wichtigsten Pfeiler des Netzwerkes

In der nachfolgenden Tab-Darstellung gehen wir auf die jeweiligen Elemente näher ein und erläutern deren Funktion im Netzwerk.

  • Blockchain
  • Nodes
  • Miner
  • Proof-of-Work (PoW)

Der Begriff Blockchain kann im Deutschen etwa mit einer verketteten Liste übersetzt werden. Technisch gesehen gehört die Blockchain zu den sogenannten Distributed Ledger Technologien (DLT).

Es handelt sich hierbei um eine verteilte Datenbank, deren Inhalt über ein weltweites Netzwerk von Computern (Nodes) repliziert und verteilt wird.

Diese Datenbank beinhaltet alle Transaktionen (=Überweisungen), die jemals über das Bitcoin Netzwerk getätigt wurden. Transaktionen werden hierbei gebündelt und anschließend in einen sogenannten Block gepackt. Die Blockchain besteht somit aus mehreren Blöcken, die jeweils Transaktionen beinhalten.

Manipulations- und Zensurresistenz als Vorteil

Die Verkettung entsteht dadurch, dass jeder einzelne Block eine Verlinkung (=Prüfsumme) auf den vorherigen Block hat. Das Konzept ist so aufgebaut, dass eine Änderung in einem einzigen Block zur Änderung aller nachstehenden Prüfsummen führen würde. Damit kann sichergestellt werden, dass Manipulationen sofort auffallen würden.

Mehr Informationen erfährst du in unserem Artikel: Was ist eine Blockchain? - Einordnung, Eigenschaften und Use Cases

Nodes sind die Knotenpunkte im weltweiten Netzwerk der Bitcoin Blockchain. Sie speichern die Kopie der Blockchain und sorgen für die ordnungsgemäße Verarbeitung neuer Transaktionen

Wir haben gerade beschrieben, dass eine Blockchain eine verkettete Liste ist. Dabei werden immer neue Blöcke an das aktuelle Ende gehängt.

Wie entstehen eigentlich Blöcke in der Blockchain?

Neue Blöcke entstehen durch Miner. Hierbei handelt es sich (einfach gesagt) um eine besondere Gruppe, die spezielle Hardware verwendet, mit deren Hilfe besonders komplexe mathematische Aufgaben gelöst werden können. Mit der Lösung dieser Aufgaben entstehen neue Blöcke. Da die Maschinen der Miner nicht nur viel Energie benötigen, sondern auch in der Anschaffung Kosten haben, werden Miner für das Schaffen von Blöcken belohnt. Die Belohnung besteht hierbei aus einer gewissen Menge an Bitcoin, welche alle 4 Jahre halbiert wird. Der Grund für diese komplexen Rechenaufgaben liegt im Proof-of-Work Algorithmus, den wir uns als nächstes anschauen.

Mining ist ein sehr wichtiger Prozess, da er zur Sicherheit des gesamten Netzwerks beiträgt und für die Stabilität und Funktionsweise sorgt.

Unter Proof-of-Work (PoW) versteht man einige Regeln für das Netzwerk. Hierbei geht es beispielsweise um die Frage, wie man erkennt, welche Blockchain die "richtige" ist und welcher neue Block tatsächlich der "wahre" Block ist.

Dieser Art von Algorithmus setzt einen Rechen- sowie Energieaufwand voraus. Da für die Maschinen sowie die Energiekosten enorm hohe Fix- und variable Kosten anfallen, sorgt dieser Algorithmus für mehr Sicherheit. Miner haben nämlich aufgrund des finanziellen Risikos kein Interesse an einer Manipulation, sondern sind eher daran interessiert, das Modell Mining zu einem Geschäft zu machen.

Zugegebenermaßen sind die eben beschriebenen Punkte komplex und man benötigt im Normalfall ein gewisses Grundverständnis für das Thema IT und Kryptographie.

Was eben noch in einem technischen Tonus erklärt wurde, hat jedoch leicht verständliche Konsequenzen für jede Person, die Bitcoin real nutzen möchte.

Die praktischen Vorteile des Protokolls

Dadurch, dass die Bitcoin Blockchain eine verteilte Datenbank ist, entsteht der immense Vorteil, dass alle Datensätze weltweit bei unterschiedlichen Personen und Gruppen verteilt sind. Dies hat den enormen Vorteil, dass die Macht und die Kontrolle über diese Daten nicht bei einer einzigen Gruppe liegt, der wir als Anwender vertrauen müssen.

Entscheidungen des Netzwerks werden immer im Kollektiv getroffen. Damit hast du als potenzieller Nutzer der Blockchain niemals ein Vertrauensproblem und kannst immer von zuverlässigen Daten ausgehen. Selbst, wenn einzelne Knotenpunkte ausfallen oder gar manipuliert werden, können wir sicher sein, dass die Mehrheit der Teilnehmer die richtigen Daten hat. Die Dezentralität unterstreicht außerdem die Zensurresistenz des Netzwerks.

Ein weiterer enormer Vorteil von Bitcoin besteht in den Transaktionen selbst. Falls du in deinem Leben vielleicht bereits eine Auslandsüberweisung getätigt hast, müsstest du merken, wie viele Hürden es hierbei gibt:

Beginnend bei den Kosten für die Überweisung über horrende Wechselkurse bis hin zur langen Verarbeitung von Transaktionen. Das Bitcoin Netzwerk vereinfacht diesen Prozess und lässt jede Person mit einem Zugang zum Internet am Netzwerk teilhaben. Dabei können BTC weltweit zu günstigen Konditionen und in minutenschnelle versendet werden. 

Dass Bitcoin allerdings nicht nur ein technisches Konstrukt ist, sondern auch eine politische Komponente hat, siehst du im folgenden Abschnitt. Besonders die Inhalte der Jahre 2008 und 2009 zeigen dir, dass Bitcoin angewandte Geldpolitik ist und mehr als eine digitale Währung darstellt.

Der Weg von 0 zu 20.000 US-Dollar

Am 31.10.2008 veröffentlichte Satoshi Nakamoto das Whitepaper von Bitcoin. 3 Monate später, am 03.01.2009, ging die Bitcoin Software live und die Kryptowährung konnte zum ersten Mal verwendet werden. Damit ist BTC fast 12 Jahre alt.

In diesen fast 12 Jahren hat die größte Kryptowährung der Welt Höhen und Tiefen erlebt. Die Reise all derjenigen Menschen, die das Projekt seit Beginn an mitverfolgt haben, ist wohl kaum vorstellbar. Um dir als Einsteiger ein Gefühl zu geben, wie bewegend die Historie Bitcoins tatsächlich ist, haben wir im Folgenden die wichtigsten Ereignisse seit 2008 zusammengefasst.

Es ist der 15. September 2008. Die Welt steht buchstäblich am Höhepunkt der Finanzkrise. Die US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers, welche eine 150-jährige Historie vorzuweisen hat, beantragt offiziell Insolvenz. In Folge dessen erweiterte sich die Finanzkrise zu einer Banken- und Immobilienkrise. Die Welt stand unter dem Eindruck vieler negativer Faktoren, die zur Krise geführt hatten.

Eine gefährliche Kombination aus falschen Kreditbewertungen von Ratingagenturen, einer Blase am Immobilienmarkt, Schattenbanken und vor allem einer steigenden Einkommensungleichheit führte zu einer der eindrucksvollsten Wirtschaftskrisen der Neuzeit.

Das Bitcoin Whitepaper entsteht

Geprägt von den Eindrücken und den Konsequenzen dieser Misswirtschaft, veröffentlichte rund 6 Wochen später eine bis heute unbekannte Person ein Whitepaper zu einer digitalen Währung. Diese digitale Währung hieß Bitcoin und stellte ein völlig konträres Konzept zur bisherigen (keynesianischen) Geldpolitik dar.

Am 03.01.2009 wurde der erste Block der Bitcoin Blockchain geschaffen. Dieser erste Block wird im Übrigen Genesis-Block genannt. Der Begriff kommt hierbei aus dem Altgriechischen und kann mit "Schöpfung", "Geburt" oder "Entstehung" übersetzt werden. Bereits seit der ersten Stunde ist klar, dass es sich bei der Kryptowährung nicht nur um eine reine Währung handelt.

Wie fast alle Währungen ist auch sie ein politisches und wirtschaftliches Statement. Geprägt von den Auswirkungen und den notwendigen Rettungen vieler Banken verankerte Satoshi Nakamoto einen einzigen Satz im ersten Block.

Eine geheime Botschaft an die Nachwelt

Dieser einzige Satz hat jedoch bis heute eine starke Wirkung und unterstreicht die Vision Nakamotos.

The Times 03/09/2009: Chancellor on brink of secound bailout for banks

Aus der heutigen Sicht wissen wir, dass der gewählte Titel die Schlagzeile der Ausgabe der britischen Tageszeitung "The Times" vom 03. Januar 2009 war.

Übersetzt werden kann der Titel im Deutschen mit dem Satz "Finanzminister vor zweiter Bankenrettung".

Dies ist eine offensichtliche Kritik an die politische Führung sowie deren ständiges Bestreben die Banken – trotz unlauteren Verhaltens – um jeden Preis zu retten.

Die original Zeitung aus 2009 ist heute übrigens sehr viel Geld wert und ein echtes Sammlerstück.

Im Jahr 2010 entstand die erste Bitcoin Börse namens BitcoinMarket.com. Damit war es zum ersten Mal möglich die Kryptowährung zu erwerben sowie zu handeln.

Im selben Jahr startete auch eine weitere Börse, die den Namen Mt. Gox trägt und im Jahr 2014 eine tragende Rolle spielen sollte.

Der Bitcoin Pizza Tag

Am 22.05.2010 wurde zudem die erste offizielle Bezahlung mit Bitcoin für eine Ware getätigt. Bei der Ware handelte es sich um 2 große Pizzen, die ein Entwickler namens Laszlo Hanyecz für 10.000 BTC kaufte. Zur damaligen Zeit entsprach dies einem Gegenwert von 30 US-Dollar.

Zum heutigen Zeitpunkt (03.06.20) haben die 10.000 Bitcoin einen Gegenwert von 95 Millionen US-Dollar.

Dies ist wohl der Preis, den man als Pionier zahlen muss. Als Hommage an den Entwickler gilt der 22. Mai innerhalb der Kryptowelt nun offiziell als Pizza Day.

Im Jahr 2011 kamen die ersten Abwandlungen von Bitcoin auf den Markt. Das Thema Kryptowährungen wurde populär und so entstanden neue Coins.

Die bekanntesten Kryptowährungen, die 2011 entstanden, sind Litecoin (LTC), Namecoin (NMC) und Swiftcoin (SWIFT).

Im Abschnitt über die Technologie haben wir gelernt, dass Miner für die Aufrechterhaltung und Sicherung des Netzwerks eine Belohnung erhalten.

Dieser Prozess stellt die Entstehung von Bitcoin dar und ist die einzige Art und Weise wie BTC geschaffen werden kann.

Senkung der Inflationsrate und Knappheit als Wertespeicher

Im Gegensatz zu unseren Währungen findet bei Bitcoin eine bewusste und regelmäßige Verknappung des Angebots statt. Dabei halbiert sich die Menge an BTC, die die Miner als Belohnung erhalten, durchschnittlich alle 4 Jahre.

Dieser Prozess ist enorm wichtig, da er für Knappheit sorgt. Knappheit wiederum ist in der Ökonomie und Volkswirtschafslehre ein wichtiges Attribut für einen Wertspeicher.

Dieses Event der Halbierung wird als Bitcoin Halving bezeichnet und fand 2012 zum ersten Mal statt.

Im Jahr 2013 ist viel geschehen. Dazu gehört beispielsweise ein rasanter Anstieg des Bitcoin Kurs, der die digitale Währung von rund 100 Dollar zu Beginn des Jahres auf 1.000 Dollar im Dezember 2013 brachte.

In Folge dieses explosiven Anstiegs erhielt die Kryptowährung nicht nur mediales Interesse, sondern wurde zum Diskussionsgegenstand verschiedener Staaten:

China verbietet Bitcoin; die USA debattiert über die Kryptowährung

Die Volksrepublik China sorgte 2013 für ein Gesetz, welches allen chinesischen Banken Transaktionen im Zusammenhang mit Bitcoin verbot.

Der US-Kongress debattierte 2013 ebenso über die Auswirkungen der Kryptowährungen. Ein nachhaltiges Ergebnis blieb hierbei jedoch aus.

Die Bitcoin Börse Mt. Gox dominierte in den Jahren 2011 bis 2014 den Handel mit der beliebtesten Kryptowährung. Zur Hochzeit im Jahr 2013 wurden 70% des weltweiten Handels mit Bitcoin über Mt. Gox abgewickelt.

Nach einer Serie von Hacks und dem Totalverlust für alle Anleger blieb nicht nur der finanzielle Schaden, sondern auch großes Misstrauen innerhalb der Community.

Die Börse stellte 2014 ihre Geschäfte final ein. Noch bis heute zittern Investoren um ihre Bitcoins von damals.

Als Konsequenz des Shutdowns von Mt. Gox herrschte eine Art Depression innerhalb der Bitcoin Community.

Der Bitcoin Kurs fiel seit seinem Hoch von 1.000 Dollar im Dezember 2013 auf einen Kurswert von 195 Dollar im Januar 2015. Über den Jahresverlauf stabilisierte sich der Kurs und beendete das Jahr mit einem Kurswert von rund 430 Dollar.

Im Jahr 2016 fand das zweite Bitcoin Halving der Geschichte statt.

Lightning Netzwerk als Lösung für Bitcoin

Zudem wurde 2016 ein Konzept vorgestellt, welches als Lightning Netzwerk bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um eine potenzielle Lösung für Bitcoin, die es dem Netzwerk in der Theorie ermöglicht in sekundenschnelle, tausende von Transaktionen zu verarbeiten.

Im Jahr 2017 haben viele Menschen wohl zum ersten Mal von der Kryptowährung Bitcoin gehört. Nachdem die digitale Währung auf einen Kurs von 20.000 Dollar angestiegen ist, berichteten Medien weltweit über das Phänomen Bitcoin. Neben diesem Kursanstieg, gab es aber noch weitere interessante Punkte.

CME führt Bitcoin Futures ein

Jede Anlageklasse, die im Becken der großen Fische mitschwimmen möchte, benötigt einen Derivatemarkt. Der Handel mit Futures, Optionen und weiteren Finanzprodukten ist im klassischen Finanzmarkt viel bedeutender als der sogenannte Spotmarkt.

Insofern war ein wichtiger Schritt für Bitcoin als die Chicago Mercantile Exchange (CME) die Einführung von Bitcoin Futures bekanntgab. Bei der CME handelt es sich um eine der größten und ältesten Börsenplätze weltweit.

Der Bitcoin Cash Hardfork

Ein weiteres wichtiges Ereignis im Jahr 2017 war der sogenannte Bitcoin Cash Hardfork. Dabei entstand eine Abwandlung von Bitcoin, die sich in gewissen Eigenschaften von BTC unterscheidet.

Weitere Informationen zu einem Fork und Bitcoin Cash, findest du in unserem Artikel: Welcher Bitcoin ist der beste? - BTC, BCH, BSV, BTG & Co.

 

Im Jahr 2018 machte eine Zahl die Runde, die Bitcoin das Attribut des 'digitalen Goldes' verlieh. Wie bereits erwähnt, entstehen neue Bitcoin im Rahmen des Miningprozesses. In diesem Artikel haben wir außerdem darüber gesprochen, dass das verfügbare Angebot an neuen BTC im Durchschnitt alle 4 Jahre durch das Bitcoin Halving halbiert wird.

Inflation nimmt mit der Zeit ab

Die Konsequenz daraus ist, dass am Anfang sehr viele Bitcoins schnell verteilt wurden. Dies geschah zu einer Zeit als BTC selbst noch einen geringen Wert hatte.

Während der Kurs der Kryptowährung über die Zeit jedoch stieg, verringerte sich das Angebot an neuen Bitcoins, die auf den Markt kommen. Knappheit entsteht.

80% aller Bitcoins bereits vergeben

Im Januar 2018 waren demnach 16 von insgesamt 21 Millionen BTC gemined. Damit waren rund 80% aller Bitcoin bereits im Umlauf.

Im Jahr 2019 öffnete die Future-Plattform Bakkt für den Handel mit Bitcoin Futures. Die Besonderheit lag darin, dass hierbei echte, also physische, Bitcoins erworben werden konnten.

Desweiteren zeigte Bakkt, dass auch große institutionelle Anleger an Bitcoin als Investitionsobjekt interessiert sind.

Die Futures an der CME hingegen waren lediglich cash-settled. Mehr Informationen zu dem Thema Bitcoin Futures findest du hier in unserem Artikel.

Keine Regulierung für Bitcoin

Ebenso spannend war die Aussage der britischen Finanzaufsicht FCA. Sie gab bekannt, dass es für Bitcoin keine einschränkende Regulierung geben werde.

Im Jahr 2020 fand das dritte Bitcoin Halving statt. Dies geschah im Zeichen der Coronakrise. Denn die mit dem Halving verbundene Halbierung des Angebots kommt zu einer Zeit, in der Regierungen in Folge von Covid-19 massiv die umlaufende Geldmenge erhöhen müssen, um Firmen mit ausreichend Liquidität zu versorgen.

Eine solche Geldpolitik kann zu einer erhöhten Inflationsrate und somit Entwertung der Kaufkraft führen. BTC stellt das Gegenteil zu einer solchen Geldpolitik dar.

Bitcoin 2020 – Wo steht BTC aktuell?

Im vorangegangenen Abschnitt haben wir einige interessante Ereignisse in der Chronik Bitcoins aufgezeigt. Diese Reise endet im Jahr 2020 und bildet somit die Brücke zur Gegenwart. In diesem Abschnitt wollen wir nun den Ist-Zustand betrachten und über den aktuellen Status-Quo von Bitcoin sprechen.

Unser Ziel ist es hierbei verschiedene Perspektiven aufzuzeigen. Wir verwenden daher unterschiedliche Metriken und bedienen uns nicht nur technischen und/oder Finanzindikatoren, sondern schauen auch auf Aspekte wie Bekanntheit und Verbreitung.

Die Analyse beginnt bei den gerade genannten letzten beiden Punkten.

Bekanntheit und Verbreitung der Kryptowährung

Über die Jahre hin ist nicht nur der Kurs von Bitcoin stark angestiegen, sondern vor allem auch dessen Bekanntheit und Verbreitung. Um jedoch nicht nur bei einer Behauptung zu bleiben, wollen wir empirische Daten zeigen, die dies unterstreichen.

In unserer modernen Welt stellt Google wohl die zentrale Anlaufstelle für Fragen dar. Daher ist auch unser erster Anlaufpunkt die Suchmaschine mit den 6 bunten Buchstaben.

Google Trends in Deutschland seit dem 03.01.2009

Um zu verstehen, wie die Menschen eines Landes im Internet suchen, hilft ein Blick auf die Google Trends. Dort wird das Interesse nach einem bestimmten Suchbegriff – in unserem Fall also Bitcoin – über den zeitlichen Verlauf dargestellt.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Google Suchanfragen in Deutschland für den Zeitraum vom 03.01.2009 (Genesis-Block) bis zum aktuellen Tag.

Grafik Google Trends Suchanfragen für den Suchbegriff Bitcoin in Deutschland. Zeitraum: 03.01.2009 - 04.06.2020

Es ist deutlich zu erkennen, dass Bewegungen im Bitcoin Kurs auch ein erhöhtes Interesse mit sich ziehen. Sowohl in den Jahren 2013 (1000$), 2017 (20.000$), im Juli 2019 (13.000$) stieg das Interesse sprunghaft an. Parallel dazu ist auch zu erkennen, dass das Interesse an der digitalen Währung in den letzten Monaten wieder an Fahrt aufnahm. Nichtsdestotrotz bleibt 2017 eine Zäsur, in der viele Menschen wohl den ersten Berührungspunkt mit BTC hatten.

Google Trends weltweit seit dem 03.01.2009

Schauen wir nun auf das weltweite Interesse. Gibt es Parallelen zu den Beobachtungen aus Deutschland?

Grafik Google Trends weltweite Suchanfragen zum Begriff Bitcoin. Zeitraum: 03.01.2009 - 04.06.2020

Die offensichtliche Antwortet lautet: Ja, es gibt Parallelen. Wir sehen, dass die untere Grafik fast identisch zu den Suchanfragen in Deutschland aussieht. Der letzte Punkt, den wir uns hierzu anschauen, ist die Verteilung der Anfragen nach Ländern.

Wir betrachten also, welche Länder sich besonders für BTC interessierten.

Grafik Google Trends weltweite Suchanfragen nach Bitcoin auf Länder aufgeteilt. Zeitraum: 03.01.2009 - 04.06.2020

Es wird deutlich, dass insbesondere die drei afrikanischen Länder Nigeria, Südafrika und Ghana sich für die Kryptowährung interessieren. Eine solche Beobachtung unterstreicht den politischen Charakter von Bitcoin.

Die Begründung liegt darin, dass jeder Mensch mit Zugang zum Internet die Möglichkeit hat, Teil des Bitcoin Netzwerks zu werden und die digitale Währung länderübergreifend transferieren kann. Gerade in den afrikanischen Ländern haben viele Menschen keinen Zugang zu einem klassischen Bankkonto, wohl aber Zugang zum Internet. Hinzu kommen viele verschiedene Währungen in Afrika, so dass eine einheitliche Währung Vorteile bietet. Auch die Wertstabilität Bitcoins sowie dessen Potenzial an Wert zu gewinnen, sollten hierbei nicht vernachlässigt werden.

Wachstum und Entwicklung von Bitcoin Wallets

In diesem Abschnitt betrachten wir die Entwicklung der Bitcoin Wallets. Bei einer Bitcoin Wallet handelt es sich um eine Art digitale Geldbörse, in der die Kryptowährung BTC gelagert werden kann.

Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass ein einzelner Mensch nicht nur eine digitale Geldbörse, also Wallet, besitzen kann, sondern beliebig viele. Wenn es also beispielsweise 5 Millionen Wallets gibt, heißt dies explizit nicht, dass es 5 Millionen einzelne Nutzer der Kryptowährung gibt. Dennoch gibt diese Grafik einen Eindruck über die Geschwindigkeit und das Wachstum.

Anzahl an Wallets bei blockchain.com seit 2011

Die Kurve ist charakteristisch für Netzwerke, die ab einem gewissen Zeitpunkt eine kritische Größe erreicht haben und anschließend explosiv Wachsen. Bei Bitcoin wurde dieser Punkt zu Beginn des Jahres 2016 erreicht. Nach wie vor zeigt die Kurve ein deutliches Wachstum auf und deutet noch nicht auf eine Sättigung und/oder Abflachung hin.

Bitcoin und die Marktkapitalisierung: Die Größe BTCs

In diesem Abschnitt wechseln wir die Perspektive und betrachten das Asset Bitcoin. Dazu werfen wir zunächst einen Blick auf die Entwicklung der Marktkapitalisierung. Im Anschluss vergleichen wir die Größe der Kryptowährung mit der anderer Nationalwährungen sowie dem globalen Aktienmarkt, um ein Gefühl für die Dimension sowie das Wachstumspotenzial der digitalen Währung zu erhalten.

Die Entwicklung der Marktkapitalisierung

Die nachfolgende Grafik zeigt die Marktkapitalisierung von Bitcoin im Zeitraum August 2013 – Juni 2020.
 
Grafik zur Bitcoin Marktkapitalisierung von 2013 - 2020

Aus der Grafik lässt sich erkennen, dass der vorläufige Höhepunkt der Marktkapitalisierung im Dezember 2017 bei dem Allzeithoch des Bitcoin Kurs von fast 20.000 USD erreicht wurde. Die Marktkapitalisierung betrug zu dem damaligen Zeitpunkt 331 Milliarden US-Dollar.

Aktuell beträgt die Marktkapitalisierung bei einem Bitcoin Kurs von rund 9.500 Dollar noch bemerkenswerte 177 Milliarden USD.

Bitcoin im Vergleich zu deutschen Aktienunternehmen

Da der Ottonormalverbaucher höchstwahrscheinlich keine 177 Mrd. US-Dollar auf dem Konto hat, ist es schwierig die Dimension dieser Zahl einzuschätzen.

Wir wollen dir als Leser dieses Artikels daher einen Eindruck geben und die Marktkapitalisierung von Bitcoin mit der von deutschen DAX-Unternehmen vergleichen.

Die 5 größten Unternehmen aus dem DAX sind SAP, Linde, Siemens, Allianz und Volkswagen.

Die 5 größten Deutschen Unternehmen

Wir wir erkennen können hat das wertvollste deutsche Unternehmen, der Softwareanbieter SAP, eine Marktkapitalisierung von 145 Milliarden Euro. Wenn wir einen Wechselkurs EUR/USD von 1:1,12 annehmen, entspricht dies einer Marktkapitalisierung von $162 Mrd. Damit ist die Bewertung der digitalen Währung Bitcoin höher als die des wertvollsten deutschen Unternehmens.

Bitcoin im Vergleich zu Globalen Playern

Während BTC das Schwergewicht im deutschen Aktienmarkt wäre, sieht die Bilanz an den amerikanischen Finanzmärkten anders aus. Insbesondere die Global Player aus der Technologie-Branche verzeichnen Marktkapitalisierungen in Höhe von bis zu 1200 Milliarden US-Dollar.

Im Vergleich zu Amazon, Alphabet (Google), Apple oder Facebook zieht Bitcoin also den Kürzeren. Auch aus anderen Branchen wie der Banken-, Automobil-, Öl-, oder Konsumgüterbranche lassen sich etliche weitere Beispiele für größere Firmen finden.

Bitcoin im Vergleich zur Geldmenge und Nationalwährungen

Da die Kryptowährung Bitcoin als digitale Währung konzipiert wurde, ist es ratsam, sie auch mit anderen Währungen dieser Welt zu vergleichen.

Hierfür eignet sich die Geldmenge M1 gut. Bei dieser Geldmenge handelt es sich um die Geldmenge im engeren Sinn. Konkret gehört dazu die sich in Umlauf befindliche Menge an Bargeld sowie Sichteinlagen. Sichteinlagen wiederum sind die Guthaben von Banken, welche jederzeit in physisches Geld umgetauscht werden können. Damit beschränken wir uns also auf die Menge an Geld, die „tatsächlich vorhanden“ ist.

Tabelle, die die Geldmenge M1 verschiedener Staaten aufzeigt

Hierbei lässt sich gut erkennen, dass Bitcoin nicht mit der Geldmenge der größten Volkswirtschaften mithalten kann. Länder wie die Volksrepublik China, die Vereinigten Staaten, Japan oder Deutschland haben deutlich mehr Geld in Umlauf. Interessanterweise kann Bitcoin jedoch das Vereinigte Königreich übertreffen. Auch Schwellenländer wie beispielsweise Brasilien weisen eine geringere Umlaufmenge auf.

Die Kryptowährung in der Praxis – Rechtsstatus, Bezahlung und Avancen aus der Industrie

Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen, werfen wir noch einen Blick auf den weltweiten Rechsstatus der Kryptowährung, die bekanntesten Bezahlmöglichkeiten für Bitcoin und die Frage, ob BTC bereits in manchen Branchen Anklang findet.

Rechtsstatus von Bitcoin im Überblick

Die nachfolgende Grafik zeigt die rechtliche Behandlung der Kryptowährung BTC. Zu unterscheiden sind demnach vier verschiedene Ausprägungen:

  • grüner Hintergrund: Es ist legal, Bitcoin zu verwenden.
  • gelber Hintergrund: Bitcoin ist grundsätzlich erlaubt, wenn gleich es Einschränkungen bei der Verwendung und Nutzung gibt.
  • magenta Hintergrund: Es gibt kein explizites, verbietendes Gesetz für Bitcoin. Aufgrund alter, bestehender Gesetze ist die Rechtslage jedoch umstritten.
  • roter Hintergrund: Es ist ganz verboten, Bitcoin zu verwenden.

Rechtsstatus von Bitcoin weltweit

Es lässt sich erkennen, dass in den Industrieländern und der Mehrheit der Schwellenländer die Verwendung von Bitcoin legal ist.

Mit Bitcoin bezahlen: Prominente Beispiele

Während einige Menschen, Bitcoin als Ergänzung im bestehenden Portfolio kaufen und die digitale Währung als Investitionsobjekt sehen, gibt es auch die Gruppe an Menschen, die die Währung als Zahlungsmittel verwenden.

Daher soll dieser Abschnitt kurz einen Eindruck über die größten Portale geben, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren.

  • Lieferando: Das größte Lieferportal Deutschlands bietet nicht nur eine breite Auswahl an Speisen. Es bietet auch die Möglichkeit mit Bitcoin zu bezahlen.
  • Microsoft: Der Technologieriese und Softwaregigant Microsoft hat das Potenzial der Kryptowährung ebenso erkannt. Wer im Windows- oder XBox-Store digitale Apps oder andere Güter kaufen möchte, kann mit Bitcoin bezahlen.
  • Amazon: Bei dem weltweit größten Versandhaus kann man zwar nicht direkt mit Bitcoin bezahlen. Dennoch gibt es Portale, bei denen sich Amazon Gutscheine via Bitcoin kaufen lassen.
  • Wikipedia: Auch wenn die größte Enzyklopädie der Welt eigentlich kostenlos ist, bedarf es immer wieder Spenden zu dessen Erhaltung. Hier kann man ebenso mit Bitcoin bezahlen.

Avancen aus der Industrie und Kommentare

Das Phänomen Bitcoin ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Bevor wir zum Ende dieses sehr ausführlichen Artikels kommen, noch einige Fakten, die die Relevanz der Kryptowährung unterstreichen:

  • Als erstes Land der Welt erlaubt Neuseeland die Bezahlung der Arbeitnehmer in Bitcoin. Zur Quelle
  • Das weltweit am meisten genutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel hat Bitcoin als eigene Währungseinheit eingeführt. Auch bei PowerPoint gibt es eigene Piktogramme für die Kryptowährung
  • Weltweit gibt es über 7.500 Bitcoin Automaten, an denen jedermann Kryptowährungen kaufen und verkaufen kann. Zur Quelle
  • Der südkoreanische Smartphone-Hersteller Samsung liefert eine standardmäßige Bitcoin Wallet für alle neuen Geräte. Zur Quelle
  • Das Handelspaar BTC/USD ist mittlerweile so relevant, als dass es in jedem Finanzticker bei den Währungen als Handelspaar erscheint.

Fazit: Die Geschichte fängt erst an

Zunächst einmal Herzlichen Glückwunsch, denn du hast es bis zum Ende des Artikels geschafft und somit rund 5.000 Wörter hinter dir.

Aller Anfang ist schwer und falls du nicht jedes Detail verstanden hast, solltest du dir keine Sorge darüber machen. Sieh es als Motivation wie vielseitig die Welt der digitalen Währung ist und wie viele interessante Aspekte dahinter stecken.

Damit sollte auch klar werden, dass Bitcoin mehr als eine Randerscheinung und zu komplex in seiner gesamten Aufmachung ist, als dass es in wenigen Minuten zu 100% verstanden werden kann.

Mit diesem Artikel wollten wir dir eine erste Einführung in die Welt der Kryptowährung Nr. 1 geben. Wir hoffen, dass wir viele Aspekte aufzeigen konnten die dir wichtigsten Fragen beantwortet haben. Abschließen möchte ich daher mit einem kleinen Plädoyer:

Bitcoin ist nicht nur die größte digitale Währung weltweit, sondern gehört zu den 20 größten Währungen der Welt. Um die digitale Währung hat sich bereits eine große Infrastruktur und ein starkes Ökosystem gebildet. Bitcoin ist digitales Geld, das für jedermann gemacht ist und niemanden diskriminiert. Anders formuliert: Bitcoin ist gekommen, um zu bleiben!

Wenn du tiefer graben möchtest, eignet sich auch unsere Wissensrubrik in der von A-Z die wichtigsten Begriffe rund um Bitcoin, Investitionen, Technologie und mehr erklären. Keine Sorge, dieses mal kurz und verdaulich: Wissen2Go eben. Es sei denn du gräbst noch tiefer…

Epilog: Kritik und Antworten zu Bitcoin

Zu einem objektiven und gut recherchierten Artikel gehört es auch dazu, negative Aspekte und Kritik an der Kryptowährung aufzulisten. Daher siehst du im Folgenden die häufigsten Kritikpunkt zur digitalen Währung. Während einige Aspekte durchaus begründet sind, sind andere Argumente eher Polemik und sachlich unbegründet.

Die Frage nach dem Wert eines Gutes ist äußerst subjektiv. Hierbei sollte man bereits zwischen Preis und Wert unterscheiden. Während der Preis oft eine absolute Zahl ist, muss der Wert eines Gutes nicht quantitativ messbar sein. Ein Erinnerungsfoto aus dem Urlaub hat für den Besitzer beispielsweise einen hohen emotionalen Wert.

 

Ökonomisch betrachtet gibt es jedoch Faktoren, die zu einer Wertschöpfung führen. So kann das Aufbringen von Arbeitsaufwand oder Produktionskosten bereits zu einer Wertsteigerung führen. Hinter dem Bitcoin Netzwerk steht eine Vielzahl von rechenstarken Maschinen, die dem Netzwerk bereits einen Wert verleihen. Damit ist also das Netzwerk selbst bereits ein Argument für den Wert der Kryptowährung.

Knappheit ist eines der besten Argumente für BTC

Auch Knappheit ist in der Volkswirtschaftslehre ein Treiber von Wert, da per Definition die Nachfrage höher ist als das Angebot. Da Bitcoin auf 21 Mio. begrenzt ist, erfüllt es diese Eigenschaft.

 

Weitere Faktoren, die einen Wert von Bitcoin begründen sind Dezentralität, Zensurresistenz und Fungibilität.

Fakt ist, dass der Energieverbrauch der Kryptowährung aufgrund des Proof-of-Work Algorithmus hoch ist. Durch den rechenintensiven, aber sehr sicheren Prozess wird viel Energie verbraucht.

 

Der aktuelle jährliche Verbrauch liegt bei 57.91 TWhDiese Zahl entspricht in etwa dem Energieverbrauch von Bangladesch. Im Vergleich zu den großen Industriestaaten ist dies jedoch äußerst gering. Neben dem Verbrauch selbst ist die Art der Energiegewinnung ein entscheidender Faktor:

Energiegewinnung aus regenerativen Quellen

Ungefähr 60 bis 70% der Miningpools stehen in China. Während das Land selbst weitestgehend aus der Kohle Energie gewinnt, stehen die Miner überwiegend in der Region Sichuan. In dieser Region befindet der Janktsekiang. Dabei handelt es sich um den längsten Fluss Chinas und Asiens. Die Energiegewinnung erfolgt dort fast ausschließlich aus Wasserkraft. Auch in anderen Regionen der Welt, in denen Bitcoin gemined wird, wird auf regenerative Energien gesetzt. Beispiele hierfür sind Island und Norwegen.

Das Lieblingsargument der Kritiker. Wie viel Wahrheit steckt dahinter? - Bitcoin ist eine digitale Währung und hat ähnliche Eigenschaften zu Geld. Daher kann Bitcoin - genauso wie Geld - für illegale Aktivitäten verwendet werden. Dies ist nicht auszuschließen.

 

Einige Aspekte sprechen sogar für Bitcoin, da mit Hilfe der Digitalwährung bestimmte Arten von (Cyber)kriminalität nicht möglich sind: BTC ist beispielsweise fälschungssicher. Bitcoin-Nutzer sehen außerdem immer im Voraus die vollen und absoluten Kosten. Maschen wie der Kreditkartenbetrug sind also bei BTC undenkbar. 

Die Zeiten des Wilden Westens sind vorbei

Hinzu kommt, dass Bitcoin, die im Rahmen einer illegalen Aktivität erbeutet wurden, gekennzeichnet werden können. Damit wird für alle ersichtlich, dass es sich um BTC aus illegalen Aktivitäten handelt. Dies ist bei normalen Geld nicht möglich.

 

Final können wir die Analogie zum Internet verwenden. Auch hier gibt es eine Nische, die das Konstrukt Internet für illegale Zwecke verwendet. In einem offenen System kann dies nicht ausgeschlossen werden. Genauso wie bei Bitcoin überwiegen jedoch die Vorteile für die guten und positiven Dinge, die damit getan werden können.

Fakt ist, dass Bitcoin bereits Momente und Anzeichen einer Blasenbildung hatte. Ökonomisch entsteht eine Blase dann, wenn die Bewertung eines Vermögenswertes aufgrund einer nicht rational getriebenen Nachfrage in die Höhe schießt. Die Bewertung entspricht dann nicht mehr dem fundamentalen Gegenwert, so dass die Blase platzt und eine Korrektur stattfindet.

 

Ein Beispiel hierfür ist der Kursanstieg im Jahr 2017. Die Kryptowährung erreichte erstmalig den Mainstream und stieg über das Jahr hin von anfangs 1.000 US-Dollar bis 20.000 USD. Viele Menschen hörten dabei zum ersten Mal von der Kryptowährung und wollten so schnell wie möglich auf diesen Zug aufspringen. Das Ergebnis war eine Überhitzung des Preises sowie des Netzwerks. In Folge dessen platzte die Blase und die Kryptowährung benötigte mehrere Monate um die Korrekturphase abzuschließen.

Nein, Bitcoin ist kein Pyramidensystem. Charakteristisch für ein Pyramidensystem ist die Notwendigkeit des konstanten Wachstums. Das Bitcoin Netzwerk benötigt hingegen kein Wachstum um funktionsfähig zu sein. Bereits eine handvoll Nodes sowie Anwender genügen, um Bitcoin zu betreiben. Die Anfangsjahre haben diesen ausdrücklich gezeigt.

Netzwerkeffekte bei Kommunikation und Infrastruktur

Fest steht jedoch auch, dass Bitcoin ein Netzwerk ist. Wie alle Netzwerke (bspw. Facebook oder das Internet selbst) entstehen mit der Zeit sogenannte Skalen- bzw. Netzwerkeffekte. Weitere Informationen hierzu findest in unserem Artikel: Bitcoin und der Netzwerkeffekt: Diese Daten helfen BTC zu bewerten

Da diese Aussage sehr subjektiv ist, gibt es hierauf keine pauschale Antwort. Fest steht jedoch, dass man auch weniger als 1 Bitcoin (BTC) kaufen kann. Die Kryptowährung ist teilbar und hat insgesamt 8 Nachkommastellen. Damit können selbst kleinste Beträge gekauft werden.

Die Blockchain selbst gehört zu den sichersten Netzwerken der Welt. Um Veränderungen auf ihr durchzuführen, müsste ein böswilliger Angreifer zu einem Zeitpunkt mehr als 51% der Rechenleistung aufbringen. Dies ist ein kaum realisierbares Vorhaben, da es mehrere Hundert-Millionen an Dollar kostet, eine enorme Infrastruktur benötigt und nach wenigen Minuten von den ehrlichen Netzwerkteilnehmern bemerkt werden würde. Damit wäre der Angriff annulliert.

Auch das sicherste Haus wird durch eine Tür betreten

Korrekt ist jedoch, dass Handelsplätze für Bitcoin gehackt werden können. Diese Gefahr besteht, ist real und wurde auch in der Vergangenheit bestätigt. Daher sollten Kryptowährungen nie länger als notwendig auf einer Börse gehalten werden. Damit sind es viel mehr die Eintrittpunkte zur Digitalwährung, die Gefahren mit sich bringen, als die Digitalwährung selbst.

Diese Aussage ist korrekt. Bitcoin ist keine Aktie und besitzt keine Anteilseigner, an die eine Dividende ausgeschüttet werden kann. Im Vergleich zu vielen deutschen oder amerikanischen Aktientiteln wirft die Kryptowährung somit keine Dividende ab. Wer auf eine regelmäßige Dividende verzichten kann, findet sicherlich Trost in dem Wachstum von Bitcoin. Die Performance sieht wie folgt aus:

  • 5 Jahre: +4158%
  • 3 Jahre: +280%
  • 1 Jahr: +25%

Diese Aussage ist zu verneinen. Die Kryptowährung ist unter anderem interessant als Investment, da sie unkorreliert zu klassischen Vermögenswerten ist und somit das eigene Portfolio gut diversifiziert.

 

Die im vorherigen Punkt aufgezeigte Kursperformance ist ebenso selbsterklärend. Desweiteren sind 83% der Käufer "in-the-money". Das heißt, dass 83% aller Käufer niedriger als zum aktuellen Bitcoin Kurs gekauft haben und somit in der Gewinnzone sind.

Satoshi Nakamoto Wikipedia Eintrag

Ist Satoshi Nakamoto zurück? – 50 BTC aus Februar 2009 aufgetaucht!

Um ca. 14:48 Uhr deutscher Zeit ist etwas passiert, was wohl keiner für möglich gehalten hätte. Bitcoins aus Februar 2009 wurden bewegt und haben Crypto-Twitter in helle Aufruhr versetzt. Der Bitcoin Kurs brach kurzweilig deutlich ein, denn viele fürchteten, es handle sich um Satoshi Nakamoto, der nun anfängt alle seine Bitcoins zu bewegen. Doch ist diese Panik gerechtfertigt? Was wäre so schlimm, wenn Satoshi Nakamoto zurückkehrt? Wir gucken uns den Block genauer an und nehmen die Verfolgung auf.

Bitcoin Kurs bricht ein – Bewegt Satoshi Nakamoto seine BTC?

Panik herrscht seit einigen Stunden bei Crypto Twitter. Eine Welle, die sich gerade in allen sozialen Medien verbreitet und sich bereits im Bitcoin Kurs niedergeschlagen hat. Ist Satoshi Nakamoto zurück? Verkauft er seine Bitcoins?

Bitcoin Kurs Einbruch durch Satoshi?

Das Chartbild vom aktuellen Bitcoin Kurs spricht Bände. Große rote Kerzen symbolisieren die Panik auf die Meldung, Satoshi Nakamoto habe einen Teil seiner Bitcoins bewegt. Der Bitcoin Kurs brach nach Verbreitung der Meldung kurzzeitig um über 600 USD ein, konnte sich aber wieder stabilisieren. Das Problem: Die Nachricht schlägt gerade noch Wellen und sie ist noch nicht bei jedem angekommen. Schauen wir aber doch erstmal auf die Fakten.

50 BTC aus Februar 2009 bewegt

Tatsächlich wurden gegen 14:48 Uhr deutscher Zeit 50 BTC bewegt, die exakt 1 Monat (!) nach dem offiziellen Start der Bitcoin Blockchain auf die angegebene Adresse gesendet wurden. Schauen wir uns diese doch einfach mal an:

Bitcoin Transaktion Satoshi Nakamoto Verdacht

Die untere Transaktion zeigt dabei die Herkunft der 50 BTC. Der Hinweis „COINBASE“ hat an dieser Stelle nichts mit der Bitcoin Börse Coinbase zu tun, sondern beschreibt die Coinbase Transaktion. Dies ist die Belohnung, die der Miner für das Finden eines neuen Blocks erhält. In diesem Fall waren es noch 50 BTC pro gefundenen Block. Erst mit dem ersten Bitcoin Halvings 2012 wurde die Belohnungs erstmals auf 25 BTC pro Block halbiert. Doch steckt nun wirklich Satoshi Nakamoto dahinter? Graben wir tiefer.

Das hier könnte dich vielleicht auch interessieren: Bitcoin & der Netzwerkeffekt – Diese Daten helfen BTC besser zu bewerten.

Crypto Twitter in Panik – Ist Satoshi Nakamoto zurück?

Eine gute und wichtige Quelle für schnelle Infos ist in der Crypto Szene definitiv Twitter. Dennoch sollte man hier geteilte Informationen mit Vorsicht genießen, denn schnell verbreiten sich Fake News und wie in diesem Fall Panik. Während die einen das nun baldige Ende von Bitcoin prophezeien, freuen sich andere auf eine mögliche Enthüllung und die Rückkehr von Satoshi Nakamoto. Doch ein tieferer Blick in die Vergangenheit und in die Blockchain verrät uns, warum es sich womöglich nicht um Satoshi handelt.

Nic Carter offenbart nämlich etwas, was sicherlich vielen nicht bewusst ist. Auf der Suche nach Satoshi Nakamoto gab es bereits etliche Anstrengungen und so hat auch Satoshi in seiner Zeit als „Miner“ seine Spuren hinterlassen. Nic Carter nennt dies das „Satoshi Pattern“, also eine bestimmte Auffälligkeit in der Nonce eines Blocks. Zur näheren Erläuterung (Achtung sehr technisch!) hier im Bitcoin Wiki nachschauen.

Der Block aus dem die transferierten 50 BTC stammen enthält nicht diese „Spuren“ und ist somit höchstwahrscheinlich nicht Satoshi Nakamoto. Ausschließen kann man es jedoch nicht.

Einige Posts bestätigen dies, wühlt euch einfach gerne selbst durch, wenn ihr wollt. Wir schauen gleich mal, wo die Reise für die Bitcoins überhaupt hinging und gehen der Frage nach, ob es nicht Craig Wright gewesen sein könnte und er sich damit als Satoshi Nakamoto legitimiert.

Was passiert mit den 50 BTC?

Bevor wir uns den Spekulationen um Craig Wright widmen, will ich euch zeigen, wo die 50 BTC aus dem Februar 2009 hinwandern, denn das ist wirklich witzig. Eine erste Analyse aus den Tiefen der Blockchain zeigt die Spuren der 50 BTC, die sich nun auf die Reise gemacht haben. Auch wenn ich es vorher ausgeschlossen habe: Coinbase hat doch etwas damit zu tun:

Während Glassnode, eine bekannte On-Chain Analytics Firma, die Transaktion bzw. den UTXO bestätigt, hat Thea Seek bereits die Verfolgung aufgenommen. Ein Teil der BTC sind nämlich bereits zu Coinbase geflossen. Da es dort eine KYC Pflicht gibt, müsste Coinbase also wissen, wer hinter der Transaktion steckt. Zumindest von Empfängerseite. Damit schließt sich der Kreis, der durch die COINBASE Transaktion generierten 50 BTC von 2009. Erfahren werden wir aber wohl nie, wer sich nun dahinter verbirgt. Satoshi Nakamoto hoffentlich und vermutlich nicht, aber vielleicht jemand, der sich als dieser ausgibt oder ihn zumindest kannte?

Der Beweis für Craig Wright alias „Faketoshi“?

Kurz nach dem Block mit der ominösen 50 BTC Transaktion machte ein weiteres Foto die Runde. Der Hinweis, dass die von Craig Wright an die US-Justiz gelieferten BTC Adressen die Senderadresse enthält. Welche BTC Adressen? Warum US-Justiz?

Zur Auffrischung: Craig Wright, der selbsternannte Satoshi Nakamoto, steht vor Gericht im Fall Kleiman/Wright. In diesem Fall geht es darum, dass die Witwe des verstorbenen David Kleiman den Anteil der Bitcoins einfordert, die Craig Wright und David Kleiman als die vermeintlichen Erfinder von Bitcoin gesammelt bzw. gemined haben. Es geht um 1.000.000 BTC bzw. 500.000 BTC, die Wright Kleiman „schuldet“. Ohne es zu sehr auszuufern zu lassen: Es gibt genug Hinweise darauf, dass Craig Wright nicht Satoshi. Zudem hat Wright anscheinend einige der vorgelegten Dokumente gefälscht. Denn die Bitcoin Blockchain ist öffentlich zugänglich, die Transaktionen und Adressen der ersten Monate kann also jeder einsehen.

Genau dieser letzte Satz fasst auch die Vermutungen zusammen, die aktuell kursieren. Denn in einem der Dokumente taucht die Adresse der jetzt versendeten 50 BTC tatsächlich auf. Ich warte ehrlich gesagt nur darauf, dass Craig Wright daraus eine große Show machen wird und die heutige Transaktion auf sich bezieht. Der „Beweis“, dass er Satoshi Nakamoto sei. Ich möchte das an dieser Stelle stark bezweifeln und bin gespannt, ob denn wirklich etwas kommt.

Fazit: Viel Lärm um Nichts.

Mein persönliches Fazit ziehe ich recht nüchtern mit den Worten: Viel Lärm um Nichts. Denn auch wenn eine Transaktion solchen Alters eine echte Sensation ist, ist die Angst, die dahinter steht, unberechtigt. Gerade in den sozialen Medien kann man schnell aufs Glatteis geführt werden, daher sollte man seine Infos immer doppelt prüfen. Das gilt auch für diesen Beitrag. Ich persönlich denke nicht, dass es sich um Satoshi handelt. Nach all der Abwesenheit würde er keine BTC zu Coinbase senden.

Auch die Angst vor einer Rückkehr von Satoshi Nakamoto halte ich für übertrieben. Wenn die letzten 11 Jahre eines gezeigt haben, dann sicher, dass Bitcoin auch eine Rückkehr verkraften könnte. Auch wenn ich das kategorisch ausschließe. Bitcoin ist mittlerweile mehr geworden als sein Erfinder. Eine Bewegung hin zu einer dezentralen digitalen Kultur, die 2009 ihren Ursprung fand und bis heute tadellos läuft. Auch wenn Satoshi zurückkehrt.

Dennoch interessiert es mich, wer wohl dahintersteckt und wieso er ausgerechnet jetzt diese BTC bewegt hat. Denn meistens sind Coins aus dieser Zeit verloren. Hat jemand seine Private Keys wiedergefunden? Wurde BTC durch einen Quantencomputer gehackt? Man sieht, wie schnell man diese Kleinigkeit aufbauschen kann. Jetzt heißt es erstmal durchatmen und ehrfürchtig auf diese Transaktion schauen. Ich werde sie weiter verfolgen.

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[Bildquelle: Shutterstock, Binance, Blockchain.com

Satoshi Nakamoto Wikipedia Eintrag

Wer ist Satoshi Nakamoto? – Das große Rätsel um den Bitcoin Erfinder

Bitcoin ist mittlerweile mehr als eine Dekade alt. Seit mehr als 11 Jahren fasziniert die Nummer Eins aller Kryptowährungen mit der Idee eines “Peer-to-Peer Electronic Cash Systems” Menschen aus aller Welt. Eine entscheidende Frage ist jedoch seit mehr als 4000 Tagen ungeklärt: Wer steckt hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto? Eine einzelne Person oder etwa ein Kollektiv von Programmierern? Wer ist der Erfinder von Bitcoin?

Die Liste der Personen, die als potentieller Satoshi Nakamoto identifiziert wurden, ist lang: Von Hal Finney über Michael Clear und Nick Szabo bis hin zu Craig Wright oder gar Elon Musk. Andere Theorien sehen Satoshi Nakamoto sogar als eine Erfindung der CIA an. Ihr seht also bereits jetzt: es gibt einiges an Redebedarf und wir gehen nun gemeinsam auf die Jagd nach Satoshi Nakamoto, dem Bitcoin Erfinder. Viel Spaß bei unserem Artikel zur Frage „Wer ist Satoshi Nakamoto?“.

Übersicht

Satoshi Nakamoto und Bitcoin: Wie alles begann

Springen wir 12 Jahre zurück in das Jahr 2008. Als Antwort auf die Finanzkrise publizierte Satoshi ein Paper, das den (mittlerweile legendären) Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“ trägt. Einige Monate später und somit bereits im nachfolgenden Jahr 2009 ging die Bitcoin Software live, der Genesis Block wurde gemined und der Anfang der Bitcoin Community war geschaffen.

Bis zum Jahr 2010 war Nakamoto selbst aktiv in der Community; anschließend übernahm der US-Programmierer Gavin Andresen die „Kontrolle“. Im darauffolgenden Jahr verabschiedete sich Satoshi dann final von der Community und sagte, dass er sich nun anderen Dingen widme.

I’ve moved on to other things. It’s in good hands with Gavin and everyone.

Auch wenn wir über Satoshi selbst kaum etwas wissen, außer, dass er nach eigenen Angaben in Japan geboren sei, versuchten in den vergangenen Jahren Medien immer wieder, Satoshi einer bestimmten Person oder Gruppe zuzuordnen. Beginnen wir mit einer Chronologie respektive Jagd nach Satoshi.

Wer ist Satoshi Nakamoto? – Die erste Jagd im Jahr 2011

Bereits im Jahr 2011 fragten sich die ersten Journalisten medienwirksam „Wer ist Satoshi Nakamoto?“. – Die ersten drei Namen, die hierbei fielen, lauten: Michael Clear, Hal Finney und Dave Kleinman. Beginnen wir von vorne und erzählen die Geschichte aus der Perspektive des The New Yorker Journalisten Joshua Davis.

In dem Nachrichtenmagazin The New Yorker widmete sich Joshua Davis tatsächlich bereits im Jahr 2011 der Frage, wer hinter dem legendären Pseudonym Satoshi Nakamoto steckt. Dabei hat er seinen Job äußert ernst genommen und sich die Mühe gemacht, über 80.000 online verfasste Worte von Nakamoto zu analysieren. Dabei überprüfte er die Inhalte auf potentielle Charakteristika, wie beispielsweise sprachliche Besonderheiten, um etwaige Rückschlüsse auf Nakamotos Herkunft ziehen zu können.

Michael Clear im Verdacht: British English als Indiz?

Eines der zentralen von Davis herausgestellten Charakteristika ist das von Satoshi Nakamoto verwendete britische Englisch, sowie Verweise auf britische Zeitungsartikel. Das bekannteste Beispiel hierfür ist wohl das folgende Zitat:

The Times 03/Jan/2009: Chancellor on brink of secound bailout for banks.

Damit gab (und gibt) Nakamoto bis zum heutigen Tag den Spekulationen freien Lauf. Wir wissen nämlich, dass der Titel ‘Chancellor on brink of second bailout for banks’ die Schlagzeile der Ausgabe der britischen Tageszeitung ‘The Times’ vom 03. Januar 2009 war.

The Times 03/01/2009 - Chancellor on brink for second bailout of banks

Kommen wir nun aber zurück zur Frage, wer ist Satoshi Nakamoto. Während einer Recherche auf der Konferenz Crypto 2011 in Santa Barbara, Kalifornien, wurde Joshua Davis auf den Kryptographie-Studenten Michael Clear aufmerksam. Clear studierte zu dieser Zeit am Trinity College in Dublin und fiel Davis aus drei Gründen als der mögliche Satoshi Nakamoto ins Auge:

  • Michael Clear galt 2008 als der beste Informatiker am Trinity College. Ein Jahr später begann er bei der Allied Irish Banks, wo er an einer Software zum Währungshandel arbeitete.
  • Zweitens arbeitete Clear an wissenschaftlichen Publikationen zum Transfer von Daten über die Peer-to-Peer Technologie.
  • Drittens sah Davis bei den Publikationen von Clear sprachliche Ähnlichkeiten zu den vom ihm vorher analysierten Texten.

Als Clear mit der Frage konfrontiert wurde, ob er denn tatsächlich Satoshi Nakamoto sei, wies er dies jedoch von sich. IDabei wies er darauf hin, dass er – selbst, wenn er Nakamoto sei – niemals zugeben würde, da die Identität von Satoshi für die Existenz von Bitcoin irrelevant sei.

Hal Finney und Dave Kleinman: Bitcoin Enthusiasten seit Tag 1

Neben Michael Clear gab es im gleichen Jahr noch zwei weitere Aspiranten: David (Dave) Kleinman und Hal Finney. Der ein oder andere Leser mag Dave Kleinman vielleicht aus Schlagzeilen der aktuellen Tage kennen. Kleinman ist mittlerweile leider verstorben. Um sein Erbe tobt jedoch nach wie vor eine Fehde zwischen den Hinterbliebenen und Craig Wright. Die Kurzfassung hierzu gibt es jetzt:

So waren es Kleinman und Wright die bereits seit den Anfangszeiten sich intensiv mit der Materie Bitcoin auseinandersetzen. Zu den Zeiten als das Bitcoin Mining noch mit einem gewöhnlichen Computer durchgeführt worden konnte, begannen Kleinman und Wright fleißig BTC zu minen. Dabei hat sich über die Jahre eine enorme Summe akkumuliert, um die es im aktuellen Streit geht.

Nun kommen wir zu Hal Finney. Sein Name ist insbesondere deshalb gefallen, weil Finney de facto einer der Mitentwickler der Bitcoin Software ist. Zudem ist Finney der erste Empfänger einer Bitcoin-Transaktion. Selbst, wenn Finney also nicht Satoshi Nakamoto ist, können wir davon ausgehen, dass er ihn kannte beziehungsweise eine enge, freundschaftliche Beziehung zu ihm hatte.

2013: Ist Nick Szabo der echte Satoshi Nakamoto?

Wir wissen nun, dass Hal Finney die erste Bitcoin-Transaktion überhaupt erhalten hat. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass er diese BTC von einem Freund bzw. einer ihm nahestehenden Person erhalten hat. Und wenn wir uns die Freundesliste von Hal Finney näher anschauen, sticht ein Name ins Auge: Nick Szabo. Warum Szabo als einer der heißesten Kandidaten als Antwort auf die Frage “Wer ist Satoshi Nakamoto?” gehandelt wird, erklären wir jetzt.

Bevor es Bitcoin überhaupt gab beziehungsweise dessen Konzept im Whitepaper von Satoshi geäußert wurde, gab es bereits eine ähnliche Idee: Bit Gold. Viele der Eigenschaften, die Bitcoin heute besitzt, wurden bereits damals im Zusammenhang mit Bit Gold formuliert. Der Erfinder hinter Bit Gold? – Richtig, Nick Szabo.

Szabo veröffentlichte am 15. August 1993 in einem Cypherpunk-Forum zum ersten Mal seine Idee und Gedanken zu dieser Form von digitalem Geld. Und nun darfst du dreimal raten, wer noch am selben Tag sich positiv zur Idee äußerte? – Genau, es war Hal Finney. Dieser sagte:

“Ich habe sogar noch einen dringlicheren Fokus auf Nick’s Vorschlag zu digitalem Geld. Wir brauchen wirklich dringend eine Implementierung von digitalem Geld.”

Diese Indizien sind bereits ziemlich ‚heiß‘. Dazu kommen noch softe Faktoren: Gegeben der Tatsache, dass man den Namen meistens in der Ordnung Nachname, Vorname angibt erhält man die Initialen SN (Szabo, Nick). Und so es der Zufall will, sind genau das die Initialen von Satoshi Nakamoto.

Aus diesen Gründen Nick Szabo von vielen Medienportalen und Zeitungen, wie beispielsweise auch der New York Times, als Satoshi Nakamoto bezeichnet. Szabo bestreitet dies jedoch bis heute.

Wer ist Satoshi Nakamoto? – Die Craig Wright Story

Vor drei Jahren begann die wohl prominenteste und längste Geschichte: die Craig Wright Story. Während alle gerade genannten Namen und Personen nicht mit Satoshi Nakamoto in Verbindung gebracht werden wollten, war (und ist) Wright die einzige Person, die offensiv von sich behauptet, Satoshi Nakamoto zu sein. Allein diese Tatsache sollte allen zu Bedenken geben. Denn der Art und Weise nach wie Bitcoin konstruiert wurde, kann man sich nur schwer vorstellen, dass ein nach Aufmerksamkeit buhlender Narzisst dahinter steckt.

Alles begann 2015 mit Leaks, die von dem Online Magazin Wire aufgenommen und in Form eines Artikels zu einer Story verarbeitet wurden. Die Quintessenz lautete, dass Craig Wright Satoshi Nakamoto sei. Was darauf folgte ist aus heutiger Sicht ziemlich ironisch zu betrachten, denn Wright, der offenkundig die Aufmerksamkeit um die eigene Person genießt, sucht und liebt, verneinte zunächst, Satoshi zu sein. Einige Zeit später meldete er sich jedoch bei Wired und gab im Nachhinein zu, dass alles korrekt sei.

Wright und die Selbstvermarktung für seinen Coin

Wired selbst hat jedoch daraufhin tiefer recherchiert und herausgefunden, dass einige der von Wright vorgeführten Beweise nicht der Wahrheit entsprachen und alles nur eine große Fiktion sei. Auch noch heute sorgt Mr. Wright für einige Aufmerksamkeit, indem er immer wieder vermeintliche Beweise liefern will, die belegen, dass er der echte Satoshi Nakamoto sei – die meisten wurden jedoch als Fake entlarvt. Kurzum: Craig Wright ist uns bis heute einen stichfesten Beweis schuldig. Die herrschende Meinung hierzu ist, dass Wright nicht Satoshi ist und lediglich die mediale Bühne sucht, um seine wahre Vorstellung von Bitcoin zu vermarkten.

2018: Elon Musk als Satoshi Nakamoto?

Vor zwei Jahren verfasste Sahil Gupta von HackerNoon.com dann einen (mehr oder weniger) ernst gemeinten Medium.com-Artikel, indem er Thesen aufstellte, warum Elon Musk Satoshi Nakamoto sei.

So nannte er unter anderem den ungebändigten Erfindergeist Musk’s, seine C++ Programmierfähigkeiten und weitere Punkte als Grundlage für seine Argumentation. Musk verneinte dies natürlich, auch wenn er prinzipiell Kryptowährungen als innovative Lösung sehe und unterstütze. So outete Musk sich in der Vergangenheit immer wieder als großer Fan von Dogecoin.

Diesen Punkt sollten wir also bei allem Respekt zu Elon Musk nicht ernst nehmen.

2020 und die offene Frage: Wer ist Satoshi Nakamoto?

ie neue Dekade ist mittlerweile in vollem Gange. Während die Welt aktuell mit den Folgen des Coronavirus beschäftigt ist, bleibt die Frage hinter der wahren Identität des Pseudonyms Satoshi Nakamoto nach wie vor unbeantwortet. Das Mysterium hinter Satoshi ist mittlerweile 12 Jahre alt und wird die Crypto-Welt wohl auch noch die nächsten Monate, Jahre und vielleicht Dekaden beschäftigen.

Auf der anderen Seite stelle ich mir die Frage: Ist es wirklich wichtig zu wissen, wer Bitcoin geschaffen hat? Denn eines hat uns Satoshi mit Bitcoin gezeigt: ein dezentrales System, welches durch Kryptographie Vertrauen schafft und keine zentrale Instanz benötigt, braucht keinen Gott. Es funktioniert, weil wir, die Community, daran glauben und jeder einzelne seinen Teil dazu beiträgt, es zu unterstützen. In diesem Sinne: Stack Sats!

Den Artikel möchte ich noch mit einem kleinen Epilog ausklingen lassen. Dabei geht es in die Richtung ‚Aluhut‘ und Verschwörungstheorien. Wir widmen uns einer These der ‚etwas anderen Art‘. Konkret stellen wir uns die Frage, ob der Bitcoin Gründer Satoshi Nakamoto eine Erfindung der CIA sein kann?

Welche Argumente es hierfür gibt, erfährst du nun im Epilog zu unserem Artikel „Wer ist Satoshi Nakamoto?“.

Epilog: Satoshi Nakamoto als Erfindung der CIA

Im Februar diesen Jahres veröffentlichte die weltweit bekannte Washington Post Dokumente über Geheimdienstaktivitäten der Schweizer Crypto AG, des deutschen Bundesnachrichtendienstes sowie der amerikanischen CIA. In dem ‚top-secret‘ Report ging es um das jahrzehntelange Ausspionieren und Abhören von über 120 Ländern dieser Erde. Auf mehr als stolze Weise heißt es in dem Bericht:

Es war der nachrichtendienstliche Coup des 20ten Jahrhunderts.

Alles begann mit einer vermeintlich harmlosen Firma: der Schweizer Crypto AG. Genau diese Firma, die nach dem zweiten Weltkrieg gegründet wurde, produzierte nämlich Verschlüsselungsgeräte für Regierungen in aller Welt. Regierungen nutzen die Geräte um eine ‚vermeintlich sichere‘ Kommunikation zu gewährleisten – sei es in militärischen Bereichen oder bei der Kommunikation zwischen Diplomaten. Zu den Klienten der Schweizer Firma gehörten Staaten wie der Iran, Indien, Pakistan, der Vatikan sowie eine Vielzahl lateinamerikanischer Länder.

Kommen wir nun zur politischen Brisanz des Themas: die Crypto AG wurde inoffiziell von der CIA gesteuert. Anders formuliert: der CIA gehörte die Schweizer Crypto AG. Sie war der heimliche Besitzer. Und genau diesen ‚Heimvorteil‘ nutzte die CIA um geheime Hintertüren in die Verschlüsselungs-mechanismen und -geräte der Crypto AG einzubauen. Mit Hilfe dieser Backdoors konnten die Amerikaner über Jahrzehnte hinweg die gesamte Kommunikation der betroffenen Länder abhören.

Satoshi Nakamoto = Konstrukt des amerikanischen Geheimdienstes

Tasten wir uns langsam an die absolut vage und höchst spekulative These heran: Was wäre wenn Bitcoin Erfinder Satoshi Nakamoto nur ein Konstrukt der CIA ist? – Dazu müssen wir uns vor Augen führen, dass 120 Staaten seit Mitte der 70er Jahre unfreiwillig und permanent die sensibelsten und wichtigsten Informationen an die Amerikaner gaben. Auch im Rahmen der NSA-Veröffentlichungen durch Edward Snowden wurde deutlich, dass die USA nicht gerade zimperlich sind was das Abschöpfen von privaten Daten anbelangt. Ihre Stärke ist dabei die Operation im Dunkeln und die Tarnung der eigenen Software.

Und parallel dazu existiert seit 2009 Bitcoin. Eine Kryptowährung, die mittlerweile eine Marktkapitalisierung von fast 200 Milliarden US-Dollar aufweist. Das Netzwerk transferiert täglich mehrere Millionen bis hin zu Milliarden an Dollar und findet weltweit Verwendung. Hierbei verwenden wir eine Währung und eine zugrunde liegende Technologie ohne konkret zu wissen, wer hinter diesem Konzept steckt. Klar, Satoshi Nakamoto hat das Bitcoin Whitepaper am 31.10.2008 veröffentlicht. Aber wer ist nun einmal Satoshi Nakamoto? – Craig Wright wird es mit Sicherheit nicht sein und somit bleibt diese Frage offen. Nun könnte man ja argumentieren, dass das ‚Schöne‘ an Bitcoin das Vertrauen in die Technik und die Algorithmen sind.

Secure Hash Algorithm (SHA) des NIST

Diese Aussage ist in erster Linie auch korrekt. Der Punkt, den man allerdings anzweifeln kann, lautet wie folgt: Bitcoin verwendet für zwei essenzielle Funktionen des Netzwerks den Secure Hash Algorithm 256, besser bekannt als SHA-256. SHA-256 gehört wiederum zur Familie der SHA-2 Hashfunktionen. Und genau diese Familie wurde als Standard vom National Institute of Standards and Technology (NIST) in Zusammenarbeit mit der National Security Agency, besser bekannt als NSA, erfunden.

In Anbetracht der jüngsten Veröffentlichungen muss nun jedes Individuum für sich selbst entscheiden, als wie realistisch er eine solche ‚Backdoor‘ bei SHA-256 erachtet. Die Konsequenzen jedenfalls wären immens: denn die Hashfunktion wird sowohl verwendet, um Public und Private Keys zu erstellen als auch als Hashfunktion im Rahmen des Proof-of-Work Miningalgorithmus.

Bitcoin & Satoshi = Central Intelligence?

Neben den gerade geäußerten Spekulationen um den Zusammenhang zwischen SHA-256 und möglichen Backdoors, gibt es noch einen anderen Aspekt. Hast du dir jemals Gedanken darüber gemacht, ob Satoshi Nakamoto eigentlich eine Bedeutung hat? – Gibt es eine Übersetzung des Namens?

Die Antwort lautet: Ja, es gibt mehrere Übersetzungen. Legt man sich die Karten nach dem eigenen Gusto mit der Intention einen Zusammenhang zwischen CIA und Satoshi Nakamoto zu sehen, geschieht folgendes:

Satoshi Nakamoto - Die japanische Bedeutung des Vornamens

Der Begriff Satoshi hat viele Bedeutungen. Unter anderem bedeutet Satoshi aber „enlightened“, „wise“ oder eben „intelligent“. Und last, but not least heißt Nakamoto so viel wie „middle“, „base“, „root“ oder eben „central“. Damit wäre Satoshi Nakamoto dann die „Central Intelligence“.

Soweit sind wir am Ende des Epilogs. Damit haben wir nun alle möglichen Theorien rund um die Identität des Bitcoin Erfinders abgearbeitet. Wir sind der Frage „Wer ist Satoshi Nakamoto“ wohl etwas näher gekommen – die finale Antwort gibt es jedoch nicht. Damit bleibt dir als Leser wohl genug Raum zur Spekulation frei. Mich würde nun natürlich daher brennend interessieren, wen du verdächtigst.

Wer ist Satoshi Nakamoto? – Welche Theorie empfindest du als glaubwürdig? Hast du einen Favoriten und spielt es für dich überhaupt eine Rolle die wahre Identität hinter Satoshi zu kennen?