US-Präsident Joe Biden erlässt noch diese Woche eine neue Verordnung, die eine richtungsweisende Einschätzung von Kryptowährungen seitens mehrerer Behörden fordert. Was bewirkt der neue Erlass in den USA? Führt er zu einer CBDC?

Kryptowährungen und Kriminalität: Verwendung von Ransomware nimmt zu

Bereits im letzten Jahr verkündete die US-Regierung, Kryptowährungen genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. Stein des Anstoßes war offiziell das erhöhte Aufkommen von Ransomware und anderer Cyberkriminalität und deren zunehmende Verwendung von Bitcoin und Co.

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Ransomware sperrt den Zugang des Nutzers zu seinem eigenen technischen Gerät und fordert dann eine Zahlung, um das Gerät wieder freizuschalten. Ransomware existiert schon seit mindestens drei Jahrzehnten, war aber aufgrund von Risiken bei der Zahlung nie sonderlich weit verbreitet.

Durch Bitcoin und weitere Kryptowährungen können Schadprogramme dieser Art eingesetzt werden, ohne dass die Täter dabei ihre eigenen empfindlichen Bankdaten offenbaren müssen.

Wachstum der verschiedenen illegalen Aktivitäten im Umgang mit Kryptowährungen

Wie ein Bericht von Chainalysis zeigt, legte Ransomware im Bereich Krypto über mehrere Jahre hinweg ein enormes Wachstum hin.

Insbesondere im Vergleich zu Betrugsmaschen und dem Handel mit Kryptowährungen auf Darknet Markets, beansprucht Ransomware jedoch nur einen kleinen Teil der illegalen Bewegungen mit Kryptowährungen.

Biden erwartet umfängliche Bewertung von Kryptowährungen

Der neue Erlass setzt eine Frist von 180 Tagen. In diesem Zeitraum erwartet Präsident Joe Biden eine umfängliche Bewertung von Kryptowährungen, die für deren Zukunft in den USA richtungsweisend sein soll.

Gleich mehrere Ministerien und Behörden sollen an der Gestaltung des Berichts beteiligt sein, genauer gesagt: Außenministerium, Handelsministerium, Finanzministerium, Wirtschaftsrat, Rat der Wirtschaftsberater und der nationale Sicherheitsrat.

Damit will man auch die „Zukunft des Geldes“ einschätzen, so heißt es nach einer Meldung von Bloomberg, der zufolge sich ein unbekannter Informant äußerte. So heißt es:

Die Anordnung, an der seit letztem Jahr gearbeitet wird, verlangt von den Bundesbehörden, dass sie im Laufe des Jahres darüber berichten, was sie in Bezug auf digitale Wertanlagen unternehmen.
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Der Plan sei es, den verschiedenen Behörden bestimmte Rollen im Umgang mit Kryptowährungen zuzuweisen. Dass der Erlass gerade jetzt seine finalen Züge annimmt, ist wohl kein Zufall.

Grund ist der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine, in dessen Folge Wirtschaftssanktionen gegen Russland erlassen wurden und Diskussionen über Umwege mit Kryptowährungen aufkommen ließen. Dadurch hatte unter anderem Jerome Powell, Vorsitzender der Federal Reserve, eine strengere Krypto-Regulierung gefordert.

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Die US-Senatoren Elizabeth Warren und Mark Warner sehen in Kryptowährungen eine große Gefahr. Ihren Informationen nach kann Russland einen Großteil der Sanktionen durch die Verwendung von Kryptos zunichtemachen.

Daher richteten sie jüngst eine Anfrage an die US-Finanzministerin Janet Yellen, mit der Bitte, darzulegen, wie man die Umgehung der Sanktionen mit Kryptowährungen verhindern kann.

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Glaubt man dem anonymen Informanten, wird es in den USA im nächsten halben Jahr zu einem entscheidenden Kurswechsel kommen. Er hält die Entwicklung einer US-amerikanischen CBDC für sehr wahrscheinlich.

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Innerhalb des Kabinetts Biden verfüge diese Option schon heute über viel Zustimmung. Demnach steht also die Entwicklung des digitalen Dollar in nicht allzu ferner Zukunft an. Genauere Details müsse aber der geforderte Bericht festlegen.

Denkbar sei, dass neue Erkenntnisse diese Position gefährden oder darauf hindeuten, dass der US-Kongress einer solchen Entwicklung erst zustimmen müsste. Dann läge die Entscheidung über die CBDC nicht mehr allein in der Hand des Kabinetts.

Gleichzeitig sollen die US-Behörden klären, ob man für eine CBDC ein neues Gesetz erlassen müsste und welche Folgen die Währung für normale Nutzer hätte. Eine Verabschiedung des Erlasses wird am morgigen Mittwoch erwartet.

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