• Robinhood Chain wächst schneller als viele neue Netzwerke:
    Obwohl die Chain erst seit Anfang Juli öffentlich läuft, haben sich Nutzung, Kapital und Einnahmen in kurzer Zeit stark entwickelt. Das zeigt, dass Robinhood seine bestehende Plattform ziemlich schnell in Richtung Blockchain erweitert.
  • In einigen Bereichen ist Robinhood schon näher an Base dran als gedacht:
    Bei Aktivität und Netzwerkeinnahmen konnte Robinhood zuletzt sogar zeitweise vor Base liegen. Der Abstand ist damit nicht überall so groß, wie man es nach dem deutlich späteren Start erwarten würde.
  • Base bleibt trotzdem das größere und reifere Netzwerk:
    Das Ökosystem ist breiter, mehr große DeFi-Projekte sind bereits etabliert und insgesamt steckt deutlich mehr Kapital auf der Chain. Robinhood punktet dafür stärker mit tokenisierten Aktien und der Verbindung zum klassischen Finanzmarkt.
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Robinhood Chain wächst schneller als erwartet

Seit dem 1. Juli 2026 läuft die Robinhood Chain öffentlich auf dem Mainnet. Technisch setzt Robinhood auf die Arbitrum-Infrastruktur und nutzt Ethereum als Basis. Einen eigenen Coin braucht man für Transaktionen nicht, die Gebühren werden mit ETH bezahlt.

Obwohl das Netzwerk noch ziemlich jung ist, steckt bereits einiges an Kapital darin. Der DeFi-TVL liegt bei rund 836 Millionen US-Dollar, dazu kommen knapp 922 Millionen US-Dollar in Stablecoins. Über Bridges wurden außerdem schon mehr als 3 Milliarden US-Dollar auf die Chain gebracht.

Auch bei der Nutzung ging es zuletzt schnell nach oben. L2Beat kam auf rund 140 User Operations pro Sekunde, während Base bei knapp 123 lag. Innerhalb eines Tages wurden damit mehr als 11 Millionen Vorgänge auf Robinhood Chain verarbeitet.

Bei den Einnahmen zieht Robinhood davon

Noch deutlicher war der Unterschied zuletzt bei den Netzwerkeinnahmen. Am 2. September kamen auf Robinhood Chain innerhalb von 24 Stunden rund 3,38 Millionen US-Dollar zusammen. Base lag im gleichen Zeitraum bei etwa 119.000 US-Dollar. Damit lagen die Einnahmen auf Robinhood Chain mehr als 28-mal so hoch wie bei Base.

Wie schnell das Ganze angezogen hat, zeigt ein Blick auf die Tage davor. Vier Tage zuvor lagen die täglichen Einnahmen noch bei ungefähr 250.000 US-Dollar. Bis zum 2. September stieg der Wert auf 3,38 Millionen US-Dollar und hat sich damit innerhalb weniger Tage mehr als verdreizehnfacht.

Starke Netzwerkeinnahmen bei Robinhood Chain in 24 Stunden. Quelle: CoinmarketCap
Starke Netzwerkeinnahmen bei Robinhood Chain in 24 Stunden. Quelle: CoinmarketCap

Warum Robinhood so schnell Nutzer auf die Chain bekommt

Robinhood startet dabei mit einem Vorteil, den viele neue Netzwerke nicht haben. Hinter der Chain steht bereits eine große Handelsplattform mit Millionen Kunden, die Aktien, ETFs und Kryptowährungen über Robinhood handeln.

Das Unternehmen muss also nicht erst komplett neue Nutzer für die Blockchain gewinnen, sondern kann bestehende Produkte Stück für Stück auf die Chain bringen. Dazu gehören unter anderem tokenisierte Aktien und ETFs. Mittlerweile gibt es mehr als 190 Stock Tokens, darunter bekannte Namen wie NVIDIA, Apple und Alphabet.

Damit verfolgt Robinhood auch einen etwas anderen Weg als viele klassische Krypto-Chains. Statt nur neue DeFi-Projekte anzulocken, soll ein Teil des bestehenden Finanzgeschäfts direkt auf die Blockchain wandern.

Base bleibt beim Fundament deutlich größer

Bei den größeren Zahlen liegt Base trotzdem noch klar vorne. Das Netzwerk ist seit 2023 am Start und hat mittlerweile rund 5,7 Milliarden US-Dollar DeFi-TVL. Damit steckt dort fast siebenmal so viel Kapital wie auf Robinhood Chain.

Auch bei Stablecoins ist der Abstand deutlich. Base kommt auf knapp 5 Milliarden US-Dollar, Robinhood Chain auf rund 922 Millionen US-Dollar. Über Bridges wurden auf Base mittlerweile sogar mehr als 14 Milliarden US-Dollar gebracht.

Dazu ist das Ökosystem deutlich größer, denn viele bekannte DeFi-Anwendungen laufen dort schon länger. Gleichzeitig haben sich auf Base AI-Projekte, Social-Anwendungen, Meme-Coins und inzwischen ebenfalls tokenisierte Aktien angesiedelt.

Zwei Chains mit ziemlich unterschiedlicher Richtung

Base ist inzwischen eher eine klassische Allround-Chain. DeFi, AI, Social Apps und Meme-Coins laufen dort nebeneinander und Coinbase versucht, möglichst viele Bereiche auf das Netzwerk zu ziehen.

Robinhood Chain wirkt bisher deutlich stärker auf Finanzprodukte zugeschnitten. Aktien, ETFs und andere klassische Vermögenswerte sollen direkt mit der Blockchain verbunden werden.

Damit ist Robinhood Chain noch längst nicht größer als Base. Die Entwicklung der ersten Monate zeigt aber, dass der Abstand in einigen Bereichen schneller kleiner werden könnte als gedacht. Base hat heute das größere Ökosystem, Robinhood bringt dafür eine riesige bestehende Nutzerbasis und einen klaren Fokus auf Finanzmärkte mit.


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Sowohl Base als auch Robinhood Chain bauen auf Ethereum auf und nutzen ETH für Transaktionen. Bei Bitvavo kannst Du Ethereum und über 425 weitere Kryptowährungen handeln und Dir als Neukunde 20 € Willkommensbonus sichern. Die Börse ist MiCA-lizenziert und besonders einsteigerfreundlich.
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Fazit: Wer liegt am Ende vorne?

Nach wenigen Monaten kann Robinhood Chain beim Kapital noch nicht mit Base mithalten. Bei Aktivität und Einnahmen hat das Netzwerk zuletzt aber gezeigt, wie schnell sich das ändern kann. Base bleibt aktuell die deutlich größere Chain.

Robinhood ist allerdings schon weit genug, dass man das Netzwerk nicht mehr nur als kleines Nebenprojekt betrachten kann. Wenn noch mehr Aktien und andere Finanzprodukte auf die Blockchain wandern, könnte der Vergleich in einem Jahr schon deutlich enger aussehen.