- XRP soll KI-Agenten selbst bezahlen lassen:
Über das Machine Payments Protocol können KI-Agenten digitale Dienste wie Daten oder Rechenleistung automatisch anfordern und direkt mit XRP bezahlen. - Zahlungen sollen schnell und günstig laufen:
RippleX nennt für einzelne XRP-Zahlungen eine Abwicklung innerhalb von rund drei bis fünf Sekunden bei Kosten von weniger als einem Cent. - Ripple bringt XRP früh in neue KI-Standards:
Neben MPP unterstützt der XRP Ledger bereits weitere Ansätze wie x402 und den Open Wallet Standard. Ob daraus relevantes Transaktionsvolumen entsteht, hängt nun vor allem von der Nutzung durch Entwickler ab. - 👉 Keine blinden Signale, sondern klare Setups: Werde Teil der kostenlosen Trading2Go-Discord-Community und lerne, Krypto-Märkte strukturiert zu analysieren, Risiken einzuordnen und professioneller zu traden.
KI-Agenten sollen ihre Rechnungen selbst bezahlen
Die Idee dahinter ist relativ einfach. Ein KI-Agent fordert beispielsweise Daten oder Rechenleistung bei einem Dienst an, bekommt automatisch einen Preis genannt und kann die Zahlung anschließend selbst freigeben. Danach wird die gewünschte Leistung bereitgestellt. Ein klassischer Checkout mit Konto, Zahlungsformular oder manueller Bestätigung ist dafür nicht nötig. Für solche Abläufe wurde das Machine Payments Protocol entwickelt.
RippleX bindet den XRP Ledger nun direkt in dieses System ein. XRP kann für einzelne Zahlungen verwendet werden, die laut RippleX innerhalb von etwa drei bis fünf Sekunden abgewickelt werden und weniger als einen Cent kosten sollen. Auch andere auf dem XRP Ledger ausgegebene Assets lassen sich dafür nutzen.
Bei häufigen Zahlungen geht Ripple noch einen Schritt weiter. Über sogenannte Payment Channels muss nicht jede einzelne Nutzung sofort auf der Blockchain landen. Ein KI-Agent kann einen Zahlungskanal öffnen und während der Nutzung laufend signierte Zahlungsnachweise schicken. Am Ende wird der Gesamtbetrag gesammelt auf dem XRP Ledger abgerechnet. RippleX spricht hier von mehr als 100.000 lokal prüfbaren Zahlungsnachweisen pro Sekunde, während auf der Blockchain selbst nur das Öffnen und Schließen des Kanals nötig ist.
Für RLUSD sieht es momentan etwas eingeschränkter aus. Einmalzahlungen werden bereits unterstützt, laufende Zahlungssitzungen über Payment Channels sollen später folgen. Dafür braucht es noch eine geplante Erweiterung des Ledgers.
Ripple will XRP nicht nur im eigenen Ökosystem halten
Interessant an dem Update ist auch, dass Ripple nicht versucht, ein komplett eigenes System für KI-Zahlungen aufzubauen. Das neue Starter Kit unterstützt neben MPP auch den Open Wallet Standard. Darüber können KI-Anwendungen Wallets über verschiedene Blockchains hinweg über eine gemeinsame Schnittstelle verwalten. Entwickler müssen also nicht für jede Chain eine eigene Wallet-Lösung bauen.
Bereits im Juni hatte Ripple den XRP Ledger außerdem an x402 angebunden. Auch dieser Standard ist für automatisierte Zahlungen zwischen Software und Online-Diensten gedacht. Laut RippleX wurden darüber inzwischen 5,6 Millionen Transaktionen auf dem XRP Ledger abgewickelt.
Für XRP ist das vor allem deshalb relevant, weil Ripple den Coin an mehrere Standards gleichzeitig anschließt. Entwickler müssen sich nicht früh auf nur ein Zahlungssystem festlegen und XRP kann theoretisch dort auftauchen, wo sich KI-Agenten später tatsächlich durchsetzen.
Wichtig ist allerdings auch die Abgrenzung. Dass Ripple das von Stripe und Tempo entwickelte MPP unterstützt, bedeutet nicht, dass Stripe nun XRP direkt in seinen normalen Zahlungsprodukten integriert hat. Der XRP Ledger wird vielmehr zu einer möglichen Abwicklungsschiene innerhalb des offenen Standards.
Noch ist das Ganze eher Aufbauarbeit
Der Markt für Zahlungen zwischen KI-Agenten ist jung und viele der Werkzeuge befinden sich noch in der Entwicklung. Das neue xrpl-mpp-sdk von RippleX läuft beispielsweise noch als Beta und größere zahlende Kunden für die neue MPP-Anbindung wurden bislang nicht genannt.
Trotzdem erweitert sich der mögliche Einsatz von XRP damit erneut. Neben klassischen Transfers und institutionellen Zahlungsanwendungen versucht Ripple nun, den Coin auch in automatisierte Zahlungen zwischen Software-Agenten zu bringen.
Ob daraus irgendwann wirklich relevantes Transaktionsvolumen entsteht, hängt weniger davon ab, wie gut die Idee auf dem Papier klingt, sondern davon, ob Entwickler solche Systeme tatsächlich bauen und Nutzer sie in größerem Umfang einsetzen. Ripple sorgt zumindest dafür, dass XRP bei den entstehenden Standards für KI-Zahlungen bereits mit am Tisch sitzt.

