• US-Inflation fällt leicht:
    Die Inflationsrate ist im Juli von 3,5 auf 3,4 Prozent gesunken. Auch die Kernrate ging auf 2,5 Prozent zurück, wodurch sich die Erwartungen an die weitere Zinspolitik etwas verbessert haben.
  • Nächste Inflationsdaten stehen schon an:
    Mit den US-Erzeugerpreisen folgt bereits der nächste wichtige Datensatz. Sie gelten als Frühindikator und könnten deshalb auch die Erwartungen an die Fed wieder bewegen.
  • Bitcoin kämpft mit wichtiger Hürde:
    Bitcoin hält sich über der Unterstützung um 63.800 bis 64.000 US-Dollar. Auf der Oberseite bleiben die 67.000 US-Dollar wichtig, wo zusätzlich die Short-Term Holder Cost Basis für Verkaufsdruck sorgen kann.
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US-Inflation fällt leicht

Am Mittwochnachmittag kamen neue Inflationsdaten aus den USA. Die jährliche Inflationsrate ist im Juli von 3,5 auf 3,4 Prozent gefallen und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Auch die Kernrate, bei der Lebensmittel und Energie herausgerechnet werden, fiel etwas niedriger aus. Sie lag im Juli bei 2,5 Prozent nach zuvor 2,6 Prozent. Im Monatsvergleich stiegen die Kernpreise um 0,2 Prozent. Diese Zahl schaut sich die Fed genau an, weil sie einen besseren Blick darauf gibt, wie hartnäckig die Inflation abseits von Energie und Lebensmitteln noch ist.

Der Markt reagierte auf die Zahlen zunächst positiv. Auch bei den Erwartungen an die weitere Zinspolitik sieht es wieder etwas besser aus. Wenn die Inflation weiter nachlässt, nimmt schließlich auch der Druck auf die Fed ab, die Zinsen länger auf einem hohen Niveau zu halten. Ganz erledigt ist das Thema Inflation aber noch nicht. Mit 3,4 Prozent liegt sie weiterhin über dem Ziel der Fed. Dazu kommen zuletzt wieder höhere Ölpreise, die in den kommenden Monaten erneut für mehr Preisdruck sorgen könnten.

Entsprechend wichtig werden jetzt auch die nächsten Daten aus den USA. Am Donnerstag folgen die Erzeugerpreise. Sie zeigen, wie sich die Preise auf Unternehmensebene entwickeln, und gelten damit als eine Art Frühindikator für die Inflation. Steigen die Kosten für Unternehmen stärker, kann sich das später auch bei den Verbraucherpreisen bemerkbar machen. Für Bitcoin bleiben die Inflationsdaten damit ein wichtiger Faktor. Die gestrigen Zahlen helfen dem Markt erstmal, die Erzeugerpreise könnten aber schon den nächsten Impuls liefern.

Bitcoin hält wichtige Unterstützung

Beim Bitcoin-Kurs bleibt der Bereich knapp unter 64.000 US-Dollar wichtig. BTC notiert aktuell bei rund 63.800 US-Dollar und damit direkt an einer Zone, die zuletzt mehrfach gehalten hat. Rund um 63.800 bis 64.000 US-Dollar liegt derzeit auch der Point of Control aus dem Volumenprofil. Dort wurde im betrachteten Zeitraum besonders viel gehandelt. Entsprechend wichtig ist dieser Bereich aktuell als Unterstützung.

Bleibt Bitcoin darüber, rückt auf der Oberseite wieder die Marke um 67.000 US-Dollar in den Blick. Dort ist der Kurs zuletzt mehrfach nach unten abgeprallt. Fällt Bitcoin dagegen unter die aktuelle Unterstützung, wäre zunächst der Bereich um 62.600 US-Dollar interessant. Darunter wartet bei rund 60.000 US-Dollar die nächste größere Unterstützung.

Bitcoin-Kurs auf TradingView
Bitcoin-Kurs auf TradingView

Dass Bitcoin gerade im Bereich um 67.000 US-Dollar immer wieder Probleme bekommt, lässt sich auch mit On-Chain-Daten erklären. Die sogenannte Short-Term Holder Cost Basis zeigt vereinfacht gesagt den durchschnittlichen Einstiegspreis der Bitcoin, die von eher kurzfristig orientierten Anlegern gehalten werden. Liegt der aktuelle Kurs darunter, sitzen viele dieser Marktteilnehmer mit ihren Positionen im Minus.

Erholt sich Bitcoin später wieder bis an diesen durchschnittlichen Einstiegspreis, nutzen einige Anleger genau diesen Bereich für Verkäufe. Manche schließen ihre Position ungefähr zum Einstand, andere nehmen nach einem günstigeren Nachkauf erste Gewinne mit. Dadurch kann an solchen Marken zusätzlicher Verkaufsdruck entstehen. Das passt auch zum bisherigen Kursverlauf: Rund um 67.000 US-Dollar kam Bitcoin zuletzt mehrfach nicht nachhaltig weiter.

Natürlich kann der Kurs diesen Bereich irgendwann auch hinter sich lassen. Dann würde wieder die Marke um 70.000 US-Dollar interessanter werden. Dafür müsste aber wieder mehr Nachfrage in den Markt kommen und die Stimmung rund um Bitcoin weiter anziehen.

Bitcoin: Short-Term-Holder. Quelle: Checkonchain
Bitcoin: Short-Term-Holder. Quelle: Checkonchain

Fazit

Die Inflationsdaten helfen Bitcoin erstmal etwas weiter, wirklich frei ist der Weg nach oben aber noch nicht. Solange sich BTC über 63.800 bis 64.000 US-Dollar hält, bleibt ein neuer Anlauf auf 67.000 US-Dollar möglich. Dort dürfte sich dann zeigen, ob diesmal genug Käufer im Markt sind.