- Heute um 14:30 Uhr kommen die PCE-Daten:
Die Inflationsdaten gelten als wichtiges Signal für die Fed. Weichen sie stärker von den Erwartungen ab, dürfte auch Bitcoin schnell reagieren. - Schwächere Inflation könnte Bitcoin Rückenwind geben:
Fallen die Daten niedriger aus als erwartet, könnten Renditen und US-Dollar nachgeben. Für Bitcoin wäre dann ein neuer Angriff auf 86.000 bis 87.400 US-Dollar möglich. - Höhere Inflation könnte den Ausbruch wieder belasten:
Kommen die Daten heißer rein, dürfte der Bereich um 82.000 US-Dollar wichtig werden. Darunter wartet mit dem Point of Control bei rund 77.200 US-Dollar die nächste größere Unterstützung. - 🔍 Volatile Märkte – passt deine Krypto-Börse dazu?
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Heute kann es schnell gehen
Beim PCE-Preisindex handelt es sich um das Inflationsmaß, auf das die US-Notenbank besonders schaut. Für August rechnen Ökonomen beim Gesamtindex mit einer Jahresrate von 3,7 Prozent. Bei der Kernrate, also ohne Energie und Lebensmittel, werden weiterhin 3,3 Prozent erwartet. Auf Monatssicht liegen die Erwartungen bei rund 0,3 bis 0,4 Prozent.
Und hier liegt heute das Potenzial für ordentlich Bewegung. Kommen die Zahlen niedriger als erwartet, würde das den Inflationsdruck zumindest etwas herausnehmen. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Zinserhöhungen könnte dadurch sinken, Renditen und US-Dollar könnten nachgeben, ein Umfeld, mit dem Bitcoin in der Regel deutlich besser klarkommt.
Fallen die Daten dagegen heißer aus, dürfte es in die andere Richtung gehen. Die Fed hätte dann noch weniger Grund, bei den Zinsen lockerzulassen. Höhere Renditen und ein stärkerer Dollar wären wiederum eher Gegenwind für Bitcoin und andere Risikoanlagen. Der Markt ist bei der Frage nach dem nächsten Zinsschritt ohnehin ziemlich gespalten, weshalb heute schon eine kleinere Überraschung reichen könnte, um Bewegung reinzubringen.
Der Ausbruch ist erstmal gelungen
Im Chart hat Bitcoin zuletzt einen ziemlich wichtigen Schritt gemacht. Der Bereich um 81.500 bis 82.000 US-Dollar hatte bereits im Mai und Anfang September gebremst. Beim dritten Anlauf ging es schließlich darüber – anschließend schoss Bitcoin bis auf knapp 87.400 US-Dollar.
Seitdem läuft der Rücksetzer, bislang hält sich der Kurs aber weiterhin oberhalb dieser alten Widerstandszone. Solange das so bleibt, ist der vorherige Ausbruch nicht wieder eingefangen.
Auf der Oberseite wäre zunächst die Volumenzone um 86.100 US-Dollar wieder ein Thema. Darüber wartet dann das jüngste Hoch bei rund 87.400 US-Dollar. Gerade bei schwächeren PCE-Daten könnte es dort relativ schnell wieder hingehen, sollte der Markt die Zahlen als Entlastung für die Fed werten.

Was passiert, wenn die Daten enttäuschen?
Mindestens genauso wichtig ist heute die Unterseite. Fällt Bitcoin nach den Daten unter den Bereich um 82.000 US-Dollar, wäre der jüngste Ausbruch erstmal wieder deutlich angeschlagen.
Darunter liegt bei rund 77.200 US-Dollar der Point of Control im aktuellen Volume Profile. Dort wurde im betrachteten Zeitraum besonders viel Bitcoin gehandelt. Sollte es nach überraschend starken Inflationsdaten wirklich zu einem größeren Rücksetzer kommen, wäre das für mich die nächste größere Zone, an der wieder mehr Nachfrage reinkommen könnte.
Noch weiter unten wartet der Bereich um 72.000 US-Dollar, der bereits im Frühjahr mehrfach eine Rolle gespielt hat. Dafür müsste heute allerdings schon deutlich mehr Druck aufkommen.
Heute entscheidet die Abweichung
Bei den PCE-Daten geht es deshalb weniger darum, ob 3,7 oder 3,3 Prozent grundsätzlich hoch oder niedrig sind. Der Markt kennt diese Erwartungen längst. Bewegung entsteht vor allem dann, wenn die tatsächlichen Zahlen davon abweichen.
Ein niedrigerer Wert könnte Bitcoin helfen, wieder in Richtung 86.000 bis 87.400 US-Dollar zu laufen. Eine überraschend hohe Inflation würde dagegen den Bereich um 82.000 US-Dollar testen. Fällt auch der, wäre mit dem Point of Control bei rund 77.200 US-Dollar die nächste größere Unterstützung nicht weit entfernt.
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