• Rund 4.000 Bitcoin wurden aus Liquid abgezogen:
    Der Wert lag zum Zeitpunkt des Angriffs bei ungefähr 320 Millionen US-Dollar. Damit gehört der Vorfall zu den größeren Krypto-Hacks der vergangenen Zeit.
  • Die Schwachstelle soll bei SideSwap gelegen haben:
    Nach den bisherigen Informationen konnten die Angreifer darüber auf die Bitcoin-Bestände zugreifen. Andere Assets im Liquid-Netzwerk sollen nicht betroffen gewesen sein.
  • Ein großer Teil der Bitcoin könnte zurückkommen:
    Die Angreifer sollen bereits signalisiert haben, einen Großteil der gestohlenen BTC zurückzugeben. Wie viel am Ende tatsächlich zurückfließt, ist aber noch offen.
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4.000 Bitcoin gestohlen – Hacker wollen BTC zurückgeben

Beim Liquid Network ist es zu einem der größeren Krypto-Hacks der vergangenen Zeit gekommen. Angreifer konnten rund 4.000 Bitcoin im Gegenwert von etwa 320 Millionen US-Dollar aus den Wallets des Netzwerks abziehen, während nur noch rund 197 BTC zurückblieben. Der Betrieb wurde daraufhin vorerst eingestellt und inzwischen laufen die Untersuchungen dazu, wie der Angriff überhaupt möglich war. Gleichzeitig nimmt der Fall eine ziemlich ungewöhnliche Wendung, denn die Angreifer sollen bereits signalisiert haben, einen großen Teil der Bitcoin wieder zurückgeben zu wollen.

Beitrag zum Vorfall / Quelle: Liquid Network auf X
Beitrag zum Vorfall / Quelle: Liquid Network auf X

Fast der komplette Bitcoin-Bestand wurde abgezogen

Liquid Network bestätigte den Vorfall selbst und erklärte, dass die eigenen Bitcoin-Wallets betroffen sind. Andere Vermögenswerte im Netzwerk wie USDT, DePix oder verschiedene Real-World-Assets sollen dagegen nicht von dem Angriff betroffen sein.

Wie die 4.000 Bitcoin genau abgezogen werden konnten, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Nach den bisherigen Erkenntnissen sieht es allerdings nicht danach aus, dass private Schlüssel kompromittiert wurden. Stattdessen soll eine Schwachstelle bei der Handelsplattform SideSwap eine Rolle gespielt haben und den Angreifern ermöglicht haben, die Bitcoin aus dem Netzwerk abzuziehen.

Liquid hat den Betrieb deshalb zunächst eingestellt und arbeitet nun daran, die Schwachstelle vollständig aufzuklären und die betroffenen Assets zurückzuholen. Bei einer Summe von rund 320 Millionen US-Dollar ist das natürlich kein kleiner Vorfall, allerdings könnte die Geschichte am Ende deutlich glimpflicher ausgehen, als es die reine Schadenssumme zunächst vermuten lässt.

Die Hacker könnten einen Großteil zurückgeben

Liquid spricht bei den Angreifern inzwischen von möglichen White-Hat-Hackern. Damit sind Hacker gemeint, die eine Sicherheitslücke zwar ausnutzen, die gestohlenen Vermögenswerte anschließend aber zurückgeben und häufig lediglich eine Prämie für das Aufdecken des Fehlers erhalten.

Das Team von Blockstream, das Liquid 2018 ins Leben gerufen hatte, versucht bereits Kontakt mit den Angreifern aufzunehmen. Dafür sollen signierte Nachrichten über die Blockchain genutzt werden, über die sich die Kontrolle einer bestimmten Wallet nachweisen lässt.

Noch interessanter ist allerdings eine Aussage von Alex Thorn, Research-Chef bei Galaxy. Nach seinen Informationen sollen die Angreifer bereits Bereitschaft gezeigt haben, einen Großteil der gestohlenen Bitcoin zurückzusenden.

Wie viel am Ende tatsächlich zurückkommt, ist bislang offen. Bei ähnlichen Fällen behalten White-Hat-Hacker teilweise einen kleineren Betrag als Belohnung dafür, dass sie die Schwachstelle gefunden haben. Solange die Bitcoin aber noch nicht wieder vollständig zurückübertragen wurden, bleibt natürlich abzuwarten, wie die Verhandlungen wirklich ausgehen.

Für Liquid geht es jetzt um die Rückholung der Assets

Der Vorfall dürfte Liquid noch eine Weile beschäftigen, denn neben der Rückgabe der Bitcoin muss natürlich auch geklärt werden, wie die Schwachstelle überhaupt entstehen konnte und ob weitere Sicherheitsmaßnahmen notwendig sind, bevor der Betrieb wieder vollständig aufgenommen wird.

Für den Moment steht deshalb die Rückholung der Assets im Mittelpunkt. Sollte tatsächlich ein großer Teil der rund 4.000 Bitcoin zurückkommen, würde sich der mögliche Schaden deutlich reduzieren. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob die Angreifer eine Prämie erhalten und wie schnell Liquid den normalen Betrieb wieder aufnehmen kann.


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Fazit

Mit rund 4.000 gestohlenen Bitcoin im Wert von etwa 320 Millionen US-Dollar gehört der Angriff auf Liquid zu den größeren Krypto-Hacks der vergangenen Zeit. Der Fall könnte allerdings noch eine ungewöhnlich positive Wendung nehmen, denn die Angreifer sollen bereits signalisiert haben, einen großen Teil der BTC wieder zurückgeben zu wollen.

Jetzt kommt es darauf an, wie viele Bitcoin tatsächlich zurückfließen und ob Liquid die Schwachstelle vollständig schließen kann. Aus einem 320-Millionen-US-Dollar-Hack könnte damit am Ende noch ein deutlich kleinerer Schaden werden.