- Bitcoin korrigiert nach der starken Rally:
Nach mehr als 26 Prozent Plus in einer Woche ist Bitcoin von rund 81.300 auf aktuell etwa 77.800 US-Dollar zurückgekommen. - US-Inflation bleibt hartnäckig:
Die PCE-Inflation verharrt bei 3,7 Prozent und fällt damit höher aus als erwartet. Auch die Kerninflation bleibt mit 3,3 Prozent deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed. - Jackson Hole könnte neue Bewegung bringen:
Fed-Chef Kevin Warsh spricht am Freitag zur Geldpolitik. Nach den neuen Inflationsdaten dürfte wichtig werden, wie die Fed mit dem weiterhin hohen Preisdruck umgehen will. - 20 € Willkommensbonus bei unserer favorisierten Krypto-Börse Bitvavo! Nutze die Korrektur, um günstig BTC oder ETH nachzukaufen.
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Bitcoin fällt wieder unter 80.000 US-Dollar
Nach mehr als 26 Prozent Plus innerhalb einer Woche war eigentlich klar, dass es bei Bitcoin nicht einfach in diesem Tempo weitergehen kann. Zwischenzeitlich lief der Kurs wieder über 80.000 US-Dollar und erreichte in der Spitze rund 81.300 US-Dollar. Mittlerweile hat sich das Bild aber etwas beruhigt und BTC steht wieder bei ungefähr 77.800 US-Dollar.
Ganz überraschend kommt der Rücksetzer nicht. Direkt oberhalb der 80.000 US-Dollar wartet eine Zone, mit der Bitcoin in diesem Jahr schon einmal zu kämpfen hatte. Im Mai ging es bis auf rund 82.600 US-Dollar, bevor der Kurs wieder drehte und einige Wochen später sogar unter 60.000 US-Dollar fiel.
Natürlich muss es dieses Mal nicht wieder genauso kommen. Nach der schnellen Rally dürften einige Anleger aber erstmal Gewinne mitgenommen haben und ausgerechnet jetzt liefern auch die neuen Inflationsdaten aus den USA keinen Grund, direkt wieder nachzukaufen.

Die Inflation bleibt hartnäckiger als erhofft
Zusätzlichen Gegenwind gab es heute von den neuen PCE-Daten aus den USA. Der PCE-Preisindex misst vereinfacht gesagt, wie sich die Preise für Waren und Dienstleistungen entwickeln, die von amerikanischen Verbrauchern gekauft werden. Für die Märkte ist die Kennzahl wichtig, weil die Federal Reserve bei der Einschätzung der Inflation ziemlich genau darauf schaut.
Im Juli lag die PCE-Inflation bei 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr und damit genauso hoch wie bereits im Juni. Eigentlich hatte man sich hier einen weiteren Rückgang erhofft. Auch bei der Kernrate, bei der die stärker schwankenden Preise für Lebensmittel und Energie herausgerechnet werden, gab es keine Entspannung. Sie liegt weiterhin bei 3,3 Prozent.
Das Problem daran ist schnell erklärt. Die Fed möchte die Inflation langfristig wieder in Richtung 2 Prozent bekommen. Solange der Preisdruck aber deutlich darüber liegt und kaum weiter zurückkommt, wird es für die Notenbank schwieriger, die Geldpolitik zu lockern.
Nach Veröffentlichung der Daten kam deshalb auch beim Bitcoin-Kurs kurz weiterer Druck rein. Der große Abverkauf blieb zwar aus, für einen neuen Anlauf auf die 80.000 US-Dollar liefern die Zahlen aber erstmal keinen zusätzlichen Rückenwind. Umso wichtiger wird nun, wie die Fed selbst die Entwicklung einordnet.
BREAKING: US July PCE inflation, the Fed's preferred inflation metric, hits 3.7%, above expectations of 3.6%.
— The Kobeissi Letter (@KobeissiLetter) August 26, 2026
Core PCE inflation was 3.3%, the second highest reading since October 2024.
US inflation continues to run at nearly double the Fed's 2.0% target.
Own assets or be left…
Jetzt richtet sich der Blick auf Jackson Hole
Lange müssen Anleger auf den nächsten möglichen Impuls nicht warten. Morgen beginnt in Jackson Hole das jährliche Wirtschaftssymposium der Federal Reserve. Richtig interessant wird es allerdings am Freitag, wenn Fed-Chef Kevin Warsh seine erste große Rede bei dem Treffen hält.
Nach den neuen PCE-Daten dürfte ziemlich genau hingehört werden. Die Inflation bleibt hartnäckig und damit stellt sich vor allem die Frage, wie Warsh darauf reagieren möchte. Bislang hält er sich mit konkreten Aussagen zum weiteren Zinskurs eher zurück und deshalb erhoffen sich Anleger von Jackson Hole etwas mehr Klarheit.
Für Bitcoin kann das schnell wieder Bewegung bringen. Sollte Warsh deutlich machen, dass die Fed wegen der weiterhin hohen Inflation eine weitere Zinserhöhung nicht ausschließt, wäre das eher Gegenwind für den Krypto-Markt. Klingt er dagegen zurückhaltender und sieht vorerst keinen Grund für höhere Zinsen, könnte das nach der aktuellen Korrektur wieder etwas Druck vom Markt nehmen.
Nach den heutigen Inflationsdaten bekommt die Rede damit nochmal mehr Gewicht. Der Markt preist inzwischen eine höhere Wahrscheinlichkeit weiterer Zinsschritte ein und ausgerechnet jetzt befindet sich Bitcoin nach seiner starken Rally ohnehin in einer ersten Konsolidierung.

