- CZ erwartet die Millionenmarke:
Binance-Gründer Changpeng Zhao ist überzeugt, dass Bitcoin irgendwann 1 Million US-Dollar erreicht. Mehr als 25 Jahre soll es seiner Einschätzung nach nicht mehr dauern. - Bitcoin könnte sogar Gold überholen:
Zhao rechnet damit, dass Staaten künftig stärker auf digitale Reserven setzen. Bitcoin könnte dadurch langfristig sogar Gold bei der Marktkapitalisierung überholen. - 10x Research bleibt deutlich vorsichtiger:
Markus Thielen hält 1 Million US-Dollar bis 2030 für kaum machbar. Dafür wären seiner Berechnung nach rund 15 Billionen US-Dollar an zusätzlichem Kapital nötig. - 👉 Bitcoin langfristig kaufen:
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CZ rechnet fest mit der Millionenmarke
Bei seinem Auftritt auf der Bitcoin Asia in Hongkong sprach Zhao darüber, wo Bitcoin langfristig noch landen könnte. Als die Millionenmarke zur Sprache kam, fiel seine Antwort ziemlich eindeutig aus.
Für Zhao wird Bitcoin irgendwann 1 Million US-Dollar kosten. Einen konkreten Termin dafür nannte er zwar nicht, mehrere Jahrzehnte möchte er darauf aber offenbar auch nicht warten. Auf einen Zeitraum von 25 Jahren angesprochen machte er klar, dass es seiner Meinung nach deutlich schneller gehen könnte.
Ob damit irgendwann die 2030er-Jahre gemeint sind oder doch erst ein späterer Zeitpunkt, bleibt offen. Wirklich zurückhaltend fällt seine Prognose trotzdem nicht aus. Vom aktuellen Kurs aus müsste Bitcoin schließlich noch um ein Vielfaches steigen.
Zhao setzt dabei vor allem darauf, dass sich die Käuferseite weiter verändert. Früher kam ein großer Teil des Geldes von Privatanlegern. Mittlerweile kaufen ETFs, Fonds und andere große Investoren ebenfalls Bitcoin. Der nächste Schritt könnte für ihn von Staaten kommen, die digitale Vermögenswerte stärker in ihre Reserven aufnehmen.
Selbst Gold könnte irgendwann hinter Bitcoin liegen
Wie weit Zhao dabei denkt, zeigt sein Vergleich mit Gold. Bitcoin könnte seiner Einschätzung nach irgendwann eine höhere Marktkapitalisierung als das Edelmetall erreichen.
Dafür müsste BTC allerdings in eine ganz andere Größenordnung hineinwachsen. Helfen könnte aus seiner Sicht eine Verschiebung bei staatlichen Reserven. Gold gehört dort seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil, digitale Vermögenswerte spielen dagegen bislang nur eine kleine Rolle.
Zhao glaubt, dass sich dieses Verhältnis langfristig verändern wird. Sollten Staaten größere Krypto-Reserven aufbauen, dürfte Bitcoin seiner Einschätzung nach mehr als die Hälfte davon ausmachen. Auch Ethereum und BNB sieht er als mögliche Bestandteile solcher Bestände.
Damit würde für Bitcoin eine Käufergruppe größer werden, die vor einigen Jahren praktisch noch keine Rolle gespielt hat. Ob Staaten ihre Reserven tatsächlich irgendwann in diesem Umfang umstellen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Für Zhaos Millionen-Prognose ist diese Entwicklung aber ein wichtiger Teil der Rechnung.
Trotz Millionen-Prognose rät CZ zu kleinen Käufen
Bei seiner eigenen Bitcoin-Geschichte war Zhao früher deutlich offensiver unterwegs. 2014 verkaufte er seine Wohnung und steckte das Geld in Bitcoin. Heute würde er anderen Anlegern so einen Schritt allerdings nicht empfehlen.
Stattdessen hält er regelmäßige kleinere Käufe für sinnvoller. Als Beispiele nennt er 1, 5 oder 10 Prozent des Einkommens, solange der eigene Lebensstandard dadurch nicht eingeschränkt wird.
Damit setzt Zhao trotz seiner extrem hohen Kursprognose auf einen ziemlich einfachen Ansatz. Nicht alles auf einmal investieren und auch nicht ständig versuchen, den perfekten Einstieg zu treffen. Wer langfristig von Bitcoin überzeugt ist, kann stattdessen regelmäßig kleinere Beträge investieren und Kursschwankungen damit über einen längeren Zeitraum verteilen.
👉 Zhaos Millionen-Prognose zeigt, wie langfristig manche Anleger bei Bitcoin mittlerweile denken. Wer ebenfalls lieber über Jahre investiert, statt jedem kurzfristigen Kursimpuls hinterherzulaufen, kann Bitcoin beispielsweise bei unserer empfohlenen Krypto-Börse Kraken* kaufen. Als Neukunde erhältst Du dort aktuell 30 Euro in Bitcoin, wenn Du 100 Euro einzahlst und anschließend 100 Euro handelst.
Andere Analysten sind deutlich skeptischer
Dass eine Million US-Dollar kein kleines Kursziel ist, zeigt die Rechnung von Markus Thielen ziemlich gut. Der Forschungsleiter von 10x Research hatte sich erst vor wenigen Wochen mit genau diesem Szenario beschäftigt und kommt zumindest für 2030 zu einem komplett anderen Ergebnis.
Nach seiner Schätzung wären rund 15 Billionen US-Dollar an zusätzlichem Kapital notwendig, um Bitcoin bis dahin auf eine Million US-Dollar zu bringen. Das entspricht ungefähr einem Viertel des gesamten Wertes des US-Aktienmarktes.
Und bei dieser Größenordnung wird Thielen skeptisch. Eine solche Summe müsste innerhalb von nur wenigen Jahren ihren Weg in Bitcoin finden. Gemessen an den bisherigen Kapitalzuflüssen hält er das für völlig unrealistisch und bezeichnet das Millionen-Ziel bis 2030 deshalb als mathematisch nicht machbar.
Damit widerspricht er Zhao allerdings nur teilweise. CZ hat nie gesagt, dass Bitcoin bereits 2030 bei einer Million US-Dollar stehen wird. Sein Zeitfenster reicht deutlich weiter. Bei der grundsätzlichen Frage, ob Bitcoin irgendwann solche Kurse erreichen kann, liegen die beiden Einschätzungen deshalb weniger weit auseinander als beim ersten Blick auf die Prognosen.

