- US-Renditen ziehen kräftig an
Starke Konjunkturdaten, ein höherer Ölpreis und schwache Anleiheauktionen treiben die Renditen nach oben. Gleichzeitig preist der Markt wieder eine höhere Wahrscheinlichkeit für weitere Zinsschritte der Fed ein. - Bitcoin fällt unter 85.000 US-Dollar
Nach dem Ausbruch über 82.000 US-Dollar konnte Bitcoin die Bewegung bis über 86.000 US-Dollar ausbauen, hat inzwischen aber wieder einen Teil der Gewinne abgegeben. - Der alte Widerstand könnte zur Unterstützung werden
Rund um 82.000 bis 82.400 US-Dollar wurde Bitcoin zuvor mehrfach ausgebremst. Nach dem Ausbruch könnte dieser Bereich bei einem weiteren Rücksetzer erstmals von oben getestet werden. - 🎁 20 € Willkommensbonus bei unserer favorisierten Krypto-Börse Bitvavo!
Bitcoin steht nach dem Rücksetzer wieder unter Druck und die nächsten Kurszonen rücken näher. Wer solche Bewegungen nutzen und selbst in Bitcoin investieren möchte, kann sich bei Bitvavo aktuell den Willkommensbonus sichern. 🚀 Jetzt anmelden und Bonus sichern!*
Die Renditen steigen und steigen
Am US-Anleihemarkt ging es am Mittwoch noch einmal deutlich nach oben. Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe stieg um knapp 14 Basispunkte auf rund 5,11 % und erreichte damit den höchsten Stand seit 2007. Auch die zweijährige Rendite zog kräftig an und kletterte zeitweise bis knapp 4,95 %.
Dahinter steckt vor allem die Frage, wie viel Spielraum die Fed überhaupt noch hat, die Geldpolitik wieder lockerer werden zu lassen. Der vorläufige S&P Global Composite PMI für September sprang von 56,0 auf 58,4 Punkte. Damit wächst die US-Geschäftstätigkeit so stark wie seit Juli 2021 nicht mehr. Gleichzeitig legte auch der Preisdruck zu, unter anderem durch höhere Energie- und Transportkosten.

Der Markt hat darauf ziemlich schnell reagiert. Bei den Fed Funds Futures stieg die eingepreiste Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinserhöhung im Oktober von rund 53 % auf 66 %. Eine starke Wirtschaft ist für sich genommen zwar nichts Negatives. Wenn die Konjunktur aber gleichzeitig so gut läuft, dass wieder mehr Inflationsdruck entsteht, bekommt die Fed einen weiteren Grund, die Zinsen länger hoch zu halten oder noch einmal nachzulegen.
Dazu kam eine schwache Auktion neuer US-Staatsanleihen. Das US-Finanzministerium platzierte fünfjährige Papiere im Volumen von 70 Milliarden US-Dollar, traf dabei aber auf vergleichsweise schwache Nachfrage. Die Auktion ging mit der höchsten Rendite seit 2007 über die Bühne. Auch das hat den Verkaufsdruck am Bondmarkt und damit den Anstieg der Renditen noch einmal verstärkt.
Auch der Ölpreis spielt wieder gegen Bitcoin
Parallel dazu ist Brent wieder kräftig gestiegen. Am Mittwoch ging es um 3,86 % auf 103,08 US-Dollar je Barrel nach oben. Die Bewegung kam rund um die Rede des iranischen Präsidenten Masoud Pezeshkian vor der UN-Generalversammlung und die weiterhin schwierigen Gespräche zwischen Iran und den USA. Pezeshkian erklärte, Iran werde sich dem Druck der USA nicht beugen, hielt die Tür für Diplomatie aber weiter offen. Konkrete Fortschritte bei den Gesprächen gab es zunächst nicht.
Für den Markt ist der Zusammenhang relativ simpel. Bleibt Öl teuer, hält sich auch der Inflationsdruck hartnäckiger. Dadurch steigen wiederum die Chancen auf eine straffere Fed, was die Renditen nach oben drückt. Für Risikoanlagen wie Tech-Aktien und auch Bitcoin ist das kurzfristig keine besonders angenehme Kombination.
Die Bewegung bei Bitcoin passt ziemlich sauber dazu. Nachdem der Kurs zu Wochenbeginn noch über 86.000 US-Dollar gestiegen war, ging es mit den höheren Renditen wieder deutlich zurück. Inzwischen handelt Bitcoin nur noch bei rund 84.500 US-Dollar und damit wieder unter der Marke von 85.000 US-Dollar.
Der alte Widerstand könnte nun auffangen
Im Chart kommt damit wieder der Bereich ins Spiel, den Bitcoin erst vor wenigen Tagen nach oben durchbrochen hatte. Rund um 82.000 bis 82.400 US-Dollar lag zuvor mehrfach Widerstand, bevor der Kurs schließlich darüber ausbrechen konnte.
Solche ehemaligen Widerstände werden nach einem Ausbruch häufig noch einmal von oben getestet. Kommt dort wieder Kaufinteresse rein, könnte aus der alten Hürde kurzfristig eine Unterstützung werden und Bitcoin hätte die Chance, sich nach dem aktuellen Rücksetzer wieder zu fangen.
Der Bereich liegt nur wenige Prozent unter dem aktuellen Kurs und wäre damit die naheliegendste Zone für einen ersten Rücklauf. Hält er nicht, würde das Chartbild kurzfristig wieder etwas schwächer aussehen. Darunter liegt im Volumenprofil rund um 77.200 US-Dollar eine weitere größere Zone, in der in den vergangenen Wochen viel gehandelt wurde.
Nach der starken Rally muss ein Rücksetzer bis an den alten Ausbruchsbereich noch nicht viel kaputtmachen. Problematischer würde es erst, wenn Bitcoin auch dort keinen Halt findet und wieder tiefer in die vorherige Handelsspanne zurückfällt.

Trump und Xi könnten noch Bewegung in die Märkte bringen
Neben Fed, Renditen und Öl steht in dieser Woche noch ein weiterer Termin an. Chinas Präsident Xi Jinping hält sich vom 23. bis 25. September zu einem Staatsbesuch in den USA auf und soll dabei auch US-Präsident Donald Trump treffen. Im Mittelpunkt dürften unter anderem Handel, Technologie und die Beziehungen zwischen beiden Ländern stehen.
Bitcoin ist davon deutlich weniger direkt betroffen als etwa chinesische oder amerikanische Tech-Aktien. Trotzdem können größere Bewegungen an den Aktien-, Devisen- oder Anleihemärkten auch auf den Kryptomarkt überschwappen. Vor allem dann, wenn sich dadurch die allgemeine Risikobereitschaft der Anleger verändert.
Fazit zum aktuellen Bitcoin-Kurs
Bitcoin hat den Sprung über 86.000 US-Dollar erst einmal nicht halten können und ist wieder unter 85.000 US-Dollar zurückgefallen. Der Druck kommt dabei vor allem von außen. Die zehnjährigen US-Renditen stehen über 5 %, die Konjunkturdaten fallen überraschend stark aus und der Ölpreis ist wieder über 100 US-Dollar gestiegen. Damit hat sich das Umfeld für weitere Zinserhöhungen eher verschärft als entspannt.
Im Chart ist trotzdem noch nicht viel verloren. Der frühere Widerstandsbereich um 82.000 bis 82.400 US-Dollar liegt nur ein Stück unter dem aktuellen Kurs und könnte bei einem weiteren Rücksetzer erstmals von oben getestet werden. Kommen dort wieder Käufer rein, wäre der Ausbruch weiterhin intakt.
Die Makroseite bleibt aber der Punkt, der Bitcoin kurzfristig am meisten ausbremsen kann. Solange Renditen und Öl weiter steigen und der Markt zusätzliche Fed-Schritte einpreist, dürfte jede neue Aufwärtsbewegung deutlich mehr Gegenwind bekommen.
🎁 20 € Willkommensbonus bei unserer favorisierten Krypto-Börse Bitvavo!
Bitcoin steht nach dem Rücksetzer wieder unter Druck und die nächsten Kurszonen rücken näher. Wer solche Bewegungen nutzen und selbst in Bitcoin investieren möchte, kann sich bei Bitvavo aktuell den Willkommensbonus sichern. 🚀 Jetzt anmelden und Bonus sichern!*

