💡 FTX Skandal: Das Wichtigste in Kürze

  • Was war FTX?
    FTX war eine der weltweit führenden Krypto-Börsen, gegründet 2017 von Sam Bankman-Fried und Gary Wang. Die Plattform fokussierte sich vor allem auf den Handel mit Krypto-Derivaten.
  • Was ist mit FTX passiert?
    FTX erlitt eine Liquiditätskrise, als Kunden massenhaft Gelder abzogen. Dabei wurde aufgedeckt, dass das Unternehmen systematisch Kundengelder zweckentfremdet hatte – ein Milliardenbetrug, der zur Insolvenz führte.
  • Warum ist FTX pleite?
    FTX ging pleite, weil Kundengelder in Milliardenhöhe für riskante Geschäfte bei der Schwesterfirma Alameda Research verwendet wurden. Am 11. November 2022 meldet FTX Insolvenz an.
  • Was ist mit Sam Bankman-Fried passiert?
    Der FTX-Gründer Sam Bankman-Fried wurde im März 2024 wegen Betrugs und Verschwörung zu 25 Jahren Haft verurteilt. Er hatte über Jahre hinweg Kundengelder illegal verwendet, u. a. für Investments, politische Spenden und persönliche Bereicherung.
  • Wie bekommt man sein Geld von FTX zurück?
    Um Geld von FTX zurückzubekommen, mussten Betroffene ihren Anspruch bis zum 29. September 2023 auf claims.ftx.com anmelden.
  • Wann bekommt man sein Geld von FTX zurück?
    ​Die Rückzahlungen an FTX-Gläubiger haben im Februar 2025 begonnen. Die erste Auszahlungsrunde richtete sich an Gläubiger mit Forderungen unter 50.000 USD. Für alle anderen Gläubiger ist eine zweite Auszahlungsrunde für ab Mai 2025 geplant.
  • Was sind gute FTX-Alternativen?
    Der FTX-Skandal zeigt insbesondere, dass Sicherheit und eine regulierte Handelsplattform unabdingbar sind. Wir raten daher dringend zur Wahl einer Börse mit europäischer MiCA-Lizenz. In unserem Vergleich der besten Krypto-Börsen schneiden die Anbieter Bitvavo, Bitpanda, OKX und Kraken am besten ab.

📰 Aktuelle News zum FTX Skandal, der Insolvenz und den Rückzahlungen

  • 31. Juli 2026: Der FTX Recovery Trust startet die fünfte größere Ausschüttungsrunde. Rund 900 Millionen US-Dollar werden an berechtigte Gläubiger ausgezahlt, die ihre KYC-, Steuer- und Auszahlungsanforderungen bis zum Stichtag erfüllt haben. Die Auszahlung erfolgt über BitGo, Kraken oder Payoneer.
  • 31. März 2026: In der vierten Ausschüttungsrunde werden rund 2,2 Milliarden US-Dollar an Gläubiger verteilt. Grundlage ist unter anderem eine weitere Reduzierung der Rücklage für noch strittige Forderungen.
  • 30. September 2025: FTX beginnt mit der dritten Ausschüttungsrunde über rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Nach dieser Runde hatten FTX.com-Kunden mit anerkannten Forderungen je nach Gläubigerklasse kumulativ unterschiedliche Anteile ihrer Ansprüche erhalten.
  • 30. Mai 2025: In der zweiten Ausschüttungsrunde werden mehr als 5 Milliarden US-Dollar an berechtigte Gläubiger ausgezahlt. Neben kleineren Forderungen werden dabei erstmals in größerem Umfang weitere Kunden- und unbesicherte Gläubigerklassen berücksichtigt.
  • 18. Februar 2025: FTX startet die ersten Auszahlungen an Gläubiger der sogenannten Convenience Class. Laut dem späteren Finanzbericht wurden bei dieser ersten Runde rund 454 Millionen US-Dollar verteilt.
  • 3. Januar 2025: Der gerichtlich bestätigte Restrukturierungsplan tritt offiziell in Kraft. Damit beginnen die operativen Vorbereitungen für die Ausschüttungen an anerkannte Gläubiger.
  • 7. Oktober 2024: Das US-Insolvenzgericht genehmigt den Restrukturierungsplan von FTX. Der Plan sieht Ausschüttungen von insgesamt voraussichtlich 14,7 bis 16,5 Milliarden US-Dollar vor. Forderungen werden allerdings grundsätzlich auf Basis ihres US-Dollar-Werts zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags im November 2022 berechnet – nicht anhand der später gestiegenen Kryptokurse.
  • 24. September 2024: Die frühere Alameda-Research-Chefin Caroline Ellison wird zu zwei Jahren Haft verurteilt. Ihre umfassende Kooperation mit der Staatsanwaltschaft und ihre Aussage gegen Sam Bankman-Fried wirken sich strafmildernd aus.
  • 8. Mai 2024: FTX legt einen neuen Restrukturierungsplan vor und erklärt, über ausreichend Vermögenswerte zu verfügen, um die anerkannten Kundenforderungen vollständig auf Basis ihres Insolvenz-Werts zu bedienen. Für viele Gläubiger sieht der Plan zusätzlich Zinsen beziehungsweise eine erhöhte Auszahlungsquote vor. Die Formulierung „100 Prozent zurück“ ist dennoch erklärungsbedürftig, weil Kryptowerte zu den deutlich niedrigeren Kursen vom November 2022 bewertet wurden.
  • 28. März 2024: Sam Bankman-Fried wird wegen Betrugs und Verschwörung zu 25 Jahren Haft verurteilt. Zusätzlich ordnet das Gericht die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe von rund 11 Milliarden US-Dollar an.
  • 2. November 2023: Eine Jury spricht Sam Bankman-Fried in allen sieben Anklagepunkten schuldig, darunter Überweisungsbetrug, Wertpapierbetrug und Verschwörung.

Tagesaktuelle Nachrichten findest Du auch in unseren Krypto-News.

FTX Claim: So bekommst Du Dein Geld zurück

Um Dein Geld von FTX zurückzubekommen, kannst Du aktiv einige Schritte unternehmen. Zuerst solltest Du das FTX Customer Claims Portal unter claims.ftx.com besuchen. Das Portal ermöglicht ehemaligen FTX-Kunden, ihre Ansprüche im Rahmen des Insolvenzverfahrens geltend zu machen, ihren Status zu überprüfen und die Auszahlung vorzubereiten.

Wichtig: FTX-Gläubiger erhalten nicht automatisch ihre ursprünglichen Kryptowährungen zurück. Die anerkannten Forderungen und Ausschüttungen werden grundsätzlich in US-Dollar berechnet und über zugelassene Auszahlungsdienstleister abgewickelt. Für eine Auszahlung müssen unter anderem KYC-Prüfung, Steuerangaben und das Onboarding bei einem Dienstleister abgeschlossen sein. Mehr Informationen findest du auch unter support.ftx.com.

Die Startseite des FTX Customer Claims Portals
Über dieses Portal können FTX-Nutzer nachweisen, wie viel Geld sie auf der Plattform hatten und den Status ihrer Forderungen überprüfen.

1. Anmeldung und Verifizierung:
Du musst Dich mit Deinen alten FTX-Zugangsdaten einloggen und Deine Identität verifizieren. Die Frist zur erstmaligen KYC-Registrierung ist am 3. März 2025 abgelaufen. Wer den Prozess bis dahin nicht begonnen hat, kann keinen Anspruch mehr geltend machen. Wenn Du Deinen KYC-Prozess vor dieser Frist gestartet hast, kannst Du ihn noch bis 1. Juni 2025 abschließen.

2. Steuerformular & Auszahlungsmethode:
Nach erfolgreicher Verifizierung musst Du ein gültiges Steuerformular (z. B. W-8BEN oder W-9) einreichen und eine Auszahlungsmethode wählen. Nur wenn alle Angaben korrekt und vollständig sind, wirst Du in den Auszahlungsplan aufgenommen.

3. Auszahlungstermine:
Die nächste Auszahlung ist laut Insolvenzverwalter für den 30. Mai 2025 geplant. Um berücksichtigt zu werden, muss Dein Anspruch spätestens bis zum 11. April 2025 vollständig geprüft und freigegeben sein.

4. Fortschritte überwachen:
Halte Dich regelmäßig über neue Entwicklungen im Insolvenzverfahren auf dem Laufenden. Alle offiziellen Mitteilungen findest Du direkt im Claims-Portal oder per E-Mail. Stelle sicher, dass Deine Kontaktdaten aktuell sind und Du Benachrichtigungen erhältst.

💡 Gläubiger mit Forderungen unter 50.000 USD erhalten voraussichtlich bis zu 118 % ihrer Einlage. Alle Auszahlungen basieren auf den Werten zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung im November 2022 – nicht auf aktuellen Krypto-Preisen.

Chronologie der FTX Insolvenz

Nachfolgend findest Du eine detaillierte Aufstellung der Ereignisse, die zur Insolvenz von FTX führten und das nachfolgende Verfahren dokumentieren. Die Übersicht ist in umgekehrter Reihenfolge dargestellt und beginnt daher mit den jüngsten Entwicklungen.

Weitere Entwicklungen (2023)

  • 1. November 2023: Die abschließenden Plädoyers im Strafprozess gegen Sam Bankman-Fried werden gehalten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Verurteilung, die Verteidigung beteuert weiterhin seine Unschuld.
  • 5. Oktober 2023: Gary Wang, Mitgründer von FTX, sagt vor Gericht aus und bestätigt, dass die FTX-Software manipuliert wurde, um Alameda Research unfaire Vorteile zu verschaffen.
  • 4. Oktober 2023: Der Strafprozess gegen Sam Bankman-Fried beginnt. Insgesamt sind 21 Verhandlungstage angesetzt. Der Fall gilt als einer der bedeutendsten Finanzprozesse des Jahres.
  • 11. August 2023: Die Kaution von Sam Bankman-Fried wird widerrufen – er muss bis zum Prozessbeginn in Untersuchungshaft bleiben.
  • 13. Juli 2023: FTX startet das Kundenanspruchsportal. Ehemalige Nutzer können dort ihre Forderungen elektronisch einreichen und den Status überprüfen.
  • 26. Juni 2023: Laut Insolvenzverwalter wurden bis dato rund 7 Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten zurückgewonnen. Die Gesamtschulden belaufen sich auf etwa 8,7 Milliarden Dollar.
  • 30. April 2023: FTX kündigt eine strategische Umstrukturierung an, um verbleibende Assets effizient zu verwalten und die Gläubiger auszuzahlen.
  • 17. Januar 2023: Die Bewertung der FTX-Vermögenswerte wird auf 5,5 Milliarden US-Dollar angehoben.
  • 11. Januar 2023: Die Insolvenzverwalter geben bekannt, Vermögenswerte im Wert von über 5 Milliarden US-Dollar identifiziert zu haben, die zur Rückzahlung an Gläubiger verwendet werden sollen.

Verhaftung von SBF (12/2022 - 01/2023)

  • 3. Januar 2023: Sam Bankman-Fried plädiert vor einem US-Bundesgericht auf nicht schuldig.
  • 21. Dezember 2022: SBF wird von den Bahamas an die USA ausgeliefert. Er wird gegen eine Kaution von 250 Millionen US-Dollar unter Hausarrest gestellt.
  • 19. Dezember 2022: Caroline Ellison (Alameda) und Gary Wang (FTX) bekennen sich schuldig und kooperieren mit den Behörden.
  • 15. Dezember 2022: FTX erhält die gerichtliche Genehmigung zum Verkauf von Tochterfirmen wie LedgerX und FTX Japan, um Liquidität zu schaffen.
  • 12. Dezember 2022: Sam Bankman-Fried wird auf den Bahamas verhaftet – auf Antrag der US-Justiz wegen mehrfacher Finanzvergehen, darunter Betrug und Geldwäscheverschwörung.

Beginn des Insolvenzverfahrens (11/2022)

  • 30. November 2022: Sam Bankman-Fried gibt in einem Interview mit der New York Times zu, dass er Fehler gemacht hat, bestreitet jedoch, absichtlich Kundengelder missbraucht zu haben.
  • 22.–23. November 2022: Erste Anhörungen im Insolvenzverfahren decken chaotische Unternehmensführung auf. CEO John Ray III berichtet u. a. von Immobilienkäufen im Wert von über 300 Mio. US-Dollar auf den Bahamas – mutmaßlich mit Kundengeldern.
  • 17. November 2022: Berichte zeigen, dass FTX kurz vor dem Kollaps Gelder an die bahamaische Regierung transferierte. Am selben Tag kritisiert John Ray III in einer Gerichtsakte das völlige Fehlen interner Kontrollen und bezeichnet FTX als »größten Unternehmens-GAU seiner Karriere«.

Binance-Fehde und FTX Insolvenz (11/2022)

  • 14. November 2022: Die veröffentlichte Bilanz vom 10. November zeigt eine Lücke von über 8 Milliarden US-Dollar.
  • 11. November 2022: FTX und FTX.US beantragen offiziell Insolvenz nach Chapter 11. Sam Bankman-Fried tritt als CEO zurück. Noch am selben Tag werden FTX-Wallets gehackt – rund 600 Millionen US-Dollar verschwinden.
  • 10. November 2022: Die Wertpapieraufsicht der Bahamas friert FTX-Vermögenswerte ein. FTX.US stoppt vorübergehend Auszahlungen.
  • 8. November 2022: Binance unterzeichnet eine Absichtserklärung zur Übernahme von FTX – zieht das Angebot nach Einblick in die Bücher aber am Folgetag zurück.
  • 7. November 2022: Binance kündigt an, sämtliche FTT-Bestände zu liquidieren, was zu einem Crash des Tokens führt.
  • 5. November 2022: Massiver Ansturm auf FTX: Kunden ziehen innerhalb von 72 Stunden Milliarden ab.
  • 2. November 2022: Ein Bericht von CoinDesk offenbart die enge finanzielle Verflechtung zwischen Alameda Research und FTX – insbesondere große FTT-Bestände in der Bilanz von Alameda. Die Krise nimmt Fahrt auf.

Was ist FTX?

FTX war eine weltweit führende Krypto-Börse, die eine breite Auswahl von Handelsprodukten und Dienstleistungen im Bereich Kryptowährungen anbot. Gegründet wurde FTX im Jahr 2017 von Sam Bankman-Fried und Gary Wang. Die Plattform ermöglichte den Handel mit einer Vielzahl von Kryptowährungen und Krypto-Derivaten.

Was ist mit FTX passiert?

FTX geriet in eine massive Liquiditätskrise, als Kunden in großem Umfang begannen, ihre Gelder von der Plattform abzuziehen. Dies geschah, nachdem Zweifel an der finanziellen Gesundheit der Börse und ihrer verbundenen Handelsfirma Alameda Research aufgekommen waren. Es wurde bekannt, dass FTX große Mengen an Kundengeldern an Alameda Research verliehen hatte.

Diese Gelder wurden für hochriskante Handelsaktivitäten verwendet, was letztlich zu erheblichen Verlusten führte. Als die Kunden begannen, ihre Gelder abzuziehen, stellte sich heraus, dass FTX nicht über ausreichende Reserven verfügte, um die Abhebungen zu decken.

📌 Angesichts der ausufernden Krise und der Unfähigkeit, die Kundengelder zurückzuzahlen, meldete FTX am 11. November 2022 Insolvenz nach Chapter 11 an.

Warum ist FTX pleite?

Die Hauptursache war die Veruntreuung von Kundengeldern in Höhe von etwa zehn Milliarden US-Dollar. Diese Gelder wurden genutzt, um riskante Finanzwetten über die Schwesterfirma Alameda Research zu finanzieren.

Diese spekulativen Geschäfte gingen schief, insbesondere als der Wert des firmeneigenen FTT-Tokens drastisch fiel, was zu massiven Verlusten führte. Zusätzlich verschärfte sich die Situation durch einen plötzlichen Ansturm von Kunden, die ihre Einlagen abziehen wollten, was FTX nicht bewältigen konnte.

Dies führte zu einem erheblichen Liquiditätsengpass und letztlich zur Insolvenz.

Was hat Sam Bankman-Fried getan?

Sam Bankman-Fried (SBF), der Gründer von FTX, wurde am 28. März wegen sieben Anklagepunkten der Betrugs- und Verschwörungsdelikte für schuldig befunden.

Zusammengefasst hat SBF das Vertrauen seiner Kunden und Investoren missbraucht, indem er deren Gelder für persönliche und illegale Zwecke verwendet hat.

Diese Anklagen ergeben sich aus Vorwürfen, dass er und seine Mitverschwörer Kundengelder für persönliche Zwecke, einschließlich Investitionen, Immobilienkäufe und politische Spenden, missbraucht haben.

Die spezifischen Anklagepunkte umfassen:

  1. Zwei Anklagen wegen Betrug gegenüber FTX-Kunden.
  2. Zwei Anklagen wegen Betrug gegenüber Kreditgebern von Alameda Research.
  3. Eine Anklage wegen Verschwörung zum Betrug gegenüber FTX-Kunden.
  4. Eine Anklage wegen Verschwörung zum Betrug gegenüber FTX-Investoren.
  5. Eine Anklage wegen Verschwörung zur Geldwäsche.

Fazit zum FTX Skandal

Der FTX Skandal stellt einen der größten Zusammenbrüche in der Geschichte der Kryptowährungen dar. Er reiht sich in die Insolvenzen von Celsius Network und Mt.Gox ein. Als einst führende Krypto-Börse erlitt FTX aufgrund massiver Liquiditätsprobleme und illegaler Geschäftspraktiken einen spektakulären Niedergang.

Die Hauptursache für die Insolvenz war die Veruntreuung von Kundengeldern in Milliardenhöhe, die für riskante Geschäfte bei der Schwesterfirma Alameda Research genutzt wurden. Sam Bankman-Fried, der Gründer von FTX, wurde wegen Betrugs und Verschwörung verurteilt und zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Trotz der Skandale hat FTX bisher bis zu 16 Milliarden Dollar zurückgewonnen, um Kunden zu entschädigen, und plant, alle Kundenansprüche vollständig und möglicherweise mit Zinsen zurückzuzahlen. Kunden konnten ihre Ansprüche über das FTX Customer Claims Portal anmelden, wobei die Frist am 29. September 2023 abgelaufen ist.

Häufig gestellte Fragen zur FTX-Insolvenz

Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zu den FTX-Rückzahlungen, dem Zusammenbruch der Kryptobörse und den beteiligten Personen.

  • Wie bekomme ich mein Geld von FTX zurück?

    Auszahlungen erhalten grundsätzlich Gläubiger mit einer anerkannten Forderung, die alle erforderlichen Schritte im FTX Customer Portal abgeschlossen haben. Dazu gehören insbesondere die Identitätsprüfung, die Einreichung der Steuerinformationen und die Auswahl eines zugelassenen Auszahlungsdienstleisters.

    Die reguläre Frist zur Anmeldung neuer Kundenforderungen ist bereits abgelaufen. Bestehende Gläubiger sollten den Status ihrer Forderung und offene Anforderungen direkt im Portal prüfen. Auszahlungen erfolgen unter anderem über BitGo, Kraken oder Payoneer. Die Höhe richtet sich grundsätzlich nach dem anerkannten US-Dollar-Wert der Forderung zum Zeitpunkt der Insolvenz im November 2022.

  • Bekommen FTX-Kunden ihre Kryptowährungen vollständig zurück?

    FTX-Kunden erhalten in der Regel nicht ihre ursprünglichen Kryptowährungen zurück. Die Forderungen wurden grundsätzlich anhand des US-Dollar-Werts der Bestände zum Zeitpunkt des Insolvenzantrags im November 2022 berechnet.

    Dadurch können Gläubiger zwar rechnerisch 100 Prozent oder mehr ihrer anerkannten Forderung erhalten, profitieren aber nicht vollständig von späteren Kurssteigerungen der ursprünglich gehaltenen Kryptowährungen.

  • Welche Rolle spielte Binance beim Zusammenbruch von FTX?

    Binance war nicht für die finanziellen Probleme von FTX verantwortlich, beschleunigte jedoch die Liquiditätskrise. Anfang November 2022 kündigte Binance an, seine umfangreichen Bestände des FTX-Tokens FTT zu verkaufen. Daraufhin zogen viele Kunden gleichzeitig Gelder von FTX ab.

    Binance prüfte kurzzeitig eine Übernahme von FTX, zog sich nach einer ersten Prüfung der finanziellen Situation jedoch wieder zurück. Wenige Tage später meldete FTX Insolvenz an.

  • Was war Alameda Research?

    Alameda Research war eine von Sam Bankman-Fried mitgegründete Handelsfirma und eng mit FTX verbunden. Obwohl beide Unternehmen offiziell getrennt waren, erhielt Alameda umfangreichen Zugriff auf Kundengelder der Kryptobörse.

    Die Mittel wurden unter anderem für Handelsgeschäfte, Investitionen, Kredite und weitere Ausgaben verwendet. Als die Verluste und finanziellen Verflechtungen öffentlich wurden, verlor FTX das Vertrauen der Kunden und konnte Auszahlungsforderungen nicht mehr erfüllen.

  • Welche Rolle spielte Gary Wang bei FTX?

    Gary Wang war Mitgründer und technischer Leiter von FTX. Er bekannte sich unter anderem wegen Betrugs und Verschwörung schuldig und arbeitete anschließend mit den Ermittlungsbehörden zusammen.

    Im Strafprozess gegen Sam Bankman-Fried sagte Wang aus, dass die Systeme von FTX so verändert worden waren, dass Alameda Research besondere Kredit- und Zugriffsmöglichkeiten erhielt, die normalen Kunden nicht zur Verfügung standen.

  • Was ist mit Sam Bankman-Fried passiert?

    Sam Bankman-Fried wurde im November 2023 in allen sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen. Das Gericht verurteilte ihn im März 2024 wegen Betrugs und Verschwörung zu 25 Jahren Haft.

    Zusätzlich ordnete das Gericht die Einziehung von Vermögenswerten in Höhe von rund 11 Milliarden US-Dollar an. Bankman-Fried hatte Kundengelder von FTX unter anderem zur Finanzierung von Alameda Research, Investitionen, politischen Spenden und Immobilienkäufen verwendet.