Das Wichtigste zur Bitcoin-Dominanz

  • Definition: Die Bitcoin-Dominanz ist der prozentuale Anteil der Bitcoin-Marktkapitalisierung an der gesamten Marktkapitalisierung aller erfassten Kryptowährungen.
  • Berechnung: Bitcoin-Marktkapitalisierung geteilt durch die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung, multipliziert mit 100.
  • Bedeutung: Eine steigende Dominanz zeigt, dass Bitcoin relativ zum übrigen Kryptomarkt an Gewicht gewinnt. Eine fallende Dominanz spricht für eine relative Stärkung der Altcoins.
  • Altcoin Season: Eine sinkende BTC-Dominanz kann eine Altcoin Season begleiten, bestätigt sie allein jedoch nicht.
  • Einschränkung: Stablecoins, neue Token, unterschiedliche Datenquellen und die Schwächen der Marktkapitalisierung können den Wert verzerren.

Was ist die Bitcoin-Dominanz?

Die Bitcoin-Dominanz, häufig als BTC-DominanzBitcoin Dominance oder BTC.D bezeichnet, misst den Marktanteil von Bitcoin am gesamten Kryptomarkt. Sie setzt die Marktkapitalisierung von Bitcoin ins Verhältnis zur zusammengefassten Marktkapitalisierung aller von einem Datenanbieter erfassten Kryptowährungen.

Liegt die Bitcoin-Dominanz beispielsweise bei 55 Prozent, entfallen rechnerisch 55 Prozent der gesamten Krypto-Marktkapitalisierung auf Bitcoin. Die übrigen 45 Prozent verteilen sich auf Ethereum, Stablecoins und sämtliche anderen Altcoins.

Die Kennzahl beantwortet damit nicht die Frage, wie hoch der Bitcoin-Kurs ist. Stattdessen zeigt sie, wie groß Bitcoin im Verhältnis zum restlichen Kryptomarkt ist.

Das ist ein wichtiger Unterschied:

  • Der Bitcoin-Kurs kann steigen, während die Dominanz fällt.
  • Der Bitcoin-Kurs kann fallen, während die Dominanz steigt.
  • Kurs und Dominanz können gleichzeitig steigen oder fallen.

Die Dominanz beschreibt also relative Marktstärke, nicht automatisch die absolute Kursrichtung. Grundlagen zur Funktionsweise und Bedeutung der Kryptowährung findest Du in unserem Ratgeber „Was ist Bitcoin?“.

Wie wird die Bitcoin-Dominanz berechnet?

Die grundlegende Formel lautet:

Bitcoin-Dominanz = Bitcoin-Marktkapitalisierung ÷ gesamte Krypto-Marktkapitalisierung × 100

Die Marktkapitalisierung von Bitcoin ergibt sich wiederum aus:

Bitcoin-Kurs × Anzahl der im Umlauf befindlichen BTC

Ein vereinfachtes Beispiel:

  • Bitcoin-Marktkapitalisierung: 1,2 Billionen US-Dollar
  • gesamte Krypto-Marktkapitalisierung: 2,4 Billionen US-Dollar
  • Bitcoin-Dominanz: 1,2 ÷ 2,4 × 100 = 50 Prozent

Bitcoin würde in diesem Beispiel die Hälfte der gesamten erfassten Krypto-Marktkapitalisierung ausmachen.

Warum unterscheiden sich die Werte verschiedener Anbieter?

Die Formel ist einfach, ihre Datengrundlage jedoch nicht einheitlich. Anbieter unterscheiden sich darin, wie viele Kryptowährungen sie erfassen und welche Token in die Gesamtmarktkapitalisierung einfließen.

Mögliche Unterschiede entstehen durch:

  • die Anzahl der berücksichtigten Coins und Token,
  • die Behandlung von Stablecoins,
  • den Umgang mit Wrapped Assets und Staking-Derivaten,
  • unterschiedliche Angaben zum umlaufenden Angebot,
  • abweichende Kursquellen und Berechnungszeitpunkte,
  • den Ausschluss sehr kleiner oder illiquider Kryptowährungen.

TradingView berechnet seinen BTC.D-Chart beispielsweise auf Basis der von der Plattform berücksichtigten Kryptomarktkapitalisierung. CoinGecko und CoinMarketCap können aufgrund ihrer jeweiligen Datenbasis leicht andere Werte anzeigen. Kleine Abweichungen sind deshalb normal und kein Berechnungsfehler.

Bitcoin-Dominanz im Chart verfolgen

Die Bitcoin-Dominanz wird wie ein Kurs über die Zeit dargestellt. Der bekannteste Ticker lautet BTC.D. Er kann mit Trendlinien, gleitenden Durchschnitten sowie Unterstützungs- und Widerstandszonen analysiert werden.

Aktuelle Werte und historische Verläufe findest Du unter anderem bei:

Bei der Interpretation sollte nicht nur auf einen einzelnen Tageswert geachtet werden. Aussagekräftiger sind:

  • der übergeordnete Trend über Wochen oder Monate,
  • die Geschwindigkeit einer Veränderung,
  • die gleichzeitige Entwicklung des Bitcoin-Kurses,
  • die Marktbreite bei Altcoins,
  • das gesamte Handelsvolumen und die Marktliquidität.

Die Bitcoin-Dominanz ist kein handelbarer Vermögenswert. BTC.D ist eine Verhältniskennzahl und kein Coin, den Anleger kaufen oder verkaufen können.

Was bedeutet eine steigende Bitcoin-Dominanz?

Eine steigende Bitcoin-Dominanz bedeutet, dass Bitcoin relativ zum restlichen Kryptomarkt an Marktanteil gewinnt. Dafür muss der Bitcoin-Kurs nicht zwingend steigen.

Die Dominanz kann unter anderem zunehmen, wenn:

  • Bitcoin stärker steigt als die meisten Altcoins,
  • Bitcoin weniger stark fällt als Altcoins,
  • Kapital aus Altcoins in Bitcoin umgeschichtet wird,
  • neues Kapital überwiegend in Bitcoin fließt,
  • Anleger in unsicheren Marktphasen kleinere Kryptowährungen meiden.

Bitcoin wird innerhalb des Kryptomarktes häufig als vergleichsweise etablierter und liquider Vermögenswert betrachtet. Sinkt der Risikoappetit, können Anleger daher Altcoin-Positionen reduzieren, ohne den Kryptomarkt vollständig zu verlassen. In solchen Phasen steigt die Dominanz möglicherweise sogar bei einem fallenden Bitcoin-Kurs.

Eine steigende BTC-Dominanz ist somit nicht automatisch bullisch für Bitcoin in US-Dollar oder Euro. Sie zeigt zunächst nur, dass sich Bitcoin besser als der übrige Markt entwickelt.

Was bedeutet eine fallende Bitcoin-Dominanz?

Eine fallende Bitcoin-Dominanz zeigt, dass andere Kryptowährungen relativ zu Bitcoin an Marktkapitalisierung gewinnen. Auch dafür gibt es mehrere mögliche Ursachen:

  • Altcoins steigen stärker als Bitcoin.
  • Bitcoin korrigiert stärker als große Altcoins.
  • Stablecoins wachsen und erhöhen die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung.
  • Neue Token kommen mit hohen Bewertungen auf den Markt.
  • Kapital rotiert von Bitcoin in Ethereum und andere Altcoins.

Eine sinkende Dominanz wird häufig als positives Signal für Altcoins interpretiert. Das ist jedoch nur dann überzeugend, wenn gleichzeitig ein breiter Teil des Altcoin-Marktes gegenüber Bitcoin zulegt.

Fällt BTC.D nur deshalb, weil die Marktkapitalisierung von Stablecoins wächst oder wenige sehr große Altcoins steigen, liegt nicht zwangsläufig eine breite Altcoin-Rallye vor.

Bitcoin-Kurs und BTC-Dominanz gemeinsam interpretieren

Die Bitcoin-Dominanz entfaltet ihren größten Nutzen in Kombination mit dem Bitcoin-Kurs. Aus beiden Kennzahlen ergeben sich vier grundlegende Marktszenarien.

Mögliche Interpretation von Bitcoin-Kurs und Bitcoin-Dominanz
Bitcoin-Kurs BTC-Dominanz Mögliche Interpretation Tendenz für Altcoins
Steigt Steigt Bitcoin führt den Markt an und zieht überproportional Kapital an. Altcoins können in US-Dollar steigen, bleiben gegenüber BTC aber häufig zurück.
Steigt Fällt Der Gesamtmarkt wächst und Altcoins steigen stärker als Bitcoin. Günstiges Umfeld für eine mögliche Altcoin-Rallye.
Fällt Steigt Altcoins verlieren stärker als Bitcoin; Risiko wird reduziert. Häufig besonders schwaches Umfeld für Altcoins.
Fällt Fällt Bitcoin verliert Marktanteile, obwohl der BTC-Kurs sinkt. Einzelne Altcoins können relativ stabil sein; das Gesamtumfeld bleibt riskant.

Diese Einordnung ist eine Orientierung und keine feste Handelsregel. Für eine belastbare Marktanalyse sollten zusätzlich relative Handelspaare wie ETH/BTC, die gesamte Altcoin-Marktkapitalisierung und das Handelsvolumen berücksichtigt werden.

Bitcoin-Dominanz und Altcoin Season

Die Bitcoin-Dominanz ist einer der bekanntesten Indikatoren zur Einordnung einer möglichen Altcoin Season. In einer solchen Phase übertrifft ein breiter Teil der Altcoins die Performance von Bitcoin.

Ein häufig beschriebenes Zyklusmodell sieht folgendermaßen aus:

  1. Neues Kapital fließt zunächst überwiegend in Bitcoin.
  2. Bitcoin steigt und seine Dominanz nimmt zu oder bleibt hoch.
  3. Nach einer starken BTC-Phase verlagert sich Nachfrage zu Ethereum.
  4. Größere Altcoins gewinnen an relativer Stärke.
  5. In einer späten spekulativen Phase profitieren auch kleinere Altcoins.

Während dieser Rotation kann die Bitcoin-Dominanz deutlich sinken. Der Ablauf ist allerdings kein Naturgesetz. Kapital kann einzelne Stufen überspringen, nur bestimmte Krypto-Sektoren erfassen oder den Markt vollständig verlassen.

Deshalb sollte eine sinkende Dominanz gemeinsam mit weiteren Merkmalen betrachtet werden:

  • Viele Altcoins übertreffen Bitcoin über 30 oder 90 Tage.
  • ETH/BTC und weitere Altcoin-BTC-Paare steigen.
  • Die Marktbreite nimmt zu.
  • Altcoin-Handelsvolumen wächst.
  • Der Altcoin Season Index steigt.

Wie diese Faktoren zusammenspielen, erklären wir im Ratgeber „Was ist eine Altcoin Season?“. In unserem Beitrag „Bitcoin Zyklus: So funktionieren Zyklen am Kryptomarkt“ betrachten wir das Zusammenspiel aus einer größeren Perspektive.

Welche Faktoren beeinflussen die Bitcoin-Dominanz?

Die Entwicklung von BTC.D wird nicht nur durch den Bitcoin-Kurs bestimmt. Mehrere strukturelle und zyklische Faktoren können die Kennzahl verändern.

Bitcoin-Bullenmärkte

In frühen Phasen eines Krypto-Bullenmarktes konzentriert sich die Nachfrage häufig auf Bitcoin. BTC besitzt die höchste Liquidität, die größte Bekanntheit und einen besonders einfachen Zugang über regulierte Anlageprodukte. Steigt Bitcoin stärker als der übrige Markt, nimmt die Dominanz zu.

Altcoin-Rallyes

Entwickeln sich Ethereum und zahlreiche weitere Kryptowährungen besser als Bitcoin, sinkt der relative BTC-Marktanteil. Besonders breite und dynamische Altcoin-Rallyes können die Dominanz innerhalb weniger Monate deutlich reduzieren.

Stablecoins

Stablecoins zählen bei vielen Datenanbietern zur gesamten Krypto-Marktkapitalisierung. Wächst ihr Angebot, kann die Bitcoin-Dominanz rechnerisch fallen, selbst wenn kein Kapital direkt von Bitcoin in klassische Altcoins fließt.

Dieser Effekt ist in der heutigen Marktstruktur wichtiger als in frühen Kryptozyklen, da Stablecoins inzwischen einen erheblichen eigenen Markt bilden.

Neue Coins und hohe Bewertungen

Jeder neu erfasste Token erhöht grundsätzlich die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung. Besonders Projekte mit einem kleinen frei handelbaren Angebot können bereits durch wenige Transaktionen eine hohe rechnerische Bewertung erreichen.

Dadurch wächst der Nenner der Dominanzformel, obwohl nicht zwangsläufig im gleichen Umfang neues Kapital in den Markt geflossen ist.

Institutionelle Nachfrage

Institutionelle Anleger konzentrieren sich häufig auf liquide und reguliert zugängliche Vermögenswerte. Starke Zuflüsse in Bitcoin-Produkte können die BTC-Dominanz erhöhen, wenn Altcoins nicht in ähnlichem Umfang profitieren.

Marktangst und sinkende Liquidität

In schwachen Marktphasen verlieren kleinere Altcoins häufig stärker als Bitcoin. Ihre geringere Liquidität und höhere Risikowahrnehmung können dazu führen, dass sich die Marktkapitalisierung schneller reduziert. Die Bitcoin-Dominanz steigt dann trotz allgemein fallender Kurse.

Historische Entwicklung der Bitcoin-Dominanz

In den ersten Jahren lag die Bitcoin-Dominanz zwangsläufig nahe 100 Prozent, weil kaum andere relevante Kryptowährungen existierten. Mit der Entstehung neuer Projekte nahm Bitcoins relativer Marktanteil schrittweise ab.

Aufstieg von Ethereum und ICOs

2017 sorgten Ethereum, zahlreiche ICOs und eine breite Altcoin-Spekulation für eine starke Verschiebung der Marktanteile. Die Bitcoin-Dominanz fiel innerhalb des Zyklus zeitweise von mehr als 80 Prozent auf ungefähr ein Drittel des gesamten Kryptomarktes.

Altcoin- und DeFi-Zyklus 2020/2021

Im Zyklus 2020/2021 gewannen Ethereum, DeFi, Smart-Contract-Plattformen, NFTs und Meme-Coins an Bedeutung. Die Bitcoin-Dominanz sank im ersten Halbjahr 2021 ungefähr von 70 auf 40 Prozent.

Veränderte Marktstruktur

Historische Werte sind nur eingeschränkt miteinander vergleichbar. Der heutige Kryptomarkt enthält wesentlich mehr Token, Stablecoins, Wrapped Assets und Staking-Produkte. Zudem verändern börsengehandelte Bitcoin-Produkte und institutionelle Investoren die Nachfrage.

Die langfristige Entwicklung zeigt deshalb nicht automatisch, dass Bitcoin an fundamentaler Bedeutung verliert. Ein Teil des Rückgangs gegenüber den Anfangsjahren ergibt sich schlicht aus der Entstehung eines viel größeren und vielfältigeren Kryptomarktes.

Grenzen und Schwächen der Bitcoin-Dominanz

Die BTC-Dominanz ist leicht verständlich, besitzt aber mehrere methodische Schwächen.

Marktkapitalisierung entspricht nicht dem investierten Kapital

Die Marktkapitalisierung wird aus dem letzten Marktpreis und dem umlaufenden Angebot berechnet. Steigt ein Token mit geringem Handelsvolumen, erhöht sich dadurch rechnerisch die Bewertung sämtlicher umlaufender Token. Dafür muss nicht annähernd so viel neues Geld investiert worden sein.

Die Aussage „55 Prozent des gesamten in Krypto investierten Geldes liegen in Bitcoin“ ist daher nur eine anschauliche Vereinfachung. Marktkapitalisierung misst eine rechnerische Bewertung und keine tatsächlich eingezahlte Geldsumme.

Verlorene Bitcoin werden weiterhin mitgerechnet

BTC, deren private Schlüssel dauerhaft verloren sind, zählen weiterhin zum umlaufenden Angebot. Die Bitcoin-Marktkapitalisierung kann deshalb Coins enthalten, die faktisch nicht mehr bewegt werden können.

Verwässerung durch neue Token

Die Zahl der Kryptowährungen wächst kontinuierlich. Neue Token reduzieren Bitcoins relativen Anteil rechnerisch, obwohl viele davon kaum Liquidität, Nutzung oder nachhaltigen Wert besitzen.

Stablecoins verzerren den Vergleich

Stablecoins verhalten sich nicht wie klassische risikobehaftete Altcoins. Werden sie in die Gesamtmarktkapitalisierung aufgenommen, kann eine Flucht in Stablecoins die BTC-Dominanz senken, obwohl die Nachfrage nach spekulativen Altcoins ebenfalls zurückgeht.

Unterschiedliche Datenanbieter

Da Plattformen nicht exakt dieselben Assets und Angebotsdaten verwenden, gibt es keinen universell verbindlichen BTC.D-Wert. Analysen sollten daher möglichst konsistent mit derselben Datenquelle durchgeführt werden.

Kein eigenständiges Kauf- oder Verkaufssignal

Eine steigende oder fallende Dominanz verrät nicht zuverlässig, ob Bitcoin oder Altcoins als Nächstes steigen werden. Die Kennzahl dokumentiert relative Veränderungen und sollte lediglich als Teil einer umfassenderen Analyse dienen.

Mehr über fundamentale, technische und datenbasierte Bewertungsmethoden erfährst Du unter „Kryptowährungen richtig analysieren“.

Wie können Anleger die Bitcoin-Dominanz nutzen?

Die Bitcoin-Dominanz kann Anlegern dabei helfen, das Marktumfeld einzuordnen und Risiken im Portfolio bewusster wahrzunehmen.

Sinnvolle Einsatzmöglichkeiten sind:

  • Marktführerschaft erkennen: Gewinnt Bitcoin oder der Altcoin-Markt relativ an Stärke?
  • Risikoappetit einschätzen: Fließt Kapital eher in liquide Großprojekte oder in kleinere Altcoins?
  • Altcoin-Rallyes bestätigen: Wird eine sinkende Dominanz von steigender Marktbreite begleitet?
  • Portfoliorisiko prüfen: Passt die eigene Altcoin-Gewichtung noch zum Marktumfeld und zur Risikotoleranz?
  • Historische Phasen vergleichen: Wie verhält sich die aktuelle Marktstruktur im Vergleich zu früheren Zyklen?

Nicht sinnvoll ist es, allein aufgrund eines bestimmten Prozentwertes sämtliche Bitcoin- oder Altcoin-Positionen umzuschichten. Es gibt keine allgemein gültige Schwelle, ab der Bitcoin automatisch attraktiver oder eine Altcoin Season garantiert ist.

Wer unterschiedliche Kryptowährungen auswählt, sollte neben Marktindikatoren auch Technologie, Tokenomics, Liquidität, Regulierung und persönliche Anlageziele berücksichtigen. Unsere Grundlagen findest Du im Ratgeber zum Investieren in Kryptowährungen und in der Anleitung zum Aufbau eines langfristigen Krypto-Portfolios.

Aktuelle Marktszenarien findest Du außerdem bei unseren Krypto-Prognosen, während die Übersicht der Krypto-Kurse Preise und Marktdaten einzelner Projekte zeigt.

Fazit zur Bitcoin-Dominanz

Die Bitcoin-Dominanz zeigt, welchen Anteil Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung des Kryptomarktes besitzt. Steigt sie, gewinnt Bitcoin relativ zu Altcoins an Gewicht. Fällt sie, stärkt sich der übrige Markt im Verhältnis zu BTC.

Besonders nützlich wird der Indikator, wenn er mit dem Bitcoin-Kurs, Altcoin-BTC-Paaren, Marktbreite, Handelsvolumen und Stablecoin-Entwicklung kombiniert wird. Allein liefert BTC.D weder eine zuverlässige Kursprognose noch ein eindeutiges Kauf- oder Verkaufssignal.

Häufige Fragen zur Bitcoin-Dominanz

Was ist die Bitcoin-Dominanz?

Die Bitcoin-Dominanz ist der prozentuale Anteil der Bitcoin-Marktkapitalisierung an der gesamten Marktkapitalisierung des Kryptomarktes. Sie zeigt, wie groß Bitcoin im Verhältnis zu allen erfassten Kryptowährungen ist.

Wie wird die Bitcoin-Dominanz berechnet?

Die Bitcoin-Marktkapitalisierung wird durch die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung geteilt und anschließend mit 100 multipliziert. Das Ergebnis wird als Prozentwert angegeben.

Was ist BTC.D?

BTC.D ist das gebräuchliche Börsen- und Chartkürzel für die Bitcoin-Dominanz. Der Wert ist ein Marktindikator und keine handelbare Kryptowährung.

Was bedeutet eine steigende Bitcoin-Dominanz?

Eine steigende Dominanz bedeutet, dass Bitcoin relativ zum restlichen Kryptomarkt an Marktanteil gewinnt. Das kann bei steigenden oder fallenden Bitcoin-Kursen geschehen.

Was bedeutet eine fallende Bitcoin-Dominanz?

Eine fallende Dominanz zeigt, dass andere Kryptowährungen zusammen relativ stärker als Bitcoin wachsen. Sie kann auf eine Altcoin-Rallye hindeuten, reicht als alleinige Bestätigung aber nicht aus.

Welche Bitcoin-Dominanz ist gut für Altcoins?

Es gibt keinen festen Prozentwert, der automatisch gut für Altcoins ist. Wichtiger als das absolute Niveau ist ein anhaltend fallender Trend, der von steigenden Altcoin-BTC-Paaren, wachsender Marktbreite und höherem Handelsvolumen begleitet wird.

Kündigt eine fallende Bitcoin-Dominanz eine Altcoin Season an?

Sie kann ein Indiz sein. Für eine breite Altcoin Season sollten jedoch viele Altcoins Bitcoin über einen längeren Zeitraum übertreffen. Stablecoins oder wenige große Projekte können die Dominanz ebenfalls senken.

Kann die Bitcoin-Dominanz steigen, obwohl Bitcoin fällt?

Ja. Fallen Altcoins stärker als Bitcoin, erhöht sich Bitcoins relativer Anteil am Kryptomarkt. Die Dominanz kann deshalb in einem allgemeinen Bärenmarkt steigen.

Warum zeigen Plattformen unterschiedliche BTC.D-Werte?

Datenanbieter berücksichtigen unterschiedliche Kryptowährungen, Kursquellen und Angaben zum umlaufenden Angebot. Auch die Behandlung von Stablecoins und Wrapped Assets kann abweichen.

Wo kann ich die Bitcoin-Dominanz sehen?

Aktuelle und historische BTC-Dominanz-Charts findest Du unter anderem bei Bitcoin2Go, TradingView, CoinGecko und CoinMarketCap. Für eine konsistente Analyse solltest Du möglichst dieselbe Datenquelle verwenden.