Altcoin Season: Das Wichtigste im Überblick

  • Definition: Während einer Altcoin Season erzielt ein großer Teil des Altcoin-Marktes über einen bestimmten Zeitraum eine höhere Rendite als Bitcoin.
  • Messung: Bekannte Altcoin Season Indizes vergleichen die Performance führender Altcoins über 90 Tage mit Bitcoin. Ein Wert ab 75 gilt häufig als Altcoin Season.
  • Indikatoren: Neben dem Index können eine sinkende Bitcoin-Dominanz, steigendes Altcoin-Volumen und eine größere Marktbreite auf eine Altseason hindeuten.
  • Keine Garantie: Die Rotation von Bitcoin in Ethereum und kleinere Altcoins ist ein historisches Muster, aber kein verlässlicher oder zwingender Ablauf.
  • Hohes Risiko: Altcoins reagieren meist stärker auf wechselnde Liquidität und Marktstimmung als Bitcoin. Auf starke Rallyes können entsprechend tiefe Verluste folgen.

Tipp: In unserem kostenlosen Trading-Kanal auf Discord kannst du dich mit unserem Team sowie Gleichgesinnten zur aktuellen Marktphase und Marktchancen austauschen.

Was ist eine Altcoin Season?

Eine Altcoin Season, kurz Altseason, ist eine Phase, in der viele Altcoins über einen bestimmten Zeitraum besser abschneiden als Bitcoin. Entscheidend ist dabei nicht, ob einzelne Kryptowährungen stark steigen. Für eine echte Altcoin Season muss die Outperformance einen größeren Teil des Marktes erfassen.

Der Begriff „Altcoin“ bezeichnet grundsätzlich alle Kryptowährungen außer Bitcoin. Dazu gehören große Projekte wie Ethereum und Solana ebenso wie kleinere Plattform-, DeFi- und Meme-Coins. Eine ausführliche Einführung findest Du in unserem Ratgeber „Was ist ein Altcoin?“.

Eine Altcoin Season kann verschiedene Erscheinungsformen haben:

  • Altcoins steigen, während sich der Bitcoin-Kurs seitwärts bewegt.
  • Bitcoin steigt weiter, viele Altcoins erzielen im gleichen Zeitraum jedoch höhere Renditen.
  • Bitcoin korrigiert leicht, während sich Teile des Altcoin-Marktes vergleichsweise stabil entwickeln.
  • Zunächst profitieren nur große Altcoins, später greift die Bewegung auf kleinere Marktsegmente über.

Eine Altcoin Season bedeutet daher nicht zwangsläufig, dass Bitcoin fällt. Sie beschreibt vor allem die relative Stärke von Altcoins gegenüber Bitcoin.

Das unterscheidet die Altseason auch von einem allgemeinen Krypto-Bullenmarkt. In einem Bullenmarkt können Bitcoin und Altcoins gleichzeitig steigen, ohne dass die Mehrheit der Altcoins Bitcoin übertrifft. Die aktuellen Preise und Marktdaten findest Du in unserer Übersicht der Krypto-Kurse.

Wie funktioniert der Altcoin Season Index?

Der Altcoin Season Index soll die relative Stärke des Altcoin-Marktes in einer einzigen Kennzahl ausdrücken. Dafür wird geprüft, wie viele der betrachteten Altcoins Bitcoin innerhalb eines festgelegten Zeitraums übertroffen haben.

Eine verbreitete Methodik sieht folgendermaßen aus:

  1. Die Renditen führender Altcoins werden über die vergangenen 90 Tage berechnet.
  2. Die Renditen werden jeweils mit der Bitcoin-Performance im gleichen Zeitraum verglichen.
  3. Der Index zeigt, welcher Anteil der untersuchten Altcoins besser als Bitcoin abgeschnitten hat.
  4. Haben mindestens 75 Prozent der erfassten Altcoins Bitcoin übertroffen, wird häufig von einer Altcoin Season gesprochen.
  5. Liegt der Anteil unter 25 Prozent, gilt die Marktphase häufig als Bitcoin Season.

Zwischen 25 und 75 Punkten befindet sich der Markt in einer Übergangs- oder neutralen Phase. Der Index ist deshalb kein einfaches Kauf- oder Verkaufssignal, sondern eine rückblickende Messung der Marktbreite.

Warum zeigen Altcoin Season Indizes unterschiedliche Werte?

Es existiert keine verbindliche oder behördlich festgelegte Definition einer Altcoin Season. Datenanbieter verwenden unterschiedliche Auswahlkriterien. Der Altcoin Season Index von BlockchainCenter untersucht beispielsweise die Top 50, während der Index von CoinMarketCap die Performance der Top 100 berücksichtigt. Stablecoins und bestimmte an andere Vermögenswerte gekoppelte Token werden üblicherweise ausgeschlossen.

Dadurch können zwei Indizes am selben Tag unterschiedliche Werte anzeigen. Abweichungen entstehen unter anderem durch:

  • die Anzahl der berücksichtigten Kryptowährungen,
  • unterschiedliche Regeln für Stablecoins und Wrapped Assets,
  • Änderungen der Rangliste während des Messzeitraums,
  • die Datenquelle und den Berechnungszeitpunkt.

Für die Einordnung ist deshalb nicht nur der aktuelle Punktestand wichtig. Aussagekräftiger ist, ob mehrere Indikatoren über Wochen hinweg in die gleiche Richtung zeigen.

Woran erkennt man eine Altcoin Season?

Eine Altcoin-Season erkennt man am besten, indem man regelmäßig auf unserem YouTube-Kanal Bitcoin2Go die aktuellsten Videos zum Marktgeschehen verfolgt. Denn in jedem Video ist die Bitcoin-Dominanz und Altcoin-Performance ein Bestandteil. Aber Spaß beiseite - nun zur richtigen Antwort.

Kein einzelner Indikator kann eine Altcoin Season zuverlässig vorhersagen. Erst das Zusammenspiel aus relativer Performance, Marktdominanz, Marktbreite, Kapitalrotation und Handelsaktivität liefert ein belastbareres Bild.

Relative Performance gegenüber Bitcoin

Das wichtigste Merkmal ist die Outperformance gegenüber Bitcoin. Dabei reicht es nicht, die Rendite eines Altcoins in US-Dollar oder Euro zu betrachten. Ein Coin kann beispielsweise um 20 Prozent steigen und trotzdem gegenüber Bitcoin an Wert verlieren, wenn BTC im gleichen Zeitraum um 30 Prozent zulegt.

Für die relative Betrachtung werden Handelspaare wie ETH/BTC oder SOL/BTC verwendet. Steigen viele dieser Altcoin-Bitcoin-Paare gleichzeitig, gewinnen Altcoins gegenüber Bitcoin an Stärke.

Diese Betrachtung hilft auch dabei, vermeintliche Gewinne richtig einzuordnen. Wer unterschiedliche Projekte anhand ihrer Technologie, Tokenomics und Bewertung vergleichen möchte, findet die wichtigsten Grundlagen im Ratgeber „Kryptowährungen richtig analysieren“.

Sinkende Bitcoin-Dominanz

Die Bitcoin-Dominanz beschreibt den Anteil von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung des Kryptomarktes. Sinkt sie, gewinnen andere Kryptowährungen relativ zu Bitcoin an Gewicht.

Eine fallende Dominanz wird deshalb häufig als Indiz für eine Altcoin Season interpretiert. Sie allein genügt jedoch nicht. Auch das Wachstum von Stablecoins oder die Ausgabe neuer Token kann den Anteil von Bitcoin reduzieren, ohne dass eine breite Altcoin-Rallye stattfindet.

Entscheidend ist daher die Kombination aus sinkender Dominanz und steigenden Altcoin-Kursen. Wie die Kennzahl berechnet wird und welche Schwächen sie besitzt, erklären wir ausführlich im Beitrag zur Bitcoin-Dominanz.

Steigende Marktbreite

Die Marktbreite zeigt, wie viele Kryptowährungen an einer Aufwärtsbewegung beteiligt sind. Steigen nur Ethereum und wenige große Altcoins, handelt es sich noch nicht zwangsläufig um eine breite Altseason.

Hinweise auf eine zunehmende Marktbreite sind:

  • immer mehr Altcoins übertreffen Bitcoin über 30 oder 90 Tage,
  • mehrere Krypto-Sektoren entwickeln gleichzeitig positives Momentum,
  • die Marktkapitalisierung des Altcoin-Marktes steigt nicht nur durch einzelne Großprojekte,
  • neue Hochs verteilen sich auf Large-, Mid- und teilweise Small-Cap-Coins.

Eine breite Bewegung gilt grundsätzlich als robuster als eine Rallye, die nur von wenigen großen Coins getragen wird. Gleichzeitig steigt in späten Marktphasen häufig die Spekulation in kleineren Projekten.

Kapitalrotation von Bitcoin über Ethereum zu Altcoins

Ein häufig beschriebenes Zyklusmodell geht von einer schrittweisen Kapitalrotation aus:

  1. Neues Kapital fließt zunächst in Bitcoin.
  2. Nach einer starken Bitcoin-Phase suchen Anleger zusätzliche Renditechancen bei Ethereum.
  3. Anschließend profitieren größere Altcoins mit hoher Liquidität.
  4. In einer späteren, spekulativeren Phase erreicht die Nachfrage kleinere Altcoins und Meme-Coins.

Dieses Modell ist eine Vereinfachung historischer Beobachtungen und kein Naturgesetz. Kapital kann einzelne Stufen überspringen, nur in bestimmte Sektoren fließen oder den Kryptomarkt vollständig verlassen. Auch institutionelle Nachfrage, Regulierung und neue Anlageprodukte können den Ablauf verändern.

Wer den Kryptomarkt noch nicht kennt, sollte nicht mit kurzfristigen Rotationswetten beginnen. Unser Ratgeber „Was ist Bitcoin und wie funktioniert die Kryptowährung?“ vermittelt zunächst die Grundlagen. Eine praktische Einführung bietet außerdem die Anleitung zum Bitcoin-Kauf für Anfänger.

Handelsvolumen und Risikoappetit

Eine Altcoin Season wird häufig von einem steigenden Handelsvolumen begleitet. Besonders relevant ist, ob nicht nur das Volumen einzelner Trend-Coins wächst, sondern die Aktivität an vielen Märkten zunimmt.

Weitere Anzeichen für einen höheren Risikoappetit können sein:

  • steigende Spot-Volumina bei Altcoins,
  • höhere Zuflüsse in Altcoin-Sektoren,
  • eine stärkere Nutzung dezentraler Börsen,
  • zunehmendes Interesse an kleineren Projekten,
  • höhere Finanzierungsraten und mehr Hebelpositionen am Derivatemarkt.

Der letzte Punkt ist zugleich ein Warnsignal: Extrem hohe Finanzierungsraten und stark wachsender Hebel können auf eine überhitzte Marktphase hindeuten. Liquidationen führen dann häufig zu besonders schnellen Rücksetzern.

Wie läuft eine Altcoin Season typischerweise ab?

Altcoin Seasons verlaufen nicht immer gleich. Historisch lassen sich dennoch wiederkehrende Phasen beobachten.

1. Bitcoin führt den Markt an

Zu Beginn einer Aufwärtsphase konzentriert sich die Nachfrage häufig auf Bitcoin. BTC besitzt die höchste Bekanntheit, Liquidität und Marktkapitalisierung. Die Bitcoin-Dominanz kann in dieser Phase steigen, während viele Altcoins gegenüber Bitcoin zurückfallen.

2. Bitcoin konsolidiert

Nach einer starken Aufwärtsbewegung bewegt sich Bitcoin möglicherweise seitwärts oder steigt langsamer. Einige Anleger realisieren Gewinne und investieren einen Teil davon in größere Altcoins. Ethereum entwickelt dabei häufig eine größere relative Stärke.

3. Große Altcoins gewinnen an Dynamik

Die Bewegung greift auf liquide Large-Cap-Projekte über. Immer mehr Altcoins übertreffen Bitcoin, der Altcoin Season Index steigt und die Bitcoin-Dominanz kann sinken.

4. Die Rallye erfasst kleinere Projekte

Mit wachsendem Optimismus fließt Kapital in kleinere und riskantere Kryptowährungen. Kurse können innerhalb kurzer Zeit stark steigen, obwohl sich die fundamentalen Eigenschaften der Projekte kaum verändert haben.

5. Euphorie und Überhitzung

In einer späten Altseason treten häufig extreme Renditeversprechen, hohe Hebelpositionen und eine starke FOMO auf. Anleger kaufen aus Angst, weitere Kursgewinne zu verpassen. Gerade in dieser Phase ist das Verhältnis zwischen möglicher Rendite und Verlustrisiko oft besonders ungünstig.

6. Korrektur und Rückkehr zu höherer Qualität

Sinkt die Liquidität oder kippt die Marktstimmung, verlieren kleine Altcoins meist stärker als Bitcoin. Viele Projekte erreichen ihre früheren Höchststände später nicht mehr. Eine Altcoin Season endet deshalb nicht für alle Marktteilnehmer gleichzeitig – einzelne Sektoren können schon fallen, während andere noch steigen.

Allgemeine Marktszenarien findest Du bei unseren Krypto-Prognosen. Prognosen sind jedoch keine Gewissheiten und sollten niemals die eigene Risikoprüfung ersetzen.

Wie lange dauert eine Altcoin Season?

Für die Dauer einer Altcoin Season gibt es keinen festen Zeitrahmen. Sie hängt davon ab, welche Definition und welcher Messzeitraum verwendet werden.

Ein Altcoin Season Index mit einem rollierenden 90-Tage-Fenster beschreibt eine andere Zeitspanne als die besonders dynamische Schlussphase einer Rallye. Eine relative Stärke der Altcoins kann sich über mehrere Monate entwickeln, während die stärksten und spekulativsten Kursbewegungen nur einige Wochen anhalten.

Die Dauer wird unter anderem beeinflusst durch:

  • globale Liquidität und Zinserwartungen,
  • die Entwicklung des Bitcoin-Kurses,
  • regulatorische Entscheidungen,
  • neue Krypto-Narrative und technologische Entwicklungen,
  • Zuflüsse von privaten und institutionellen Anlegern,
  • Übertreibungen am Derivatemarkt.

Pauschale Aussagen wie „Eine Altcoin Season dauert immer sechs bis neun Monate“ sind daher nicht belastbar. Rückblickend lassen sich Anfang und Ende einer Marktphase leichter bestimmen als in Echtzeit.

Altcoin Seasons 2017 und 2021

Die Marktphasen 2017/2018 und 2021 gelten als bekannte historische Beispiele. Sie zeigen zugleich, dass Altcoin Seasons unterschiedliche Auslöser und Schwerpunkte haben können.

Altcoin Season 2017/2018

Im Jahr 2017 wuchs der gesamte Kryptomarkt stark. Bitcoin erreichte im Dezember ein damaliges Rekordhoch, während zahlreiche Altcoins von der ICO-Euphorie profitierten. Die Bitcoin-Dominanz sank im Verlauf von 2017 und Anfang 2018 von mehr als 80 Prozent auf zeitweise rund ein Drittel des Kryptomarktes.

Besonders die Wochen um den Jahreswechsel waren von hohen Altcoin-Renditen und zunehmender Spekulation geprägt. Nach dem Höhepunkt folgte jedoch ein ausgeprägter Bärenmarkt. Viele der damals populären Projekte verloren den Großteil ihres Wertes oder verschwanden vollständig.

Altcoin Season 2021

2021 verteilte sich die Nachfrage auf mehrere Segmente. Ethereum, Smart-Contract-Plattformen, DeFi-Anwendungen, Meme-Coins, Gaming und NFTs entwickelten zeitweise starke Eigendynamiken. Die Bitcoin-Dominanz fiel im ersten Halbjahr ungefähr von 70 auf 40 Prozent.

Anders als 2017 wurde der Markt stärker von bereits nutzbaren Anwendungen und neuen Krypto-Sektoren geprägt. Dennoch spielten Spekulation und hohe Risikobereitschaft erneut eine zentrale Rolle. Nach den jeweiligen Höchstständen verloren zahlreiche Altcoins deutlich stärker als Bitcoin.

Historische Vergleiche liefern Orientierung, aber keine exakte Vorlage für die Zukunft. Der Kryptomarkt verändert sich durch Stablecoins, institutionelle Anleger, Krypto-ETPs, Regulierung und eine wachsende Zahl handelbarer Token.

Risiken einer Altcoin Season

Eine Altcoin Season wird häufig vor allem mit hohen Renditen verbunden. Für Anleger ist jedoch entscheidend, dass mögliche Gewinne mit überdurchschnittlichen Risiken einhergehen.

Hohe Volatilität

Altcoins besitzen häufig eine geringere Marktkapitalisierung und Liquidität als Bitcoin. Bereits kleinere Kapitalbewegungen können deshalb starke Kursschwankungen auslösen. Zweistellige Tagesverluste sind auch innerhalb eines übergeordneten Aufwärtstrends möglich.

FOMO und Käufe nahe dem Hoch

Wenn vergangene Renditen in sozialen Netzwerken dominieren, steigen viele Anleger erst spät ein. Eine hohe historische Performance sagt jedoch wenig über das verbleibende Kurspotenzial aus. Je stärker ein Coin bereits gestiegen ist, desto wichtiger werden Positionsgröße und Ausstiegsstrategie.

Geringe Liquidität

Bei kleinen Altcoins kann die angezeigte Marktkapitalisierung ein falsches Gefühl von Größe vermitteln. Ein geringer frei handelbarer Bestand oder dünne Orderbücher führen dazu, dass größere Verkäufe den Kurs stark belasten.

Token-Inflation und Freischaltungen

Viele Projekte geben fortlaufend neue Token aus. Zusätzlich können Token von Teams, Investoren oder Stiftungen nach festgelegten Sperrfristen freigeschaltet werden. Steigt das Angebot schneller als die Nachfrage, belastet dies den Kurs trotz positiver Marktstimmung.

Fundamentale und technische Projektrisiken

Smart-Contract-Fehler, Hacks, regulatorische Maßnahmen, zentralisierte Strukturen oder ein fehlender Produktnutzen können ein Investment dauerhaft entwerten. Nicht jeder Altcoin überlebt den folgenden Bärenmarkt.

Keine verlässliche Wiederholung historischer Muster

Eine Altcoin Season muss nicht nach jedem Bitcoin-Anstieg oder Halving eintreten. Anleger sollten historische Zyklen nicht als festes Drehbuch betrachten. Auch ein hoher Altcoin Season Index bestätigt lediglich die bisherige Entwicklung und garantiert keine Fortsetzung.

Statt kurzfristig jedem Trend zu folgen, kann eine vorher festgelegte Strategie helfen. In unserem Ratgeber erklären wir, wie Du richtig in den Kryptomarkt investierst und ein langfristiges Krypto-Portfolio aufbaust.

Wer zunächst einen regelmäßigen und weniger zeitkritischen Einstieg bevorzugt, kann sich mit einem Bitcoin-Sparplan beschäftigen. Mit unserem Bitcoin-Sparplan-Rechner lässt sich nachvollziehen, wie sich historische Sparraten entwickelt hätten. Vergangene Ergebnisse - und hier sind wir beim Kern dieses Beitrags - sind allerdings keine Garantie für zukünftige Renditen.

Fazit zur Altcoin Season

Eine Altcoin Season ist eine Marktphase, in der ein breiter Teil des Altcoin-Marktes Bitcoin übertrifft. Der Altcoin Season Index bietet dafür eine praktische Orientierung, sollte aber immer gemeinsam mit Bitcoin-Dominanz, Marktbreite, Handelsvolumen und relativen Altcoin-Bitcoin-Paaren betrachtet werden.

Die historischen Phasen 2017/2018 und 2021 zeigen das große Renditepotenzial, aber ebenso die erheblichen Verlustrisiken. Eine Altseason lässt sich meist erst im Rückblick eindeutig abgrenzen. Statt allein auf einen Indexwert zu reagieren, sollten Anleger Projekte einzeln bewerten, Positionsgrößen begrenzen und bereits vor dem Einstieg eine Strategie festlegen.

Häufige Fragen zur Altcoin Season

Was bedeutet Altcoin Season?

Eine Altcoin Season ist eine Phase, in der viele Altcoins über einen bestimmten Zeitraum eine höhere Rendite als Bitcoin erzielen. Einzelne stark steigende Coins reichen für eine breite Altseason nicht aus.

Wann beginnt eine Altcoin Season?

Es gibt keinen festen Starttermin. Häufig wird von einer Altcoin Season gesprochen, wenn mindestens 75 Prozent der von einem Index erfassten Altcoins Bitcoin über 90 Tage übertroffen haben. Je nach Anbieter können Auswahl und Berechnung abweichen.

Ist aktuell Altcoin Season?

Den aktuellen Status kannst Du über Datenangebote wie BlockchainCenter oder CoinMarketCap prüfen. Da sich die Werte täglich verändern, sollte neben dem Punktestand auch die Entwicklung über mehrere Wochen betrachtet werden.

Was ist der Altcoin Season Index?

Der Altcoin Season Index misst, welcher Anteil führender Altcoins Bitcoin innerhalb eines festgelegten Zeitraums übertroffen hat. Hohe Werte stehen für eine breite relative Stärke der Altcoins, niedrige Werte für eine stärkere Bitcoin-Performance.

Ab welchem Wert ist Altcoin Season?

Bei verbreiteten Indizes gilt ein Wert ab 75 als Altcoin Season. Unterhalb von 25 wird häufig von einer Bitcoin Season gesprochen. Diese Schwellen sind Marktstandards einzelner Datenanbieter und keine allgemeingültigen Regeln.

Welche Rolle spielt die Bitcoin-Dominanz?

Eine sinkende Bitcoin-Dominanz kann zeigen, dass Altcoins relativ an Marktanteil gewinnen. Sie bestätigt allein jedoch keine Altcoin Season, weil auch Stablecoins, neue Token und Veränderungen des Gesamtmarktes die Kennzahl beeinflussen.

Steigt jeder Altcoin während einer Altcoin Season?

Nein. Auch während einer breiten Altcoin-Rallye können einzelne Projekte fallen oder deutlich hinter dem Markt zurückbleiben. Qualität, Liquidität, Token-Angebot und das jeweilige Narrativ unterscheiden sich erheblich.

Wie lange dauert eine Altcoin Season?

Es gibt keine feste Dauer. Eine breitere relative Stärke kann mehrere Monate bestehen, während die besonders dynamische und spekulative Phase teilweise nur wenige Wochen anhält.

Kommt nach jedem Bitcoin-Halving eine Altcoin Season?

Nein. Frühere Altcoin Seasons traten zwar im Umfeld großer Bitcoin-Zyklen auf, daraus ergibt sich jedoch keine Garantie. Liquidität, Regulierung, Marktstruktur und Nachfrage können jeden Zyklus anders verlaufen lassen.

Ist eine Altcoin Season ein guter Einstiegszeitpunkt?

Nicht automatisch. Ein hoher Indexwert zeigt, dass viele Altcoins bereits stark gelaufen sind. Dadurch kann auch das Rückschlagrisiko erhöht sein. Anleger sollten Projekte unabhängig vom Markttrend prüfen und nur Kapital einsetzen, dessen Verlust sie tragen können.