NFT kaufen: Das Wichtigste in Kürze

  • Wo kann man NFTs kaufen?
    NFTs werden hauptsächlich auf spezialisierten Marktplätzen wie OpenSea, Magic Eden, Rarible oder SuperRare gehandelt. Welcher Anbieter passt, hängt vor allem von der Blockchain und der gesuchten NFT-Kollektion ab.
  • Was benötigt man für den Kauf?
    In der Regel brauchst Du eine kompatible Krypto-Wallet sowie die Kryptowährung, mit der das NFT und die Netzwerkgebühren bezahlt werden. Häufig sind das Ether (ETH) oder Solana (SOL).
  • Welcher NFT-Marktplatz ist der beste?
    OpenSea bietet eine große Auswahl auf mehreren Netzwerken. Magic Eden konzentriert sich seit März 2026 auf Solana. Rarible eignet sich für Community-Marktplätze, während SuperRare auf kuratierte digitale Kunst spezialisiert ist.
  • Welche Kosten entstehen?
    Neben dem Kaufpreis können Marktplatzgebühren, Vergütungen für Urheber, Netzwerkgebühren sowie Kosten für den Kauf und die Übertragung der Kryptowährung anfallen.
  • Worauf solltest Du achten?
    Prüfe die offizielle Kollektion, den Smart Contract, die Transaktionshistorie und die Rechte, die mit dem NFT verbunden sind. Teile niemals Deine Seed Phrase und bestätige keine unverständlichen Wallet-Anfragen.

Unsere Einschätzung: NFTs können als digitales Sammlerstück oder Zugang zu einer Community interessant sein. Als Geldanlage sind sie jedoch hochspekulativ, häufig illiquide und nicht mit einer garantierten Wertsteigerung verbunden.

Wo kann man NFTs kaufen? Die besten NFT-Marktplätze im Vergleich

NFTs sind keine Kryptowährungen, sondern einzigartige Token, die digitale oder reale Rechte abbilden können. Gehandelt werden sie meist auf spezialisierten NFT-Marktplätzen. Diese Plattformen funktionieren anders als eine klassische Krypto-Börse: Du verbindest Deine eigene Wallet und bestätigst den Kauf direkt auf der jeweiligen Blockchain.

Die folgende Übersicht zeigt vier etablierte Marktplätze mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Gebühren und unterstützte Netzwerke können sich ändern. Wir prüfen diesen Beitrag in regelmäßigen Abständen - prüfe die aktuellen Konditionen dennoch immer unmittelbar vor dem Kauf.

NFT-Marktplatz Besonders geeignet für Netzwerke und Schwerpunkt Marktplatzgebühren Unsere Einordnung
OpenSea Große Auswahl und mehrere Ökosysteme Zahlreiche EVM-Netzwerke; NFT-Unterstützung abhängig vom Netzwerk Üblicherweise 1 % Verkäufergebühr; abweichende Gebühren bei Drops möglich Beste Gesamtauswahl
Magic Eden Solana-NFTs Seit März 2026 auf den Solana-Marktplatz konzentriert 0 % Listing-Gebühr, 2 % Transaktionsgebühr Für Solana relevant
Rarible Community-Marktplätze und verschiedene Sammlungen Mehrere Blockchain-Ökosysteme; Konditionen können je Marktplatz variieren Auf Rarible.com abhängig vom Verkaufspreis; Community-Gebühren können abweichen Flexibel, aber komplexere Gebühren
SuperRare Kuratierte digitale Kunst Ethereum 3 % Käufergebühr; bei Erst- und Zweitverkäufen gelten weitere Vergütungsregeln Für hochwertige NFT-Kunst
Wichtig: Die genannten Plattformen sind selbstverwahrende NFT-Marktplätze und keine von uns empfohlenen Krypto-Börsen. Benötigst Du ETH oder SOL für den Kauf, findest Du geeignete und regulierte Handelsplattformen in unserem Krypto-Börsen-Vergleich.

OpenSea: Große Auswahl auf mehreren Blockchains

OpenSea gehört zu den bekanntesten NFT-Marktplätzen und ist der Klassiker, wenn es um den Kauf von NFT geht. Die Plattform eignet sich vor allem, wenn Du eine große Auswahl an Kunstwerken, Collectibles, Gaming-Objekten oder digitalen Mitgliedschaften durchsuchen möchtest. OpenSea unterstützt zahlreiche Netzwerke, wobei nicht jede Funktion auf jeder Blockchain verfügbar ist.

OpenSea verwahrt Deine NFTs nicht selbst. Der Handel wird über eine verbundene Wallet abgewickelt. Alternativ lässt sich ein Konto mit einer E-Mail-Adresse anlegen, wobei im Hintergrund ebenfalls eine selbstverwahrende Wallet erstellt wird.

Nach Angaben von OpenSea fällt bei gewöhnlichen NFT-Verkäufen üblicherweise eine Verkäufergebühr von 1 Prozent an. Für primäre Drops können andere Gebühren gelten. Zusätzlich können Urhebervergütungen und Netzwerkgebühren entstehen. Die aktuellen Details findest Du in der offiziellen Gebührenübersicht von OpenSea.

Vorteile von OpenSea

  • Große Auswahl an NFT-Kollektionen
  • Unterstützung mehrerer Blockchains und Wallets
  • Kaufangebote, Auktionen und Direktkäufe
  • Gute Markt- und Transaktionsdaten zu vielen Kollektionen

Nachteile von OpenSea

  • Große Auswahl erschwert die Qualitätsprüfung
  • Gefälschte Kollektionen und Phishing bleiben ein Risiko
  • Funktionsumfang unterscheidet sich je nach Blockchain
  • Kaufpreis, Urhebervergütung und Netzwerkgebühren können die Gesamtkosten erhöhen

Magic Eden: NFT-Marktplatz für Solana

Magic Eden wurde als Solana-Marktplatz bekannt und unterstützte zeitweise mehrere weitere Netzwerke. Seit dem 9. März 2026 hat Magic Eden den Marktplatzbetrieb für EVM-Netzwerke und Bitcoin eingestellt. Fortgeführt werden insbesondere der Solana-Marktplatz und Packs. Das geht aus der offiziellen Mitteilung zu den Änderungen bei Magic Eden hervor.

Damit ist Magic Eden heute vor allem für Nutzer interessant, die gezielt Solana-NFTs kaufen möchten. Laut Anbieter kostet das Einstellen eines NFTs nichts; für Transaktionen wird eine Gebühr von 2 Prozent erhoben. Hinzukommen können Urhebervergütungen und die niedrigen Netzwerkgebühren von Solana.

Vorteile von Magic Eden

  • Klare Spezialisierung auf Solana-NFTs
  • Übersichtliche Bedienung
  • Keine Listing-Gebühr
  • Niedrige Netzwerkgebühren auf Solana

Nachteile von Magic Eden

  • Kein breit aufgestellter Multi-Chain-Marktplatz mehr
  • Für Ethereum-Collectibles ungeeignet
  • Auch auf Solana bestehen Projekt-, Betrugs- und Liquiditätsrisiken

Rarible: Marktplatz und Infrastruktur für Communities

Rarible verbindet einen allgemeinen NFT-Marktplatz mit Infrastruktur für eigene Community-Marktplätze. Das kann interessant sein, wenn eine Sammlung ihren Handel über einen projektspezifischen Marktplatz organisiert.

Das Gebührenmodell ist allerdings weniger einfach als bei OpenSea oder Magic Eden. Auf Rarible.com hängt die Servicegebühr vom Verkaufspreis ab und kann auf Käufer- und Verkäuferseite anfallen. Bei Community-Marktplätzen können eigene Konditionen gelten. Kurzum: Das Gebührenmodell bei Rarible ist etwas komplexer und nicht auf den ersten Blick verständlich. Die jeweils gültigen Kosten solltest Du daher direkt im Kaufmenü und in der offiziellen Gebührenübersicht von Rarible prüfen.

Vorteile von Rarible

  • Allgemeiner Marktplatz und Community-Lösungen
  • Unterschiedliche NFT-Kategorien
  • Eigene Marktplätze für Projekte und Sammlungen

Nachteile von Rarible

  • Gebühren sind vom Preis und Marktplatz abhängig
  • Für Anfänger weniger transparent
  • Liquidität unterscheidet sich deutlich zwischen Kollektionen

SuperRare: Kuratierte digitale Kunst

SuperRare richtet sich stärker an Künstler und Sammler hochwertiger digitaler Einzelkunstwerke. Die Auswahl ist kuratierter als bei offenen Marktplätzen. Dadurch eignet sich SuperRare weniger zum günstigen Ausprobieren, kann aber für Nutzer interessant sein, die gezielt digitale Kunst sammeln möchten.

Nach der offiziellen Gebührenübersicht von SuperRare zahlt der Käufer grundsätzlich eine Marktplatzgebühr von 3 Prozent. Hier sieht man also direkt, dass SuperRare im Vergleich zu den anderen Plattformen der teuerste NFT-Marktplatz ist. Bei Erstverkäufen und Verkäufen auf dem Sekundärmarkt gelten zusätzliche Aufteilungen zwischen Künstlern, Verkäufern und Plattform.

Vorteile von SuperRare

  • Fokus auf kuratierte digitale Kunst
  • Klare Ausrichtung auf Künstler und Sammler
  • Nachvollziehbare Herkunft der Werke

Nachteile von SuperRare

  • Höhere Kosten als auf vielen offenen Marktplätzen
  • Weniger für günstige Collectibles geeignet
  • Beschränkung auf das Ethereum-Ökosystem

NFT-Marktplatz auswählen: Darauf solltest Du achten

Mit den vier vorgestellten Marktplätzen wird vor allem klar, dass sich die Anbieter im Hinblick auf die unterstützen Netzwerke sowie Gebühren unterscheiden. Der größte Marktplatz ist nicht automatisch die beste Wahl für jeden Kauf. Wir raten vor der Registrierung oder Verbindung der eigenen Wallet die folgenden 5 Punkte einmal zu prüfen.

Unterstützte Blockchain und Wallet

Ein NFT existiert auf einer bestimmten Blockchain. Marktplatz, Wallet und Zahlungsmittel müssen mit diesem Netzwerk kompatibel sein. Für Ethereum-NFTs wird häufig eine EVM-Wallet wie MetaMask genutzt. Für Solana benötigst Du eine Solana-kompatible Wallet.

Sende Coins niemals über ein anderes Netzwerk, nur weil die Adresse ähnlich aussieht. Im ungünstigsten Fall kann das Guthaben verloren gehen oder lässt sich nur mit zusätzlichem Aufwand wiederherstellen.

Echtheit der Kollektion

Öffne einen Marktplatz über die offizielle Webseite des Projekts. Vergleiche anschließend die Contract-Adresse mit den Angaben des Herausgebers. Ein ähnlicher Name, ein kopiertes Profilbild oder ein Verifizierungssymbol allein reichen nicht als Beleg aus.

Gesamtkosten statt Einzelgebühr

Eine niedrige Marktplatzgebühr bedeutet nicht automatisch einen günstigen Kauf. Berücksichtige den NFT-Preis, die Netzwerkgebühr, mögliche Urhebervergütungen, den Spread beim Kryptokauf sowie Gebühren für die Auszahlung aus der Krypto-Börse.

Liquidität und Handelsaktivität

Ein angezeigter Angebotspreis ist noch kein Marktwert. Prüfe, zu welchen Preisen vergleichbare NFTs tatsächlich verkauft wurden, wie viele unterschiedliche Wallets handeln und ob die Aktivität von wenigen Konten dominiert wird. Bei kleinen Sammlungen kann ein späterer Verkauf schwierig oder nur mit hohem Abschlag möglich sein.

Rechte und Nutzen des NFTs

Der Besitz eines Tokens bedeutet nicht automatisch, dass Du Urheber- oder kommerzielle Nutzungsrechte am Bild erhältst. Lies die Lizenzbedingungen des Projekts. Prüfe außerdem, ob versprochene Vorteile wie Community-Zugang, Events oder In-Game-Funktionen tatsächlich existieren und dauerhaft nutzbar sind.


Du hast Fragen? Als Krypto-Unternehmen seit 2021 haben wir schon einiges erlebt und vor allem viele Nachrichten von Nutzern zu Betrugsmaschen erhalten - nicht immer mit positivem Ergebnis. Wenn Du also unsicher bist oder dir eine Meinung einholen möchtest, findest Du auf unserer Kontakt-Seite alle Möglichkeiten uns zu erreichen. Erfahrungsgemäß ist die Direktnachricht auf Instagram der schnellste Weg.


Wie kann man NFTs kaufen? Anleitung in fünf Schritten

1. NFT und passenden Marktplatz auswählen

Entscheide zunächst, welche Art von NFT Du kaufen möchtest. Ein Ethereum-Collectible wird auf einem anderen Netzwerk gehandelt als ein Solana-NFT. Öffne anschließend den offiziellen Marktplatz oder folge dem verifizierten Link des Projekts.

2. Kompatible Krypto-Wallet einrichten

Installiere eine Wallet, die das Netzwerk des NFTs unterstützt. Sichere die Seed Phrase offline und gib sie niemals auf einem Marktplatz, in einer Direktnachricht oder auf einer vermeintlichen Support-Seite ein. Hilfe bei der Auswahl bietet unser NFT-Wallet-Vergleich.

3. Benötigte Kryptowährung kaufen

Für Ethereum-NFTs benötigst Du meist ETH, für Solana-NFTs SOL. Kaufe die Kryptowährung bei einer geeigneten Handelsplattform und beachte dabei Handels- und Auszahlungsgebühren. Geeignete Anbieter findest Du in unserem Vergleich seriöser Krypto-Börsen. Eine ausführliche Anleitung bietet unser Ratgeber zum Kauf von Ethereum.

4. Coins auf die Wallet übertragen

Kopiere die Empfangsadresse aus Deiner Wallet und wähle bei der Auszahlung das richtige Netzwerk. Führe bei einer größeren Summe zunächst eine kleine Testüberweisung durch. Plane neben dem Kaufpreis einen ausreichenden Puffer für die Netzwerkgebühr ein. Wie das grundsätzlich funktioniert, zeigt unser Beitrag Kryptowährungen richtig versenden.

5. Wallet verbinden und Kauf bestätigen

Verbinde Deine Wallet mit dem NFT-Marktplatz und prüfe das ausgewählte NFT erneut. Kontrolliere insbesondere Contract-Adresse, Token-ID, Preis, Verkäufer und Gebühren. Bestätige danach den Kauf oder gib ein Gebot ab.

Lies jede Wallet-Anfrage aufmerksam. Eine Signatur kann nicht nur einen Kauf bestätigen, sondern auch Berechtigungen für Token oder NFTs erteilen. Lehne unverständliche Anfragen ab und trenne die Wallet nach der Nutzung vom Marktplatz.

Welche Kosten entstehen beim NFT-Kauf?

Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Abhängig von Marktplatz und Blockchain können mehrere Positionen zusammenkommen.

Kostenart Bedeutung Worauf achten?
Kaufpreis Preis des NFTs oder erfolgreiches Auktionsgebot In ETH, SOL oder einer anderen Kryptowährung angegeben
Marktplatzgebühr Vergütung der Handelsplattform Kann Käufer, Verkäufer oder beide Seiten betreffen
Urhebervergütung Anteil für Künstler oder Projekt Höhe und Durchsetzbarkeit unterscheiden sich je Marktplatz
Netzwerkgebühr Kosten für die Blockchain-Transaktion Schwankt bei Ethereum; auf Solana meist deutlich niedriger
Kryptokauf und Auszahlung Handels-, Spread- und Transferkosten Vor der Übertragung Konditionen der Krypto-Börse prüfen
Währungsrisiko Kursänderung von ETH, SOL oder anderen Coins Der Euro-Wert kann sich schon vor dem NFT-Kauf verändern

Vergleiche deshalb immer den Gesamtbetrag, den Deine Wallet vor der Bestätigung anzeigt. Bei einem günstigen NFT können die Nebenkosten einen erheblichen Anteil des Kaufpreises ausmachen.

Kann man NFTs mit Euro, PayPal oder Kreditkarte kaufen?

Einige NFT-Marktplätze binden externe Zahlungsdienstleister ein, über die Du Kryptowährungen per Kreditkarte oder anderen Fiat-Zahlungsmethoden kaufen kannst. Ob Euro, PayPal oder eine bestimmte Karte verfügbar sind, hängt von Deinem Standort, dem Marktplatz, dem Zahlungsdienstleister und dem jeweiligen NFT ab.

Solche Direktkäufe wirken bequem, können aber zusätzliche Gebühren, einen ungünstigeren Wechselkurs und eine Identitätsprüfung mit sich bringen. Außerdem erhältst Du nicht zwingend denselben Käuferschutz wie bei einem gewöhnlichen Online-Einkauf.

Für Einsteiger ist der Ablauf über eine regulierte Krypto-Börse häufig transparenter: Du kaufst zunächst ETH oder SOL, überträgst die Coins an Deine eigene Wallet und verbindest diese anschließend mit dem NFT-Marktplatz.

Welche NFTs kann man kaufen?

Wer einen NFT kaufen möchte, hat grundsätzlich eine große Auswahl an verschiedenen Arten und Objekten. Schließlich können NFTs sehr unterschiedliche Inhalte und Rechte repräsentieren. Besonders verbreitet sind:

  • Digitale Kunst: Einzelwerke oder generative Kunst, die als einzigartige Token verkauft werden.
  • Collectibles und Avatare: Sammlungen mit einer begrenzten Zahl algorithmisch erzeugter Motive. Bekannte Beispiele sind CryptoPunks und der Bored Ape Yacht Club.
  • Gaming-Objekte: Charaktere, Gegenstände oder virtuelle Grundstücke, deren Nutzbarkeit vom jeweiligen Spiel abhängt.
  • Mitgliedschaften und Tickets: Token, die Zugang zu Communities, Veranstaltungen oder digitalen Bereichen gewähren.
  • Musik und Medien: Veröffentlichungen, Sammlereditionen oder Zugangsrechte. Mehr dazu erfährst Du in unserem Beitrag über Musik und NFTs.
  • Digitale Identitäten und Domains: Namen oder Berechtigungen, die einer Wallet zugeordnet werden.

Ein NFT erhält seinen Wert nicht allein dadurch, dass es auf einer Blockchain gespeichert ist. Entscheidend sind unter anderem Herkunft, Nachfrage, tatsächlicher Nutzen, Lizenzrechte, technische Umsetzung und die langfristige Aktivität des Projekts.

Wie prüfst Du ein NFT vor dem Kauf?

Nutze vor dem Kauf eine feste Prüfliste:

  1. Offizielle Quelle öffnen: Rufe den Marktplatz über die Projektwebseite oder einen verifizierten Kanal auf.
  2. Contract-Adresse vergleichen: Prüfe, ob Smart Contract und Token-ID zur Originalkollektion gehören.
  3. Verkäufe statt Angebotspreise betrachten: Ein hoher Listenpreis belegt keinen tatsächlichen Marktwert.
  4. Wallet-Verteilung kontrollieren: Eine starke Konzentration bei wenigen Besitzern kann das Manipulationsrisiko erhöhen.
  5. Lizenz und Nutzen lesen: Kläre, welche Rechte und Leistungen tatsächlich mit dem Token verbunden sind.
  6. Metadaten prüfen: Nicht alle Bilder und Informationen liegen vollständig auf der Blockchain. Externe Speicherung kann zusätzliche Abhängigkeiten schaffen.
  7. Community kritisch bewerten: Viele Follower oder laute Werbung ersetzen weder ein funktionierendes Produkt noch echte Nachfrage.

Grundlagen zu Smart Contracts und Blockchain-Transaktionen erklären wir in unserem Blockchain-Handbuch.

Welche Risiken bestehen beim Kauf von NFTs?

Bereits zu Beginn des Beitrags haben wir unsere Meinung zum Thema NFT als Investitionsobjekt klar kommuniziert. In diesem Abschnitt wollen wir noch einmal klar auf potenzielle Risiken hinweise - gerade für Anfänger ohne bisherige Erfahrung im Umgang mit Kryptowährungen oder Wallets.

NFTs verbinden technische, wirtschaftliche und rechtliche Risiken. Die wichtigsten sind:

  • Preis- und Liquiditätsrisiko: Der Wert kann stark fallen, und für einen Verkauf findet sich möglicherweise kein Käufer. Das ist aus der Investment-Perspektive wohl das größte Risiko und „schmerzt am meisten“.
  • Betrug und Phishing: Gefälschte Kollektionen, manipulierte Links und schädliche Wallet-Signaturen können zum Verlust von Coins und NFTs führen.
  • Smart-Contract-Risiko: Programmierfehler oder weitreichende Berechtigungen können ausgenutzt werden.
  • Verwahrungsrisiko: Wer Seed Phrase oder private Schlüssel verliert, verliert unter Umständen dauerhaft den Zugriff.
  • Projekt- und Plattformrisiko: Entwickler können ein Projekt aufgeben; Marktplätze können Funktionen einstellen oder bestimmte Netzwerke nicht mehr unterstützen.
  • Rechte- und Metadatenrisiko: Das NFT kann bestehen bleiben, während verknüpfte Dateien, Webseiten oder Leistungen verschwinden.
  • Steuerliche Risiken: Kauf, Verkauf und Tausch können dokumentations- und steuerrelevant sein.

Verwende für wertvolle NFTs nach Möglichkeit eine getrennte Wallet und erteile unbekannten Webseiten keine dauerhaften Berechtigungen. Wie Du digitale Vermögenswerte schützt, erklären wir in unserem Ratgeber zur sicheren Krypto-Verwahrung.

Lohnt es sich, NFTs zu kaufen?

Ein NFT-Kauf kann sinnvoll sein, wenn Du ein Werk sammeln, einen Künstler unterstützen oder eine konkrete Funktion nutzen möchtest. Der persönliche oder praktische Wert kann dabei wichtiger sein als eine spätere Rendite.

Als reine Geldanlage sind NFTs jedoch nur bedingt geeignet. Preise hängen häufig von Trends, wenigen Käufern und schwer messbaren Erwartungen ab. Selbst bekannte Kollektionen können einen großen Teil ihres Werts verlieren. Seltenheit allein erzeugt keine nachhaltige Nachfrage. Denke unbedingt auch an das Thema der Liquidität: Ein Verkäufer muss zunächst einen Käufer finden.

Kaufe daher nur ein NFT, dessen Funktionsweise und Risiken Du verstehst, und setze ausschließlich Geld ein, dessen vollständigen Verlust Du verkraften kannst. Eine Rangliste der vermeintlich „besten NFTs mit Potenzial“ wäre keine verlässliche Entscheidungsgrundlage.

Wie werden NFTs in Deutschland versteuert?

Die steuerliche Behandlung hängt vom Einzelfall ab. Relevant können unter anderem Kauf, Verkauf, Tausch, Minting, Einnahmen aus Lizenzvergütungen sowie eine gewerbliche Tätigkeit sein. Auch die verwendete Kryptowährung kann eine eigene steuerlich relevante Transaktion auslösen, wenn sie zum Kauf eines NFTs ausgegeben wird.

Dokumentiere deshalb Anschaffungszeitpunkt, Kaufpreis, Gebühren, Wallet-Transaktionen und Verkaufserlöse möglichst vollständig. Eine ausführliche Einordnung findest Du in unserem Ratgeber zu NFT-Steuern. Bei größeren Beträgen oder komplexen Aktivitäten solltest Du fachkundigen steuerlichen Rat einholen.

Fazit: NFT-Marktplatz passend zur Blockchain wählen

Für den NFT-Kauf gibt es nicht den einen besten Marktplatz. OpenSea eignet sich durch seine große Auswahl für viele EVM-basierte Kollektionen. Magic Eden ist seit der Umstellung im März 2026 vor allem für Solana relevant. Rarible bietet flexible Community-Marktplätze, während SuperRare eine kuratierte Auswahl digitaler Kunst in den Mittelpunkt stellt.

Wichtiger als der Name des Marktplatzes sind die Echtheit der Kollektion, die unterstützte Blockchain, sämtliche Kosten und eine sichere Wallet-Nutzung. Prüfe jeden Kauf selbst und betrachte NFTs nicht automatisch als Investment. Unser NFT-Handbuch vermittelt Dir weitere Grundlagen zu Technik, Kunst und digitalen Sammlerstücken.

Häufige Fragen zum NFT-Kauf

Wie viel kostet ein NFT?

NFTs können wenige Euro oder hohe sechs- bis siebenstellige Beträge kosten. Maßgeblich sind Nachfrage, Seltenheit, Herkunft und Nutzen. Zusätzlich zum Kaufpreis fallen möglicherweise Marktplatz-, Urheber- und Netzwerkgebühren an.

Kann man NFTs ohne Kryptowährung kaufen?

Teilweise ja. Einige Marktplätze binden Zahlungsdienstleister für Kreditkarten- oder Fiatkäufe ein. Technisch wird die Zahlung dabei meist in die benötigte Kryptowährung umgewandelt. Verfügbarkeit, Identitätsprüfung und Gebühren hängen vom Anbieter und Standort ab.

Kann man NFTs mit PayPal kaufen?

PayPal wird nicht von jedem NFT-Marktplatz direkt angeboten. Eine mögliche Alternative besteht darin, die benötigte Kryptowährung bei einer geeigneten Handelsplattform mit PayPal zu kaufen und anschließend an eine kompatible Wallet zu übertragen. Prüfe vorher Kosten und Auszahlbarkeit.

Welche Wallet benötigt man für NFTs?

Die Wallet muss zur Blockchain des NFTs passen. Für Ethereum und andere EVM-Netzwerke wird häufig MetaMask genutzt, für Solana beispielsweise eine Solana-kompatible Wallet. Achte zusätzlich darauf, ob der gewählte Marktplatz die Wallet unterstützt.

Wo wird ein NFT gespeichert?

Der Token und seine Besitzhistorie werden auf der Blockchain gespeichert. Bild-, Video- oder Metadaten können dagegen on-chain, in dezentralen Speichern wie IPFS oder auf externen Servern liegen. Deshalb solltest Du vor dem Kauf prüfen, wie dauerhaft die verknüpften Inhalte verfügbar sind.

Sind NFTs eine gute Geldanlage?

NFTs sind hochspekulativ und häufig schwer verkäuflich. Sie können als Sammlerstück oder für einen konkreten Nutzen interessant sein, eignen sich aber nicht als verlässliche oder sichere Geldanlage. Eine Wertsteigerung ist nicht garantiert.

Quellen und Stand

Stand der Gebühren und Plattforminformationen: August 2026.