💡 Krypto-CFD-Steuern: Das Wichtigste in Kürze

  • Krypto-CFDs sind Termingeschäfte gemäß § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG und werden anders als Kryptowährungen besteuert.
  • Bei Krypto-CFDs fällt die sog. Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an.
  • Im Gegensatz zum Spotmarkt greift die Spekulationsfrist von 12 Monaten bei Krypto-CFDs nicht.
  • Es besteht ein Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 1.000 € pro Jahr. Bis zu dieser Höhe sind Gewinne aus CFDs steuerfrei, sofern keine weiteren Kapitaleinkünfte vorliegen. Für Eheleute verdoppelt sich der Betrag entsprechend auf 2.000 €. Ein eigener individueller Werbungskostenabzug ist nicht möglich.
  • Durch das Jahressteuergesetz 2024 können Verluste aus Termingeschäften ab 2024 oder in noch offenen Fällen aus Vorjahren in unbeschränkter Höhe mit Gewinnen aus CFDs oder anderen Kapitaleinkünften verrechnet werden.
  • Eine lückenlose Dokumentation aller Trades ist wichtig für die Krypto-Steuererklärung.
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Besteuerung von CFDs

»Wie wird Krypto-CFD-Trading versteuert?« - Wer auf einer Krypto-Börse Coins und Token kauft und verkauft, muss diese Transaktionen als private Veräußerungsgeschäfte nach § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG versteuern. Für Krypto-Derivate wie CFDs gilt dies jedoch nicht. Der Grund dafür ist, dass Contracts for Difference als Termingeschäfte gemäß § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG gelten, bei denen ein sog. Differenzausgleich stattfindet.

Hinsichtlich der Versteuerung ergibt sich folgender Unterschied: Kryptowährungen auf den Spotmärkten werden mit dem persönlichen Einkommensteuersatz von bis zu 45 % besteuert.

Bei Krypto CFDs fällt die sog. Abgeltungsteuer an.

Dies rührt aus der Tatsache, dass CFDs Kapitaleinkünfte darstellen. CFDs werden demnach mit der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und evtl. Kirchensteuer besteuert.

Vor- und Nachteile bei der Besteuerung von Krypto-CFDs

»Welche Vor- und Nachteile gibt es bei Krypto-CFD-Steuern?« - Da Kryptowährungen im Spotmarkt als private Veräußerungsgeschäfte versteuert werden und CFDs als Kapitaleinkünfte gelten, ergeben sich einige wichtige Unterschiede. Diese Unterschiede resultieren in Vor- und Nachteilen bei der Besteuerung von CFDs. In diesem Teil wollen wir deshalb kurz auf die Chancen und Risiken eingehen, die das Trading mit CFDs steuerlich mit sich bringt.

Ein besonders wichtiger Aspekt ist der Steuersatz. Während Kryptowährungen mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert werden, fällt bei CFDs die Abgeltungsteuer an.

Diesem Vorteil stehen jedoch auch Nachteile gegenüber. Hier sind primär 2 Punkte zu nennen:

  1. Im Gegensatz zum Spotmarkt greift die Spekulationsfrist von 12 Monaten bei CFDs nicht. Das bedeutet, dass Erträge aus CFDs stets der Abgeltungsteuer unterliegen.
  2. Kein separater Werbungskostenabzug möglich. Lediglich Berücksichtigung des Sparer-Pauschbetrags in Höhe von 1.000 €. Darüber hinausgehende Gewinne unterliegen vollständig der Abgeltungsteuer. Für Eheleute verdoppelt sich der Betrag entsprechend auf 2.000 €. 

Mehr zum Thema Haltefristen und Freibeträge findest Du in unserem dezidierten Beitrag »Krypto Haltefristen und Freibeträge«.


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Günstigerprüfung für Krypto-CFD-Steuern nutzen

Die Günstigerprüfung ist ein steuerliches Wahlrecht, bei dem das Finanzamt prüft, ob die Besteuerung mit dem persönlichen Einkommensteuersatz günstiger ist als die pauschale Abgeltungsteuer.

Im Kontext der Besteuerung von CFD Trading ist die Günstigerprüfung also dann sinnvoll, wenn der persönliche Einkommensteuersatz unter Einbeziehung der Gewinne aus CFDs eines Privatanlegers unter 25 % liegt.

Die Günstigerprüfung kann jedoch nur einheitlich für sämtliche Kapitalerträge angewendet werden. Das bedeutet, dass auch Gewinne aus dem Verkauf von Aktien oder Zinseinkünfte nicht mehr mit der Abgeltungsteuer besteuert werden. Für die Prüfung werden sämtliche Kapitalerträge den übrigen steuerpflichtigen Einkünften hinzugerechnet und darauf wird die tarifliche Einkommensteuer ermittelt. 

Unterscheiden sich Futures und CFDs bei der Steuer?

»Wie unterscheidet sich die Krypto-CFD-Steuer von anderen Derivaten?« - An den Finanzmärkten gibt es etliche Möglichkeiten, mit Derivaten zu handeln. Aus technischer Perspektive unterscheiden sich diese oft maßgeblich: Optionen, Futures, Perpetual Swaps und mehr – hier wird jeder fündig. Aus steuerlicher Perspektive gibt es jedoch nur wenige Unterschiede.

Entscheidend ist, ob es sich um ein Termingeschäft handelt. Kurz gesagt bedeutet das, dass Du beachten musst, ob es zu einer Lieferung kommt.

Beispielsweise könnte es bei einem Futureskontrakt zum vereinbarten Zeitpunkt zu einer Überweisung der gehandelten Kryptowährung kommen. Dann läge ein privates Veräußerungsgeschäft vor. Meist findet jedoch ein Differenzausgleich statt, sodass Kapitaleinkünfte gegeben sind. Und dies ist nicht nur bei Futures der Fall, sondern auch bei vielen anderen Derivaten.

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Der Unterschied zwischen diesen Derivaten besteht heute größtenteils lediglich auf technischer Ebene; steuerlich gibt es nur wenige.

Wir von Bitcoin2Go haben zur Versteuerung von Krypto-Derivaten spezifische Beiträge erstellt. Mit Klick auf den Link erhältst Du detaillierte Informationen:

Fazit zur Besteuerung von Krypto-CFDs

Im Gegensatz zum normalen Spot-Markt werden Krypto-CFDs nicht mit dem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Die Derivate gelten als Kapitaleinkünfte und werden dadurch mit einem pauschalen Steuersatz von 25 % Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer belastet.

Als Nachteile sind der Wegfall der Spekulationsfrist von 12 Monaten und die fehlende Möglichkeit eines Werbungskostenabzugs zu nennen.

Häufige Fragen (FAQ) zur Besteuerung von Krypto-CFDs

In diesem Abschnitt geben wir Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Krypto-CFD-Steuern.

  • Wie werden Krypto-CFDs steuerlich behandelt?

    Krypto-CFDs werden als Kapitaleinkünfte besteuert. Es fällt eine pauschale Steuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an.
  • Gibt es eine Spekulationsfrist für Krypto-CFDs?

    Anders als bei Kryptowährungen auf dem Spotmarkt gibt es keine Spekulationsfrist von 12 Monaten für Krypto-CFDs. Damit werden Transaktionen nach 12 Monaten nicht steuerfrei.
  • Warum werden CFDs anders besteuert als der Handel mit Kryptowährungen auf dem Spotmarkt?

    CFDs gelten als Termingeschäfte, weshalb sie anders besteuert werden. Der Unterschied liegt in der Art der Transaktion.

Disclaimer: Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit Philipp Hornung, dem cryptotax.lawyer, entstanden und wurde im Zeitverlauf durch ergänzende fachliche Einordnungen von Maximilian Klein, Steuerberater und Inhaber der Steuerberatungskanzlei Klein*, erweitert. Er beruht auf dem aktuellen Kenntnisstand der Gesetzgebung sowie der derzeitigen Verwaltungsauffassung und Rechtsprechung, ersetzt jedoch keine individuelle steuerliche oder rechtliche Beratung in Sonderfällen und dient ausschließlich als allgemeine Informationsgrundlage. Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr.