- 30.000 Stimmen in nur einem Tag:
Die Petition zum Erhalt der Bitcoin-Haltefrist hat das nötige Quorum bereits kurz nach dem Start erreicht. Damit kann sich der Petitionsausschuss öffentlich mit dem Anliegen befassen. - Steuerfreiheit nach zwölf Monaten soll bleiben:
Die Initiative fordert, dass Gewinne aus Bitcoin und anderen Kryptowerten nach einer Haltedauer von mindestens einem Jahr weiterhin steuerfrei bleiben. - Nächstes Ziel sind 210.000 Unterstützer:
Bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist am 15. September will ProHaltefrist deutlich mehr politischen Druck aufbauen. Die Zahl spielt auf die maximal 21 Millionen Bitcoin an. - 🔒 Maximale Sicherheit in unsicheren Zeiten:
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Worum es bei der Petition geht
Wer Bitcoin oder andere Kryptowerte im Privatvermögen hält, kann Gewinne nach der aktuellen Regelung steuerfrei realisieren, sobald zwischen Kauf und Verkauf mindestens zwölf Monate liegen. Grundlage dafür ist Paragraf 23 des Einkommensteuergesetzes. Kryptowerte werden dabei als sogenannte „andere Wirtschaftsgüter“ behandelt.
Die Petition richtet sich gegen Pläne des Bundesfinanzministeriums, diese einjährige Haltefrist abzuschaffen. Sollte es dazu kommen, müssten Gewinne künftig auch nach mehreren Jahren Haltedauer versteuert werden. Die Initiative ProHaltefrist will die bisherige Regelung deshalb ausdrücklich sichern.
Im aktuellen Entwurf des Jahressteuergesetzes 2026 ist die Abschaffung zwar nicht enthalten. Für die Initiatoren ist die Gefahr damit aber noch nicht vollständig vom Tisch. Mit der Petition wollen sie frühzeitig zeigen, wie groß der Widerstand unter Krypto-Anlegern ist.
Warum die Haltefrist erhalten bleiben soll
Nach Ansicht der Initiative schafft die bisherige Regelung Planungssicherheit und belohnt Anleger, die Bitcoin oder andere Kryptowerte langfristig halten. Eine Abschaffung könnte dagegen den privaten Vermögensaufbau erschweren und das Vertrauen in die steuerlichen Rahmenbedingungen schwächen.
Hinzu kommt der bürokratische Aufwand. Ohne Haltefrist müssten private Anleger jede steuerpflichtige Veräußerung dokumentieren – unabhängig davon, wie lange die Coins zuvor gehalten wurden. Das würde nicht nur Krypto-Anleger belasten, sondern auch den Aufwand für Finanzämter erhöhen.
Die Initiatoren warnen außerdem davor, dass Kapital und Unternehmen ins Ausland abwandern könnten. Länder mit klareren oder günstigeren Regeln würden dadurch für Anleger und Krypto-Unternehmen attraktiver, während Deutschland im internationalen Wettbewerb an Boden verlieren könnte.
✍️ Wer den Erhalt der einjährigen Haltefrist unterstützen möchte, kann die Petition noch bis zum 15. September direkt auf der Plattform des Deutschen Bundestags mitzeichnen: Petition zur Bitcoin-Haltefrist unterstützen
30.000 Mitzeichnungen öffnen die nächste Tür
Die Petition wurde am Dienstag auf der Plattform des Deutschen Bundestags freigeschaltet. Damit begann eine sechswöchige Mitzeichnungsfrist. Für eine öffentliche Befassung im Petitionsausschuss waren zunächst 30.000 Stimmen nötig – diese Marke wurde bereits nach rund einem Tag erreicht.
Damit können die Initiatoren ihre Argumente voraussichtlich vor dem Ausschuss vortragen und Fragen der Abgeordneten beantworten. Eine direkte Garantie, dass die Haltefrist bestehen bleibt, ist das allerdings nicht. Die Petition sorgt zunächst dafür, dass das Thema offiziell und öffentlich im Bundestag behandelt werden kann.
ProHaltefrist hat sich nach dem schnellen Start bereits ein neues Ziel gesetzt. Bis zum Ende der Mitzeichnungsfrist am 15. September sollen mindestens 210.000 Unterstützer zusammenkommen. Die Zahl spielt bewusst auf die maximal 21 Millionen Bitcoin an.
Die Initiative spricht von einem politischen Weckruf. Je mehr Menschen die Petition mitzeichnen, desto schwerer dürfte es für die Politik werden, die Debatte um die Haltefrist ohne größere öffentliche Diskussion weiterzuführen.