• Solana verliert wichtige Unterstützungen: 
    Der Kurs ist unter mehrere entscheidende Marken gefallen und notiert inzwischen sogar unter dem Tief vom Februar. Käufer konnten den Abwärtstrend bislang nicht stoppen.
  • Langfristige Anleger werden vorsichtiger: 
    Daten von Glassnode zeigen, dass der Anteil der seit ein bis zwei Jahren ruhenden Coins zuletzt von über 16 Prozent auf rund 15 Prozent gefallen ist. Erste größere Bestände kommen damit wieder in Bewegung.
  • Eine Kurszone rückt in den Fokus: 
    Rund um 80 US-Dollar hatten viele Anleger größere Positionen aufgebaut. Nach dem Bruch dieser Unterstützung könnte der Bereich bei einer Erholung nun als wichtiger Widerstand fungieren.
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Solana rutscht immer tiefer ab

Noch vor wenigen Wochen hatten viele Marktteilnehmer darauf gesetzt, dass sich der Solana-Kurs oberhalb wichtiger Unterstützungen stabilisieren kann. Stattdessen setzte sich die Schwäche fort. Eine Kurszone nach der anderen wurde aufgegeben und jeder Erholungsversuch lief schnell wieder aus. Inzwischen notiert Solana deutlich unter den Niveaus, die noch vor wenigen Monaten als solide Unterstützung galten. Problematisch ist dabei, dass die Dynamik auf der Verkäuferseite weiterhin hoch bleibt. Käufer schaffen es momentan nicht, einen nachhaltigen Richtungswechsel einzuleiten.

Solana-Kurs auf Coinmarketcap
Solana-Kurs auf Coinmarketcap

Auch im Derivatemarkt zeigt sich diese Zurückhaltung. Das Handelsvolumen geht weiter zurück und das Open Interest hat in den vergangenen Wochen spürbar nachgelassen. Viele Trader hatten auf eine Erholung gesetzt und entsprechende Long-Positionen aufgebaut. Mit dem erneuten Kursrutsch wurden zahlreiche dieser Positionen liquidiert. Wer auf steigende Kurse spekuliert hatte, wurde Schritt für Schritt aus dem Markt gedrängt.

Selbst langfristige Anleger werden vorsichtiger

Nicht nur kurzfristige Trader reagieren auf die aktuelle Schwäche. Auch bei Anlegern, die ihre Solana-Bestände über einen längeren Zeitraum gehalten haben, zeigen sich erste Veränderungen. Daten von Glassnode zeigen, dass der Anteil der Coins, die zwischen einem und zwei Jahren nicht bewegt wurden, zuletzt zurückgegangen ist. Ende Mai lag dieser Wert noch bei etwas über 16 Prozent des gesamten Angebots. Inzwischen sind es nur noch rund 15 Prozent. Das deutet darauf hin, dass erste größere Bestände wieder in Bewegung geraten.

Zeitlich fällt diese Entwicklung mit einer deutlich nachlassenden Aktivität im Solana-Ökosystem zusammen. Vor allem auf den dezentralen Börsen ist das Handelsvolumen in den vergangenen Monaten stark zurückgegangen. Bereiche, die während des Memecoin Booms noch für enorme Umsätze gesorgt hatten, spielen inzwischen eine deutlich kleinere Rolle.

Viele Anleger hatten frühere Rücksetzer noch ausgesessen. Mittlerweile scheint die Geduld bei einem Teil des Marktes jedoch nachzulassen. Wenn selbst Investoren, die eigentlich langfristig orientiert sind, beginnen ihre Bestände zu reduzieren, ist das zunächst kein positives Signal.

Eine Kurszone bleibt trotzdem interessant

Trotz der aktuellen Schwäche sollte man die Situation nicht ausschließlich negativ betrachten. Die vergangenen Bitcoin und Altcoin-Zyklen haben immer wieder gezeigt, dass die größte Unsicherheit häufig in der Nähe wichtiger Bodenbildungsphasen entsteht.

Für Solana richtet sich der Blick deshalb zunehmend auf die Zone um 80 US-Dollar. Dort hatten viele Anleger in den vergangenen Monaten gekauft und größere Positionen aufgebaut. Nachdem dieser Bereich inzwischen unterschritten wurde, könnte er bei einer Erholung zu einem wichtigen Widerstand werden.

Deshalb bleibt diese Marke spannend. Rund um dieses Kursniveau haben sich über Monate hinweg zahlreiche Orders, Positionen und Liquiditätsbereiche angesammelt. Auch die Liquidation Heatmap zeigt dort weiterhin ein auffällig großes Cluster.

Sollte sich die Stimmung am Kryptomarkt wieder verbessern und der Verkaufsdruck nachlassen, dürfte dieser Bereich eines der ersten wichtigen Kursziele sein. Noch ist davon wenig zu sehen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass solche Zonen vom Markt häufig erneut angelaufen werden.


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