- Memecoin-Hype ist in massiven Verkaufsdruck umgeschlagen:
Im vergangenen Jahr gehörten Memecoins noch zu den größten Gewinnern am Krypto-Markt. Seit dem Bitcoin-Allzeithoch hat sich die Stimmung jedoch gedreht. Auf Binance summiert sich der Nettoverkaufsdruck inzwischen auf rund 1,21 Milliarden US-Dollar. - Die Schwäche betrifft längst den gesamten Altcoin-Markt:
Auch außerhalb des Memecoin-Sektors bleibt die Lage angespannt. Die kumulierte Kauf- und Verkaufsdifferenz der Altcoins ohne Bitcoin und Ethereum ist auf ein neues Mehrjahrestief gefallen. Seit mehr als 15 Monaten fehlt eine nachhaltige Gegenbewegung. - Immer mehr Token kämpfen um immer weniger Liquidität:
Laut CoinMarketCap existieren inzwischen rund 53,5 Millionen Kryptowährungen, täglich kommen etwa 60.000 neue Token hinzu. Ohne deutlich mehr Kapital im Markt wird es für viele Projekte immer schwieriger, dauerhaft Nachfrage aufzubauen. - Einzelne Hypes ändern den übergeordneten Trend bislang nicht:
Neue Projekte wie CASHCAT können durch kurzfristige Aufmerksamkeit starke Kursbewegungen auslösen. Solche Ausnahmen zeigen aber auch, wie stark der Markt inzwischen von kurzfristigem Hype lebt und wie schnell das Interesse wieder verschwinden kann. - 👉 Lerne, wie erfahrene Trader denken:
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Memecoins trifft die Korrektur besonders hart
Memecoins gehörten im vergangenen Jahr zu den größten Gewinnern am Kryptomarkt. Immer neue Token sorgten für enorme Kursanstiege und zogen Milliarden an spekulativem Kapital an. Mit der Korrektur beim Bitcoin-Kurs drehte sich die Stimmung jedoch deutlich. Während Bitcoin seit seinem Allzeithoch bereits kräftig nachgegeben hat, gerieten vor allem die besonders spekulativen Memecoins massiv unter Druck.
Wie deutlich Anleger derzeit das Risiko scheuen, zeigen aktuelle Daten von Binance. Seit dem Bitcoin-Hoch summiert sich der Nettoverkaufsdruck im Memecoin-Sektor auf inzwischen rund 1,21 Milliarden US-Dollar. Anleger ziehen also weiterhin Kapital aus den risikoreichsten Kryptowährungen ab.

Zwar sorgen einzelne Projekte immer wieder kurzfristig für Aufmerksamkeit – zuletzt etwa durch den Start der Robinhood Blockchain und den Memecoin CASHCAT. Solche Hypes können einzelnen Token zwar kurzfristig starke Kursgewinne bescheren, ändern bislang aber nichts am übergeordneten Trend. Solange die Unsicherheit am Kryptomarkt anhält, bleiben Memecoins besonders anfällig für stärkere Rücksetzer.

Altcoins stehen vor einem strukturellen Problem
Auch abseits der Memecoins bleibt die Lage angespannt. Der Verkaufsdruck bei Altcoins hat zuletzt sogar den höchsten Stand der vergangenen fünf Jahre erreicht. Seit inzwischen mehr als 15 Monaten überwiegen die Nettoverkäufe, ohne dass bislang eine nachhaltige Trendwende zu erkennen ist.
Hinzu kommt ein Problem, das den Markt heute deutlich von früheren Zyklen unterscheidet. Laut CoinMarketCap existieren inzwischen rund 53,5 Millionen Kryptowährungen, täglich kommen etwa 60.000 neue Token hinzu. Das bedeutet auch: Das vorhandene Kapital verteilt sich auf immer mehr Projekte.
Gerade in einem Umfeld, in dem frische Liquidität fehlt, wird es dadurch für viele Altcoins immer schwieriger, dauerhaft Aufmerksamkeit und Kapital anzuziehen. Während sich das Geld zunehmend auf wenige große Projekte konzentriert, dürfte ein Großteil kleinerer Kryptowährungen langfristig kaum noch eine Rolle spielen.
Wie extrem die Schwäche inzwischen ausfällt, zeigt auch der Anteil der Altcoins, die nur noch knapp über ihrem bisherigen Allzeittief notieren. Aktuell trifft das auf rund 40 Prozent des Marktes zu. Als Bitcoin Ende Juni noch einmal unter 60.000 US-Dollar fiel, stieg der Wert sogar auf etwa 45 Prozent. Die Grafik zeigt damit, dass die Verluste längst nicht nur einzelne Projekte betreffen, sondern einen großen Teil des Altcoin-Marktes.

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