Im US-amerikanischen Haushaltsentwurf für 2022 sind einige neue Regulationen für den Kryptomarkt enthalten. Neben der netten Summe von 6 Billionen USD Haushaltsbudget soll es u.a. zur Meldepflicht von Transaktionen mit Bitcoin und Co. ab einem Betrag von 10.000 USD an das Finanzamt kommen.

Dies soll zu mehr Rechtssicherheit für die Nutzer und Investoren in Krypto führen. Auch große Unternehmen und Institutionen sollte es damit erleichtert werden, in diesen noch jungen (aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive) Markt einzusteigen. Bitcoin als älteste und bekannteste Kryptowährung besteht in der jetzigen Form erst seit 2009, während der US-Dollar oder Gold seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden verwendet wird.

Biden und seine Regierung als Regulatoren von Bitcoin

Die Erwähnung von Kryptoassets im neuen Haushaltsentwurf kann als Zeichen für eine zunehmende Adoption von Bitcoin und Co. gesehen werden. Nicht umsonst wird dieser Entwurf durch die höchstmögliche Stelle der USA, nämlich Präsident Joe Biden, unterschrieben. Doch schon Ende April sorgte Biden mit seiner Ankündigung, die Kapitalertragssteuer zu verdoppeln, für fallende Kurse.

In dem neuen Haushaltsentwurf wird die Sache nun konkreter: Broker und Krypto Börsen sollen dazu verpflichtet werden, mehr Informationen über ihre Nutzer zu sammeln, um diese an das US-amerikanische Finanzamt melden zu können. Besonders hervorgehoben wird in dem Entwurf, dass Beträge die 10.000 USD überschreiten automatisch an das Finanzamt gemeldet werden sollen.

Regulationen langfristig gut für Kryptowährungen?

In dem Entwurf nimmt sich die US-Regierung besonders den Steuervergehen an, die mit Kryptowährungen in Verbindung gebracht werden. So sollen Überweisungen auf Wallets im Ausland besser nachvollziehbar gemacht werden. Wie dies technisch umgesetzt werden soll, steht aber noch nicht fest. Logisch ist der Schritt der Regierung Biden, bedient sie denn auch das höhere Ziel, Vermögende mehr zu besteuern.

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Da dieses Ziel für die meisten Amerikaner keine Auswirkungen haben wird, ist dies positiv zu bewerten. Unter der alten Regierung von Trump waren es eher die Reichen und Superreichen, die steuerlich begünstigt wurden. So kommt es, dass Gary Gensler, Chef der mächtigen Börsenaufsicht SEC, sich auch für eine stärkere Regulierung des Kryptomarktes ausspricht.

Auch die US-Börsenaufsicht will mehr Regulation für Bitcoin und Co.

Damit ist der neue Haushalt ein weiterer Schritt zu mehr Regulation von Bitcoin und Co. Die USA haben, im Guten wie im Schlechten, oft eine Vorbildfunktion für die westliche Welt. Nutzer von Bitcoin und Co. sollten hiervor aber keine Angst haben.

Denn wenn die US-amerikanische Regierung Krypto-Regulationen vorantreibt, folgen andere Staaten wahrscheinlich auch bald. Wie sich die Regulationen langfristig auswirken, kann jetzt natürlich noch nicht abschließend bewertet werden.