Die Commerzbank beantragt eine Krypto-Lizenz bei der deutschen Finanzaufsichtsbehörde BaFin und folgt damit einem aktuellen internationalen Trend. Es ist der erste Schritt einer großen deutschen Bank zur Bitcoin-Adoption. Wird die Commerzbank zur Krypto-Börse?

Banken begreifen Kryptowährungen zunehmend als Chance

Bereits im vergangenen März zeichnete sich eine starke Wendung der Banken zu Gunsten von Kryptowährungen ab. Immer öfter erreicht der Trend auch riesige Finanzinstitute wie die Commerzbank, die in Deutschland zu den fünf größten Banken gehört.

In den vorherigen Jahren sahen vor allem kleine Banken ihre Chance in der neuen Finanzwelt. Im deutschen Sprachraum tat sich Nuri (vormals Bitwala) hervor. In Zusammenarbeit mit der Solarisbank verbindet das Unternehmen klassische und neue Finanz.

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Obwohl JP Morgan gegensätzliche Einschätzungen zur Kryptowelt veröffentlichte, entschied sich die größte US-amerikanische Bank seit 2021 für eine praktische Involvierung. Seitdem nahm ihre Rolle dort stetig zu.

Inzwischen hält JP Morgan sogar das Metaverse für einen zukunftsträchtigen Marktplatz und bedient sich mit Decentraland am aktuell größten Metaversum. Mit der HSBC reagierte auch die größte europäische Bank auf diesen Umbruch.

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Die HSBC will das Feld nicht allein JP Morgan überlassen und ging daher eine Partnerschaft mit dem Metaverse The Sandbox ein. All das ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs. Bitcoin2Go berichtete zuletzt über mehrere Banken, die öffentlich eine Involvierung in der Krypto-Branche verlautbarten.

Neben der Volksbank, die vorsieht, bis nächstes Jahr Kryptowährungen anzubieten, meldete auch die zweitgrößte israelische Bank ein wachsendes Angebot. Schon bald sollen Nutzer der Bank Leumi in Kryptowährungen investieren können.

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Commerzbank stellt Antrag auf Krypto-Lizenz bei der BaFin

Die Commerzbank gehört zu den fünf größten Banken Deutschlands. Nun stellt sie einen Antrag bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), so berichtet die Börsen-Zeitung.

Demnach möchte die Commerzbank die Lizenz zur Verwahrung von Kryptowährungen erhalten. Grundlage ist ein 2019 verabschiedetes Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, eine Erlaubnis der BaFin zu erhalten, bevor diese Kryptowährungen legal verwahren dürfen.

Das Gesetz soll das Vertrauen in die neue Branche stärken und dazu führen, dass weitere Firmen ihr Angebot erweitern. Laut BaFin sind bisher 25 verschiedene Anträge für Lizenzen eingegangen, die ein Kryptoverwahrgeschäft ermöglichen.

Erst vier Anträgen stimmte die BaFin bislang zu. Die Krypto-Börse Coinbase ist das erste Unternehmen, das den Antrag erfolgreich einreichte und im Juni 2021 schließlich mit einer Lizenz belohnt wurde.

Was plant die Commerzbank mit der Krypto-Lizenz?

Denkbar ist, dass die Commerzbank eine Zusammenarbeit mit institutionellen Investoren anstrebt. Häufig belassen diese ihre Kryptowährung nicht in Eigenverwahrung, sondern vertrauen sie einer weiteren Partei an.

Wie Consensys berichtet, sind strenge Regularien oft der Hintergrund dieser Maßnahme. Behörden statten Unternehmen mit Lizenzen zur Kryptoverwahrung aus, damit große Investoren keinen unbeschränkten Zugriff auf ihre Kryptowährungen haben.

Dadurch will man Investoren schützen. Mitarbeiter der Unternehmen, welche Anlagen in Kryptos halten, können das digitale Geld so nicht einfach nach Belieben entwenden. Kleinere Unternehmen, in denen weniger Streubesitz vorliegt, sind davon üblicherweise nicht betroffen.

Wird die Commerzbank zur Krypto-Börse?

Offenbar beinhaltet die Anfrage der Commerzbank ebenso eine Lizenz, welche der Bank Befugnisse zum An- und Verkauf von Kryptowährungen erteilen würde. Demnach könnte sie zur vollwertigen Krypto-Börse aufsteigen.

Ob das tatsächlich Inhalt des Antrags ist und ob die Commerzbank derartige Geschäfte mit Privatkunden in Aussicht stellt, bleibt fraglich. Ein Sprecher der Commerzbank sagte:

Das zukünftige Angebot richtet sich zunächst an institutionelle Kunden.

Sollte sich die Commerzbank dazu entscheiden, als Krypto-Börse zu fungieren, könnten Kryptowährungen eine stark steigende Aufmerksamkeit in Deutschland erfahren.

Die Deutsche Börse und die Commerzbank kooperieren gemeinsam seit Frühjahr 2021 mit dem Unternehmen 360X, das moderne Angebote mit Hilfe von NFTs im Bereich Kunst und Immobilien machen möchte.

Theo Weimer, Vorstand der Deutschen Börse ist


davon überzeugt, dass die Deutsche Börse neue Asset-Klassen erschließen muss. Wir werden in Zukunft eine breite Tokenisierung und Digitalisierung von heute nicht handelbaren Assets sehen.

Manfred Knof, Vorstandschef der Commerzbank, stimmte dieser Aussage zu. Die Hoffnung auf ein wachsendes Angebot für Privatkunden besteht also fort.

Sie stimmen beide mit einer Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs überein, die Kryptowährungen für die Zukunft hält.

Deutsche Bank möchte an Krypto-Geschäft teilhaben

Auch die Deutsche Bank möchte sich die Geschäfte der Kryptobranche nicht entgehen lassen und arbeitet aktuell an einer Involvierung. Seit anderthalb Jahren ist eine Lösung in der Arbeit.

Der Fokus der Deutschen Bank liegt dabei darauf, internationalen Anlegern, hier vor allem Fonds, Pensionskassen, Versicherungen etc den Zugang zu Krypto Anlagen zu ermöglichen.

So sagt ein Sprecher der Börse-Online.

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