- Ethereum hält wichtige Unterstützung:
Der Bereich um 1.870 US-Dollar konnte zuletzt mehrfach gehalten werden. Dort liegt auch der Point of Control aus dem Volumenprofil und damit eine wichtige Unterstützung. - US-Inflation wird heute entscheidend:
Um 14:30 Uhr deutscher Zeit werden die US-Verbraucherpreise veröffentlicht. Erwartet wird ein Rückgang der Inflationsrate von 3,5 auf 3,4 Prozent. Eine Überraschung nach oben könnte die Zinserwartungen wieder verändern. - Steigende Ölpreise sorgen für neuen Druck:
Brent-Öl ist innerhalb weniger Tage deutlich gestiegen und notiert wieder bei rund 88 US-Dollar. Bleiben die Energiepreise hoch, könnte das den Inflationsdruck verstärken und damit auch Ethereum belasten. - Deine Ethereum verdienen einen sicheren Start:
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Ethereum hält sich über wichtiger Unterstützung
Beim Ethereum-Kurs ist in den vergangenen Handelstagen eher wenig Bewegung zu sehen. Die Volatilität hat etwas nachgelassen und ETH hält sich derzeit knapp unter 1.900 US-Dollar. Auf der Unterseite bleibt vor allem der Bereich um 1.870 US-Dollar wichtig. Dort liegt aktuell auch der Point of Control aus dem Volumenprofil.
Damit ist die Zone gemeint, in der im betrachteten Zeitraum das meiste Handelsvolumen umgesetzt wurde. Dieser Bereich konnte zuletzt mehrfach gehalten werden und bietet dem Kurs damit weiterhin eine wichtige Unterstützung. Sollte Ethereum noch einmal darunter fallen, wartet bei rund 1.790 US-Dollar die nächste größere Zone, an der wieder mehr Kaufinteresse aufkommen könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste stärkere Widerstand im Bereich um 1.920 bis 1.950 US-Dollar. Dort wurde zuletzt viel gehandelt und Ethereum kam mehrfach nicht nachhaltig weiter. Gelingt der Sprung über diese Zone, würde anschließend wieder die psychologisch wichtige Marke von 2.000 US-Dollar näher rücken. Für eine stärkere Bewegung nach oben braucht es aber mehr Nachfrage und neue Impulse vom Gesamtmarkt.

Ölpreis steigt wieder deutlich an
Denn während es bei Ethereum selbst ruhig bleibt, wird das Umfeld außerhalb des Krypto-Marktes wieder etwas ungemütlicher. Der Ölpreis hat in den vergangenen Tagen deutlich angezogen. Brent stieg am Dienstag bis auf 88,67 US-Dollar, WTI auf 83,17 US-Dollar.
Ein Grund dafür bleibt die Lage im Nahen Osten. Zwar laufen weiterhin Gespräche über eine sichere Schifffahrt durch die Straße von Hormus, eine schnelle Normalisierung ist bisher aber nicht in Sicht. Dazu kommen weitere Sorgen um das weltweite Ölangebot.
Für Ethereum ist das vor allem mit Blick auf die Inflation wichtig. Bleiben die Energiepreise über einen längeren Zeitraum hoch, können die zusätzlichen Kosten nach und nach auch bei Unternehmen und Verbrauchern ankommen. Das wäre für die US-Notenbank ein Problem, denn die Inflation liegt ohnehin noch deutlich über dem gewünschten Niveau.
Damit treffen derzeit zwei Entwicklungen aufeinander. Die schwachen Arbeitsmarktdaten vom vergangenen Freitag hatten zunächst wieder etwas Hoffnung gemacht, dass die Fed weniger stark gegen die Inflation vorgehen muss. Steigende Energiepreise könnten diese Hoffnung zumindest teilweise wieder zunichtemachen.
Am Mittwoch wird es für ETH wichtig
Mehr Klarheit gibt es bereits am Mittwoch um 14:30 Uhr deutscher Zeit. Dann werden in den USA die Verbraucherpreise für Juli veröffentlicht. Erwartet wird derzeit ein leichter Rückgang der Inflationsrate von 3,5 auf 3,4 Prozent. Bei der Kerninflation wird mit einem Rückgang von 2,6 auf 2,5 Prozent gerechnet.

Für Ethereum könnten die Daten wichtig werden. Fällt die Inflation niedriger aus als erwartet, würde das die Hoffnung stärken, dass der Preisdruck weiter nachlässt. Nach den bereits schwachen Arbeitsmarktdaten wäre das für Risiko-Assets zunächst ein positives Signal und könnte Ethereum dabei helfen, wieder mehr Nachfrage zu bekommen.
Fällt die Inflation dagegen höher aus, dürfte sich die Lage schnell wieder drehen. Die Fed hat zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass die Inflation weiter ein entscheidender Faktor für die Geldpolitik bleibt. Ein überraschend hoher Wert könnte daher die Erwartungen an höhere Zinsen wieder verstärken. Höhere Zinserwartungen sorgen für steigende Anleiherenditen und einen stärkeren US-Dollar, während Risiko-Assets wie Kryptowährungen unter Druck geraten können.
Fazit
Ethereum hält sich vor den Inflationsdaten weiter stabil und bleibt damit in Schlagdistanz zur Marke von 2.000 US-Dollar. Für einen nachhaltigen Ausbruch fehlt bisher aber noch etwas mehr Nachfrage.
Die US-Verbraucherpreise könnten dafür einen neuen Impuls liefern. Fallen die Daten niedriger aus als erwartet, würde das die Hoffnung auf eine lockerere Geldpolitik weiter stützen. Überrascht die Inflation dagegen nach oben und bleibt auch der Ölpreis erhöht, könnte die Erholung bei Ethereum zunächst wieder ins Stocken geraten.
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