• Keine geldpolitische Lockerung in Sicht – Powell betonte, dass weder Zinssenkungen noch Quantitatives Easing (QE) kurzfristig geplant sind, da die Wirtschaft und der Arbeitsmarkt stabil sind.
  • Uneinigkeit über Auswirkungen auf Altcoins – Einige Experten erwarten eine schmerzhafte Korrektur ohne QE, während andere glauben, dass der Markt bereits den Tiefpunkt erreicht hat.
  • "No Event" für die Märkte – Die Anhörung brachte keine neuen Erkenntnisse, und die Kryptomärkte reagierten kaum. Wichtiger sind nun die US-Inflationsdaten (CPI) heute um 14 Uhr.
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Expansive Geldpolitik steht nicht zur Debatte

Gestern war Fed-Chef Jerome Powell zu einer Anhörung vor dem US-Senat geladen, um Rede und Antwort zu stehen und seine Sicht auf die derzeitige Geldpolitik zu schildern.

Dabei fand er deutliche Worte und untermauerte, dass es vorerst keine Lockerung der Geldpolitik geben wird. Wie Powell erklärte, ist die Wirtschaft intakt und der Arbeitsmarkt stabil – damit besteht »keine Eile für weitere Zinssenkungen«.

Noch Ende des letzten Jahres revidierte die Fed ihren Ausblick auf das Jahr 2025. Während zunächst die Rede von vier Zinssenkungen war, ging sie bereits im Dezember 2024 nur noch von zwei Zinssenkungen aus. Mit den kürzlichen Aussagen Jerome Powells kann jedoch infrage gestellt werden, ob es in diesem Jahr überhaupt welche geben wird.

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Auch Quantitative Easing (QE) – eine geldpolitische Maßnahme, bei der eine Zentralbank große Mengen an Anleihen oder anderen Wertpapieren kauft, um die Geldmenge zu erhöhen und die Wirtschaft zu stimulieren – wird es nicht geben.

»Wir würden QE nur einsetzen, wenn die Zinsen bei Null liegen«, so Powell. Im Klartext also nur dann, wenn die Wirtschaft komplett am Boden liegt und nicht mehr mit Zinssenkungen gerettet werden kann.

Das Narrativ, das Bitcoin und noch stärker Altcoins bald von einer Lockerung der Geldpolitik, günstigem neuem Geld und einem Risk-On-Umfeld profitieren, schmilzt somit dahin.

Ist die Altseason damit endgültig begraben?

Krypto-Experten sind uneinig darüber, ob das Ausbleiben einer expansiven Geldpolitik (QE) durch die Fed die Chancen auf eine bevorstehende »Altcoin-Saison« tatsächlich so stark wie befürchtet beeinträchtigt.

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Die allgemeine Marktlogik besagt, dass QE die Liquidität im Finanzsystem erhöht, wodurch Zinssätze fallen und Risikoanlagen wie Kryptowährungen attraktiver werden.

Ohne QE hingegen bevorzugen Investoren hingegen oft sichere Anlagen wie Anleihen oder Aktien etablierter Unternehmen.

So argumentierte der Krypto-Trader Fejau kürzlich in einem X-Post (englisch), dass Quantitative Easing notwendig sei, um »überhebelte Altcoin-Portfolios zu retten« – jedoch nicht kommen wird. Seiner Einschätzung nach werden Altcoins eine schmerzhafte Korrektur durchlaufen.

Auf der anderen Seite gibt es jedoch auch optimistischere Einschätzungen. Wie etwa Krypto-Analyst Matthew Hyland (X-Post/englisch) gestern feststellte, hat der Altcoin-Markt kaum reagiert, als Jerome Powell Zweifel an der Möglichkeit weiterer Zinssenkungen in diesem Jahr aufkommen ließ:

»Krypto erhielt heute die schlimmstmögliche Nachricht des Jahres 2025, doch Altcoins haben kaum abverkauft und einige sind sogar gestiegen. [...] Der Boden ist erreicht.«

Dan McArdle (X-Post/englisch), Co-Founder der Krypto-Analyseplattform Messari meldete sich ebenfalls zu und fügte entschärfend hinzu, dass die Notwendigkeit von Quantitative Easing generell überbewertet sei:

»Eine solide Wirtschaft und moderate Kreditausweitung [wie wir sie derzeit erleben] sind völlig ausreichend für eine mäßig risikofreudige Umgebung.

Jeder konzentriert sich nur auf ZIRP [Nullzinsen] und QE [Gelddrucken], weil das in der jüngsten Vergangenheit so oft passiert ist. Dabei wird vergessen, dass es auch andere Marktbedingungen gibt.«

Fazit zur Anhörung von Jerome Powell

Auch wenn Jerome Powell gestern noch einmal deutlich betonte, dass die restriktive Geldpolitik bisher nicht am Ende ist, erzählt er damit eigentlich nichts Neues.

So erklärte er auch in allen vergangenen öffentlichen Auftritten, dass die Fed weiterhin vorsichtig agieren werde und Zinssenkungen nur durchführt, wenn der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsdaten dies fordern und es im Einklang mit dem Ziel einer niedrigen Inflation steht.

Zutreffend fasste Mirco die Anhörung gestern als »No Event«, ohne signifikante Auswirkungen auf Märkte und Preise, zusammen.

Spannend könnte es hingegen heute noch einmal werden, wenn um 14:30 Uhr deutscher Zeit die neuen US-Inflationsdaten (CPI) für Januar verkündet werden.


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