- 900 Millionen US-Dollar stehen bereit:
FTX startet am 31. Juli die fünfte Auszahlungsrunde an berechtigte Gläubiger. - Erstattung von bis zu 120 Prozent:
Je nach Forderungsklasse erhalten frühere Kunden kumuliert zwischen 103 und 120 Prozent ihres anerkannten Anspruchs. - Bereits zehn Milliarden US-Dollar ausgezahlt:
Seit dem Insolvenzantrag im November 2022 hat der FTX Recovery Trust hohe Summen an Gläubiger zurückgeführt. - Juristische Aufarbeitung läuft weiter:
Fenwick & West zahlt 54 Millionen US-Dollar zur Beilegung einer Sammelklage ehemaliger FTX-Nutzer. - 💰 Starte bei OKX und sichere Dir bis zu 400 Euro in Bitcoin:
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FTX startet nächste Auszahlung
FTX hat am Freitag gemeinsam mit dem FTX Recovery Trust in einer offiziellen Mitteilung die nächste Auszahlung an Gläubiger angekündigt. Fast vier Jahre nach dem Zusammenbruch der Krypto-Börse fließt damit erneut Geld an frühere Kunden und weitere Anspruchsberechtigte.
Der FTX Recovery Trust will am 31. Juli mit der fünften Auszahlungsrunde beginnen. Insgesamt sollen dabei rund 900 Millionen US-Dollar verteilt werden.
Berücksichtigt werden Gläubiger aus den sogenannten Convenience und Non-Convenience Classes des Sanierungsplans. Wer alle erforderlichen Schritte abgeschlossen hat, soll das Geld innerhalb von ein bis drei Werktagen erhalten.
Krypto-Gelder über drei Plattformen
Die Auszahlungen werden über BitGo, Kraken oder Payoneer abgewickelt, wobei die konkrete Höhe von der jeweiligen Forderungsklasse abhängt. Sunil Kavuri, einer der bekanntesten FTX-Gläubiger-Aktivisten, teilte eine Übersicht zu den Erstattungsquoten:
Während Convenience Claims unter 50.000 US-Dollar laut FTX Recovery Plan eine Erstattungsquote von insgesamt 120 Prozent erreichen, liegt die kumulierte Quote bei anderen berechtigten Forderungen zwischen 103 und 105 Prozent.
FTX will distribute ~ $900m on 31st July
— Sunil (FTX Creditor Champion) (@sunil_trades) July 17, 2026
Claims > $50k: 9%
Total = 105%
Allowed claims <$50k (not previously paid)
Total = 120%
Einige Gläubiger erhalten damit rechnerisch mehr als den anerkannten Wert ihrer ursprünglichen Forderung zurück. Grundlage dafür sind die im Insolvenzplan definierten Anspruchsklassen und die darin festgelegte Verteilung der verfügbaren Mittel.
FTX erreicht zehn Milliarden
Die bevorstehende Zahlung ist bereits die fünfte Auszahlungsrunde im Insolvenzverfahren. Allein im März hatte der FTX Recovery Trust laut eigenen Angaben rund 2,2 Milliarden US-Dollar an berechtigte Gläubiger überwiesen.
Seit dem Insolvenzantrag der Krypto-Börse im November 2022 summieren sich die bisherigen Rückzahlungen damit auf insgesamt etwa zehn Milliarden US-Dollar.
Das juristische Nachspiel
Parallel zu den Rückzahlungen läuft die juristische Aufarbeitung des FTX-Kollapses weiter. Im Mai erklärte sich die Anwaltskanzlei Fenwick & West, die FTX vor dem Zusammenbruch beraten hatte, zur Zahlung von 54 Millionen US-Dollar bereit, um eine Sammelklage ehemaliger Nutzer beizulegen.
Nur wenige Tage zuvor hatte eine Gruppe von 20 FTX-Nutzern die Kanzlei auf 525 Millionen US-Dollar verklagt.

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Fazit: Krypto-Kapital kehrt zurück
Die Auszahlung von 900 Millionen US-Dollar bringt neue Liquidität zu früheren FTX-Kunden, ist aber nicht automatisch ein bullischer Impuls für den Krypto-Markt. Zunächst handelt es sich lediglich um eine Übertragung von Insolvenzmasse an Gläubiger.
Erst wenn diese das Kapital erneut in Bitcoin, Altcoins oder andere digitale Assets investieren, entsteht daraus tatsächliche Nachfrage. Die fünfte Runde schafft somit potenzielle Kaufkraft, aber noch keinen messbaren Kapitalzufluss in den Markt.
Wie viel davon zurück in Krypto fließt, dürfte darüber entscheiden, ob die Auszahlung über das Insolvenzverfahren hinaus Wirkung entfaltet.