Usbekistan erlässt ein neues Gesetz, das Privacy Coins den Kampf ansagt. Insgesamt nimmt die Regulierung von Kryptowährungen zu. Nicht jeder enthaltene Punkt ist abträglich. Den Bewohnern des asiatischen Landes will man den Handel mit Kryptos nach einem mehrjährigen Verbot wieder erlauben.

Keine feste Linie bei Krypto Regulierung in Usbekistan

Die ehemalige Sowjetrepublik Usbekistan erließ immer wieder Gesetze, die sich mit Kryptowährungen befassen. Über die Jahre hinweg kam es dabei öfter zu wechselhaften Positionen.

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2018 ernannte das asiatische Land den Handel mit Kryptowährungen explizit für legal, bevor man 2019 den Ankauf der digitalen Wertanlagen verbot. Am 27. April unterschrieb der usbekische Präsident Schawkat Mirsijojew das neue Gesetz.

Es soll die bereits bestehenden Bestimmungen ausweiten und das Land für die Kryptobranche zumindest offiziell attraktiver machen. Einige alte Regeln werden dabei wieder einmal komplett über Bord geworfen und durch das Gegenteil ersetzt.

Zur Durchsetzung des Gesetzes wandelte man eine bereits bestehende Behörde um. Sie trägt nun den Namen Nationale Agentur für konzeptionelle Projekte (kurz NAPP). Die NAPP soll Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie den Waffenhandel mit Kryptowährungen bekämpfen.

Zudem ist es ihre Aufgabe, private Krypto-Investoren zu schützen und die Blockchain im öffentlichen Bereich zu stärken und zu implementieren.

Sind die neuen Regularien für Usbeken nützlich?

Der Erlass bewertet den Besitz von Kryptowährungen als vom Eigentumsrecht geschützt. Zuletzt war zwar der Besitz und Verkauf gestattet, durch das Verbot des Kaufs war eine vollumfängliche Verwendung legal jedenfalls nicht möglich. Ausländern blieb ein Handel mit ausländischen Fiatwährungen gestattet.

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Handel von Kryptowährungen in Usbekistan ab 2023 wieder erlaubt

Für Usbeken ist das neue Dekret ein Grund zur Freude. Ab dem 1.  Januar 2023 ist der Handel mit Kryptowährungen in Usbekistan für einheimische Bewohner wieder erlaubt. Das Geschäft darf jedoch nur mit Unternehmen stattfinden, die vorher eine Lizenz als Krypto-Dienstleister erhalten haben.

Die Liste an Unternehmen, die eine solche Lizenz benötigen, ist lang. Dazu gehören nicht nur Krypto-Börsen, sondern auch Kryptoverwahrer, Mining Pools und Geschäfte, die Kryptowährungen akzeptieren.

Durch Sendungen von Bargeld oder den Tausch gegen Waren wie Gutscheine ist ein Ankauf von Kryptowährungen trotz eines Verbots nicht auszuschließen. Staatliche Akzeptanz macht den Handel jedoch einfacher und günstiger.

Krypto-Mining in Usbekistan bleibt kritisch

Zwar ist es das erklärte Ziel, das Unternehmertum im Bereich Krypto in Usbekistan zu stärken, sogar das Krypto-Mining bleibt aber weiterhin ein kritisches Thema. Um Kryptowährungen überhaupt schürfen zu dürfen, braucht es eine staatliche Lizenz.

Außerdem zahlen die Miner zumindest während der Hauptnutzungszeit einen höheren Stromtarif als andere Nutzer des Stromnetzes. Usbekistan wendet somit die gleiche Regel an, die man bereits aus dem nördlichen Nachbarland Kasachstan kennt, das temporär eine große Rolle im Bitcoin-Mining spielte.

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Unreguliertes Krypto-Mining ist in Usbekistan verboten. Kleine Privatnutzer wird das Verbot jedoch nicht vom Schürfen abbringen.

Privacy Coins und Tauschhandel offiziell verboten

Das Gesetz verbietet konkret das Schürfen von anonymen Kryptowährungen. Zwar ist unklar, was genau die Gesetzgebung mit diesem Ausdruck meint, denkbar ist allerdings, dass es sich dabei um Privacy Coins handelt.

Besonders naheliegend ist diese Annahme, da sämtliche Transaktionen mit diesen Kryptowährungen einem staatlichen Verbot unterliegen. Hinzu kommt, dass ein Tauschhandel mit Kryptos verboten ist.

Eine Verwendung als Zahlungsmittel ist für Usbeken demnach komplett ausgeschlossen. Diese Regel betrifft ausländische Bewohner nicht. Steuern auf Kryptowährungen fallen in Usbekistan nicht an.

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