• Unitree vor Milliarden-IPO:
    Der Roboterhersteller geht mit einem Ausgabepreis von 22,37 US-Dollar je Aktie und einer Bewertung von rund 9 Milliarden US-Dollar an die Börse.
  • Krypto-Trader zahlen massiven Aufschlag:
    Pre-IPO-Perpetuals auf Hyperliquid handeln bei 92 bis 94 US-Dollar und implizieren damit eine Bewertung von fast 38 Milliarden US-Dollar.
  • Pre-IPO-Handel wächst:
    Neben Hyperliquid bietet inzwischen auch Bybit einen Unitree-Perpetual an und ermöglicht damit Kurs-Exposure noch vor dem offiziellen Börsenstart.
  • Liquidationen drohen zum IPO:
    Selbst bei einem Startkurs von 45 US-Dollar könnten laut Allium rund 33 Prozent der Long-Positionen liquidiert werden. Bei 128 US-Dollar wären dagegen 53 Prozent der Shorts gefährdet.
  • 👉 Krypto sicher verwahren:
    Während Trader auf den Unitree-IPO wetten, kannst Du Deine Coins langfristig absichern. Kaufe jetzt Deine neue Hardware-Wallet bei Ledger und sichere Dir bis zu 20 US-Dollar gratis in Bitcoin.

Unitree vor dem Börsenstart

Unitree Robotics steht kurz vor dem Börsendebüt in Shanghai. Der chinesische Roboterhersteller hat seinen IPO am STAR Market mit 150,80 Yuan beziehungsweise 22,37 US-Dollar je Aktie bepreist. Daraus ergibt sich eine Bewertung von rund 9 Milliarden US-Dollar.

Der Börsengang war Berichten zufolge rund 8.000-fach überzeichnet, der Handelsstart wird zwischen dem 17. und 21. August erwartet. Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr 253 Millionen US-Dollar, ein Plus von 335 Prozent, während mehr als 5.500 humanoide Roboter ausgeliefert wurden.

Krypto-Markt sieht vierfachen Preis

Noch bevor die Aktie regulär gehandelt wird, hat sich auf Hyperliquid (HYPE) bereits ein eigener Marktpreis gebildet. Zwei Pre-IPO Perpetuals auf Unitree notierten zuletzt bei rund 92 bis 94 US-Dollar. Damit bewerten Krypto-Trader das Unternehmen implizit mit fast 38 Milliarden US-Dollar, mehr als viermal so hoch wie beim offiziellen IPO.

Die Märkte von Trade.xyz und Paragon kommen zusammen auf rund 9,1 Millionen US-Dollar Open Interest und etwa 59 Millionen US-Dollar Handelsvolumen. Pre-IPO-Perpetuals vermitteln kein Eigentum an Unitree-Aktien, sondern bilden einen synthetischen Markt, dessen Preis sich nach dem Börsenstart an den echten Aktienkurs annähern soll.

Krypto-Börse Bybit steigt ein

Der Markt wächst inzwischen über die dezentrale Börse Hyperliquid hinaus. Bybit hat ebenfalls einen in USDT abgerechneten Pre-IPO-Perpetual auf Unitree gestartet. Trader erhalten damit Kurs-Exposure, ohne Aktien des Unternehmens zu besitzen.

Seit dem Start seines TradFi-Angebots im April hat Bybit die Produktpalette auf mehr als 200 Kontrakte aus Aktien, ETFs, Rohstoffen, Indizes und privaten Unternehmen ausgebaut. Unitree erhielt im Juli die regulatorische Genehmigung für den Börsengang am STAR Market.

Jetzt drohen Liquidationen

Die enorme Bewertungslücke macht den IPO-Start zum Stresstest. Würde Unitree bei rund 45 US-Dollar eröffnen, also etwa beim Doppelten des IPO-Preises, läge die Aktie dennoch rund 52 Prozent unter dem aktuellen Perpetual-Preis. Laut einer Allium-Analyse könnten dadurch etwa 33 Prozent der Long-Positionen liquidiert werden.

Bei einem Start bei 128 US-Dollar könnten dagegen schätzungsweise 53 Prozent der Shorts liquidiert werden. Auf Trade.xyz stehen sich derzeit rund 6,5 Millionen US-Dollar Long- und 6,6 Millionen US-Dollar Short-Positionen gegenüber.

Während Unitree beim IPO mit 22,37 US-Dollar je Aktie bepreist wurde, handeln Pre-IPO-Kontrakte auf Trade.xyz bei rund 93 US-Dollar
Während Unitree beim IPO mit 22,37 US-Dollar je Aktie bepreist wurde, handeln Pre-IPO-Kontrakte auf Trade.xyz bei rund 93 US-Dollar. Quelle: Allium

Fazit: Der IPO entscheidet für Krypto-Trader

Der Unitree-IPO wird zum Realitätstest für die Preisfindung im Krypto-Markt. Selbst ein deutlicher Kurssprung reicht für die Long-Seite nicht zwangsläufig aus, weil der synthetische Markt bereits einen massiven Aufschlag eingepreist hat.

Unitree wird damit zum Belastungstest für Pre-IPO-Perpetuals: Erst der Börsenstart zeigt, wie nah Krypto-Trader dem realen Marktpreis tatsächlich gekommen sind und wer für die Abweichung bezahlt.