Die Metropolitan Police (Met) des Vereinigten Königreiches hat bekannt gegeben, 158 Mio. USD in Kryptowährungen beschlagnahmt zu haben. Das sei im Zuge einer Ermittlung in einem Geldwäschefall passiert. Die Behörde gibt an, dass die Beamten Transaktionen von Bitcoin und Co. stets überwachen.

Nachdem die Strafverfolgungsbehörde Met Berichte über einen Transfer von kriminellen Vermögenswerten erhalten habe, konnte digitales Geld im Wert von 158 Mio. USD beschlagnahmt werden. Ob es sich bei der Kryptowährung um Bitcoin handelte, wurde nicht veröffentlicht.

„Wir arbeiten Tag und Nacht, um immer einen Schritt voraus zu sein.“

Detective Constable Joe Ryan hat in einer Stellungnahme erklärt, dass Geldwäsche dazu dient, die Ursprünge unrechtmäßig erworbenen Geldes zu verschleiern. Andernfalls riskieren die Kriminellen, das Geld an Strafverfolgungsbehörden wie die Met zu verlieren.

Für Graham McNulty, stellvertretender Kommissar, ist eines klar: Bargeld spielt für die Täter immer noch die größte Rolle. Aber Technologie und Online-Plattformen ermöglichen heutzutage immer ausgefeiltere Methoden, um illegale Aktivitäten zu verbergen.

Zwar nutzen die Kriminellen fortschrittliche Technologien, die Polizei sei ihnen aber immer einen Schritt voraus. Die Beamten arbeiten, laut McNulty, nicht nur daran, den digitalen Geldtransfer von Bitcoin und anderen Kryptowährungen zu stören. Zu ihren Aufgaben gehöre auch nach wie vor, den Tätern das Bargeld oder die digitalen Währungen zu entziehen.

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Bitcoin oder nicht?

McNulty gibt an, dass die Met im letzten Jahr ungefähr 47 Mio. Britische Pfund beschlagnahmen konnte. Das entspricht ungefähr 65,23 Mio. USD. Mit der Rekordsumme der neuesten Beschlagnahmung von Kryptovermögenswerten wurden diese Einnahmen bereits mehr als verdoppelt. Ob es sich bei der Kryptowährung um Bitcoin handelte, wurde nicht veröffentlicht.

Diese Geld kann nicht mehr in Kriminalität reinvestiert werde, es kann nicht für den Kauf oder Handel von Drogen und Waffen verwendet werden.

McNulty hofft, dass durch Beschlagnahmungen großer Vermögenswerte aus Geldwäschefällen, weniger junge und gefährdete Menschen in die Kriminalität gelockt und ausgebeutet werden. Über ein generelles Zusammenspiel zwischen kriminellen Aktivitäten und Kryptowährungen wie Bitcoin hat er sich nicht geäußert.

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Und was ist eigentlich mit Binance los?

Diese Frage dürfte am Wochenende bei vielen aufgekommen sein. Die Finanzaufsichtsbehörde des Vereinigten Königreiches gibt der Krypto Börse Binance bis Mittwoch Zeit, neuen Forderungen der Financial Conduct Authority (FCA) nachzukommen. Binance wurde angewiesen, alle regulierten Aktivitäten im Vereinigten Königreich einzustellen. Diese Anweisung erfolgte nach einer Überprüfung durch die Behörde.

Die meisten Firmen, die Investitionen in Kryptoassets bewerben und verkaufen, sind nicht von der FCA autorisiert.

 

Die FCA gab an, dass Binance im Vereinigten Königreich über keine der erforderlichen Genehmigungen für den Betrieb verfüge. Mit der Anweisung an die Kryptowährungsbörse gibt die FCA gleichzeitig auch eine Warnung an alle Nutzer raus. Bei Investments in bestimmte Kryptoassets auf nicht-autorisierten Plattformen verliere man auch jeglichen Schutz durch die Behörden.

Binance hat erst vor kurzem angegeben, sich vom Markt in Ontario, Kanada zurückzuziehen. Die Nutzer haben dort bis Ende des Jahres Zeit, alle aktiven Positionen zu schließen.

Eine Regulierung von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether durch die FCA oder andere Behörden findet aktuell noch nicht statt. Es gibt auch keine Anzeichen, dass Einschränkungen geplant sein könnten. Lediglich Binance bekommt Daumenschrauben verpasst – aber das nicht nur im Vereinigten Königreich.