Nachdem Thailand zuletzt Steuererleichterungen für den Handel mit Kryptowährungen wirksam gemacht hatte, erreicht die Branche im südostasiatischen Land nun ein schwerer Schlag: Zahlungen mit digitalen Wertanlagen wie Bitcoin sind ab April verboten.

Thailand verbietet Zahlungen mit Kryptowährungen

Die zuletzt gute Nachricht über die temporären Steuersenkungen in Thailand wird nun durch eine neue Meldung der thailändischen Wertpapieraufsichtsbehörde SEC nahezu zunichtegemacht.

Wie die Behörden heute beschlossen haben, wird zeitgleich mit dem Verzicht auf die Krypto-Mehrwertsteuer am 1. April auch ein neues Gesetz gültig, das die Annahme von Kryptowährungen im Tausch gegen Waren und Dienstleistungen für illegal erklärt.

Zu dieser Entscheidung kam die thailändische SEC in Zusammenarbeit mit der thailändischen Zentralbank (BOT). Sie sei nötig, da die finanzielle Stabilität und Ökonomie des Landes sonst gefährdet werde.

Jegliche Unternehmen, die Kryptowährungen bislang akzeptieren, haben ab dem Stichtag noch 30 Tage Zeit, um sich dem neuen Gesetz anzupassen. Anschließend werde eine Strafverfolgung stattfinden.

Zwar lassen sich Zahlungen mit Krypto nicht effektiv verhindern, dem allgemeinen Tenor im Land ist das neue Gesetz jedoch nicht zuträglich.

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Eine ähnlich feindselige Stimmung entwickelt sich in Indonesien. Auch dort warnten die Behörden sämtliche Unternehmen bereits vor einer Verwendung von Kryptowährungen.

Sowohl Thailand als auch Indonesien entwickeln aktuell eine eigene CBDC. Indonesien gab zuletzt bekannt:

Eine CBDC ist eines der besten Instrumente zur Bekämpfung von Kryptowährungen.

Krypto-Verbot ist weltweit ein großes Thema

Thailand ist nicht das einzige Land auf der Welt, welches ein Krypto-Verbot so intensiv diskutiert hat. Ein mögliches Bitcoin-Verbot hatte in der Vergangenheit vor allem regelmäßig für Aufregung gesorgt, wenn Gerüchte über einen Bann in China aufkamen. Mittlerweile ist das Verbot in China Realität.

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Insbesondere muss man allerdings zwischen zwei Verboten unterscheiden. Während ein absolutes Krypto-Verbot Kryptowährungen komplett als illegal deklariert, beschränkt es sich beim Fall in Thailand lediglich auf die Nutzung von digitalen Vermögenswerten als Währung. Nutzer, die Bitcoin und Co als Wertspeicher nutzen, machen sich also nicht strafbar.

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