• XRP-Kurs verliert wichtige Unterstützung:
    XRP ist unter die Zone bei 1,13 US-Dollar gefallen. Dort lag zuvor der Point of Control und damit der Bereich mit der höchsten Handelsaktivität. Dadurch könnte diese Zone nun zunächst als Widerstand wirken.
  • Anleger sitzen auf historischen Verlusten:
    Das 30-Tage-MVRV liegt bei rund -45 Prozent, das 365-Tage-MVRV bei etwa -47 Prozent. Damit befinden sich kurz- und langfristige Anleger gleichzeitig deutlich im Verlust.
  • Große Wallets kaufen weiter zu:
    Trotz des Kursrückgangs im Juni haben große XRP-Wallets ihre Bestände ausgebaut. Besonders die Gruppe mit 10 bis 100 Millionen XRP kaufte rund 160 Millionen XRP hinzu.
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XRP-Kurs verliert den Point of Control

Charttechnisch hat sich das Bild im XRP-Kurs zuletzt wieder eingetrübt. Der Kurs ist unter die wichtige Zone bei 1,13 US-Dollar gefallen. Dort lag laut Volumenprofil der Point of Control, also der Bereich mit der höchsten Handelsaktivität im betrachteten Zeitraum. Solche Zonen sind für den Kurs sehr wichtig und relevant. Solange der Preis darüber notiert, können sie als Unterstützung wirken, weil dort in der Vergangenheit viel Kaufinteresse entstanden ist. Wird dieser Bereich jedoch unterschritten, kann daraus schnell ein Widerstand werden.

Mit dem Bruch der 1,13-US-Dollar-Marke zeigt sich, dass der Verkaufsdruck kurzfristig klar überwiegt. Zwar wäre eine schnelle Rückeroberung der Zone weiterhin möglich, zunächst rückt aber die psychologisch wichtige Marke von 1,00 US-Dollar stärker in den Blick. Sollte der Druck anhalten, könnte XRP diesen Bereich als Nächstes anlaufen.

XRP-Kurs mit Volumen-Profil auf TradingView
XRP-Kurs mit Volumen-Profil auf TradingView

Anleger sitzen auf hohen Verlusten

Während das Chartbild angeschlagen wirkt, liefern die On-Chain-Daten eine andere Perspektive. Laut Santiment liegt das 30-Tage-MVRV aktuell bei rund -45 Prozent, während das 365-Tage-MVRV sogar bei etwa -47 Prozent notiert. Damit befinden sich sowohl kurzfristige als auch langfristige Anleger im Durchschnitt deutlich im Verlust.

Besonders auffällig: Der kombinierte MVRV-Wert liegt damit auf dem niedrigsten Stand in der über zwölfjährigen Geschichte von XRP. Solche extremen Verlustphasen entstehen häufig dann, wenn bereits ein großer Teil des Verkaufsdrucks verarbeitet wurde. Das heißt nicht automatisch, dass der Boden bereits erreicht ist. Es zeigt aber, dass XRP aus Sicht des Chance-Risiko-Verhältnisses inzwischen deutlich interessanter wirkt als noch in Phasen, in denen viele Anleger auf hohen Buchgewinnen saßen.

Große Wallets akkumulieren weiter

Noch spannender wird das Bild beim Blick auf die großen Wallets. Trotz eines Kursrückgangs von rund 21 Prozent im Juni haben mehrere große Anlegergruppen ihre XRP-Bestände weiter ausgebaut. Am deutlichsten war die Akkumulation bei Wallets mit 10 bis 100 Millionen XRP. Diese Gruppe kaufte allein im Juni rund 160 Millionen XRP hinzu. Auch Wallets mit 100.000 bis 1 Million XRP sowie 1 bis 10 Millionen XRP bauten ihre Bestände weiter aus und erhöhten diese zusammen um weitere 50 Millionen XRP.

Das spricht dafür, dass größere Marktteilnehmer die Schwächephase nicht nur aussitzen, sondern aktiv zum Positionsaufbau nutzen. Solche Wallets werden häufig als eine Art Smart Money betrachtet, da sie in früheren Marktphasen wichtige Ein- und Ausstiegsbereiche oft vergleichsweise gut getroffen haben.


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Fazit zum aktuellen XRP-Kurs

Kurzfristig bleibt XRP charttechnisch angeschlagen. Der Verlust der 1,13-US-Dollar-Zone erhöht das Risiko, dass der Kurs zunächst weiter in Richtung 1,00 US-Dollar läuft. Gleichzeitig liefern die On-Chain-Daten aber ein klares Gegensignal. Historisch hohe Verlustquoten und steigende Whale-Bestände zeigen, dass größere Marktteilnehmer die aktuelle Schwäche offenbar weiter zum Aufbau neuer Positionen nutzen.