Was ist Ripple (XRP)? – Unternehmen, Technologie und XRP

Wenn man sich mit Bitcoin, Ethereum und anderen Kryptowährungen beschäftigt, dann kommt man an Ripple und XRP nicht vorbei. Vor allem bei Anfängern tauchen immer wieder Missverständnisse auf, die wir hier aus der Welt schaffen wollen. 

Doch was ist Ripple überhaupt und warum ist der XRP Coin so hoch dotiert? Diesen und weiteren Fragen wollen wir uns in diesem Beitrag widmen, um dir etwas mehr Klarheit über die Relevanz von Ripple und dem dazugehörigen nativen XRP Coin zu geben.

Was ist Ripple - Übersicht

Ripple: Die Entstehungsgeschichte im Schnelldurchlauf

Was ist Ripple? Ripple hat eine lange Entstehungsgeschichte. Bereits 2005 wurde der erste Grundstein gelegt. Doch erst 2012 wurde es ernst als Jeb McCaleb, Arthur Britto und Chris Larsen sich zusammengetan haben, um ein alternatives Zahlungsnetzwerk zu Bitcoin zu schaffen – die Geburtsstunde des XRP Ledgers. Damals wurde auch gemeinsam das Unternehmen OpenCoin gegründet, welches es zum Ziel hatte den direkten Transfer von Zahlungen zwischen zwei Parteien in jeder Währung möglich zu machen. Kurzzeitig nach der Gründung hat McCaleb das Unternehmen aufgrund von Meinungsverschiedenheiten wieder verlassen.

Zu den frühen Investoren von OpenCoin gehören unter anderem Andressen Horowitz, Bitcoin Opportunity Fund (Digital Currency Group), Roger Ver und Google Ventures. Nachdem auch eine Aktiengesellschaft gegründet wurde, wurde OpenCoin zu Ripple Labs und anschließend zu Ripple umbenannt. 

Das Unternehmen Ripple fokussiert sich auf den klassischen Banken- und Finanzsektor. Mit seinen Softwarelösungen will Ripple nicht nur die hohen Transaktionsgebühren reduzieren, sondern die Transaktionsgeschwindigkeit erhöhen und den gesamten Abwicklungsprozess von internationalen Zahlungen vereinfachen. Dabei bietet Ripple aktuell zwei verschiedene Softwarelösungen an: RippleNet und On-Demand-Liquidity (ODL), welches mit Hilfe von XRP funktioniert.

Die Produkte von Ripple im Überblick

Nun haben wir verstanden was das übergeordnete Ziel von Ripple ist – die Revolution des internationalen Zahlungsverkehrs. Welche technischen Möglichkeiten bietet Ripple aktuell, um dieses Ziel zu erreichen? 

Dafür stellt Ripple aktuell zwei verschiedene Zahlungslösungen bereit – RippleNet und ODL. Beide Lösungen bedienen einen anderen Bereich und unterscheiden sich enorm. Vor allem wenn es darum geht den nativen XRP Coin einzusetzen. 

RippleNet

RippleNet ist ein Netzwerk für Banken und Finanzinstitute. Ripple nutzt das gemeinsame Netzwerk, um den weltweiten Zahlungsverkehr an einem Ort zu bündeln und eine gemeinsame Plattform bereitzustellen. Dies ist wichtig, da der konventionelle Zahlungsverkehr durch eine Vielzahl von Vorschriften und Inkompatibilitäten in seiner Funktionalität stark eingeschränkt ist.

Das RippleNet wird von Banken zur Abwicklung globaler Transaktionen verwendet. Es ist unabhängig vom XRP Coin und bietet eine schnelle Schnittstelle für Zahlungen an andere Banken und Institutionen. Das RippleNet ist so konzipiert, dass Zahlungen über mehrere Netzwerke möglich sind. Zudem wird es durch eine Reihe von Regeln überwacht. Damit soll ein gemeinsamer Standard für eine große Anzahl von Netzwerken geschaffen werden, die es in dieser Form heute noch nicht gibt.

Ripple RippleNet ehemals xCurrent Funktionsweise

On-Demand-Liquidity (ODL)

Mit ODL hat Ripple ein weiteres Produkt auf den Markt gebracht, welches das RippleNet um einen wichtigen Bereich erweitert. Es ermöglicht ebenfalls netzwerkübergreifende Zahlungen, löst aber ein bekanntes Problem mit dem XRP Coin. 

Hier geht es hauptsächlich um sogenannte Nostro-Konten. Das sind Konten einer Bank bei einer anderen Bank im Ausland. Nehmen wir hier als Beispiel die Deutsche Bank, die bei einer russischen Bank ein Konto hält. Diese Konten werden dafür benutzt, um internationale Zahlungen in eine andere Währung durchzuführen. Um das möglich zu machen, muss eine Bank ein Fremdwährungskonto mit ausreichend Liquidität in der jeweiligen Landeswährung bereit halten. 

Der Bedarf an Liquidität bindet viel Kapital und unterliegt zudem Kurs-Schwankungen. Das ist ein Risiko seitens vieler Banken weltweit, das es zu minimieren oder gar zu verhindern gilt. Es entstehen nämlich auch Opportunitätskosten für Banken, da sie das Kapital nicht anderweitig einsetzen können. Wie will das nun Ripple mit ODL und XRP lösen?

Die Idee ist relativ einfach. Statt die Liquidität auf unzähligen Nostro-Konten bereitzuhalten, macht es ODL mit XRP möglich Liquidität “abzurufen” wenn diese notwendig wird. XRP dient hierbei als eine Brückenwährung, die den Tausch zwischen zwei verschiedenen Landeswährungen möglich macht. Um diesen Vorgang besser zu verstehen, schauen wir uns am besten direkt ein Beispiel dazu an.

Ripple On-Demand-Liquidity (ODL) ehemals xRapid Funktionsweise

Beispiel

Die Deutsche Bank will nun 1 Millionen Euro an ein russisches Unternehmen überweisen. Bisher musste die Deutsche Bank ein Nostro-Konto bei einer russischen Bank halten, um die Zahlung in Rubel abzuwickeln. Das heißt, dass die Deutsche Bank mindestens 1 Millionen Euro in Rubel auf einem russischen Bankkonto bereithalten muss. 

Wenn wir nun über On-Demand-Liquidity mit XRP gehen, dann sieht es folgendermaßen aus: Die Zahlung der Deutschen Bank geht an eine europäische Exchange (Börse), die EUR-Einzahlungen akzeptiert und ein XRP/EUR Handelspaar bereitstellt. Sobald die Zahlung bei der Exchange angekommen ist, wird diese umgehend in XRP getauscht und anschließend an eine Exchange in Russland geschickt. Auf der russischen Exchange werden die XRP wieder in Rubel getauscht und anschließend auf das Konto des russischen Unternehmens transferiert.

Ripple als Konkurrenz zu SWIFT

Die SWIFT steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication und wurde 1971 ins Leben gerufen. Aktuell wird das Zahlungssystem von mehr als 11.000 Banken weltweit genutzt. SWIFT definiert Nachrichtenstandards und bietet Software und Services im Bereich Finanztransaktionen an.

Ripple versucht mit RippleNet und On-Demand-Liquidity eine Alternative zu etablieren, die es nicht nur Banken, sondern auch anderen Zahlungsdienstleistern erlaubt, günstiger, schneller und transparenter Transaktionen durchzuführen. Hierbei geht es grundsätzlich um Echzeit-Abwicklungsfunktionen. Also genau das wofür SWIFT hauptsächlich genutzt wird. Im Gegensatz zu den Softwarelösungen von Ripple, nutzt SWIFT zum Großteil noch eine sehr veraltete Technologie, die noch aus den 80er Jahren stammt und mittlerweile den Ansprüchen vieler Banken und Zahlungsdienstleistern nicht mehr gerecht wird.

Alle RippleNet Teilnehmer können ihre Zahlungstransaktionen in Echtzeit durchgängig verfolgen. Somit ist es möglich den Status Quo einer Transaktion und aller daran beteiligsten Parteien jederzeit einzusehen. Das bietet eine erhöhte Sicherheit und Vertrauen.

Es dauert in der Regel zwischen 3-5 Tagen bis eine Transaktion vollständig abgewickelt wurde. Das liegt vor allem an einer Vielzahl an verschiedenen Vermittlern, die zwischengeschaltet werden müssen, um eine Transaktion über den Globus zu verschicken. Jeder dieser Vermittler zieht die Verarbeitung der Transaktion in die Länge, um ihr Risiko durch Dritte (engl. third party risk) zu minimieren. Ripple will das ändern und aus Tagen Sekunden machen.

Was ist XRP? Wozu wird der XRP Coin im Netzwerk genutzt?

Ripple ist nicht mit XRP gleichzustellen. Bei Ripple handelt es sich um ein US-amerikanisches Fintech Unternehmen und bei XRP um einen Coin eines unabhängigen Zahlungsnetzwerks. Der XRP Ledger wird zwar von der Firma Ripple in gewisser Form durch die eigenen Validatoren im Netzwerk kontrolliert und weiterentwickelt aber theoretisch würde es auch ohne die Firma Ripple weiter funktionieren. Daher bekommen die XRP Investoren auch keinen Anspruch an dem Unternehmen Ripple durch das Halten der Coins. 

XRP wird im Netzwerk genutzt, um Werte zu übertragen und für Transaktionen zu bezahlen. Die Transaktionsgebühr beläuft sich aktuell auf 0,00001 XRP und wird anschließend für immer zerstört. Dadurch wird langfristig die Gesamtmenge an XRP reduziert. Das soll auch Spam-Transaktionen verhindern. Denn ein Netzwerk, welches komplett kostenlose Transaktionen anbietet, wird höchstwahrscheinlich regelmäßigen Spam-Angriffen zum Opfer fallen. Damit kann das Netzwerk lahmgelegt werden.

Die XRP werden im Netzwerk als Brückenwährung genutzt, um zwischen verschiedenen Währungen zu tauschen. Es wird sozusagen nur kurzfristig gekauft, um es irgendwohin zu transferieren und anschließend direkt wieder zu verkaufen. Somit führt diese Funktion zu keinem direkten XRP Kurs-Anstieg, da das Angebot nur kurzfristig reduziert wird. Das ist so ähnlich wie wenn man einen Eimer Wasser aus dem Meer nimmt und 20 Meter weiter wieder reinkippt. Es ändert langfristig nichts an der XRP Menge im Markt.

Weitere Use Cases von XRP

Wie jeder andere Coin oder Token kann XRP ebenfalls zum bezahlen verwendet werden. An dieser Stelle sprechen die hohe Transaktionsgeschwindigkeit und die geringen Transaktionsgebühren für XRP als Zahlungsmittel. Das sind aber in Summe auch die einzigen Argumente, die dafür sprechen. Denn in vielen anderen Bereichen eignet sich XRP nicht als Zahlungsmittel. Dazu aber später mehr.

Ripple ist schon lange dabei die Use-Cases für XRP auszubauen. Das Unternehmen investiert regelmäßig in Start-Ups, die an weiteren Use-Cases forschen. Dabei wurden oft Bereiche wie Gaming, Supply-Chain, Identity usw. in den Raum geworfen. Hier versucht Ripple einen gewissen Netzwerk-Effekt zu erreichen, um die Adoption von XRP zu steigern und sich langfristig in verschiedenen Bereichen durchzusetzen. Bisher haben die Bemühungen von Ripple kaum bis keine Früchte getragen. Der einzige reale Use-Case bleibt nach wie vor die Funktion als Brückenwährung innerhalb der ODL-Zahlungskorridore.

XRP Token Metrics

Kommen wir aber nun zum spannenden Teil des Artikels “Was ist Ripple?”. Wie viele XRP gibt es überhaupt? Kann man die Coins minen? Wer besitzt den Großteil der XRP? 

Fragen über Fragen, die wir an dieser Stelle im Detail beantworten wollen. Es gibt insgesamt und maximal 100.000.000.000 XRP (100 Milliarden), die bei der Erstellung des XRP-Ledgers erstellt wurden. Diese Coins wurden also premined. Hier gibt es also kein Mining wie bei Bitcoin.

Bei der Entstehung von Ripple gab es ein Abkommen zwischen dem Unternehmen und den drei Hauptentwicklern des XRP-Ledgers. Es wurde vereinbart, dass 80% aller XRP Coins an das Unternehmen Ripple gehen, um sich zu finanzieren, die Adoption voranzutreiben und weitere Investition zu tätigen. Die anderen 20% wurden zwischen den drei Hauptentwicklern aufgeteilt. Dabei wurden zusätzliche Verträge erstellt, die Ripple und die drei Hauptentwickler daran hindern sollten, zu viele Coins auf den Markt zu werfen und damit den Preis künstlich in die Tiefe zu treiben. Jeder Entwickler hat nur eine gewisse Anzahl an XRP pro Monat, die er auf dem Markt verkaufen kann.

Zentralisierung und Verteilung der XRP

Die 80% von Ripple liegen in einem Escrow (Treuhand-Konto) und werden zu einem bestimmten Teil jeden Monat an das Unternehmen ausgeschüttet. Dabei sei aber gesagt, dass Ripple mittlerweile nur noch knapp 55% aller XRP hält. Der Rest wurde über die letzten Jahre auf dem Markt verkauft oder in Unternehmen investiert. Insgesamt stehen Ripple jeden Monat 1 Milliarde XRP zur Verfügung.

XRP Verteilung bei Ripple

In der Regel nutzt das Unternehmen immer nur einen Teil der monatlichen Auszahlung, um den Verkaufsdruck nicht unnötig zu erhöhen und die Investoren etwas in Sicherheit zu wiegen. Das liegt vor allem an dem Druck der Investoren, die sich über die letzten Jahre verstärkt über die regelmäßigen Verkäufe von Ripple beschwert haben. Die XRP, die Ripple für den jeweiligen Monat nicht verwendet, werden zurück in den Escrow transferiert und für 55 Monate gesperrt (locked). 

Der Umstand, dass eine Unternehmen mehr als 55% des gesamten Bestandes hält, ist problematisch. Dadurch entsteht ein gewisses Machtgefüge, welches in einem dezentralen Netzwerk nicht vorhanden sein sollte. Hier hat Ripple einen viel zu großen Einfluss auf die zirkulierende Umlaufmenge und damit automatisch auf den Kurs. Die Finanzierung von Ripple geht auf Kosten der Investoren zurück, die einen Coin halten, der sie in keiner Form an dem Erfolg des eigentlichen Unternehmens partizipieren lässt.

Vergleich zwischen Ripple (XRP) und Bitcoin (BTC)

Ziehen wir nun einen Vergleich zwischen Bitcoin und Ripple (XRP). Bitcoin ist das aktuell dezentralste Zahlungsnetzwerk was wir haben. Dahinter steckt kein Unternehmen oder eine Regierung. Zudem gibt es niemanden bei Bitcoin der zur Rechenschaft gezogen werden kann. Es ist ein öffentliches Protokoll, welches jeder frei nutzen kann.

Hier liegt auch der Vorteil, um als Wertaufbewahrung akzeptiert zu werden. Die maximale Menge und Abbaurate ist fest im Code verankert und kann nicht durch einzelne Entitäten verändert werden. Das macht Bitcoin zum härtesten Asset auf dieser Welt. Die starke Knappheit verleiht BTC die Funktion als Wertaufbewahrung (Store of Value) auch wenn diese Eigenschaft noch nicht in allen Köpfen angekommen ist. 

Im Gegensatz dazu kann es bei Ripple theoretisch dazu kommen, dass die Gesamtmenge an XRP erhöht wird. Denn am Ende entscheiden im XRP Netzwerk nur Ripple und die Businesspartner über den Konsensus und nicht die User. Das ist ein grundlegender Unterschied zu Bitcoin und macht es damit viel anfälliger und zentralisierter.

Auch wenn XRP sehr viel schneller Transaktionen abwickeln kann hat dies seinen Preis und der heißt Zentralisierung. Zumal die Zielgruppe eine ganz Andere darstellt.

Bitcoin und XRP im Vergleich

Bei Kryptowährungen geht es hauptsächlich um Vertrauen ohne zu vertrauen. Wenn aber nun ein Unternehmen das Projekt und den Großteil der Coins kontrolliert, entstehen hier Abhängigkeiten und Probleme, die durch einzelne Akteure ausgenutzt werden könnten.

Fazit zu Ripple und XRP: Lohnt sich ein Investment?

Nachdem wir nun die relevantesten Informationen zu Ripple und XRP verinnerlicht haben, wollen wir nun ein Resümee ziehen und der entscheidenden Frage auf den Grund gehen, ob sich eine Investition in XRP lohnen könnte.

Es gibt einige Argumente, die für Ripple und XRP sprechen. Das Unternehmen verfolgt einen revolutionären Ansatz, um internationale Zahlungen nachhaltig zu vereinfachen. Dabei spielt aber XRP nur eine mögliche Lösung in dieser Zielsetzung. Die meisten Partner nutzen aktuell das RippleNet ohne ODL. Das bedeutet, dass sich der Erfolg von Ripple als Unternehmen nicht unbedingt auf den XRP Kurs auswirken muss.

Wiederholt sich die Geschichte?

Viele Investoren nutzen die Jahre 2017 und 2018 als Argumentationsgrundlage, für einen möglichen Preisanstieg. Damals ist der Kurs um sage und schreibe 57.000% gestiegen und hat sein bisheriges Allzeithoch von 3,81 USD erreicht. Dieser Anstieg lässt sich aber relativ einfach und schnell erklären – pure Spekulation.

In 2017 sind die Themen Bitcoin und Blockchain regelrecht explodiert und haben viele Investoren in den Markt gespült. Durch die vielen Informationen, die man bei seinem Einstieg in den Crypto-Space bekommt, ist man schnell überfordert und trifft oft falsche Entscheidungen. Ripple hat eine starke Marketing Abteilung, die immer wieder neue Investoren für XRP gewinnen kann. Es kursieren immer wieder Buzzwords wie “Bankencoin” oder “XRP the Standard”, die einzig und alleine dazu dienen unwissende Investoren von einem Investment zu überzeugen.

Niedriger Preis pro Coin wirkt verlockend

Zudem kostet ein XRP vergleichsweise wenig und wirkt für viele Neulinge als die günstigere und lukrativere Variante. Gemessen wird natürlich am Preis von Bitcoin. Doch hier spielt nicht nur der Preis eine Rolle, sondern natürlich auch die dazugehörige Menge an Coins. Daraus ergibt sich die Marktkapitalisierung. Wenn also ein XRP bei ca. 3 USD liegen sollte, wird er bereits eine höhere Marktkapitalisierung haben als Bitcoin. Zumindest ausgehend von der aktuellen Marktkapitalisierung von BTC.

So eine starke Welle von neuen Investoren können wir kurzfristig nicht mehr erwarten. Zudem muss man sich die Frage stellen, ob diese Investoren in dieselben Projekte wie 2017 investieren werden oder hier bereits andere Projekte die Oberhand gewinnen. Daher sollte man sich nicht auf das letzte Allzeithoch verlassen. Es gibt keine Garantie, dass der Kurs jemals diese Höhen wieder erreichen wird. Und wenn, dann wahrscheinlich nur aufgrund von kurzfristigen Spekulationen.

In XRP Investieren oder doch lieber in BTC?

Wer also langfristig investieren möchte und sein Risiko innerhalb des Krypto-Marktes gering halten will, der sollte sich in Richtung Bitcoin orientieren. Das Asset hat in den letzten 11 Jahren deutlich gezeigt, welches Potenzial in einem dezentralen Zahlungsnetzwerk und einer dezentralen Währung steckt. Bitcoin bringt alle Eigenschaften mit, um in der digitalen Welt als digitales Gold zu fungieren. 

Wer aber hingegen auf kurzfristige Gewinne spekuliert, der könnte mit XRP von Ripple gut bedient sein. Hier ist nämlich nicht nur das Risiko extrem hoch, sondern auch die mögliche Rendite. Zudem liegt es im Interesse von Ripple, dass der XRP Kurs weiterhin steigt. Denn das Unternehmen sitzt immer noch auf mehr als 55% aller XRP und will diese natürlich so hoch wie möglich verkaufen.

Hier liegt es also einzig und alleine an dem möglichen Risiko, dass du eingehen willst. Da der gesamte Krypto-Markt höchst spekulativ ist und zum Großteil vom Bitcoin Kurs abhängt, lohnt sich ein Krypto Portfolio, welches sich hauptsächlich aus BTC zusammensetzt. Je höher der Anteil an Altcoins im Portfolio ist, desto höher wird das Risiko. Durch die starke Abhängigkeit von Bitcoin funktioniert Diversifikation innerhalb des Krypto-Markts nicht.

FAQ – Die häufigsten Fragen

Ripple ist ein US-amerikanisches Fintech Unternehmen und hat sich zum Ziel gesetzt den internationalen Zahlungsverkehr zu revolutionieren. Hierzu nutzt Ripple unter anderem den XRP-Ledger mit dem XRP Token, um internationale Transaktionen noch günstiger und schneller durchzuführen.

Das Unternehmen hinter dem XRP Token scheint sich im Bereich des internationalen Zahlungsverkehrs durchzusetzen. Jedoch gibt es keine Garantie dafür, dass auch der XRP Kurs damit einhergeht. Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Erfolg von Ripple und dem Erfolg vom XRP Token.

Der Ripple (XRP) Kurs könnte in Zukunft steigen oder fallen. Es gibt keine Garantie für eine Wertsteigerung. Zudem ist der Taktgeber, wie bei allen anderen Kryptowährungen auch, immer noch der Bitcoin Kurs. Es gibt jedoch teilweise sehr bullishe Prognosen von mehr als 100 USD pro XRP bis 2024.

Ripple und Bitcoin unterscheiden sich grundlegend und verfolgen ein komplett anderes Ziel. Bitcoin ist freies, dezentrales, zensurresistentes Geld und Ripple (XRP) eine Brückenwährung, um die nötige Liquidität für den internationalen Zahlungsverkehr bereitzustellen.

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[Bildquelle: Shutterstock]

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