- Bitcoin verteidigt die wichtigste Unterstützung des Jahres:
Der Kurs fiel zuletzt bis auf 60.000 US-Dollar zurück. Bereits Anfang des Jahres hatte dieser Bereich eine starke Gegenbewegung ausgelöst. Auch diesmal kamen nach dem Rückgang wieder Käufer in den Markt. - Große Investoren nutzen den Rücksetzer:
Während viele Anleger nervös wurden, zeigen On-Chain-Daten verstärkte Käufe durch Wale. Gleichzeitig wurden mehr als 11.000 Bitcoin von Börsen abgezogen und in Cold Wallets transferiert. - Mittelfristige Anleger werden aktiver:
Zuletzt wurden vermehrt Bitcoin-Bestände auf Börsen transferiert, die zuvor mehrere Monate nicht bewegt wurden. Solche Bewegungen treten häufig in Phasen erhöhter Unsicherheit auf. - Bitcoin nähert sich einer historischen Bewertungszone:
Der MVRV-Indikator liegt aktuell bei rund 1,1 und damit nur knapp oberhalb eines Bereichs, der in den Jahren 2015, 2019 und 2022 jeweils in der Nähe größerer Markttiefs erreicht wurde. - 💡 Krypto-Trading verstehen und von der Community profitieren:
Tritt unserem kostenlosen Trading2Go-Discord-Channel bei und tauche ein in die Welt des Krypto-Tradings! Lerne, die Finanzmärkte zu verstehen, schau Dir die Trading-Setups unserer Experten an und werde Teil der Community.
Bitcoin verteidigt wichtige Unterstützung
Mit dem Rückgang bis auf 60.000 US-Dollar hat Bitcoin erneut die Zone erreicht, von der bereits Anfang des Jahres eine starke Gegenbewegung ausgegangen war. Damals kamen zahlreiche Käufer in den Markt und sorgten für eine deutliche Erholung. Auch diesmal zeigte sich unmittelbar nach dem Rücksetzer wieder Nachfrage. Damit bleibt dieser Bereich vorerst die wichtigste Unterstützung im gesamten Chart. Solange Bitcoin diese Zone verteidigen kann, bleibt die Möglichkeit einer stärkeren Gegenbewegung bestehen. Ein nachhaltiger Bruch würde dagegen das Risiko erhöhen, dass die Korrektur noch nicht abgeschlossen ist.
Interessant ist dabei das Verhalten der großen Marktteilnehmer. Während viele Privatanleger beim Rückgang auf 60.000 US-Dollar nervös wurden, zeigen aktuelle On-Chain-Daten ein anderes Bild. Kurz vor dem Rückgang wurden größere Mengen älterer Bitcoin-Bestände auf Börsen transferiert und sorgten für zusätzlichen Verkaufsdruck. Im Bereich zwischen 60.000 und 61.000 US-Dollar nahm die Aktivität der Wale jedoch deutlich zu. Der sogenannte Exchange Whale Ratio stieg auf den höchsten Stand seit Monaten und zeigt, dass große Investoren einen Großteil des Verkaufsdrucks aufgenommen haben.

Gleichzeitig wurden in den Tagen nach dem Rückgang mehr als 11.000 Bitcoin von Börsen abgezogen und in Cold Wallets transferiert. Solche Bewegungen gelten häufig als Zeichen dafür, dass Investoren ihre Bestände langfristig halten möchten. Viele Analysten sehen darin einen Hinweis darauf, dass sich rund um 60.000 US-Dollar eine starke Unterstützungszone gebildet hat.
Mittelfristige Anleger werden aktiver
Ein Blick auf weitere On-Chain-Daten zeigt jedoch auch, dass die Unsicherheit am Markt weiterhin vorhanden ist. Zuletzt wurden wieder deutlich mehr ältere Bitcoin-Bestände auf Börsen transferiert. Besonders betroffen sind Coins, die zuvor zwischen drei und zwölf Monaten nicht bewegt wurden. Solche Bewegungen treten häufig während größerer Korrekturen auf, wenn Anleger flexibler auf die aktuelle Marktlage reagieren möchten.
Das bedeutet zwar nicht automatisch, dass diese Coins verkauft werden. Auffällig ist jedoch, dass die aktuellen Zuflüsse zu den größten Bewegungen der vergangenen Monate gehören. Gleichzeitig hat ein weiterer historischer Indikator ein Niveau erreicht, das in der Vergangenheit häufig während größerer Kapitulationsphasen zu beobachten war. Der Anteil der Bitcoin-Bestände, die aktuell im Verlust gehalten werden, ist zuletzt auf über 50 Prozent gestiegen. Historisch wurden solche Werte meist in der Nähe wichtiger Tiefpunkte erreicht. Zuletzt war dies Ende 2022 der Fall, als Bitcoin noch unter 20.000 US-Dollar notierte.

Diese Bewertungszone wurde zuletzt 2022 erreicht
Auch der MVRV-Indikator rückt aktuell wieder in den Fokus vieler Analysten. Dieser misst vereinfacht gesagt, wie stark Bitcoin im Vergleich zum durchschnittlichen Kaufpreis aller Investoren bewertet ist. Aktuell liegt der Wert bei rund 1,1 und damit nur knapp oberhalb einer Zone, die in der Vergangenheit häufig in der Nähe größerer Markttiefs erreicht wurde.
Sowohl 2015 als auch 2019 und 2022 fiel der MVRV zeitweise in den Bereich von 1,0. Jedes Mal folgte anschließend eine deutliche Erholung über mehrere Monate oder sogar Jahre. Sollte Bitcoin im Zuge der aktuellen Unsicherheit noch einmal weiter zurückfallen, würde sich dieser Bereich erneut annähern. Aus historischer Sicht handelt es sich dabei um eine Bewertungszone, die nur selten erreicht wird und langfristig orientierten Anlegern in der Vergangenheit häufig attraktive Einstiegsmöglichkeiten geboten hat.

Kurzfristig bleibt die Unsicherheit zwar hoch. Trotzdem richten viele Trader ihren Blick bereits auf die Zone zwischen 75.000 und 80.000 US-Dollar. Dort befindet sich laut aktueller Liquidation Heatmap das größte Liquiditätscluster im Markt. Sollten die Käufer die Unterstützung bei 60.000 US-Dollar weiterhin verteidigen können und sich die Marktstimmung verbessern, könnte dieser Bereich eines der ersten wichtigen Kursziele einer stärkeren Gegenbewegung werden.
Bitcoin & Aktienmarkt vor dem Kollaps? - SpaceX-Aktien kaufen oder nicht?