- Quantencomputer stellen Bitcoins Signaturmodell infrage
Leistungsfähige Quantencomputer könnten künftig private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln ableiten. Betroffen wären vor allem alte Bitcoin-Adressen, deren Public Keys bereits on-chain sichtbar sind. - CryptoQuant-CEO warnt vor Millionen gefährdeter BTC
Ki Young Ju spricht von bis zu 6,9 Millionen potenziell angreifbaren Bitcoin. Konservativere Schätzungen sehen rund 1,6 bis 1,7 Millionen BTC in besonders exponierten Alt-Adressformaten. - Satoshis Coins im Zentrum der Debatte
Viele frühe Bitcoin-Bestände, darunter mutmaßlich rund eine Million BTC von Satoshi Nakamoto, liegen in alten Output-Typen und stehen symbolisch für das Governance-Problem. - Technische Lösungen existieren – der Konsens ist das Risiko
Quantenresistente Kryptografie ist verfügbar. Die größte Herausforderung bleibt die jahrelange Koordination und Einigung innerhalb der Bitcoin-Community. - 🔐 Krypto sicher verwahren mit Ledger – jetzt mit Cashback
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Warum Quantencomputer für Bitcoin relevant sind
Bitcoin basiert auf einem einfachen Prinzip: Nur wer den privaten Schlüssel besitzt, kann Coins ausgeben. Dieses Eigentumsmodell wird durch digitale Signaturen abgesichert, konkret durch ECDSA und Schnorr-Signaturen auf Basis elliptischer Kurven. Mit klassischer Rechenleistung gilt das Knacken dieser Verfahren als praktisch unmöglich.
Quantencomputer verändern diese Ausgangslage. Bestimmte Quantenalgorithmen könnten es erlauben, aus einem öffentlichen Schlüssel den zugehörigen privaten Schlüssel zu berechnen. Ein Angreifer könnte Transaktionen signieren, ohne im Besitz des echten Schlüssels zu sein, das Vertrauensmodell von Bitcoin wäre ausgehebelt.
Bob Blessing-Hartley, CTO von Shielded Technologies, bringt es auf den Punkt:
Die eigentliche Bedrohung besteht darin, Signaturen zu fälschen und damit Transaktionen scheinbar legitim auszuführen. Nodes und Miner würden diese zunächst akzeptieren, der Schaden würde erst spät sichtbar.
Besonders brisant ist eine langfristige Angriffsstrategie. Angreifer könnten bereits heute verschlüsselte On-Chain-Daten speichern, um sie erst in Jahrzehnten mit leistungsfähigen Quantencomputern zu entschlüsseln. Das bedeutet: Selbst wenn der eigentliche Angriff noch Jahre entfernt ist, kann er vorbereitet werden. Genau deshalb fordern Experten, quantensichere Kryptografie frühzeitig einzuführen.
Welche Bitcoin konkret angreifbar wären
Ein Quantenangriff würde sich zunächst auf Adressen konzentrieren, deren öffentliche Schlüssel bereits bekannt sind. In den frühen Jahren von Bitcoin wurden Zahlungen im Pay-to-Public-Key-Format durchgeführt. Bei diesen Adressen liegt der Public Key offen in der Blockchain.
Spätere Formate wie Pay-to-Public-Key-Hash bieten besseren Schutz, da der Schlüssel erst beim Ausgeben sichtbar wird. Doch auch hier gilt: Sobald eine Transaktion erfolgt, ist der Public Key öffentlich und theoretisch angreifbar.
Schätzungen zufolge sind zwischen vier und zehn Millionen BTC langfristig potenziell exponiert. Eine Analyse von Chaincode Labs kommt auf rund 6,26 Millionen BTC. CoinShares ordnet das konservativer ein und beziffert besonders gefährdete Bestände auf etwa 1,6 bis 1,7 Millionen BTC.

Warum ausgerechnet Satoshis Coins im Fokus stehen
Viele der früh geminten Bitcoin, darunter mutmaßlich rund eine Million BTC von Satoshi Nakamoto, liegen in sehr alten Output-Formaten. Genau diese Coins stehen symbolisch für das Quantum-Risiko.
Nicht das gesamte Bitcoin-Netzwerk wäre betroffen, sondern gezielt jene UTXOs, deren kryptografische Struktur bereits sichtbar ist. Daraus ergibt sich die Sorge vor einem möglichen „Quantum-Run“ auf alte Bestände, sobald die technische Machbarkeit realistischer wird.
Ki Young Ju warnt weniger vor einem unmittelbar bevorstehenden Angriff als vor einem Governance-Problem. Selbst wenn quantensichere Verfahren verfügbar sind, dauert es im Bitcoin-Ökosystem erfahrungsgemäß Jahre, bis sich ein breiter Konsens durchsetzt.
Historische Debatten wie Blocksize oder SegWit zeigen, wie zäh solche Prozesse verlaufen können. Sollte der technologische Fortschritt schneller sein als die soziale Einigung, drohen chaotische Übergänge oder Vertrauensverluste.
Vor diesem Hintergrund bringt Ki Young Ju eine provokante Idee ins Spiel: Besonders alte, inaktive Bestände, inklusive Satoshis Coins, könnten im Extremfall eingefroren werden, um Quantendiebstahl zu verhindern. Ein solcher Schritt wäre weniger technisch als politisch hoch umstritten.
— Ki Young Ju (@ki_young_ju) February 18, 2026
Welche Lösungen für Bitcoin diskutiert werden
Post-Quantum-Kryptografie ist längst Realität. Internationale Standards existieren. Die Herausforderung liegt in der Integration in ein globales, dezentrales System.
Diskutiert werden unter anderem hybride Adressen mit klassischer und quantensicherer Signatur, sowie Ansätze, öffentliche Schlüssel dauerhaft verborgen zu halten. Radikalere Konzepte wie eine verpflichtende Migration aller Coins gelten als extrem umstritten. Der derzeitige Konsens tendiert klar zu optionalen, schrittweisen Schutzmechanismen statt Zwangslösungen.
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Fazit: Keine akute Gefahr aber Handlungsdruck
Quantencomputer stellen keine unmittelbare Bedrohung für Bitcoin dar, wohl aber eine strukturelle Herausforderung. Die größte Gefahr liegt nicht im Kollaps des Netzwerks, sondern in gezielten Angriffen auf schlecht geschützte Coins und einem möglichen Vertrauensverlust.
Technische Lösungen existieren. Entscheidend ist, ob die Community rechtzeitig handelt. Ob Bitcoin auch im Quantenzeitalter sicher bleibt, hängt weniger von Rechenleistung als von Koordination, Weitsicht und Konsens ab.