Central Bank Digital Currency (CBDC) ein gigantischer Flop, sagen Ökonomen

Während ein Großteil der Länder weltweit an sog. Central Bank Digital Currency (CBDC) arbeiten, stehen zwei Ökonomen der Universität Würzburg dem Thema äußerst kritisch gegenüber. Sie gehen sogar so weit zu sagen, dass landeseigene Digitalwährung wie bisher geplant wohl ein gigantischer Flop werden würden.

Australien, China, Europa, Südkorea. Das sind nur einige der Staaten bzw. Staatengemeinschaften, welche aktuell entweder eigene Digitalwährungen (Central Bank Digital Curreny – kurz: CBDC) testen oder aber zumindest erforschen.

Zwei Ökonomen der Universität Würzburg warnen nun, dass die Mühen umsonst sein könnten. Peter Bofinger und Thomas Hass sehen das Risiko, dass landeseigene, durch die Zentralbanken kontrollierte Kryptowährungen, nichts als ein gigantischer Flop werden könnten.

Ökonomen stellen Nachfrage nach CBDC in Frage

Peter Bofinger und Thomas Hass von der Universität Würzburg sind Kritiker der Vorhaben vieler Staaten, eine eigene, durch die Zentralbanken kontrollierte Kryptowährung herauszugeben. Der Hintergrund ist dabei denkbar simpel: Die Zentralbanken fokussieren sich zu sehr darauf ein digitales Zahlungsmittel zu produzieren.

Aus der Sicht des Verbrauchers würde die Nachfrage nach digitalem Geld eher gering bleiben. [Aus mehreren Ursachen heraus] scheint CBDC ein nur unzureichender Ersatz für physisches Geld zu sein.

Die Nachfrage danach sei, so die beiden Ökonomen, fragwürdig. Denn am Ende hätte beispielsweise ein digitaler Euro nur wenig mehr Vorteile, als der physische Euro. Fiatwährung bleibt Fiatwährung. Und auch direkte Konten bei Zentralbanken hätten keine Vorteile für Privatpersonen, die normale Bankkonten nicht auch schon hätten.

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Selbst als Währungszusatz sei CBDC „fragwürdig“

Kurz und knackig: CBDC ist ein Zahlungsmittel (oder soll eines werden), welches Transaktionen in nahezu Echtzeit zulässt. Dieses Zahlungsmittel könnte dann entweder physisches Geld ersetzen oder aber als Zusatz dazu dienen. In beiden Fällen sehen die Ökonomen keine großen Erfolgsaussichten.

Der Fall von CBDC als digitaler Währungsersatz ist fragwürdig. Natürlich können Zentralbanken einen digitalen Ersatz für Währungen herausgeben, auf welche sie ein Monopol besitzen. Doch selbst dann müssten Regulationen bzgl. Geldwäsche eingehalten werden. Alleine schon dieser Umstand würde ein solches Währungsprodukt mit quantitativen Limitationen belegen.

Weitere Problematiken ergäben sich, so Bofinger und Hass, aus der Tatsache, dass Zentralbanken „belegen müssten, dass CBDC die Stabilität des Finanz- und Zahlungssystems“ tatsächlich verbessern würde. Beides stellen die Autoren infrage.

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Schlusswort

Was gebraucht würde, so die Autoren, wäre ein Wertspeicher. Auch wenn Peter Bofinger und Thomas Hass es nicht erwähnen, aber auch hiernach wäre die Nachfrage wohl eher gering. Denn mit Edelmetallen und vor allem Bitcoin ist der Bedarf nach Wertspeichern wohl mehr als abgedeckt. Und die Nachfrage nach Bitcoin ist unumstritten massiv – CBDC hin oder her.

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1 Kommentar

  • Tommy
    3. Februar , 9:12

    Die Aussagen von Peter Bofinger halte ich für sehr zweifelhaft. Er spricht sich ja auch gegen Bitcoin und Kryptowährungen aus. In Sachen CBDC konnte ich aber nichts zum Thema Maschinen-Ökonomie finden und gerade das wäre ein Anwendungsfall für einen CBDC. siehe Firma CashOnLedger.

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