- Clarity Act unter politischem Druck:
Das Weiße Haus erwägt laut eines X-Posts von Eleanor Terrett, seine Unterstützung für den Clarity Act zurückzuziehen, falls Coinbase nicht zurück an den Verhandlungstisch kommt. - Coinbase zieht den Stecker:
CEO Armstrong lehnt die Senate Banking Committee Fassung ab und nennt als Gründe unter anderem DeFi-Einschränkungen und Risiken für die Privatsphäre. - Clarity Act als Aufsichts- und Datenschutzfrage:
Armstrong kritisiert mehr staatlichen Zugriff auf Finanzdaten sowie eine Machtverschiebung von der CFTC zur SEC. - Sollbruchstelle Stablecoin Rewards:
Im Zentrum des Streits steht, ob Stablecoins weiter Rewards bieten dürfen, während Banken bei Renditen um fünf Prozent Abflüsse aus Einlagen und Sparkonten befürchten. - 🔑 Kryptos und Logins sicher verwalten:
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Clarity Act: Richtungswechsel in Washington
In Washington wird aus Regulierung plötzlich ein Machtpoker. Das Weiße Haus erwägt, seine Unterstützung für den Digital Asset Market Clarity Act zurückzuziehen, nachdem Coinbase zuvor die eigene Zustimmung zum aktuellen Entwurf aufgekündigt hat.
Öffentlich wird diese Reaktion über einen X-Post der Fox-Business-Journalistin Eleanor Terrett, die sich dabei auf eine Quelle aus dem Umfeld der Trump-Regierung beruft. Demnach sei das Weiße Haus verärgert, weil Coinbase den Schritt einseitig vollzogen habe und die Regierung vorab nicht informiert worden sei.
In der Darstellung fällt dafür sogar der Begriff „rug pull“, in diesem Zusammenhang also einem Affront.
🚨SCOOP: The White House is considering pulling its support for the crypto market structure bill entirely if @coinbase does not come back to the table with a yield agreement that satisfies the banks and gets everyone to a deal, a source close to the Trump administration tells me.…
— Eleanor Terrett (@EleanorTerrett) January 17, 2026
Clarity Act: Der Bruch mit Coinbase
Der Clarity Act soll in den USA den regulatorischen Rahmen für digitale Assets und die Zuständigkeiten der Aufsichtsbehörden neu ordnen. Coinbase hat seine Unterstützung für den aktuellen Entwurf zurückgezogen.

CEO Brian Armstrong argumentiert in einem Post auf X, die Senate Banking Committee Fassung richte mehr Schaden an als Nutzen, unter anderem durch Einschränkungen für DeFi, Risiken für Stablecoin-Modelle und Privatsphäre sowie eine faktische Blockade tokenisierter Aktien.
Laut Eleanor Terrett könnte die Regierung den Clarity Act komplett fallen lassen, falls Coinbase nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt und einem Kompromiss zustimmt, besonders bei Regeln rund um Stablecoin Renditen. Aus Trumps Umfeld hieße es:
"Am Ende ist es Präsident Trumps Gesetz, nicht das von Brian Armstrong."
Coinbase: Streit um Datenschutz
Armstrong zieht in seiner Erklärung nicht nur die rote Linie, er formuliert auch die Verhandlungshaltung: Lieber kein Gesetz als ein schlechtes Gesetz, verbunden mit der Forderung nach einem besseren Entwurf. Inhaltlich rückt er zwei Punkte nach vorn, die für die Marktstruktur entscheidend sind.
Erstens den Datenschutz, weil der Draft aus seiner Sicht den staatlichen Zugriff auf Finanzdaten ausweitet.
Zweitens die Aufsicht: Er kritisiert, dass der Entwurf die Commodity Futures Trading Commission schwäche und Kompetenzen stärker bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) bündele, einer Institution, die in der Branche wegen ihrer sanktionierenden Linie besonders umstritten ist.
After reviewing the Senate Banking draft text over the last 48hrs, Coinbase unfortunately can’t support the bill as written.
— Brian Armstrong (@brian_armstrong) January 14, 2026
There are too many issues, including:
- A defacto ban on tokenized equities
- DeFi prohibitions, giving the government unlimited access to your financial…
Clarity Act und Stablecoin Rewards
Hier liegt die eigentliche Sollbruchstelle: Stablecoins. Armstrong warnt, dass der Entwurf die bisherigen Belohnungsmodelle, also Rewards für Stablecoin-Halter, faktisch canceln könnte.
Auf der anderen Seite steht die Banklogik: Wenn Stablecoins Renditen von rund fünf Prozent bieten, drohen Abflüsse aus klassischen Einlagen und Sparkonten. Genau an dieser Renditefrage prallen Regulierung, Wettbewerb um Einlagen und die künftige Rolle von Onchain-Dollars frontal aufeinander.
Reaktionen aus der Community
Die Debatte spaltet auch die Branche selbst. Auf X unterstützen einige Nutzer, etwa Investor Ryan Adams, Coinbase und werfen Politik und Banken vor, Innovation auszubremsen.
Andere halten dagegen, Coinbase sei nicht gleichbedeutend mit der gesamten Krypto-Industrie und solle kein faktisches Vetorecht über ein Regelwerk mit breiter Wirkung erhalten.
Fazit: Clarity Act wird zum Stresstest für die Branche
Die Eskalation zeigt, dass der Clarity Act weniger an Technik scheitert als an Zuständigkeiten und ökonomischen Anreizen. Wer die nächsten Schritte einordnen will, muss vor allem zwei Signale beobachten: ob es einen Kompromiss bei Stablecoin-Renditen gibt und ob Coinbase wieder in die Verhandlungen einsteigt.
Ohne diese Brücke wird aus dem Marktstrukturgesetz schnell ein politisches Druckmittel, statt ein planbares Regelwerk für DeFi, Tokenisierung und Stablecoins.