Frankreichs Zentralbank veröffentlichte gestern in einer Pressemitteilung, dass die Entwicklung des digitalen Euros (CBDC) nun weiter voranschreitet. Hierfür wurden 8 potentielle Partner vorgestellt, die helfen sollen die Idee eines digitalen Euros zu realisieren und das Bankwesen so zu modernisieren.

Du willst mehr über Bitcoin, Kryptowährungen oder Decentralized Finance (DeFi) lernen. Dann wühl dich am besten durch unsere umfangreiche Wissensrubrik, die wir regelmässig updaten. Ob kurz und knackig in unserem Glossar (A-Z) oder ausführlicher in unserer Wissensbibliothek, hier findest du alles rund um Kryptos.

Frankreich treibt digitalen Euro voran

Es ist bekannt, dass vor allem Frankreich und die dort ansässige Zentralbank „Banque de France“ ein großes Interesse an einem digitalen Euro haben und auch die Initiative CBDC (Central Bank Digital Currency) vorantreiben. Im Mai diesen Jahres hatte daher die Bank dazu aufgerufen Ideen, Konzepte und Rahmenwerke für einen digitalen Euro (CBDC) vorzuschlagen.

Hierbei ging es aber nicht allein um die CBDC, sondern auch um die damit verbundene Modernisierung des Interbankengeschäfts, was sich mit einer digitalen Währung nochmal besser und effizienter abbilden lassen sollte.

Gestern ließ die Zentralbank Frankreichs dann die Ergebnisse verlauten und kündigte die offiziellen Partner des Projekts CBDC an:

  • Accenture
  • Euroclear
  • HSBC
  • Iznes
  • LiquidShare
  • ProsperUS
  • Seba Bank
  • Société Générale – Forge

CBDC – Das kommt auf uns zu

Die 3 wichtigsten Aufgaben der neuen Partner wird es sein:

  1. Neue Methoden für den Austausch von Finanzinstrumenten (Keine Kryptowährungen) gegen Zentralbankgeld (CBDC) zu untersuchen.
  2. Regulierung des Transfers eines digitalen Euro (CBDC) für grenzüberschreitende Zahlungen zu testen.
  3. Methoden zur Bereitstellung des Zentralbankgeldes zu testen.

Dafür werden die 8 Partner in den kommenden Tagen und Wochen eng mit der französischen Zentralbank zusammenarbeiten, um die Experimente in den kommenden Monaten durchzuführen. Der Weg ist also noch sehr weit bis wir tatsächlich einen digitalen Euro sehen sollten.

Blockchain ja oder nein?

Dass der digitale Euro (CBDC) wohl nicht viel mit einer „echten“ Kryptowährung wie Bitcoin zu tun haben wird, ist bereits länger offensichtlich. Die Auswahl der Kandidaten lässt jedoch vermuten, dass die Zentralbanken sich wohl noch nicht auf eine Technologie festgelegt haben und auch in diesem Bereich noch testen.

Auch wenn es im Mai bereits erste erfolgreiche Tests mit einem blockchainbasiertem digitalen Euro gab, stand in der Ausschreibung ausdrücklich, dass man sich nicht auf die Blockchain Technologie beschränke.

Die kommenden Experimente werden wohl weiter Aufschluss geben, in welche Richtung sich der CBDC Euro bewegen wird. Sicher wird der digitale Euro aber nicht die erste digitale Zentralbankwährung der Welt sein, denn noch für dieses Jahr wird mit einem digitalen Yuan gerechnet. Die Entwicklungen in China laufen jedenfalls auf Hochtouren und den Vorsprung werden sie sich wohl nicht nehmen lassen.

Was uns der digitale Euro im normalen Alltag letztendlich bringen wird, ist genauso offen wie der Start der europäischen CBDC. Vermutlich wird es eher eine bankinterne Modernisierung, mit der sich Geldströme effizienter transferieren und vor allem verfolgen lassen. Mit einer Revolution wie Bitcoin hat dies aber nicht wirklich viel zu tun.

Du schaust lieber Videos als Artikel zu lesen? Dann schau auf meinem YouTube Kanal vorbei. Wenn du nichts mehr verpassen willst und nach weiteren Insights suchst, dann lohnt es sich auch unseren Telegram News & Insights Kanal zu abonnieren!

[Bildquelle: Shutterstock]