Digitaler Euro und Krypto-Regulation kommen! – EU goes digital

Während China weltweit als Vorreiter in Sachen Central Bank Digital Currency gilt und die Schweiz in Europa als Krypto-Hotspot angesehen wird, lief die Europäische Union (EU) den Entwicklungen längere Zeit hinterher. Doch dies könnte sich alsbald ändern. Wir fassen die Lage rundum Krypto und Europa für dich in einem Kommentar zusammen.

Der digitale Euro wird wohl kommen, wenngleich die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB) klarstellt, dass die Entscheidung noch nicht gefallen sei. Doch Christine Lagarde dürfte klar sein, dass diese „Entscheidung“ nur noch Formsache ist. Europa kann es sich schlicht nicht länger leisten, Themen wie Kryptowährungen, digitaler Euro oder auch Stablecoins zu ignorieren. Deshalb kommt jetzt auch Bewegung ins Spiel. Sowohl beim digitalen Euro, als auch bei Regulationen von Kryptowährungen, Security Token und Stablecoins.

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Digitaler Euro nicht beschlossen, doch am Ende reine Formsache

Die Herbstkonferenz der Bundesbank hatte stattgefunden und die Besetzung des Podiums war äußerst prominent. Da war selbstverständlich Bundesbank-Präsident Jens Weidmann. Aber auch sein Kollege aus Frankreich François Villeroy de Galhau. Zudem war die Präsidentin der EZB vor Ort. Und Christine Lagarde stellte gleich zu Beginn klar, dass der digitale Euro im Fokus steht. Zwar sei noch keine endgültige Entscheidung gefallen, aber

wie viele Zentralbanken rund um die Welt, untersuchen auch wir die Vorzüge, Risiken und Herausforderungen bei der Handhabe eines solchen Schritts.

Wissen wir doch, Frau Lagarde. Aber diese Entscheidung dürfte am Ende doch nur reine Formsache darstellen. Spätestens nach den „bald vorliegenden“ Ergebnissen der Taskforce der EZB, sollte der digitale Euro nur noch eine Frage der Zeit sein. Und um Jens Weidmann zu zitieren: Ja, es ist eine „Ironie“, dass Kryptowährungen „geschaffen wurden“, um das „Bankensystem mit der Notenbank im Zentrum“ zu umgehen, während jetzt über die „Einführung von Digitalgeld durch die Zentralbanken“ diskutiert wird. Aber wer sagt denn eigentlich, dass wir, das Volk, den digitalen Euro überhaupt wollen?

Massenadoption in Europa für… XTZ?

Vielleicht wollen wir ja vielmehr die echten Kryptowährungen. Die unabhängig sind von Regierungen und ihren Zentralbanken. Die nicht entwertet, nicht mehr oder minder unlimitiert erschaffen werden können. Vielleicht wollen wir kein digitales Fiatgeld, denn ein digitaler Euro dürfte am Ende nichts anderes sein als Tether (USDT), gebunden an den Preis des Euros. Und Tether gilt schon als umstritten!

Lesetipp: Was sind Stablecoins? Alles über Tether (USDT) & Co.

Vielleicht sollten Wege gesucht werden den Dorn im Auge namens Kryptowährungen nicht weiter zu ignorieren oder gar zu bekämpfen, sondern zu nutzen! Die Schweiz bzw. der Kanton Zug ist das beste Beispiel dafür in Europa. Dort werden ab 2021 Steuern einfach mit BTC bezahlt. Aber gut, die EU scheint langsam auf den Trichter zu kommen. Frankreich zum Beispiel. Denn die französische Nationalbank will für einen Digitalen Euro mit Tezos (XTZ) zusammenarbeiten.

Französische Nationalbank testet digitalen Euro mit Tezos Netzwerk

Ja, richtig gehört! Das Startup der französischen Investmentbank Société Générale-Forge, wurde von der Banque de France mit der Entwicklung eines digitalen Euros beauftragt. Und für Experimente zu dieser Central Bank Digital Currency (CBDC) wurde nun die Tezos Blockchain ausgewählt.

Bei den Experimenten mit der Société Générale-Forge soll es demnach um die Machbarkeit von „Abwicklung und Lieferung von Finanztiteln mittels der digitalen Währung der Zentralbank“ gehen. Die französische Nationalbank holte sich hierfür eigens einige Berater und Technologiefirmen ins Boot. Und Nomadic Labs ist eines dieser Unternehmen. Zudem steht diese Firma maßgeblich hinter der Entwicklung des Tezos Protokolls.

Kleiner Tipp am Rande: Es lohnt sich jetzt nicht, mit der Angst etwas zu verpassen in Tezos (XTZ) zu investieren. Der Kurs von Tezos fiel seit dem 13. August 2020 um über 40 %.

Krypto soll Regulation der traditionellen Finanzinstrumente bekommen

Bevor wir zum Ende dieses Kommentars kommen, wollen wir noch auf die zukünftigen Regulationen zu Kryptowährungen und Co. in Europa eingehen. Ursprünglich sollte das ein spekulativer Abschnitt werden, doch die Kolleginnen und Kollegen von CoinDesk scheinen einen Entwurf eben jener Regulationen vorliegen zu haben. Demnach scheint die EU Kryptowährungen regulatorisch genauso zu behandeln, wie andere, regulierte Finanzinstrumente auch. Das würde dann tatsächlich mal einen klaren, rechtlichen Rahmen schaffen.

Krypto genauso zu regulieren, wie alle anderen Finanzinstrumente auch, macht es einfacher für die traditionelle Finanzwelt, diese neue Branche zu akzeptieren. Ich würde aber sagen, dass der vorliegende Entwurf am Ende die Banken und Investmentfirmen favorisiert. – Siân Jones von XReg Consulting

Ein starker Fokus der Regulationen liegt dabei auch auf Stablecoins und dem noch jungen Sektor der Decentralized Finance (DeFi). Denn für viele dieser Token könnten mit der neuen Regulation zusätzliche Regeln gelten. Doch noch ist nichts in Stein gemeißelt. Der Entwurf soll angeblich noch im September 2020 beschlossen, gesetzlich aber dann erst bis 2022 auch tatsächlich umgesetzt werden.

Zusammenfassung der Lage in Europa bezüglich Krypto und CBDC

Die Europäische Union (EU) und die Zentralbanken angeführt durch die EZB haben ihren Blick also endlich auf Krypto gerichtet. Es sollen strikte Regulationen folgen, wenngleich Kryptowährungen wohl einer ähnlichen Regulation unterliegen könnten, wie traditionelle Finanzinstrumente auch. Dies würde in der Tat die Verknüpfung von traditionellen Finanzen und der Krypto-Branche erleichtern. Auf der anderen Seite könnte ein starres Korsett an Regeln aber auch Innovation in der Krypto-Branche ausbremsen.

Lesetipp: Afrika: Auslandsüberweisungen und Entwertung von Fiat fördern die Krypto-Ökonomie

In Sachen CBDC bzw. dem digitalen Euro, geht es ebenfalls vorwärts. Es werden baldige Ergebnisse einer Taskforce der EZB erwartet und Frankreich testet zusammen mit Tezos (XTZ) die Machbarkeit einer digitalen, europäischen Gemeinschaftswährung. 

Ob wir das wollen oder nicht, der Zug ist längst ins Rollen gekommen. Der digitale Euro kommt, die Regulationen kommen und die Zukunft für Krypto in Europa ist dennoch nicht gewiss. Ein Blick in die Schweiz lohnt sich für die Damen und Herren in Brüssel aber. Denn das kleine Land mit den hohen Bergen macht es vor, wie Bitcoin und Co. zu adoptieren sind.

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