- Marktdaten sprechen aktuell eher für Vorsicht:
Ethereum bildet seit Wochen tiefere Hochs aus, während das Handelsvolumen gleichzeitig zurückgeht. Die aktuelle Marktstruktur wirkt dadurch weiterhin angeschlagen. - Hebelnutzung bleibt ungewöhnlich hoch:
Der Estimated Leverage Ratio liegt weiterhin auf einem erhöhten Niveau. Gleichzeitig gelingt es Ethereum nicht, daraus Kursstärke zu entwickeln. Das deutet auf eine starke Abhängigkeit vom Derivatemarkt hin. - Long-Positionen dominieren weiterhin den Markt:
Die Funding Rate bleibt überwiegend positiv. Viele Trader setzen also nach wie vor auf steigende Kurse. Die schwache Kursentwicklung zeigt jedoch, dass diese Positionierung bislang keine nachhaltige Aufwärtsbewegung auslösen kann. - 2.000 und 2.200 US-Dollar werden jetzt entscheidend:
Die Nachfrage rund um 2.000 US-Dollar hält bislang stand. Oberhalb des aktuellen Kurses befindet sich laut Liquidationsdaten die nächste größere Zielzone oberhalb von 2.200 US-Dollar. - Jetzt in ETH investieren:
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Hohe Hebelnutzung trifft auf schwache Marktstruktur
Ethereum konnte sich zuletzt zwar oberhalb von 2.000 US-Dollar stabilisieren, von echter Stärke kann aktuell jedoch noch keine Rede sein. Mehrere wichtige Marktdaten deuten darauf hin, dass die Abwärtsrisiken weiterhin erhöht bleiben. Besonders die Kombination aus hoher Hebelnutzung, überwiegend bullischer Positionierung und gleichzeitig schwacher Kursentwicklung sorgt derzeit für Aufmerksamkeit. Während viele Trader weiter auf steigende Kurse setzen, fehlt dem Markt bislang die notwendige Dynamik, um eine nachhaltige Erholung einzuleiten.
Ein Blick auf die aktuelle Marktstruktur zeigt mehrere Warnsignale. Seit Mitte Mai bildet Ethereum kontinuierlich tiefere Hochs aus. Gleichzeitig ist das Handelsvolumen in den vergangenen Wochen spürbar zurückgegangen. Normalerweise werden nachhaltige Aufwärtsbewegungen von steigendem Volumen begleitet. Bei Ethereum zeigt sich derzeit jedoch das Gegenteil. Der ETH-Kurs verliert an Stärke, während die Aktivität der Marktteilnehmer gleichzeitig nachlässt. Besonders interessant bleibt die Entwicklung des Estimated Leverage Ratio. Dieser Wert misst vereinfacht, wie stark der Markt aktuell durch gehebelte Positionen geprägt wird. Der Indikator liegt weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau von rund 0,74. Das zeigt, dass ein großer Teil der Marktaktivität nach wie vor über den Derivatemarkt läuft.
Unter normalen Marktbedingungen wird eine hohe Hebelnutzung häufig von steigenden Kursen begleitet. Aktuell gelingt es Ethereum jedoch trotz der hohen Positionierung nicht, eine nachhaltige Aufwärtsbewegung aufzubauen. Das deutet darauf hin, dass die Marktstruktur momentan stärker von spekulativen Positionierungen als von echter Spot-Nachfrage getragen wird. Auch die Funding Rate unterstützt dieses Bild. Sie bewegt sich weiterhin überwiegend im positiven Bereich, was bedeutet, dass Long-Positionen nach wie vor dominieren. Viele Trader setzen also weiterhin auf steigende Kurse. Gleichzeitig bleibt die Kursentwicklung schwach. Diese Diskrepanz macht die aktuelle Situation interessant. Wenn die Mehrheit der Marktteilnehmer auf steigende Kurse setzt, der Markt aber trotzdem keine Stärke entwickelt, deutet das häufig auf nachlassende Kaufkraft hin.

Zusätzliche Hinweise liefert der Relative-Stärke-Index, kurz RSI. Mit einem Wert von rund 31 Punkten bewegt sich der Indikator bereits nahe der überverkauften Zone. Das zeigt, dass der Verkaufsdruck in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen hat. Gleichzeitig fehlt bislang ein überzeugendes Signal für eine nachhaltige Erholung. Der RSI zeigt weiterhin nach unten und bestätigt damit die aktuell schwächere Marktstruktur.
In der Summe entsteht dadurch ein Bild, das kurzfristig weiterhin eher für Vorsicht spricht. Die Hebelnutzung bleibt hoch, Long-Positionen dominieren weiterhin den Markt und gleichzeitig fehlt dem Kurs die notwendige Stärke, um daraus Kapital zu schlagen.
Markt wartet auf neue Dynamik
Trotz der Stabilisierung oberhalb von 2.000 US-Dollar bleibt die Aktivität am Markt aktuell vergleichsweise gering. Sowohl im Spotmarkt als auch im Derivatemarkt zeigen die aktuellen Order-Flow-Daten weiterhin rückläufiges Volumen. Viele Marktteilnehmer agieren angesichts der geopolitischen Unsicherheiten rund um den Nahost-Konflikt weiterhin vorsichtig und verzichten bislang auf größere Positionierungen.
Für Ethereum bedeutet das aktuell eine fragile Erholung. Die Nachfrage rund um 2.000 US-Dollar konnte sich bislang behaupten, gleichzeitig fehlt weiterhin das Momentum für eine größere Aufwärtsbewegung. Oberhalb des aktuellen Kurses befindet sich laut aktueller Liquidation-Heatmap die nächste größere Liquiditätszone oberhalb von 2.200 US-Dollar. Sollte Ethereum wieder Stärke aufbauen können, könnte dieser Bereich als nächstes Ziel angelaufen werden.
Auf der Unterseite bleibt die Marke von 2.000 US-Dollar dagegen die entscheidende Unterstützung. Ein erneuter Rücksetzer in diese Region wäre kurzfristig nicht ungewöhnlich. Solange dort jedoch weiterhin Nachfrage vorhanden bleibt, dürfte die Zone zunächst verteidigt werden können. Erst wenn Ethereum diesen Bereich mehrfach testet und die Käufer zunehmend schwächer werden, könnte sich die Aufmerksamkeit auf die nächste größere Unterstützungszone rund um 1.800 US-Dollar verlagern.
Die kommenden Tage dürften daher entscheidend werden. Aktuell fehlt dem Markt zwar weiterhin die Dynamik für eine größere Aufwärtsbewegung. Gleichzeitig konnten die Verkäufer die wichtige Unterstützung rund um 2.000 US-Dollar bislang nicht nachhaltig durchbrechen. Solange sich daran nichts ändert, bleibt Ethereum zwischen der Nachfragezone auf der Unterseite und der Liquiditätszone oberhalb von 2.200 US-Dollar gefangen. Welche Seite zuerst aufgelöst wird, dürfte die nächste größere Bewegung bestimmen.
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