Die Europäische Zentralbank (EZB) fühlt sich durch Kryptowährungen wie Bitcoin und Stablecoins bedroht. Mit einer Weiterentwicklung des digitalen Euros will sie den digitalen Assets nun den Kampf ansagen. Hier wurde vor allem der Datenschutz als wichtiger Aspekt in den Vordergrund gestellt.

Fabio Panetta, ein Vorstandsmitglied der EZB, befürchtet, dass die Eurozone durch Kryptowährungen wie Bitcoin bedroht werde. Der digitale Euro soll nun vor dieser Bedrohung schützen. Das Ziel des digitalen Währungsprojektes der Europäischen Zentralbank sei, die Ausbreitung anderer digitaler Vermögenswerte zu bekämpfen.

Mehr Schutz für die Privatsphäre der Nutzer

Der digitale Euro soll den Schutz der Privatsphäre in den Vordergrund stellen. Fabio Panetta erklärte in einem Interview, dass die Zentralbank als Finanzinstitution kein Interesse daran habe, die Daten von Nutzern zu speichern oder zu monetarisieren. Da die Wahrung der Privatsphäre für europäische Bürger von großer Bedeutung ist, sei das ein gewaltiger Vorteil des digitalen Euros gegenüber Kryptowährungen wie Bitcoin.

Viele Menschen bringen digitale Währungen, vor allem aber Bitcoin, mit illegalen Aktivitäten in Verbindung. Da stellt sich auch die Frage wie die EZB die Privatsphäre schützen will, ohne Raum für Geldwäsche, Steuerhinterziehung und anderes zu schaffen.

Panetta sagt hier, dass die Bank die Daten abtrennen könne. Die Zahlung könne zwischen den Parteien erfolgen, ohne dass die Beteiligten nicht autorisierten Zugriff auf die Daten hätten. Auch die Möglichkeit von Offline-Zahlungen für kleinere Geldbeträge schließt er nicht aus. Bei diesen müssten keinerlei Daten erfasst werden.

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Überholt der digitale Euro bald Bitcoin?

EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat in der Vergangenheit gesagt, dass der Start des digitalen Euros noch weit in der Zukunft läge. Sie versicherte aber auch, dass die EZB bereits in der Entwicklung stecke. Für Lagarde ist klar, dass eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) zuverlässiger ist als Bitcoin. Schließlich wird der digitale Euro von der Regierung unterstützt.

Bis der digitale Euro also endgültig mit Bitcoin konkurrieren wird, werden noch einige Jahre ins Land gehen. Es steht aber fest, dass der Plan der Europäischen Zentralbank für eine digitale Währung den Grundzügen von Kryptowährungen widerspricht. Schließlich werden hier Transparenz und Dezentralisierung als Probleme behandelt, die es zu lösen gilt.

Es bleibt spannend, welche Entwicklungen dieses Gebiet in Zukunft für uns bereithält. Wir halten Euch wie immer auf dem Laufenden.