Im Zuge der Corona-Pandemie kommt es seit ungefähr zwei Jahren vielerorts zu einschneidenden Maßnahmen. Restriktionen, die Mitte Januar in Kraft traten, stießen vielen kanadischen LKW-Fahrern übel auf. Seitdem folgen große Protestaktionen. Die Zensur einer Spendenkampagne für den Freedom Convoy 2022 konnte der Bitcoin verhindern.

Was ist der Freedom Convoy 2022?

Seit dem 15. Januar müssen sowohl US-amerikanische als auch kanadische LKW-Fahrer vollständig gegen Corona geimpft sein, damit sie die gemeinsame Grenze überqueren dürfen.

Zuvor bekamen die Trucker Ausnahmegenehmigungen, um Lieferengpässe zu verhindern. Nach Einschätzung der Canadian Trucking Association (CTA) schränkt die neue Maßnahme bis zu 20 Prozent der kanadischen Fahrer ein, die regelmäßig die Grenze queren.

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Das entspricht bis zu 22.000 Personen. Ganze 40 Prozent der US-amerikanischen Fahrer, die im Zuge ihrer Arbeit die Landesgrenze zwischen Kanada und den USA überqueren, müssten fortan in ihrem Heimatland bleiben. In absoluten Zahlen handelt es sich um 16.000 Personen.

Effektiv schränken die Regeln, welche von der kanadischen und US-amerikanischen Regierung in Übereinstimmung getroffen worden waren, beinahe 40.000 Fahrer ein. Diese müssten sich demnach entweder vollständig impfen lassen, oder ihre Arbeit niederlegen.

Für viele Fahrer kommen beide Optionen offenbar nicht infrage. Stattdessen riefen sie zu einer Protestaktion auf. Der sogenannte Freedom Convoy, also eine Freiheitskolonne, solle sich auf den Weg in die kanadische Hauptstadt Ottawa machen, ähnlich zur jährlichen deutschen Demonstration „Wir haben es satt“.

Protestanten am Rande des Freedom Convoy 2022 Quelle: https://tallyco.in/s/lzxccm/

Schnell erreichte der Konvoi eine Teilnehmerzahl von mehreren Hundert Fahrzeugen. Inzwischen schätzt die Polizei von Ottawa den Konvoi auf über 1.000 Fahrzeuge und mehr als 5.000 Protestanten.

Der Freedom Convoy erreichte Ottawa am 29. Januar. Teilnehmer sind immer noch in der Stadt und kündigen teilweise lange Geduld an. Die Polizei bezeichnete die Teilnehmerzahl bis zum vierten Februar als stark rückläufig, bevor sie am fünften Februar erneut zunahm.

Freedom Convoy kritisiert Überwachung

Ziel des Konvois sei es laut Benjamin Dichter, der als Sprecher der Aktion auftritt, die Maßnahmen der Regierung rückgängig zu machen.

Wir wollen die Impfvorschriften und Impfpässe aus dem Weg räumen. Und dieser Impfpass, der ist wirklich besorgniserregend.

Sagte Ben Dichter Fox News. Das Problem der aktuellen Regierung sei ausufernde Kontrolle und autoritäre Unterdrückung. Dichter habe beim Überfahren der Grenze einen entscheidenden Aufwachmoment gehabt.

Als er der Grenzpolizei seinen digitalen Impfpass zeigen wollte, der als QR-Code auf seinem Smartphone hinterlegt ist, forderte ihn diese bereits zum Weiterfahren auf.

Ein Grenzpolizist erklärte, er habe bereits eine automatisierte Meldung auf sein eigenes Smartphone bekommen, als sich Dichter der Grenze näherte und konnte im Vorfeld jegliche Daten überprüfen.

Genau wie Dichter beschreiben auch andere Protestanten:

Das ist keine Anti-Impf-Bewegung, sondern eine Freiheitsbewegung.

Freedom Convoy 2022 Zensur durch GoFundMe

Offenbar um die Teilnehmer des Freedom Convoy über längere Zeit finanziell zu unterstützen und den Protest am Leben zu halten, sammelte eine Spendenkampagne auf GoFundMe Gelder ein.

Benjamin Dichter beteiligte sich auch an der Leitung der Kampagne, die vorsah, zehn Millionen kanadische Dollar einzusammeln. Sie wurde am 14. Januar gestartet. Bis zum 25. Januar kamen bereits fünf Millionen kanadische Dollar zusammen.

Schon einen Tag zuvor hatte GoFundMe angekündigt, keine Gelder auszuzahlen, bevor Pläne zu deren Verwendung von den Organisatoren geteilt werden. Erst am 27. Januar zahlte das Unternehmen die erste Million aus.

Währenddessen akkumulierten sich weitere Spendengelder. Bis zum zweiten Februar kamen fast 10,1 Millionen kanadische Dollar zusammen. Am Folgetag berief das kanadische Bundesparlament eine Sitzung ein, welche die Spendenkampagne zum Thema hatte.

Ursprüngliche Spendenaktion des Freedom Convoy 2022 auf GoFundMe

Geladen waren Führungspersonen von GoFundMe und der kanadischen Finanzbehörde FINTRAC. Das Parlament habe Bedenken entwickelt, die Gelder könnten zur Unterstützung von Hass und Extremismus verwendet werden.

Bereits einen Tag später, am Abend des vierten Februar, entfernte GoFundMe die Spendenaktion Freedom Convoy 2022. Angeblich habe ein Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen vorgelegen.

BTC Spendenkampagne „Bitcoin for Truckers“ verhindert Zensur

Der Wille zum Spenden blieb jedoch ungebrochen. Der Twitter-Nutzer Honkhonk Hodl erschuf schon am ersten Februar eine Spendenaktion auf Tallyco.in, einer Plattform, die ein Krypto-Pendant zuseiten wie GoFundMe bildet.

Tallyco.in verfolgt hingegen ein Non-Custodial Prinzip. Sämtliche Gelder gehen auf direktem Wege zum Organisator der Spendenaktion und werden zu keinem Zeitpunkt von der Plattform selbst verwahrt.

Durch die Zensur auf GoFundMe richteten sich viele Spender an die neue Bitcoin-Spendenkampagne. Inzwischen kamen von 3.077 Spendern über 3,3 Bitcoin im Wert von mehr als 179.000 kanadischen Dollar zusammen. Das Spendenziel liegt bei 5 Bitcoin.

Der Organisator beschreibt die Spendenaktion wie folgt.

Die klassische Finanzbranche kann politisiert und zensiert werden, während Bitcoin ein wirklich unzensierbarer Weg ist, um Geld zu verschicken. Lass dich nicht zum Schweigen bringen und deine finanzielle Souveränität mit Füßen treten.

Auf Twitter gibt Honkhonk Hodl ständig neue Nachrichten zur Aktion heraus.

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