- Standard Chartered bleibt bullisch:
Trotz eines Bitcoin-Kurses von rund 64.450 US-Dollar hält die Großbank am Jahresendziel von 100.000 US-Dollar fest. - ETF-Nachfrage bricht weg:
US-amerikanische Bitcoin ETFs verbuchten im Juni Nettoabflüsse von 4,5 Milliarden US-Dollar, den schwächsten Monat seit Handelsstart. - Fed als nächster Kurstreiber:
CME FedWatch sieht eine Wahrscheinlichkeit von 65,8 Prozent für eine Zinspause und 34,2 Prozent für eine Anhebung. - Markt bleibt deutlich vorsichtiger:
Citi senkte seine Prognose für neue ETF-Zuflüsse auf null, Grayscale hält einen endgültigen Bitcoin-Boden erst im September oder Oktober für möglich. - 💰 100.000 US-Dollar im Blick, aber noch keine BTC?
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100.000 USD trotz BTC-Kursschwäche
Der Bitcoin-Kurs setzt auch am Sonntag seine richtungslose Marktphase fort. Bitcoin (BTC) notiert aktuell bei rund 64.500 US-Dollar, nachdem der Kurs zwischenzeitlich auf 63.765 US-Dollar gefallen war. Ausgerechnet in dieser Marktphase bekräftigt Standard Chartered sein Kursziel von 100.000 US-Dollar bis zum Jahresende.
BREAKING: STANDARD CHARTERED JUST REAFFIRM A $100,000 YEAR END TARGET FOR BITCOIN.
— CryptoAnix (@anilsingta) July 21, 2026
Polymarket traders are more conservative — top odds cluster on BTC closing 2026 between $70K-$75K. Big gap between bank research and crowd wisdom right now. pic.twitter.com/2AZ6Ehv1EL
Die britische Großbank rechnet damit trotz der anhaltenden Schwäche mit einer deutlichen Neubewertung. Davon ist im aktuellen Kursbild wenig zu sehen: Bitcoin handelt nahe dem unteren Bereich seiner jüngsten Spanne und weiterhin fast 50 Prozent unter dem Allzeithoch von 126.198 US-Dollar aus dem Oktober 2025.
Bitcoin-ETF-Nachfrage bricht ein
Gegen das bullische Szenario sprechen derzeit vor allem die Kapitalflüsse. US-amerikanische Bitcoin ETFs verbuchten im Juni Coinglass zufolge Nettoabflüsse von 4,5 Milliarden US-Dollar. Es war der schwächste Monat seit ihrem Handelsstart.
Damit fehlt Bitcoin ein Nachfragekanal, der den Kurs in früheren Marktphasen erheblich gestützt hatte. Citi senkte laut eines X-Posts von Wu Blockchain seine Prognose für neue ETF-Zuflüsse bereits auf null - ohne eine Rückkehr institutionellen Kapitals dürfte der Weg in Richtung 100.000 US-Dollar deutlich schwerer werden.
Fed wird zum nächsten Test
Der nächste mögliche Impuls folgt mit der Fed-Sitzung am 28. und 29. Juli. Laut CME FedWatch liegt die Wahrscheinlichkeit für unveränderte Leitzinsen derzeit bei 65,8 Prozent. Eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte wird mit 34,2 Prozent eingepreist.
Die Zinspause bleibt damit das Basisszenario, ist am Markt aber keineswegs sicher. Für Bitcoin dürften deshalb neben der Entscheidung vor allem die Aussagen zum weiteren geldpolitischen Kurs relevant werden.

Gleichzeitig drücken geopolitische Spannungen und Sorgen über hohe Ausgaben im KI-Sektor auf die Risikobereitschaft. Beide Faktoren erschweren eine schnelle Rückkehr größerer Kapitalströme in den Krypto-Markt.
Bitcoin-Prognosen driften auseinander
Standard Chartered steht mit seinem Ziel klar gegen die vorsichtigeren Erwartungen des Marktes. Auf Polymarket entfällt die höchste Wahrscheinlichkeit derzeit auf einen Bitcoin-Jahresschluss zwischen 70.000 und 75.000 US-Dollar.
Grayscale-Analyst Zach Pandl hält es zudem für möglich, dass BTC seinen endgültigen Boden erst im September oder Oktober findet.
Bitcoin is a macro asset and it trades with macro variables (eg growth and policy expectations)
— Zach Pandl (@LowBeta) July 22, 2026
If the Fed doesn't hike $BTC may have already bottomed, even if the 4yr cycle framework implies longer bear market
Quick blog post: https://t.co/9tnWphYwJc pic.twitter.com/6928J1fCAa
Fazit: Für 100.000 braucht Bitcoin frisches Kapital
Das Kursziel von Standard Chartered setzt einen klaren Wechsel der aktuellen Marktmechanik voraus. Bitcoin braucht dafür nicht nur einen technischen Ausbruch, sondern vor allem wieder institutionelle Nachfrage. Solange ETF-Kapital abfließt und der Kurs den unteren Bereich seiner Handelsspanne testet, bleibt die Prognose ein bullisches Szenario ohne Bestätigung.
Drehen die Kapitalflüsse und liefert die Fed geldpolitischen Rückenwind, könnte sich die enge Marktstruktur jedoch schnell auflösen. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob 100.000 US-Dollar grundsätzlich erreichbar sind, sondern woher der nötige Kaufdruck kommen soll.
🐂 Wie bullisch ist Bitcoin wirklich?
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